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Kein freiwilliger Verzicht!


06.03.2008 22:52 - Gestartet von volkeru
Hallo,

dass die Telekom den Interconnection-Zuschlag ab 1.8.2008 nicht mehr erheben wird, wurde schon im Herbst letzten Jahres angekündigt. Für mich ist es jedenfalls nichts Neues gewesen. Soweit ich weiß, ist dies aber keine Freundlichkeit der Telekom, sondern die Regulierungsbehörde erlaubt ab diesem Zeitpunkt keine unterschiedlichen Interconnection-Entgelte mehr, weshalb der Zuschlag entfallen kann und muss.

Könnte die Redaktion da bitte nochmal genauer recherchieren?

Gruß, Volker
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[1] CGa antwortet auf volkeru
07.03.2008 00:50
Benutzer volkeru schrieb:
Hallo,

dass die Telekom den Interconnection-Zuschlag ab 1.8.2008 nicht mehr erheben wird, wurde schon im Herbst letzten Jahres angekündigt. Für mich ist es jedenfalls nichts Neues gewesen. Soweit ich weiß, ist dies aber keine Freundlichkeit der Telekom, sondern die Regulierungsbehörde erlaubt ab diesem Zeitpunkt keine unterschiedlichen Interconnection-Entgelte mehr, weshalb der Zuschlag entfallen kann und muss.

Könnte die Redaktion da bitte nochmal genauer recherchieren?

Gruß, Volker

Glaub mir das die Telekom gerne auf diesen IC verzichtet hätte! Du stellst es so da als ob die BNetzA entschieden hätte das die Telekom diesen nicht mehr erheben darf, doch es ist umgekehrt, die BNetzA verlängert hoffentlich nicht mehr die Erhebung des IC an die kleinen Carrier!

cu ChrisX
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[1.1] volkeru antwortet auf CGa
07.03.2008 03:59
Benutzer CGa schrieb:
Glaub mir das die Telekom gerne auf diesen IC verzichtet hätte!

Sicher, weil er die Konkurrenz dicker macht. Die Telekom hätte die erhöhten Entgelte aber nicht an die Kunden weitergeben müssen. Das war nämlich auch das Kalkül der Regulierungsbehörde bei der Einführung der Entgelte. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass die Telekom wegen der 0,2 Cent pro Minute diesen Aufwand treiben würde. Hat sie aber, was damals durchaus missmutig zur Kenntnis genommen wurde.

Du stellst es so da als ob die BNetzA entschieden hätte das die Telekom diesen nicht mehr erheben darf, doch es ist umgekehrt, die BNetzA verlängert hoffentlich nicht mehr die Erhebung des IC an die kleinen Carrier!

Du meinst die Erhebung eines erhöhten IC. Nun, indirekt würde die BNetzA dies entscheiden, wenn sie die Regelung nicht weiter verlängert. Kunden- oder gar wettbewerbsfreundlich war die Regelung sowieso nicht! Offenbar haben die Lobbyisten einiger kleiner Telefonanbieter sich damals durchgesetzt und die Regulierungsbhörde hat damals nicht die Auswirkungen für die Telekom-Kunden erkannt oder bedacht.

Letztlich ist die Regelung sowieso auch von Nachteil für die kleinen Anbieter, denn sie führt dazu, dass "wissende" Telekom-Kunden es vermeiden, die Kunden solcher "teuren" Telefongesellschaften länger als nötig anzurufen.

Gruß, Volker
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[1.1.1] CGa antwortet auf volkeru
07.03.2008 22:50
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer CGa schrieb:
Glaub mir das die Telekom gerne auf diesen IC verzichtet hätte!

Sicher, weil er die Konkurrenz dicker macht. Die Telekom hätte die erhöhten Entgelte aber nicht an die Kunden weitergeben müssen. Das war nämlich auch das Kalkül der Regulierungsbehörde bei der Einführung der Entgelte. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass die Telekom wegen der 0,2 Cent pro Minute diesen Aufwand treiben würde. Hat sie aber, was damals durchaus missmutig zur Kenntnis genommen wurde.

Um Peanuts ginns beim Zuschlag nie, wenn manche das auch glauben, hier ein kleines Rechenbeispiel:
https://www.teltarif.de/forum/s29103/1-9.html
Es telefonieren einfach zuviele Leute zu den externen, als dass die Telekom dies den Kd schenken könnte!

cu ChrisX
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[1.1.1.1] volkeru antwortet auf CGa
08.03.2008 05:28
Benutzer CGa schrieb:
Um Peanuts ginns beim Zuschlag nie, wenn manche das auch glauben, hier ein kleines Rechenbeispiel:
https://www.teltarif.de/forum/s29103/1-9.html
Es telefonieren einfach zuviele Leute zu den externen, als dass die Telekom dies den Kd schenken könnte!

Das hat ja auch nie jemand verlangt, aber so mancher hat es bei der Regulierungsbehörde damals wohl gehofft oder erwartet. Sonst wäre der Zuschlag damals u.U. gar nicht genehmigt worden.

Insbesondere vor dem Hintergergrund, dass die Telekom nach wie vor massiv Kunden verliert (bei den Preisen auch kein Wunder), ist es nicht verwunderlich, dass sie die Kosten weiterreicht. Aber man muss auch bedenken, dass dieses Weiterreichen für viele Kunden ein zusätzlicher Grund ist, der Telekom den Rücken zu kehren.

Der Hauptgrund für mich, die Telekom bei nächster Gelegenheit zu verlassen ist aber, dass die Kunden, die Pauschalpakete vor einigen Monaten gebucht haben (z.B. Call & Surf comfort) jetzt angeschissen werden, weil sie künftig für die selbe Leistung 5 Euro mehr Grundgebühr zahlen müssen, als die Kunden, die dieses Paket jetzt erst buchen. Alte Bestandskunden werden hier also zielgerichtet abgezockt. Und das stößt nicht nur mir ganz hochgradig sauer auf.

Mit dieser Politik wird die Telekom weiter den Bach runter gehen! Und das zu Recht. So geht man mit treuen Bestandskunden nicht um.

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.1] CGa antwortet auf volkeru
08.03.2008 14:31
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer CGa schrieb:
Um Peanuts ginns beim Zuschlag nie, wenn manche das auch glauben, hier ein kleines Rechenbeispiel:
https://www.teltarif.de/forum/s29103/1-9.html Es telefonieren einfach zuviele Leute zu den externen, als dass die Telekom dies den Kd schenken könnte!

Das hat ja auch nie jemand verlangt, aber so mancher hat es bei der Regulierungsbehörde damals wohl gehofft oder erwartet. Sonst wäre der Zuschlag damals u.U. gar nicht genehmigt worden.

Insbesondere vor dem Hintergergrund, dass die Telekom nach wie vor massiv Kunden verliert (bei den Preisen auch kein Wunder), ist es nicht verwunderlich, dass sie die Kosten weiterreicht. Aber man muss auch bedenken, dass dieses Weiterreichen für viele Kunden ein zusätzlicher Grund ist, der Telekom den Rücken zu kehren.

Der Hauptgrund für mich, die Telekom bei nächster Gelegenheit zu verlassen ist aber, dass die Kunden, die Pauschalpakete vor einigen Monaten gebucht haben (z.B. Call & Surf comfort) jetzt angeschissen werden, weil sie künftig für die selbe Leistung 5 Euro mehr Grundgebühr zahlen müssen, als die Kunden, die dieses Paket jetzt erst buchen. Alte Bestandskunden werden hier also zielgerichtet abgezockt. Und das stößt nicht nur mir ganz hochgradig sauer auf.

Mit dieser Politik wird die Telekom weiter den Bach runter gehen! Und das zu Recht. So geht man mit treuen Bestandskunden nicht um.

Gruß, Volker

Du weißt aber schon das das die meiten anderen Anbieter auch so machen?! Und das es eben einen Preisverfall gibt der aber bald stagnieren wird ist klar! Nur wenn man sich eben für zwei Jahre bindet ist man mit den Bedingungen für die Laufzeit einverstanden! Man hat idR kein Anrecht darauf in billiger gewordene Pakete zu wechseln, 1&1, Arcor und Co handeln genauso!
Darum wundert mich deine Ansicht! Man hat kein Anrecht zu wechseln, ebenso ist es auch für die Telekom nicht ratsam eine Preisänderung sofort weiterzugeben, da die Kunden dann ein Recht zur außerordentlichen KÜ hätten!

cu ChrisX
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[1.1.1.1.1.1] volkeru antwortet auf CGa
08.03.2008 22:00
Benutzer CGa schrieb:
Benutzer volkeru schrieb:
[..] die Kunden, die Pauschalpakete vor einigen Monaten gebucht haben (z.B. Call & Surf comfort) jetzt angeschissen werden, weil sie künftig für die selbe Leistung 5 Euro mehr Grundgebühr zahlen müssen, als die Kunden,

Du weißt aber schon das das die meiten anderen Anbieter auch so machen?!

Die meisten nicht, aber einige unseriöse schon. In der Regel werden Preissenkungen immer an alle Kunden weitergegeben und nicht nur an Neukunden.

Man hat kein Anrecht zu wechseln,

Das nicht, aber unterschiedliche Preise für die Kunden bei gleicher Leistung sind nicht sehr werbewirksam oder seriös. Denn hier kommuniziert man ganz offen den alten Kunden "Wir zocken euch ab, obwohl es eigentlich auch billiger geht".

ebenso ist es auch für die Telekom nicht ratsam eine Preisänderung sofort weiterzugeben, da die Kunden dann ein Recht zur außerordentlichen KÜ hätten!

Nein, bei Preissenkungen besteht ein solches Recht nicht. Nur bei Preisänderungen zum Nachteil des Kunden.

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.1.1.1] CGa antwortet auf volkeru
08.03.2008 23:52
Benutzer volkeru schrieb:
ebenso ist es auch für die Telekom nicht ratsam eine Preisänderung sofort weiterzugeben, da die Kunden dann ein Recht zur außerordentlichen KÜ hätten!

Nein, bei Preissenkungen besteht ein solches Recht nicht. Nur bei Preisänderungen zum Nachteil des Kunden.

Gruß, Volker

Kannst du das bitte belegen! Auch eine Preissenkung ist eine einseitige AGB-/Preislisten-Änderung. Und meines Wissens berechtigt jede einseite AGB-Änderung zur "SoKü"! Gibts Juristen hier?

cu ChrisX
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[1.1.1.1.1.1.1.1] 12345 antwortet auf CGa
09.03.2008 00:02
Benutzer CGa schrieb:
Kannst du das bitte belegen! Auch eine Preissenkung ist eine einseitige AGB-/Preislisten-Änderung. Und meines Wissens berechtigt jede einseite AGB-Änderung zur "SoKü"!
Gibts Juristen hier?

cu ChrisX

Machst du heute den Clown? § 242 BGB. Warum sollte jemand aufgrund einer Preissenkung kündigen sollen? Weil er mehr ausgeben wollte?
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[1.1.1.1.1.1.1.1.1] CGa antwortet auf 12345
09.03.2008 00:27
Benutzer 12345 schrieb:
Benutzer CGa schrieb:
Kannst du das bitte belegen! Auch eine Preissenkung ist eine einseitige AGB-/Preislisten-Änderung. Und meines Wissens berechtigt jede einseite AGB-Änderung zur "SoKü"!
Gibts Juristen hier?

cu ChrisX

Machst du heute den Clown? § 242 BGB. Warum sollte jemand aufgrund einer Preissenkung kündigen sollen? Weil er mehr ausgeben wollte?

Nein, weil er ev. jede Gelegenheit nutzen möchte um aus dem Vertrag zu kommen, um dann bei einem vermeintlich noch billigeren anderen Anbieter noch mehr zu sparen! Glaub mir es gibt solche Leute, denn leider ist Geiz geil!
Wohlgemerkt bei mir nicht!

cu ChrisX
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[1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] mvm antwortet auf CGa
09.03.2008 13:08
Benutzer CGa schrieb:
Nein, weil er ev. jede Gelegenheit nutzen möchte um aus dem Vertrag zu kommen, um dann bei einem vermeintlich noch billigeren anderen Anbieter noch mehr zu sparen! Glaub mir es gibt solche Leute, denn leider ist Geiz geil!
Wohlgemerkt bei mir nicht!

cu ChrisX

Ich mache mir da keine großen Gedanken drüber. Als die Kunden den Vertrag bei der Telekom abgeschlossen hatten gab es schon billigere Angebote von Fremdfirmen. Diese Fremdfirmen sind zwar billiger, aber nicht Preiswerter. Habe wieder einen Fall, das letzten Freitag ein Wechsel von der Telekom zu Tele2 schief gelaufen ist. Jeder kennt den Fall, das die Telekom die abschaltungen hinauszögert, aber in diesem Fall wurde abgeschaltet, bevor die Geräte von Tele2 da waren. Wieder mal eine Woche ohne Telefon/Internet.

Sollen die Leute es doch mal probieren, erst schwärem sie davon wie toll doch alles ist (denn die eigenen Sachen sind ja immer die besten) und wenn sie dann zurück wechseln ist die Telekom wieder soo toll.... Ein prima Gesprächsthema wie ich finde, eines meiner liebsten. Manchmal dind die Firmen, die früher mal eine Behörde waren besser.

Besonders wie jemand zum Stromanbieter Yellow gewechselt ist weil die ja sooo billig sein sollen. Jetzt wird nur mehr gezahlt als vorher bei meinem Arbeitgeber, den Stadtwerken...
Hätte mein Arbeitgeber die gleichen Regulierungsbehördlichen Probleme währen auch viele Kunden sauer. Uns ZWINGT zum glück keiner immer teurer zu sein als andere...
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[1.1.1.1.1.1.1.2] volkeru antwortet auf CGa
09.03.2008 16:30
Benutzer CGa schrieb:
Kannst du das bitte belegen! Auch eine Preissenkung ist eine einseitige AGB-/Preislisten-Änderung. Und meines Wissens berechtigt jede einseite AGB-Änderung zur "SoKü"!

Es gibt Gerichtsurteile dazu. Musste mal googlen. Preisänderungen zum Vorteil des Kunden begründen kein Sonderkündigungsrecht. Macht ja auch Sinn, denn außerordentliche Kündigungen sind laut BGB nur aus besonderem Grund möglich.

Gruß, Volker
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[1.1.1.1.1.1.2] musikbox antwortet auf volkeru
09.03.2008 02:14
Benutzer volkeru schrieb:
Nein, bei Preissenkungen besteht ein solches Recht nicht. Nur bei Preisänderungen zum Nachteil des Kunden.

Gruß, Volker

Hallo Volker!

Deine Einschätzung ist leider falsch! Im Zuge des 0180er Debakels mit o2 musste ich mich zwangläufig mit diesem Thema befassen:
Preisanpassungen sind bei Dauerschuldverhältnissen zwar zulässig, aber nur dann, wenn sie im Verhältnis zu den Kostensteigerungen durch veränderte Einkaufspreise, Produktionskosten oder Inflationsrate begründet werden.
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[1.1.1.1.1.1.2.1] volkeru antwortet auf musikbox
09.03.2008 16:27
Benutzer musikbox schrieb:
Preisanpassungen sind bei Dauerschuldverhältnissen zwar zulässig, aber nur dann, wenn sie im Verhältnis zu den Kostensteigerungen durch veränderte Einkaufspreise, Produktionskosten oder Inflationsrate begründet werden.

Das gilt aber nur als zulässige Begründung bei Preiserhöhungen, nicht bei Preissenkungen. Preisänderungen zum Vorteil des Kunden begründen kein außerordentliches Kündigungsrecht. Dazu gibt es auch ein OLG-Urteil. Ich habe das Az allerdings nicht im Kopf.

Gruß, Volker