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Überlastung der Interconnection-Gebühren


13.02.2009 13:02 - Gestartet von jos
Netzlast - vor allem im Festnetz - wird wohl kaum das Problem sein. E+ muss aber für jede Minute an denjenigen Netzbetreiber zahlen, in dessen Netz die Nummer geschaltet ist.
Ist sie in einem Netz, zu der E+ keine direkte Verbindung hat, ist sogar doppelt zu zahlen (Terminierung über DTAG).

*Das* ist das wahre Problem.

Ich persönlich finde Radiohören über Handy auch blödsinnig. Sowas würde ich, wenn überhaupt als MP3-Stream über eine UMTS-Datenverbindung machen.

Aber Verbindungen zu CallingCard-Diensten zu sperren, finde ich schon dreist. Dass solche Dienste überhaupt genutzt werden, liegt an der frechen Tarifgestaltung der Netzbetreiber. Wieso ein Gespräch in europäische Festnetze oder auch USA, China usw. mehr als ins deutsche Festnetz kostet, ist mir schleierhaft.

Wenn ich 1,69 EUR pro Minute für ein Auslandsgespräch zahle, dann ist es doch klar, dass ich eine CallingCard nutze. Würde das die üblichen 10-20 Cent kosten, wären CallingCards für die meisten kein Thema...
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[1] hdontour antwortet auf jos
13.02.2009 13:52
Du hast vollkommen recht mit dem was Du schreibst, aber ich kann jeden Netzbetrieber verstehen, wenn er einen Riegel vorschiebt, wenn es mit seinen Flatrates einfach übertrieben wird.
Und genau dem muss wohl so gewesen sein.

Es war doch vor zig Jahren das gleiche, als die Poweruser bei den Internetflatrates "eiskalt" gekündigt wurden.....
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[1.1] handytim antwortet auf hdontour
13.02.2009 14:15
Benutzer hdontour schrieb:
Du hast vollkommen recht mit dem was Du schreibst, aber ich kann jeden Netzbetrieber verstehen, wenn er einen Riegel vorschiebt, wenn es mit seinen Flatrates einfach übertrieben wird.
Und genau dem muss wohl so gewesen sein.

Ihr vergesst da was: Bei o2 und Eplus sind die Nummern nicht nur für Flatrate-Nutzer gesperrt, sondern auch für andere Tarife, also auch bei Minutenpaketen (mit rechnerischen Minutenpreisen) oder für Tarife, mit Minutenabrechnung.

Das Argument des Flatrate-Mißbrauches sehe ich ein, allerdings ist hier wiederum der Anbieter schuld, da er keine Grenzen gesetzt hat. Man hätte ja aus dem ISDN-Internetflatrate-Debakel von vor 10 Jahren lernen können...

Immer wird über Radio hören am Handy geschimpft und dabei auf das meist eingebaute FM-Radio verwiesen. Blöd nur, wenn entweder nur Dauerwerbung oder Volksmusik auf den UKW-Frequenzen läuft.

Phonecaster bietet auch nicht nur Radios, sondern auch Podcasts (z.B. den BBC News-Podcast, sehr empfehlenswert auch mal ausländische Medien zu verfolgen).

Aber bitte, wenn die kleinen Netzbetreiber mit vergleichsweise wenig Kunden Probleme mit Überlastungen haben (interessanterweise haben die Betreiber der gesperrten Festnetznummern keinerlei Überlasterscheinungen!), die großen aber nicht, dann muss man eben schlimmstenfalls das Netz wechseln.
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[1.1.1] marbri antwortet auf handytim
13.02.2009 15:04
Benutzer handytim schrieb:

Ihr vergesst da was: Bei o2 und Eplus sind die Nummern nicht nur für Flatrate-Nutzer gesperrt, sondern auch für andere Tarife, also auch bei Minutenpaketen (mit rechnerischen Minutenpreisen) oder für Tarife, mit Minutenabrechnung. Immer wird über Radio hören am Handy geschimpft und dabei auf das meist eingebaute FM-Radio verwiesen. Blöd nur, wenn entweder nur Dauerwerbung oder Volksmusik auf den UKW-Frequenzen läuft.


Aber bitte, wenn die kleinen Netzbetreiber mit vergleichsweise wenig Kunden Probleme mit Überlastungen haben (interessanterweise haben die Betreiber der gesperrten Festnetznummern keinerlei Überlasterscheinungen!), die großen aber nicht, dann muss man eben schlimmstenfalls das Netz wechseln.



Tja, also auch ich empfinde es auch als sehr merkwürdig, dass
ausgerechnet die Netze von o2 und E+ mit ca. 30% aller Mobilfunkkunden "überbelastet", während die D-Netze mit den
restlichen 70 % Kunden dem Ansturm standhalten. Daran sieht man
schon, dass das Argument der Netzüberlast an den Haaren herbei-
gezogen ist. Es geht einzig und allein darum, die Benutzung
von Callthrough unmöglich zu machen, um bei Auslandsgesprächen so richtig gut bis zum 10-fachen Preis abkassieren zu können.
Da sie es wohl offiziell nicht verbieten können, da wir ja
schließlich Telekommuniklationsfreiheit haben und es gegen
den freien Wettbewerb verstößt, versuchen es E+ und o2 durch
die Hintertür mit dem Argument der Netzüberbelastung.


Gruß Marbri
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[1.1.1.1] Heldenolli antwortet auf marbri
13.02.2009 15:17
Bis zum 20fachen Preis ist wohl noch untertrieben. Im Vergleich zum Festnetz wird bei Telefonaten zu anderen Kontinenten auch gerne mal der 100fache Tarif verrechnet.
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[1.1.1.1.1] falkenstein antwortet auf Heldenolli
13.02.2009 17:23
Überlastung der Netze ist ein wirklich schlechtes Argument. Nach meiner Recherche lag bei einer der gesperrten Nummer die Benutzung ca. bei 60 TMinuten im Monat. Das würde nicht ein Mal einem Volumen entsprechen, was E-Pus umgerechnet in 1 (EINER) Minute über die eigenen Netze abwickelt. Es ist also lächerlich, hier von einer Überlastung zu sprechen. Es geht vielmehr darum, die Auslandsgespräche über die eigenen Ableger wie, Ortel oder Blauworld abzuwickeln.
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[2] koelli antwortet auf jos
13.02.2009 21:02
Benutzer jos schrieb:
Wieso ein Gespräch in europäische Festnetze oder auch USA, China usw. mehr als ins deutsche Festnetz kostet, ist mir schleierhaft.

Eben. Zumal E-Plus über den Ableger "Ortel Mobile" selber einen Tarif im Angebot hat, bei dem Auslandsgespräche nur 9 Cent/Min kosten und das ohne jede Grundgebühr.
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[2.1] mersawi antwortet auf koelli
14.02.2009 16:12
Ja ich denke auch das man in erster Linie verhindern möchte das vom Handy über div. EW Nummern Gespräche in das Auslang getätigt werden.
Und wenn man schon mal dabei ist sperrt man gleich noch die Chat und Radio Nummern.
Aber die können machen was sie wollen , solange Sparruf noch geht ist alles ok....