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selber denken statt Gerichte beschäftigen


17.07.2008 10:07 - Gestartet von fbad
Arme Gerichte, die hier 99% von 22 Millionen Haushalten das Denken abnehmen müssen... Ich habe übrigens auch eine Payback-Karte, die sich von anderen Programmen (z.B. HappyDigits) positiv dadurch unterscheidet, indem man die gesammelten Punkte bei Erreichen einer Schwelle per Überweisung zu richtigem Geld machen kann, statt nur billigen Plunder zu bekommen.

Wenn man die Teilnahmeerklärung tatsächlich liest, so kann man die Nutzung seiner Daten durch Payback durchaus deutlich beschneiden. Aber: man muss es tun (Aufwand: ein Fax) und nicht meckern. Schon vorher habe ich die Entscheidung, welche Daten ich preisgebe. Zahl der Kinder? - was geht das Payback an? Einkommen? - lt,. Arbeitsvertrag darf ich das nicht einmal meinen Kollegen verraten. SMS-Service: kann man per Internet bestellen und jederzeit(!) wieder abbestellen. Bestätigt durch eigene Erfahrung.

Heute bekomme ich von Payback ca. 2x pro Jahr eine Punkteübersicht sowie Cupons. Diese bieten teilweise (zeitlich limitiert) 10..20% Rabatt bei Kaufhauskette XYZ. Die Rabatte, die ich so erziele, gehen weit über die 1% Erstattung via Punktesammeln hinaus.

Ich finde die Datensammelwut von Payback nicht gut, aber unter den geschilderten Randbedingungen kann ich als denkender und (so weit als möglich) selbstbestimmt entscheidender Kunde mit den Bedingungen leben.

Wer das für sich auch sagen kann, soll die Karte behalten oder neu bestellen. Wer nicht, kann sich abmelden und die Löschung aller gespeicherten Daten fordern und fertig.

Warum der Bundesverband der Verbraucherzentralen Gerichte mit derartigen Trivialitäten langweilt, übersteigt meine Fantasie.
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[1] Moneysac antwortet auf fbad
17.07.2008 10:21
ich halte es für schwachsinn für wenige prozente pseudorabatt (fettgehalt-waage, messerset, ...) main kaufverhalten offenzulegen. zudem landet meine adresse in einer datenbank, und wird am ende bewusst oder unbewusst weitergegeben. dann kaufe ich lieber gleich günstiger woanders ein und spare viel mehr. die breite masse der bevölkerung verfügt allerdings über ein nierdriges bildungsniveau, auf dem das bewusstsein für datenschutz nicht sehr ausgeprägt ist.
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[1.1] tokiox antwortet auf Moneysac
17.07.2008 13:24
Wenn man von Datensammlern spricht, sollte man den "Datenschutz" nicht außer Acht lassen.

Nun muss ich in einem wichtigen Punkt meinem Vor-"Schreiber" recht geben. Die Sensibilität in der artigen Dingen ist zumeisst sehr gering. Es wird sich zum einen über die Sammelwut aufgeregt, zum anderen nutzen es aber der Art viele nur um hier und da bereits im Vorhinein eingerechnete Prozente zu ergattern.

Das Schlimmste allerdings ist die Unfähigkeit Verträge zu lesen. Selbst in meinem Berufsumfeld erlebe ich dies Tag für Tag, so nach dem Motto: Schauen Sie doch mal auf die Rückseite. Welche Rückseite?

Denn, würden dies die so genannten mündigen, im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, Kunden auch tun, würden sich diese "Notwendigkeiten" erübrigen.

Schließlich sollte jeder selbst für sein Handeln eintreten. Naja, gebracht hat es im Endeffekt eh nicht wirklich viel und hat zudem unsere eh schon überlasteten Gerichte drei mal in Anspruch genommen.

BRAVO!
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[1.1.1] Moneysac antwortet auf tokiox
17.07.2008 13:42
ich stimme vollkommen zu! dennoch muss man auch auf täuschung ausgerichtete anbieter wie bei abo-fallen im internet ausmerzen.