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altes CbC dem IP Standard anpassen ?


25.08.2008 17:31 - Gestartet von trzuno
Das klassische CbC, bei dem der CbC Anbieter das Sprachnetz des Netzbetreibers zu Minutenpreisen nutzen muss, ist durch moderne IP Netze eigentlich schon längst überholt. Man könnte sagen, daß daran nur noch ein paar Historiker beim VATM unbedingt festhalten wollen.

Schliesslich kann man über IP auch jetzt schon Verbindungen zu beliebigen VoIP Anbietern aufbauen und nicht nur zum VoIP Dienst des Anschlussanbieters. Der Anschlussanbieter erhält dann im Prinzip nur noch die Grundkosten des Anschlusses und ggf. den Preis für die Datenflatrate, aber keinen Kostenanteil für einzelne Gespräche.

Somit ist es eigentlich auch überhaupt nicht mehr erforderlich, daß sich CbC Anbieter weiterhin am Tropf des Netzanbieters ausruhen, statt mit moderneren Mitteln den Sprung in das VoIP Zeitalter selbst mitzugestalten.

Ideen zu VoIP basiertem CbC ... bzw. Wohin läuft das ?

1. Festhalten an CbC

VoIP Telefone bzw. VoIP Telefonanlagen mit der Möglichkeit mehrere VoIP Anbieter gleichzeitig einzustellen.
Gekoppelt mit der Möglichkeit direkt am Telefon dann den jeweiligen VoIP Anbieter auszuwählen oder Least-cost Funktion zur automatischen Auswahl des Anbieters je nach gewählter Rufnummer.

Ok, anmeldefreies CbC dürfte so etwas schwerer sein, da man ja die Rechnung dann selber stellen muss und dafür ja der Rechnungsempfänger sicher bekannt sein muss.
Aber auch dafür gibt es Lösungen über entsprechende Online Pay-Systeme die man da zur Identifizierung und Zahlung verwenden könnte.

2. zentrales CbC

Eigentlich könnte man das sogar so gestalten, daß sich alle VoIP CbC Anbieter zusammen über einen gemeinsamen zentralen Anlaufpunkt, ähnlich dem DECIX, den Kunden gegenüber präsentieren. An der Stelle könnte dann wie bei einem DNS Dienst die Auswahl des gewünschten CbC Anbieters + Zuordnung von dessen Server Adresse erfolgen. Gleichzeitig könnte dort auch zentral eine Identifizierung des Kunden erfolgen, damit dann auch die Abrechnung funktioniert.

3. freies CbC

Wobei ich als Kunde natürlich auch sehr leicht auf die Idee kommen könnte, daß selbst 1 cent/Minute für so etwas zu teuer ist, wenn ich auch selber für den näheren Freundeskreis einen eigenen kleinen VoIP Callmanager aufbauen kann, bei dem dann ausser dem Internetzugang weltweit keine weiteren Kosten für Gespräche innerhalb unserer Gruppe entstehen würden. :-)
Bzw. kann man dafür ja auch einen der kostenlosen Chatdienste zur Initialisierung von direkten Sprachverbindungen nutzen.

Es wird bestimmt auch VoIP Vermittler geben, die das rein werbefinanziert oder kostenlos als Verein machen werden.

4. das Ende von CbC

Im Prinzip wird irgendwann mal ein Netzzugang (mobil oder dsl) und ein Vermittlungsdienst zum Aufbau der VoIP Verbindung vollkommen ausreichen. In den Grundkosten für den Anschluss wird dann dieser Vermittlungsdienst schon enthalten sein und weitere Kosten für Sprache werden nur dann entstehen, wenn ein Gespräch zu einem Gesprächspartner aufgebaut werden soll, der noch nicht an das Internet angebunden ist oder ein Netzzugang nach Datenvolumen abgerechnet wird.

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Fazit:

Wenn es stur nach dem Willen des VATM gehen würde, dann würde es wohl nie zu Nr.4 kommen, da damit ja nix zu verdienen ist(ausser als Anschluss-Reseller).

Aber gönnen wir den CbC Dinosauriern vom VATM ruhig noch ein wenig Aufschub, denn aussterben werden sie bestimmt.

TRZ