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EU will helfen


27.01.2008 23:34 - Gestartet von CGa
"EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte der Bochumer Nokia-Belegschaft die Unterstützung der Europäischen Union zu. "Ich verstehe die Sorgen der Beschäftigten, versichere ihnen unsere Solidarität. Wo es erforderlich ist, helfen wir, zum Beispiel bei Umschulungen", sagte Barroso der Bild am Sonntag. "In den nächsten sieben Jahren erhält Deutschland über neun Milliarden Euro aus unserem Sozialfonds." Barroso betonte, die Verlagerung des Nokia- Werks nach Rumänien werde nicht mit Geld aus Brüssel gefördert.
"

Es ist doch ein Witz was hier abgeht! Warum sind die 2300 Nokianer wichtiger als die anderen Arbeitlosen? Es kann nicht sein das es hier zu einer 2-Klassen-Arbeitlosengesellschaft kommt! Die die bei Nokia arbeitlos weden sind nicht wichtiger als die die bei der Telekom, oder den sonstigen Firmen gehen in den letzten Jahren tausende gehen mussten. Es wiedert mich so langsam an, was hier ein Rummel um 2000 Stellen gemacht wird.

Auch die Drohung, die Arbeit noch nicht niederzulegen, ganz toll, die Kündigung ist schon fast unterwegst und dann wird eben gemacht was der Bahn und Telekom auch nix gebracht hat, gestreikt. Nur bringt das nichts wenn ein Standort komplett wegfällt!
Alles andere Firmen tausende von Stellen abgebaut haben oder ins Ausland zum Produzieren gegangen sind, hats nicht so einen Aufstand gegeben. Bald ist die Sache nur noch peinlich!

cu ChrisX
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[1] mattes007 antwortet auf CGa
29.01.2008 16:14
Benutzer CGa schrieb:
"EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte der Bochumer Nokia-Belegschaft die Unterstützung der Europäischen Union zu. "Ich verstehe die Sorgen der Beschäftigten, versichere ihnen unsere Solidarität. Wo es erforderlich ist, helfen wir, zum Beispiel bei Umschulungen", sagte Barroso der Bild am Sonntag. "In den nächsten sieben Jahren erhält Deutschland über neun Milliarden Euro aus unserem Sozialfonds." Barroso betonte, die Verlagerung des Nokia- Werks nach Rumänien werde nicht mit Geld aus Brüssel gefördert.
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Es ist doch ein Witz was hier abgeht! Warum sind die 2300 Nokianer wichtiger als die anderen Arbeitlosen? Es kann nicht sein das es hier zu einer 2-Klassen-Arbeitlosengesellschaft kommt! Die die bei Nokia arbeitlos weden sind nicht wichtiger als die die bei der Telekom, oder den sonstigen Firmen gehen in den letzten Jahren tausende gehen mussten. Es wiedert mich so langsam an, was hier ein Rummel um 2000 Stellen gemacht wird.

Auch die Drohung, die Arbeit noch nicht niederzulegen, ganz toll, die Kündigung ist schon fast unterwegst und dann wird eben gemacht was der Bahn und Telekom auch nix gebracht hat, gestreikt. Nur bringt das nichts wenn ein Standort komplett wegfällt!
Alles andere Firmen tausende von Stellen abgebaut haben oder ins Ausland zum Produzieren gegangen sind, hats nicht so einen Aufstand gegeben. Bald ist die Sache nur noch peinlich!

cu ChrisX

Wenn Du meinst!

Anscheinend hast Du es aber noch nicht kapiert, um was es den Leuten geht.
1.) Nokia verbucht keinen Umsatzrückgang, sondern Umsatzsteigerungen und schreibt zudem schwarze Zahlen.
2.) Nokia hat mehrere Millionen Steuergelder bekommen (auch Dein Geld) um Arbeitsplätze zu sichern, was sie nicht getan haben.
3.) Die Nokianer wurden miserabel behandelt (Laut "einslive" wurden die Arbeitnehmer über das Schwarze Brett über die Schließung in Kenntnis gesetzt)

...aber Du kannst es ja für normal oder gut finden.

Ach ja, jeder Arbeitslose kostet Dein Geld...es sei denn Du bist selber Arbeitslos, was vieles erklären würde.
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[1.1] CGa antwortet auf mattes007
29.01.2008 18:53
Benutzer mattes007 schrieb:
Benutzer CGa schrieb:
"EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte der Bochumer Nokia-Belegschaft die Unterstützung der Europäischen Union zu. "Ich verstehe die Sorgen der Beschäftigten, versichere ihnen unsere Solidarität. Wo es erforderlich ist,
helfen wir, zum Beispiel bei Umschulungen", sagte Barroso der Bild am Sonntag. "In den nächsten sieben Jahren erhält Deutschland über neun Milliarden Euro aus unserem Sozialfonds." Barroso betonte, die Verlagerung des Nokia-
Werks nach Rumänien werde nicht mit Geld aus Brüssel gefördert.
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Es ist doch ein Witz was hier abgeht! Warum sind die 2300 Nokianer wichtiger als die anderen Arbeitlosen? Es kann nicht sein das es hier zu einer 2-Klassen-Arbeitlosengesellschaft kommt! Die die bei Nokia arbeitlos weden sind nicht wichtiger als die die bei der Telekom, oder den sonstigen Firmen gehen in den letzten Jahren tausende gehen mussten. Es wiedert mich so langsam an, was hier ein Rummel um 2000 Stellen gemacht wird.

Auch die Drohung, die Arbeit noch nicht niederzulegen, ganz toll, die Kündigung ist schon fast unterwegst und dann wird eben gemacht was der Bahn und Telekom auch nix gebracht hat,
gestreikt. Nur bringt das nichts wenn ein Standort komplett wegfällt!
Alles andere Firmen tausende von Stellen abgebaut haben oder ins Ausland zum Produzieren gegangen sind, hats nicht so einen Aufstand gegeben. Bald ist die Sache nur noch peinlich!

cu ChrisX

Wenn Du meinst!

Anscheinend hast Du es aber noch nicht kapiert, um was es den Leuten geht. 1.) Nokia verbucht keinen Umsatzrückgang, sondern Umsatzsteigerungen und schreibt zudem schwarze Zahlen. 2.) Nokia hat mehrere Millionen Steuergelder bekommen (auch Dein Geld) um Arbeitsplätze zu sichern, was sie nicht getan haben.
3.) Die Nokianer wurden miserabel behandelt (Laut "einslive" wurden die Arbeitnehmer über das Schwarze Brett über die Schließung in Kenntnis gesetzt)

Gut wie sieht die bessere Methode aus, mit persönlichem Brief und geheuchelter Entschludigung? Und einem Gutschein mit etwas Rabatt im nächsten Nokiashop? Oder inem Gutschein für einen Psychologen? Wie soll man das einem AN leicht beibringen? Was ist dein Vorschlag?


...aber Du kannst es ja für normal oder gut finden.

Wer sagt das? Aber es gibt immer zwei Seiten, die Arbeiter in DE sind teuer! Es sind Arbeitsplätze mit Famillien... und auf der anderen Seite der Konzern Nokia der gewinnbringend arbeitet und fett Gewinnen machten will/muss und dort einspart wo er kann!


Ach ja, jeder Arbeitslose kostet Dein Geld...es sei denn Du bist selber Arbeitslos, was vieles erklären würde.

Nein ich bin nicht arbeitslos und drück auch Steuern an Vater Staat aber aber was tut das zur Sache, Steuern zahlen wir alle, darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf!


Und nun zum Streik, das dürfte auch nichts mehr bringen, und dürfte den Bossen Wasser auf die Mühlen sein. Jeder AG hasst Streik und wie man es an der DTAG und Bahn gesehen hat, bringen tut nicht viel, vor allem wo die Schließung eh beschlossene Sache ist, dann wird wohl etwas früher zu geschlossen!

cu ChrisX

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[1.1.1] Spardoktor antwortet auf CGa
30.01.2008 03:28
Also ich kann Deine Ausführungen echt nicht nachvollziehen. Ich zumindest finde es gut das die Bevölkerung mal aufwacht. Und ich kann nur hoffen, dass der Nokia Wiederstand nicht der einzige bleibt, sondern dass die Bevölkerung nun bei jeder Auslagerung ins Ausland etwas empfindlicher reagiert.

Ich weiß ja nicht wie du dich fühlen würdest, wenn du noch vor Weihnachten Sonderschichten schiebst ohne Ende, du dann noch Kaffee und Kuchen als Dank für dein Engagement bekommst. Und kurze Zeit später die Kündigung.

Natürlich kann man überall billiger produzieren als in Deutschland. Da müssen wir ja fast dankbar sein das Nokia sein Werk nicht zu seinen anderen Werken nach China oder Indien verlegt, wo sie die Handys vielleicht noch billiger von Kindern herstellen lassen können oder von Männer und Frauen die sie wie moderne Sklaven halten. Vielleicht sollten wir uns das mal vor Augen halten wenn wir mal wieder die in China hergestellte mit Blei und Cadmium verseuchte Barbie für die Kinder kaufen. Oder das Kleidungstück aus China, so hergestellt, und mit Substanzen gefärbt die in der EU schon längst verboten und krebserregend.

Wie gesagt selbstverständlich kann man so billiger produzieren. Aber sollen wir in Deutschland uns irgendwann an die Sozialstandards anpassen.

Eins ist klar. Rumänien wird nur eine kurze Zwischenstation sein, bevor sie weiter in die Ukraine oder ín den nahen Osten abdampfen. Und deshalb ist es auch sinnvoll sich gegen solche Vorgehensweisen zu wehren und die einzige Möglichkeit ist der Boykott und der Kauf von Waren die in Deutschland hergestellt werden.

Es gibt dann übrigens nach dem Weggang der Firma Nokia dann sogar noch einen Mobilfunkanbieter der in Deutschland produzieren wird. Die Firma fitage, derzeitiger Anbieter von Seniorenhandys, hat angekündigt auch in den Markt für Telefone für jüngere Konsument eintreten zu wollen. Ich bin bereits an der Produktpalette interessiert.

Hier ein paar interessante Seiten:

www.ja-zu-deutschland.de
Hier präsentieren sich Firmen die am Standort Deutschland festhalten.

www.trigema.de
Größter deutscher Hersteller von Freizeitbekleidung. Gesamte Herstellug erfolgt in Deutschland. Das Unternehmen hat keine Schulden. Es finanziert sich nur durch Eigenkapital. Die Kinder der Angestellten erhalten eine Ausbildungsplatzgarantie und eine Übernahmegarantie(Arbeitsplatzgarantie). Also von wegen in Deutschland ist kein Geld zu verdienen.

www.intitiative.cc
Interessante Seite zu verschiedenen Themen unter anderem auch zur Konsumentenmacht!

Ich acht verstärkt darauf, dass die Waren die ich kaufe in Deutschland oder den westlichen EU-Staaten hergestellt worden sind. Wenn ich leider auf Artikel kaufen muß die in Asien hergestellt worden sind, da es keine deutschen Artikel mehr in diesem Segment gibt, achte ich sehr stark darauf das ich keine Mondpreise bezahle. Für ein paar Turnschuhe "Made in China" zahle ich nicht mehr als 25 € auch bei Markenschuhen. Das ist schon mehr als überbezahlt da die Dinger in China inkl Material und Lohn bestimmt für 2 € zusammengeknüppelt werden. Habe aber auch zum Glück auch hier schon in Deutschland produzierende Unternehmen gefunden.

Was ich damit sagen will: Wenn wir einfach nicht mehr bereit sind für Schund aus Billig-Lohn-Ländern deutsche Preise zu bezahlen, dann ist es auch ganz schnell mit der Rendite hin. Ich schau nicht mehr auf die Marke sondern woher das Produkt kommt und informiere mich vor Kauf ausgiebig z. B. wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeiern umgeht, und dann schaue ich was mir das Produkt wert ist und ob ich es überhaupt mit meinem Gewissen vereinbaren kann dieses Produkt überhaupt zu kaufen

Wenn die mehr Konsumenten machen würden, dann würden sich die Unternehmen bestimmt anders verhalten. Deutschland hat zwar nur 80 Mio Einwohner die aber eine großere Wirtschaftskraft haben wie die vielen Chinesen. Wenn sie dort billig produzieren und ausschliesslich dort verkaufen müssen, dann müssen sie auch dort die Telefone billiger anbieten. Und mit der Rendite siehts dann auch nicht gut aus...
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[1.1.1.1] mattes007 antwortet auf Spardoktor
30.01.2008 09:08
Benutzer Spardoktor schrieb:
Also ich kann Deine Ausführungen echt nicht nachvollziehen. Ich zumindest finde es gut das die Bevölkerung mal aufwacht. Und ich kann nur hoffen, dass der Nokia Wiederstand nicht der einzige bleibt, sondern dass die Bevölkerung nun bei jeder Auslagerung ins Ausland etwas empfindlicher reagiert.

Ich weiß ja nicht wie du dich fühlen würdest, wenn du noch vor Weihnachten Sonderschichten schiebst ohne Ende, du dann noch Kaffee und Kuchen als Dank für dein Engagement bekommst. Und kurze Zeit später die Kündigung.

Natürlich kann man überall billiger produzieren als in Deutschland. Da müssen wir ja fast dankbar sein das Nokia sein Werk nicht zu seinen anderen Werken nach China oder Indien verlegt, wo sie die Handys vielleicht noch billiger von Kindern herstellen lassen können oder von Männer und Frauen die sie wie moderne Sklaven halten. Vielleicht sollten wir uns das mal vor Augen halten wenn wir mal wieder die in China hergestellte mit Blei und Cadmium verseuchte Barbie für die Kinder kaufen. Oder das Kleidungstück aus China, so hergestellt, und mit Substanzen gefärbt die in der EU schon längst verboten und krebserregend.

Wie gesagt selbstverständlich kann man so billiger produzieren. Aber sollen wir in Deutschland uns irgendwann an die Sozialstandards anpassen.

Eins ist klar. Rumänien wird nur eine kurze Zwischenstation sein, bevor sie weiter in die Ukraine oder ín den nahen Osten abdampfen. Und deshalb ist es auch sinnvoll sich gegen solche Vorgehensweisen zu wehren und die einzige Möglichkeit ist der Boykott und der Kauf von Waren die in Deutschland hergestellt werden.

Es gibt dann übrigens nach dem Weggang der Firma Nokia dann sogar noch einen Mobilfunkanbieter der in Deutschland produzieren wird. Die Firma fitage, derzeitiger Anbieter von Seniorenhandys, hat angekündigt auch in den Markt für Telefone für jüngere Konsument eintreten zu wollen. Ich bin bereits an der Produktpalette interessiert.

Hier ein paar interessante Seiten:

www.ja-zu-deutschland.de
Hier präsentieren sich Firmen die am Standort Deutschland festhalten.

www.trigema.de
Größter deutscher Hersteller von Freizeitbekleidung. Gesamte Herstellug erfolgt in Deutschland. Das Unternehmen hat keine Schulden. Es finanziert sich nur durch Eigenkapital. Die Kinder der Angestellten erhalten eine Ausbildungsplatzgarantie und eine Übernahmegarantie(Arbeitsplatzgarantie). Also von wegen in Deutschland ist kein Geld zu verdienen.

www.intitiative.cc
Interessante Seite zu verschiedenen Themen unter anderem auch zur Konsumentenmacht!

Ich acht verstärkt darauf, dass die Waren die ich kaufe in Deutschland oder den westlichen EU-Staaten hergestellt worden sind. Wenn ich leider auf Artikel kaufen muß die in Asien hergestellt worden sind, da es keine deutschen Artikel mehr in diesem Segment gibt, achte ich sehr stark darauf das ich keine Mondpreise bezahle. Für ein paar Turnschuhe "Made in China" zahle ich nicht mehr als 25 € auch bei
Markenschuhen. Das ist schon mehr als überbezahlt da die Dinger in China inkl Material und Lohn bestimmt für 2 € zusammengeknüppelt werden. Habe aber auch zum Glück auch hier schon in Deutschland produzierende Unternehmen gefunden.

Was ich damit sagen will: Wenn wir einfach nicht mehr bereit sind für Schund aus Billig-Lohn-Ländern deutsche Preise zu bezahlen, dann ist es auch ganz schnell mit der Rendite hin. Ich schau nicht mehr auf die Marke sondern woher das Produkt kommt und informiere mich vor Kauf ausgiebig z. B. wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeiern umgeht, und dann schaue ich was mir das Produkt wert ist und ob ich es überhaupt mit meinem Gewissen vereinbaren kann dieses Produkt überhaupt zu kaufen

Wenn die mehr Konsumenten machen würden, dann würden sich die Unternehmen bestimmt anders verhalten. Deutschland hat zwar nur 80 Mio Einwohner die aber eine großere Wirtschaftskraft haben wie die vielen Chinesen. Wenn sie dort billig produzieren und ausschliesslich dort verkaufen müssen, dann müssen sie auch dort die Telefone billiger anbieten. Und mit der Rendite siehts dann auch nicht gut aus...

Lob!!! Toller Beitrag.