Diskussionsforum
  • 26.04.2008 16:13
    Baghee schreibt

    Na und?

    Zu diesem ganzen Debitel-CRASH5-Hickhack gehen mir vordringlich mal 2 Punkte durch den Kopf:



    1. Ich hab's ja gleich gesagt, dass diese Art der "Kündigung" von vorne bis hinten unwirksam ist - nachzulesen in den entsprechenden "Frei sprechen"-Themen. Andererseits: mir wurde auch "gekündigt" und der Vertrag pünktlich zum Ablauf des 20.04. abgeschaltet und es geht mir am A...llerwertesten vorbei. Wegen solcher Pille-Palle-Beträge zum Kadi zu rennen, bringt echt nur ein Anwalt fertig. Siehe dazu Punkt 2 in Verbindung mit meinem Nachsatz:



    2. Die gekündigten Kunden sollten mal mit dem spitzen Bleistift nachrechnen, ob sie den "Crash 5" überhaupt benötigen.

    Selbst die Inhaber von Alt-Verträgen mit nur 2,95 Euro Grundgebühr / Monat müssen mindestens 74 Minuten im Monat telefonieren, um mit einem mittlerweile wohl in jedem Netz erhältlichen 9-Cent-Tarif zu konkurrieren. Und dabei sind die vergleichsweise hohen SMS-Kosten noch nicht mal einkalkuliert! Für jede geschriebene SMS muss ich mindestens 2 Minuten länger telefonieren, um Null auf Null im Vergleich zu einem Standard-9-Cent-Tarif zu liegen. Dann kommen noch ein paar zusätzliche Minuten für die Urlaubs- und sonstige Gering-Nutzungs-Zeiten hinzu ...

    Bei den neueren Verträgen mit 4,95 Euro Grundgebühren sieht das natürlich noch wesentlich schlechter aus: selbst ohne Berücksichtigung aller Nebenkosten muss man hier schon mindestens 124 Minuten telefonieren, um gleichauf zu ziehen.

    Telefoniere ich 200 Minuten im Monat (für Privat-Telefonierer wohl eher selten), mache ich mit Crash 5 spare ich mit Crash 5 gegenüber einem herkömmlichen 9-Cent-Tarif mit einem alten Vertrag gerade mal 5 Euro im Monat, mit einem neuen Vertrag gerade mal 3 Euro im Monat - das sind Grössenordnungen, über die sich ein Schüler / Student vielleicht Gedanken macht.

    Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass es sich bei den genannten Minuten-Kontingenten nur um die aktive, also vom Crash5-Kunden selbst zu bezahlende Gesprächszeit handelt.


    Wer ganz knauserig drauf ist und auch noch den letzten Cent rausholen will, kann ja möglicherweise einen 9-Cent-Tarif mit einem Zweit-Tarif mit Community-Tarif bei 3 oder 4 Cent / Minute in einem Dual-SIM-Handy kombinieren - damit würden in diese Betrachtung nur die "Ausserhalb-der-Community"-Gespräche berücksichtigt. :)

    Für Endlos-Quasselstrippen wäre natürlich auch eine Kombination wie Standard-9-Cent-Tarif, 3-Cent-Community und dazu eine passende Flatrate in häufig genutzte Netze, wie beispielsweise bei Congstar eine denkbare Alternative. Allerdings kenne ich noch kein Tripple-SIM-Handy - da wären dann schon mindestens 2 Handies erforderlich. ;)


    Für Geschäftskunden mit WESENTLICH grösserem Umsatz als die hier angeführten 200 Minuten sind solche wackligen Angelegenheiten wie ein Crash 5 wohl ohnehin eher indiskutabel.

    Ausserdem wurde ein Debitel-Sprecher mal hier auf Teltarif zitiert mit der Aussage, dass Kunden mit einem Monatsumsatz von 30 Euro den Tarif wohl in jedem Fall dauerhaft behalten dürften. Das entspricht einem Verbrauch von 541 Minuten je Monat, und die kosten mich bei einem 9-Cent-Anbieter mal eben 49 Euro - also rund 20 Euro mehr als bei Debitel.

    Der Debitel-Crash-5 hat eine automatische Verlängerung von nur einem Monat. Herr Anwalt rennt also zum Gericht und erwirkt eine einstweilige Verfügung und lässt seinen Vertrag sofort wieder aktivieren. Debitel nimmt das zur Kenntnis und spricht, weil sie den Kunden ja unbedingt loswerden wollen, jetzt eine ordentliche, fristgerechte schriftliche Küdndigung aus. Weil der letzte Kündigungs-Termin gerade verstrichen ist, gewinnt der Anwalt also satte 2 Monate "Crash 5", und das bei einem Monatsumsatz von unter 30 Euro und somit einer Monatsersparnis von weniger als 20 Euro. Hier hat ein findiger Anwalt also mal wieder für einen Streitwert von satten 40 Euro unsere Gerichte beschäftigt.


    Langer Rede kurzer Unsinn: Debitel hat gekündigt. Das hätte mich geärgert, als die günstigsten Tarife ohne Grundgebühr und Mindestumsatz noch bei 14 Cent / Minute gelegen haben. Heute zucke ich darüber müde die Schultern und zerschnipsele die SIM-Karte, damit hier nicht noch eine SIM-Leiche mehr herum liegt.

    Ja, es wird ein paar Kunden geben, die dem Crash 5 hinterherheulen.

    1. Ich gehöre nicht dazu.

    2. Wer sooo viel durch Crash 5 spart, soll die 2 Euro monatlich plus die 20 Euro einmalig investieren und sich einen neuen Crash 5 schiessen. Alle anderen bekommen von mir ein Tempo-Taschentuch, um sich die Tränen abzuwischen ... ;)
  • 26.04.2008 23:53
    MichaZ antwortet auf Baghee
    Es gibt Millionäre die fressen aus Geiz nur Sachen abgelaufen bzw. kurz davor sind abzulaufen.
    Da Du es scheinbar nicht nötig hast 5 Euro pro Monat zu sparen wirst Du sicherlich nie Millionär werden.

    Mich ärgert es schon das debitel mir gekündigt hat. Ich hatte im Monat ca 240 min Gesprächszeit und da waren die Gespräche zu meiner Frau/Familie nicht enthalten. Dafür habe ich eine tchibo-SIM aus einer Aktion in der Tchibo-zu-Tchibo-Gespräche kostenlos sind.

    Ich möchte mein Geld nicht sinnlos zum Fenster hinaus werfen.

    mfg

    MichaZ
  • 27.04.2008 14:54
    einmal geändert am 27.04.2008 14:58
    Baghee antwortet auf MichaZ
    Fehler:

    Wenn ich es nötig habe, mich über 5 Euro im Monat aufzuregen und wegen 40 Euro wie oben beschriebener Anwalt zum Kadi zu rennen, werde ich sicher kein Millionär.

    Denn wenn ich Millionär werden will, muss ich genug Geld pro Zeiteinheit verdienen, um mir den Aufwand wegen 5 Euro monatlich oder insgesamt 40 Euro in 2 Monaten nicht leisten zu können, weil ich in der Zeit, die ich brauche, um diesen Aufwand zu treiben, mehr Geld verdiene als ich durch die Crash5-Kündigung verliere.

    Mir persönlich geht die Kündigung vor allem deshalb am A...llerwertesten vorbei, weil ich einen Monatsumsatz von ca. 8 Euro hatte. Abzüglich 3 Euro Grundgebühr bleiben also 5 Euro Gesprächskosten, was rund 100 Telefon-Minuten entspräche. Mich kostet diese Kündigung also gerade mal einen Euro pro Monat ... eher weniger, weil ich für 9 Cent / Minute nicht ganz so viel sinnlos durch die Gegend telefoniere wie für 5 Cent / Minute.

    Mahlzeit.
  • 27.04.2008 17:53
    Invocati antwortet auf Baghee
    Ist schon erstaunlich wieviele Zeitgenossen es doch gibt, die sich und um sich herum alles für wichtig halten !!

    Gruß,
    Invocati





    Benutzer Baghee schrieb:
    > Fehler:
    >
    > Wenn ich es nötig habe, mich über 5 Euro im Monat aufzuregen
    >
    und wegen 40 Euro wie oben beschriebener Anwalt (...) usw.
    >
    > Mir persönlich geht die Kündigung vor allem deshalb am
    >
    A...llerwertesten vorbei, weil ich einen Monatsumsatz von ca. 8
    >
    Euro hatte. (...)usw.
    > eher weniger, weil ich für 9 Cent / Minute nicht ganz so viel
    >
    sinnlos durch die Gegend telefoniere wie für 5 Cent / Minute.
    >
    > Mahlzeit.
  • 29.04.2008 07:21
    MichaZ antwortet auf Baghee
    Benutzer Baghee schrieb:
    > Fehler:
    >
    > Wenn ich es nötig habe, mich über 5 Euro im Monat aufzuregen
    >
    und wegen 40 Euro wie oben beschriebener Anwalt zum Kadi zu
    >
    rennen, werde ich sicher kein Millionär.

    Ich wollte damit auch nur sagen das Dir der nötige Geiz fehlt auch Kleinvieh macht Mist.

    Ich finde die Aktion vom Anwalt sehr gut
    Es wird ihm dabei nicht um seine 5ct/min gegangen sein sondern ums Prinzip.
    Wenn ich lese was sich die Leute hier von den Anbietern alles gefallen lassen wird mir schlecht. Dabei meine ich die Kündigungswelle bei den Flatrates (BASE, Congstar ect.) das ist eine bodenlose Frechheit. Wenn ich dann lese "jJa dann gehe ich eben zu VF, T-Mobile" ect könnt ich ko**en.
    Was soll das? Der Anbieter hat seinen Vertrag genau so zu erfüllen. Anderenfalls gibts notfalls per Gericht was auf die Mütze. Was würde uns alles blühen wenn wir der Meinung wären wir wollen unseren Vertrag vorzeitig kündigen? Inkasso, Schufa und was weiß ich noch alles.
    Aber die sind rotzfrech und die Meute trottelt bedeppert zum nächsten statt sich zu wehren.


    mfg

    MichaZ
  • 30.04.2008 02:43
    Baghee antwortet auf MichaZ
    @Invocati:

    ... und es ist immer wieder erstaunlich, wieviele Leute es gibt, die sich äussern müssen, obwohl sie nicht das Geringste zur Sache zu sagen haben.


    @MichaZ:

    Im Prinzip stimme ich dir zu - wenn es sich um gravierende Benachteiligungen der Kunden handelt.

    In dem Fall besteht die "gravierende" Benachteiligung aus einer unglücklichen Formulierung in Verbindung mit einem Form-Verstoss. Und wie schon beschrieben hat Debitel jederzeit die Möglichkeit, den Anwalt nicht ganz zwei Monate später form- und fristgerecht zu kündigen und abzuschalten.

    Ich denke, man sollte sich überlegen, ob sich die Verteidigung eines Prinzips lohnt. Denn wenn jeder die Gerichte mit seinen geringfügigen bis lächerlichen Prinzipien-Angelegenheiten belästigt, besteht bald die Hälfte unserer Bevölkerung aus Justiz-Sachbearbeitern, Rechtsanwälten und Richtern.


    NICHT zustimmen kann ich allerdings deiner Formulierung des "notwendigen Geizes". Vielleicht sollte mal jemand klarstellen, dass GEIZ eine unangenehme Charakter-Eigenschaft ist. Positiv wird der Geiz erst in der abgemilderten und sinnvollen Form der Sparsamkeit. Und es hat schon seinen Grund, warum ich mir seinerzeit als einer der Ersten einen Crash5 gesichert habe. ;)

    Immerhin lief mein Crash5 insgesamt rund 9 Monate bis zur Kündigung - und die günstigsten Discounter-Preise im D1-Netz sind in der Zeit um fast 30 Prozent von 14 auf 9 Cent gefallen. :)

    Lustigerweise bin ich mit meinem günstigsten Mobilfunk-Tarif immer noch DEBITEL-Kunde - diesmal via CallMobile.



  • 30.04.2008 13:17
    MichaZ antwortet auf Baghee
    Benutzer Baghee schrieb:

    >
    > Im Prinzip stimme ich dir zu - wenn es sich um gravierende
    >
    Benachteiligungen der Kunden handelt.
    >
    > In dem Fall besteht die "gravierende" Benachteiligung
    >
    aus einer unglücklichen Formulierung in Verbindung mit einem
    >
    Form-Verstoss. Und wie schon beschrieben hat Debitel jederzeit
    >
    die Möglichkeit, den Anwalt nicht ganz zwei Monate später form-
    >
    und fristgerecht zu kündigen und abzuschalten.
    >
    Das ist allerdings richtig. In diesem Fall sollte man wirklich überlegen ob es sinnvoll ist vor Gericht zu ziehen. Deshalb habe ich es ja auch bei Kündigung belassen. Was nützen mir die paar Tage aufschub wenn ich es anschließend schriftlich im Postkasten habe.
    Den größten Schaden hat so wie so Debitel, nämlich den Schaden am guten Ruf (falls debitel den jemals hatte).

    > Ich denke, man sollte sich überlegen, ob sich die Verteidigung
    >
    eines Prinzips lohnt. Denn wenn jeder die Gerichte mit seinen
    >
    geringfügigen bis lächerlichen Prinzipien-Angelegenheiten
    >
    belästigt, besteht bald die Hälfte unserer Bevölkerung aus
    >
    Justiz-Sachbearbeitern, Rechtsanwälten und Richtern.
    >
    Immerhin würde das bestimmt die Arbeitslosenzahlen senken ;)

    > NICHT zustimmen kann ich allerdings deiner Formulierung des
    >
    "notwendigen Geizes". Vielleicht sollte mal jemand
    >
    klarstellen, dass GEIZ eine unangenehme Charakter-Eigenschaft
    >
    ist. Positiv wird der Geiz erst in der abgemilderten und
    >
    sinnvollen Form der Sparsamkeit. Und es hat schon seinen Grund,
    >
    warum ich mir seinerzeit als einer der Ersten einen Crash5
    >
    gesichert habe. ;)
    >
    > Immerhin lief mein Crash5 insgesamt rund 9 Monate bis zur
    >
    Kündigung - und die günstigsten Discounter-Preise im D1-Netz
    >
    sind in der Zeit um fast 30 Prozent von 14 auf 9 Cent gefallen.
    > :)

    Das war ja auch nicht so ganz ernst gemeint!

    > Lustigerweise bin ich mit meinem günstigsten Mobilfunk-Tarif
    >
    immer noch DEBITEL-Kunde - diesmal via CallMobile.
    >
    Ich hab jetzt meine Nummer zu simply.easy portiert.
    Mit denen war ich immer zufrieden, hab dort noch einen ganz alten simply-Vertrag mit t-mobile@home drauf und noch nie Probleme gehabt.

    mfg

    MichaZ