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Ich habe eine Frage


16.08.2000 21:22 - Gestartet von peggy
Weiss jemand, wie eigentlich Absprachen unter den Bietern verhindert werden sollen, wenn es aus jedem Bieterraum zwei Leitungen und ein Fax zu "Entscheidungsträgern" des jeweiligen Konzerns gibt? Dann können sich doch die "Entscheidungsträger" untereinander absprechen und dann im nächsten Telefonat Weisungen zurück an die Vasallen geben. Meinetwegen auch versteckt, etwa durch Räuspern oder Stimmmodulation, wenn der RegTP-Wachoffizier mithört.

Hätte gern eine Antwort.....
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[1] und ich habe keine gute Antwort
chaos antwortet auf peggy
16.08.2000 22:39
Hi Peggy,

wenn das so einfach wäre, würde ich denken daß sich die
Firmen nicht so in die Höhe gesteigert hätten... Der
jetzige Betrag ist echt unglaublich und vermittelt den
Eindruck, als ob die Entscheidungsträger in den Firmen
völlig durchgedreht wären.
Erst regen sie sich so über England auf und dann treiben
sie das Spielchen noch viel schlimmer.

Es gibt ja auch legale "Tricks", um Absichten bei der
Versteigerung anzudeuten. So hat z.B. Mobilcom zu Beginn
der Auktion übermäßige Höchstgebote für zwei Blöcke
abgegeben, aber nur ein kleines Gebot für einen dritten
Block. So wurde den Mitbietern gezeigt, daß sie unbedingt
eine kleine Lizenz haben wollen, aber die große auch
anderen überlassen würden. So bietet die Auktionstheorie
der Wirtschaftswissenschaften noch einige andere Möglich-
keiten.

&tschüß,
Sascha
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[2] Timo antwortet auf peggy
16.08.2000 22:52
Es stellt kein Problem dar, sich abzusprechen, aber was für Absprachen könnte man denn treffen?
Soll mit 3G abgesprochen werden, daß die auf eine Lizenz verzichten? Was könnte 3G dazu bewegen, wenn nicht gigantische Bestechungsgelder (buchungstechnisch interessant)?
Das 3G die anderen Netze auch wird nutzen können stand doch schon immer fest, auch jetzt nutzen Provider die Netze der anderen. Es geht 3G also nicht um Nutzungsrechte, sondern um Besitz einer Lizenz und da führt keine Absprache dran vorbei, die muß ersteigert werden.
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[3] scotchco antwortet auf peggy
17.08.2000 11:12
Durch Drohung mit Ausschluss aus dem Verfahren, Entzug der Lizenz, und Strafen in 3-stelliger Millionenhöhe.

Von den Beteiligten dürfte sich das keiner trauen, hinterher kommen solche Sachen ja doch ans Licht (zumindest wenn nicht grade Kohl Geschäftsführer des Unternehmens ist).

Wieviel würde z.B. der Spiegel einem Informanten zahlen?

MfG,
scotchco