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ARD muss kostenfrei bleiben


11.12.2007 11:45 - Gestartet von RobbieG
einmal geändert am 11.12.2007 11:47
Die Weissagung der Cree Indianer gilt bis heute. Irgendwann werden wir merken, daß man Geld nicht essen kann.

ARD (und ZDF) haben einen Bildungsauftrag und sollen die Bevölkerung zu bezahlbaren Preisen mit guten Inhalten versorgen. Die GEZ-Gebühr ist hoch genug, da muß man nicht noch mehr für Handy-TV bezahlen. Wenn das den Anbietern nicht gefällt, hat sie keiner gezwungen, sich darum zu bewerben.

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[1] gangde antwortet auf RobbieG
11.12.2007 13:50
Eine unverschlüsselte Übertragung von ARD und ZDF hätte die GEZ-Pflicht für jedes DVB-H-fähige Handy zur Folge.
Und genau darum dürfte es den öffentlich-rechtlichen Sendern gehen.
Sinkende Gesprächsgebühren würden dann durch eine zusätzliche GEZ-Abgabe "egalisiert".
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[1.1] chrschn antwortet auf gangde
11.12.2007 19:14
Benutzer gangde schrieb:
Eine unverschlüsselte Übertragung von ARD und ZDF hätte die GEZ-Pflicht für jedes DVB-H-fähige Handy zur Folge. Und genau darum dürfte es den öffentlich-rechtlichen Sendern gehen.
Sinkende Gesprächsgebühren würden dann durch eine zusätzliche GEZ-Abgabe "egalisiert".
Richtig:
Aber wie realitätsfremd ist es denn, dass jemand zwar ein DVB-H-fähiges Handy hat (damit dann ja wohl auch TV empfängt und empfangen will, egal, ob nun codiert oder nicht) und auf der anderen Seite zu Hause kein einziges Radio und keinen einzigen internetfähigen Computer und keinen einzigen TV?!
Außerdem: Selbst wenn DVB-H codiert wäre, dann würde der Empfang als komplettes Paket angeboten, was dann auch ARD und ZDF beinhalten würde, womit ebenfalls die GEZ-Pflicht ausgelöst würde. Und ohne DVB-H empfangen zu wollen, dürfte sich kaum jemand ein DVB-H-fähiges Handy zulegen.

Den ÖR geht es schlicht darum, dass sie auf allen relevatnen Verbreitungswegen mit vertreten sind UND sich aber nicht gleichzeitig vor den Karren einer kommerziellen Geschäftsidee spannen lassen wollen, schließlich wird für ARD+ZDF ja schon bezahlt, völlig kommerzfrei.
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[1.1.1] Matschbirne-Berlin antwortet auf chrschn
11.12.2007 19:25
Benutzer chrschn schrieb:

Den ÖR geht es schlicht darum, dass sie auf allen relevatnen Verbreitungswegen mit vertreten sind UND sich aber nicht gleichzeitig vor den Karren einer kommerziellen Geschäftsidee spannen lassen wollen, schließlich wird für ARD+ZDF ja schon bezahlt, völlig kommerzfrei.

Harald Schmidt läßt grüßen!
Sonst noch was?
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[1.1.2] realitätsfremd?
beccon antwortet auf chrschn
12.12.2007 01:16
>>Aber wie realitätsfremd ist es denn, dass jemand zwar ein DVB-H-fähiges Handy hat (damit dann ja wohl auch TV empfängt und empfangen will<<
Ganz einfach: Die betreffende Person ist z.B. Freiberufler und das Handy läuft auf die Firma.

Conrad
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[1.2] musikbox antwortet auf gangde
11.12.2007 19:41
Benutzer gangde schrieb:
Eine unverschlüsselte Übertragung von ARD und ZDF hätte die GEZ-Pflicht für jedes DVB-H-fähige Handy zur Folge. Und genau darum dürfte es den öffentlich-rechtlichen Sendern gehen.
Sinkende Gesprächsgebühren würden dann durch eine zusätzliche GEZ-Abgabe "egalisiert".

Es ist nur eine logische Konsequenz, dass die ÖR neue technische Innovationen adaptieren und fördern. Auch das gehört zur Grundversorgung, wenn neue Wege der Informationsverbreitung nun möglich sind. Für den Kunden (die Gebührenzahler) ergibt sich dadurch mehr Komfort und Programmvielfalt. Und der Clou an der Sache ist, dass eine bestehende kostenintensive Infrastruktur kostengünstig an einen neuen Distributionskanal angekoppelt werden kann.
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[2] beccon antwortet auf RobbieG
12.12.2007 01:13
Die Weissagung der Cree Indianer gilt bis heute. Irgendwann werden wir merken, daß man Geld nicht essen kann.
Das kann man schon - aber es schmeckt bloß nicht besonders gut :-)


ARD (und ZDF) haben einen Bildungsauftrag und sollen die Bevölkerung zu bezahlbaren Preisen mit guten Inhalten versorgen.
Oh ha. Das hast Du aber gut gesagt. Und warum machen sie das nicht?

Die GEZ-Gebühr ist hoch genug, da muß man nicht noch mehr für Handy-TV bezahlen. Wenn das den Anbietern nicht gefällt, hat sie keiner gezwungen, sich darum zu bewerben.
Das sind immerhin 7 Milliarden EUR. Mehr als so mancher Staatshaushalt eines nicht einmal so kleinen Landes. Was die Öffentlich Rechtlichen dafür leisten ist beschämend.

Conrad