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Gewagter Schritt?


28.03.2008 17:12 - Gestartet von rotella
Viele Kubaner haben schon längst ein Handy, nur wars bisher tatsächlich so, dass ein Touri als Strohmann die Karte kaufen musste.
Das Problem ist nur nach wie vor, dass ein Kubaner ohne Verwandte im Ausland oder Kontakt zu Touristen gar nicht das Geld hat, sich ein Handy oder eine Karte zu kaufen.
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[1] J.Malberg antwortet auf rotella
28.03.2008 19:28
Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Die meisten Kubaner können sich dass doch nicht leisten. Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.
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[1.1] Monika Penthouse antwortet auf J.Malberg
28.03.2008 19:42
Benutzer J.Malberg schrieb:
Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Die meisten Kubaner können sich dass doch nicht leisten. Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.

Es langt doch schon, Kuba in
"Kubanische Demokratische Republik"
umzubennen.
Die verblödeten Amis haben doch auch jahrelang geglaubt, daß die DDR das freie Deutschland war und die Russen in der Bundesrepublik ihr waffenfähiges Uran abgebaut haben.
Ein Pendant zu Katharina Witt wird es dort bestimmt auch geben, die sich dann demonstrativ auf Rauls Schoß setzt.
;-)

Monika
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[1.2] klappehalten antwortet auf J.Malberg
28.03.2008 21:07
Benutzer J.Malberg schrieb:
Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.

Ja, genau wie es den vielen arbeitslosen, alleinerziehenden und behinderten Menschen in den neuen Bundesländern, die jetzt alle mobiltelefonieren dürfen!!!

Grüße
i.l


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[1.2.1] Theoretisch eine Chance für Kuba
dakota104 antwortet auf klappehalten
28.03.2008 21:45
Wer Kuba kennt weiss, dass da derzeitige Telefonsystem uralt ist. Die Menschen warten jahrelang auf einen Telefonanschluß.
Mittels eines modernen Mobilfunksystems könnte man das Telefon vielen Menschen zugänglich machen. Ob das allerdings politisch gewünscht ist scheint eine andere Frage zu sein.

Den Zugang nur Priviligierten zugänglich zu machen , nämlich denen die Devisen besitzen halte ich für den falschen Weg, denn damit wird die kubanische Gesellschaft noch mehr zersplittert.
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[1.2.1.1] IMHO antwortet auf dakota104
29.03.2008 14:16
Benutzer dakota104 schrieb:
...
Den Zugang nur Priviligierten zugänglich zu machen, nämlich denen die Devisen besitzen, halte ich für den falschen Weg, denn damit wird die kubanische Gesellschaft noch mehr zersplittert.

Na gut, dann eben auch für alle die, die viel (einheimische) Knete zahlen können. Welche Alternative schwebt Dir vor? Ein sozialistisches subventioniertes Flickennetz, dass nur manchmal funktioniert? Zudem verleiten billige Preise zu Dauertelefonaten, nichts was man für ein (dort neues) Pioneerprodukt braucht, das kann später kommen.

Oder geht es Dir um staatliche beschönigte Korruption? Hast Du den Verdacht R. Castro will sich nur eine neue Steuerquelle erschließen? Wie soll eine kubanische Telefongesellschaft das bezahlen, wenn die Nutzer Auslandsgespräche führen, die dann vielleicht teilweise in Devisen bezahlt werden müssen.
Ich bekomme beim Lesen das Gefühl, Kommunikation für alle soll hier ein Wundermittel gegen Ungerechtigkeit werden.
Bitte nicht angegriffen fühlen, ich möchte das verstehen.
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[1.2.2] rainbow antwortet auf klappehalten
28.03.2008 21:54
Benutzer klappehalten schrieb:
Benutzer J.Malberg schrieb:
Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.

Ja, genau wie es den vielen arbeitslosen, alleinerziehenden und behinderten Menschen in den neuen Bundesländern, die jetzt alle mobiltelefonieren dürfen!!!

Grüße
i.l

In diese Richtung gingen meine Gedanken auch, als ich die 'Patentlösung' zu Gesicht bekam.
Die Erfahrungen in Russland und der ehemaligen DDR zeigen, dass der Wandel zu 'blühenden Landschaften' für (fast) ALLE extrem lange dauert, evtl. sogar gänzlich unmöglich ist.
Ob nach Einführung westlicher Standards in Kuba noch jemand daran interessiert wäre, ein kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem, das für Lateinamerika vorbildlich ist, aufrecht zu erhalten?
Übrigens - ist es wahr, dass die freiesten Bürger der Welt nicht nach Kuba reisen dürfen, wenn sie wollen, dass sie sogar für den Erwerb oder den Genuss kubanischer Zigarren bestraft werden können?
Ob die Masse der Kubaner, Afghanen und Iraker in unserer Auffassung von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten wirklich das erstrebenswerte Ideal sieht?
Diese Frage sollten gerade wir Deutschen uns stellen, damit wir nicht eines Tages erneut auf der Anklagebank sitzen.
mfg
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[1.3] Babykiller antwortet auf J.Malberg
29.03.2008 03:03
Benutzer J.Malberg schrieb:
Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Die meisten Kubaner können sich dass doch nicht leisten. Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird

ja meinen sie? so gut wie es den leuten in den anderen ländern ging, wo so eine wunberbare "demokratie" eingeführt wurde.


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[1.4] rotella antwortet auf J.Malberg
29.03.2008 20:30
Benutzer J.Malberg schrieb:
Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Die meisten Kubaner können sich dass doch nicht leisten. Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.

Einigen sicher, aber der breiten Masse? Viele, die jetzt am unteren Rand leben, werden ganz absacken.
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[1.4.1] rainbow antwortet auf rotella
29.03.2008 22:46
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer J.Malberg schrieb:
Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Die meisten Kubaner können sich dass doch nicht leisten. Den Kubaner geht es es dann gut, wenn das Castro-Regime und der Sozialismus auf der Müllhalde der Geschichte gelandet ist und dort Demokratie eingeführt wird.

Einigen sicher, aber der breiten Masse? Viele, die jetzt am unteren Rand leben, werden ganz absacken.

So ist es. Sie werden den Rest an Sicherheit (z.B. kostenlose Bildung und Gesundheitsbetreuung, z.Z. vorbildlich für Lateinamerika) auch noch verlieren. Die Arbeitslosigkeit wird drastisch zunehmen. Grund und Boden, Banken, Industrien usw. werden dann denen gehören, deren Präsident sein Land als 'leuchtendste Fackel der Demokratie und der Freiheit' bezeichnet, den Bürgern aber verbietet, nach Kuba zu reisen oder kubanische Zigarren zu kaufen.
mfg