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Kurze Mindestlaufzeit und 'versprochene' Bandbreite


22.11.2008 18:03 - Gestartet von niknuk
Ich kann es nur nochmal wiederholen: die von den Anbietern tatsächlich "versprochene" Bandbreite steht nicht in der Werbung, sondern im Kleingedruckten. Das sollte man gelesen haben, bevor man den Anschluss bestellt. Und ja, fast alle DSL-Anschlüsse erreichen mindestens die im Kleingedruckten zugesagte Mindestbandbreite. Bei den allermeisten Beschwerden über zu geringe Bandbreite geht es um Werte, die deutlich über den garantierten Mindestwerten liegen und bei denen der Kunde eigentlich gar kein Recht hat, sich zu beschweren. Allerdings gibt es Anbieter, die gar keine oder nur eine sehr geringe Mindestbandbreite zusagen. Das ist unseriös und ich halte es auch durchaus für möglich, dass irgendwann einmal ein Richter diesen Anbietern auf die Finger klopft und sie zur Einräumung kundenfreundlicherer Garantien verdonnert. Nichtsdestotrotz ist der Kunde ebenso dafür verantwortlich, dass er einen Vertrag abschließt, der zu seinem Bedarf passt. Wer z. B. 6000 kbit/s braucht, sollte nicht DSL 6000 bestellen, denn dort muss er damit rechnen, dass er möglicherweise nur die Hälfte oder sogar noch weniger bekommt. Bei DSL 16000 ist er dagegen zumindest bei einigen Anbietern auf der sicheren Seite: Arcor garantiert 6145 kbit/s, die Telekom 6600 kbit/s und Hansenet beim Geschäftskunden-Anschluss Alice Comfort sogar 7008 kbit/s. Hier kann der Kunde sicher sein, die gewünschten 6000 kbit/s tatsächlich auch zu bekommen. Andere Anbieter wie z. B. 1&1 oder Versatel garantieren dagegen auch bei DSL 16000 gar keine oder nur geringere Mindestbandbreiten als 6000 kbit/s. Wer mindestens 6000 kbit/s haben will, ist also bei 1&1 oder Versatel an der falschen Adresse. Beherzigt er das, hat er hinterher keinen Grund zum Jammern.

Was die kurze Mindestlaufzeit betrifft: die ist keineswegs nur bei einem Anbieterwechsel nützlich, sondern auch bei Tarifwechseln. Ich bin mittlerweile 2 Jahre bei Alice, obwohl ich dort monatlich kündigen kann. An einer Kündigung war mir aber gar nicht gelegen, zumal jeder Anbieterwechsel so seine Probleme mit sich bringen kann. Viel nützlicher fand ich es, dass ich dank kurzer Mindestlaufzeit von sämtlichen Preissenkungen und anderen Verbesserungen der letzten 2 Jahre (z. B. Mobiloption, Bandbreiten-Upgrade etc.) kurzfristig profitieren konnte und nicht für längere Zeit an einen bestimmten Tarif oder ein bestimmtes Produkt gebunden war. Das hat auch einen Anbieterwechsel überflüssig gemacht.

Gruß

niknuk