Diskussionsforum
Menü

Volle Kraft voraus!


23.08.2008 13:51 - Gestartet von Fred_EM

Jetzt ist es an der Zeit loszulegen.

Die Mitbewerber haben genau gewußt worauf sie sich einlassen, als sie in das Geschäft eingestiegen sind. Überraschungen gibt es in der Telekommunikation nicht. Es ist so ziemlich alles bekannt, was man wissen will.

Wir dürfen es uns nicht erlauben, beim Thema Glasfaser noch länger zu zögern. Einige asiatische Regionen sind uns da schon sehr lange voraus.

Wir sollten den Fortschritt nicht länger mühsam aufhalten.
Deutschlands Zukunft ist die Zukunft einer Wissensgesellschaft.

Wenn wir noch länger zögern, landen wir im Abseits.

Der Umbau der Netzstruktur bei der Telekom ist das einzig wahre und schon lange überfällig. Weg mit den "Postkutschen". Das einzige, was für unser künftiges persönliches Wohlergehen zählt ist der Fortschritt.

Auf geht's.
Fangt endlich an.
Menü
[1] DSLonly antwortet auf Fred_EM
23.08.2008 17:55
Nochmal die Frage, bedeutet der Umbau für den Kunden mehr Speed, also mehr VDSL oder sogar höhere Geschwindigkeiten als mit VDSL möglich?
gruß dslonly
Menü
[1.1] Fred_EM antwortet auf DSLonly
23.08.2008 22:13
Benutzer DSLonly schrieb:
Nochmal die Frage, bedeutet der Umbau für den Kunden mehr Speed, also mehr VDSL oder sogar höhere Geschwindigkeiten als mit VDSL möglich?
gruß dslonly


Der Netzumbau schafft erst die Voraussetzung dafür neue, innovativere, bessere und schnellere Dienste anzubieten.

Erst wenn die alte, noch an alte Leitungs-Verbindungs orientierten Diensten durch eine Zeit-gemäße Struktur umgestellt ist, können (einfacher als bisher) innvoative Leistungsangebote und ganz allgemein schnellere DSL-Verbindungen zum Kunden realisiert werden. Zudem können die bestehenden Leistungen homogener und zuverlässiger erbracht werden.

Zum einen ist es der Telekom möglich die bereits bestehenden Angebote und Leistungen kostendeckender zu erbringen. Zum anderen kann - je nach Lage und Situation vor Ort - die olle letzte Meile durch Glasfaser ersetzen werden. Da stellt sich wie üblich die betriebswirtschaftliche Abwägung von Kosten und Umsatzpotential.
Eine große Wohnanlage ist einfacher und kostendeckender zu versorgen als weit verstreute Teilnehmer in einer Gartensiedlung. Die Frage ist halt, wie die Kupferleitung verbuddelt ist, und wie groß hier der Aufwand ist die gute alte Telefonleitung auszutauschen.

Dem Angebot zum Consumer-Endkunden hin sind nach dem Umbau des Netzwerkes wenig Grenzen gesetzt. 100 MBit ins Wohnzimmer - alles ist problemlos möglich. Dann fehlen nur noch geeignete Server, die Dir den Content auch schnell genug liefern, sonst nützen Dir selbst 1 GBit auch nix.

Das wichtigste an der ganzen Netz-Umstrukturierung ist, dass danach das Core-Netzwerk mir seinen Verzweigungen sehr einfach skaliert werden kann.
Das heißt, dass der Aufwand, der betrieben werden muss um das Netz der Telekom (nochmals) schneller, besser und "breiter" zu machen, ist dann sehr überschaubar und kann schneller vonstatten gehen als je zuvor. Danach ist "die Welt offen" für alles mögliche. Das ist wohl auch der Grund dafür, das Blackstone in die Telekom investiert hat.


Die Panik der jetzigen Telekom Teil-Wettbewerber ist dadurch zu erklären, dass die größtenteils bislang immer nur Huckpack bei der Telekom mitgefahren sind. Plötzlich müssen sie selber wieder mal nachdenken, selber tätig werden und selber Geld in die Hand nehmen und selber investieren.


Um Deine Frage zu beantworten:
"Bedeutet der Umbau für den Kunden mehr Speed, also mehr VDSL oder sogar höhere Geschwindigkeiten als mit VDSL möglich?"

Ja, das ist möglich. Wenn bei Dir die olle Kupferleitung durch Glasfaser ausgetauscht werden kann bzw. auch tatsächlich ausgetauscht wird.
Wann und wo die Telekom was anbieteten wird, das allerdings entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Bislang hat mir Rene Obermann noch nicht die aktuellen PowerPoint Präsentationen und PORs bezüglich der strategischen Ausrichtung, der Marketing-Strategie und des Roll-outs zukommen lassen.


Ich vermute jedoch:
Glasfaser bis zum Abnehmer wird wahrscheinlich dort zuerst verlegt, wo auch die potentielle Konkurrenz am größten ist: Nämlich dort wo in großem Maßstab Kabel-Kunden zu finden sind. Mit der Glasfaser kann man das (TV-) Kabel wunderbar ersetzen bzw. erschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

So zumindest würde ich vorgehen, wenn ich bei der Telekom Verantwortung und Entscheidungsgewalt hätte.

Die Telekom kann jetzt eigentlich nur noch über ihre eigenen Füße stolpern (dazu halte ich sie aber immer noch für fähig).

Für die Telekom ist sehr wichtig, ihr Netz und ihren kompletten Markt-Auftritt neu zu strukturieren. Das wird für einige sehr schmerzhaft werden. Leider wird es ohne dem nicht gehen, andernfalls verharren wir im selben alten Mist ...

So, ich hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet ...

Fred
Menü
[1.1.1] DSLonly antwortet auf Fred_EM
23.08.2008 23:30
Ja danke, aber das die Telekom bundesweit Glasfaser verlegen wird glaub ich nicht, meine Stadt fast 120000 Einwohner, vielleicht habe ich Glück und meine Stadt wird auch modernisiert.
Ich denke aber, dass das noch Jahre dauern wird.
gruß dslonly
Menü
[1.1.1.1] kamischke antwortet auf DSLonly
28.08.2008 14:01
Benutzer DSLonly schrieb:
Ja danke, aber das die Telekom bundesweit Glasfaser verlegen wird glaub ich nicht, meine Stadt fast 120000 Einwohner, vielleicht habe ich Glück und meine Stadt wird auch modernisiert.
Ich denke aber, dass das noch Jahre dauern wird.
gruß dslonly

Ein VDSL-Standort, wo bereits ab 160.000 Einwohner ausgebaut wird ist:

Solingen

Datenautobahn: Telekom gibt Gas

GLASFASER Bis Mai soll das Netz ausgebaut sein. Konkurrenz für Unitymedia.

16.08.08

Viele deutsche Großstädte haben es schon, jetzt kommt auch Solingen dran: Die Telekom will ab September einen Großteil des Stadtgebietes an ihr Hochgeschwindigkeits-Datennetz (VDSL) anschließen, bei dem Kupferdrähte weitgehend durch Glasfasern ersetzt werden (ST berichtete). Damit ist es möglich, Telefon, Internet und Digitalfernsehen zum Paketpreis aus einer Hand zu bekommen.

Bevor die Datenautobahn eine Überholspur bekommt, müssen die Bagger ran: Der größte Teil der Kabel soll zwar in vorhandene Leitungskanäle eingezogen werden (insgesamt 100 Kilometer). An einigen Stellen muss aber auch die Erde aufgegraben werden (sechs Kilometer).

...

Am sichtbarsten wird das VDSL-Netz an den oberirdischen Schaltkästen. 191 der 290 „Kabelverzweiger“, wie der Fachbegriff lautet, ersetzt die Telekom durch deutlich größere Gehäuse, in denen auch die VDSL-Technik Platz hat: 2 Meter breit, 1,6 Meter hoch, 50 Zentimeter tief.

...

Ab Juni 2009 soll das VDSL-Netz einsatzbereit sein. „Genutzt wird es erst mal exklusiv von der Telekom“, sagt Sprecher McKinney. „Wir investieren ja auch gewaltige Summen in den Ausbau.“ Eine Entscheidung der Regulierungsbehörde, ob auch Konkurrenzanbieter ins Netz dürfen, stehe noch aus.

Wichtigster Gegenspieler der Telekom dürfte auch in Solingen der Kabelanbieter Unitymedia sein – auch wenn dessen Paketangebot für Telefon, Internet und Digital-TV längst noch nicht in allen Häusern verfügbar ist.

..." [www.solinger-tageblatt.de]

Vollständiger Artikel unter:
http://www.solinger-tageblatt.de/sro.php?redid=286620

Weitere Details unter:
http://www.solinger-tageblatt.de/sro.php?redid=285938

Geplanter Ausbau in 2008 und 2009

•rund 164.412 Einwohner
•ca. 40.000 PremiumHaushalte
(11.000 HH Indoor und 29.000 HH Outdoor)
•191 Multifunktionsgehäuse
•rund 58 SOL- Standorte
•100 km Glasfaser verlegen

Quelle: http://b.boll-newmedia.de/netzausbau.pdf

Gruß Kamischke