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warum reden alle von flatrate wenn es nur ein volumentarif ist


15.05.2007 09:46 - Gestartet von balou
siehe Überschrift
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[1] Tommyland78 antwortet auf balou
15.05.2007 09:59
Weil ich als Kunde "flatrate",also pauschal innerhalb von 1500 Minuten soviel telefonieren kann wie ich will.

Und, was noch viel wichtiger ist, es genügend Leute gibt die AGB´s für ein Future im Auto halten.

(nicht so ernst nehmen)

Der Tom
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[1.1] Martin Ramsch antwortet auf Tommyland78
15.05.2007 10:13
"Tommyland78" schrieb:
Weil ich als Kunde "flatrate",also pauschal innerhalb von 1500 Minuten soviel telefonieren kann wie ich will.

Ja genau, so gesehen ist ein Kännchen Kaffee auch eine Kaffee-Flatrate ("Coffee to go"), da ich mir (solange was im Kännchen ist) beliebig oft in die Kaffeetasse einschenken und trinken kann. :-)

Ciao,
__ Martin
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[2] Martin Ramsch antwortet auf balou
15.05.2007 10:08

einmal geändert am 15.05.2007 13:59
"balou" schrieb:
Betreff: warum reden alle von flatrate wenn es nur ein volumentarif ist

Vermutlich, weil diese Art der Kundentäuschung werbewirksam ist, aber zugleich ohne juristische Folgen bleibt, weil "Flatrate" kein rechtlich klar definierter Begriff ist?

In meinen Augen ist das aber ein Fall für den Verbraucherschutz, weil unabhängig von irgendwelchen Normen oder Gesetzeswerken das Wort "Flatrate" in der Praxis durchaus eine eindeutige, klare Definition hat: nämlich ein (monatlicher) Pauschalpreis, der unabhängig von der Nutzung ist - egal ob in Bezug auf Häufigkeiten, Dauern, Datenvolumen, oder was auch immer.

betterCall stellt sich in ihren AGB sogar selbst eine Falle bzw. schafft eine Unklarheit, denn dort heißt es zur Vertragslaufzeit:

| 05. Vertragslaufzeit, Kündigung
|
| a) Der Vertrag hat für volumenbasierte Tarifarten keine
| Mindestlaufzeit und -dauer und kann von beiden Parteien
| jederzeit gekündigt werden. Die Kündigungserklärung bedarf
| zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.
|
| b) Bei Abschluss eines Vertrages auf FLAT basierend
| beträgt die Mindestlaufzeit 12 Monate zum Monatsende,
| beginnend mit dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.
| Der Vertrag kann beiderseitig mit einer Frist von drei
| Monaten zum Ende der Mindestvertragslaufzeit schriftlich
| gekündigt werden. Andernfalls verlängert sich der Vertrag
| automatisch um jeweils weitere 12 Monate.

Was gilt nun also für die Preselection-"Flatrate"? Sie _ist_ eine volumenbasierte Tarifart, also (a)! betterCall _nennt_ es aber "FLAT", so dass die schwammige Formulierung "auf FLAT basierend" von Absatz (b) auch passt.

Ciao,
__ Martin

Nachtrag: "volumenbasiert" beziehe ich auf das ISDN-Angebot.
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[3] tneuhetzki antwortet auf balou
15.05.2007 10:17
Benutzer balou schrieb:
siehe Überschrift

Hallo,

siehe Text :-) Die Analog-Flatrate ist eine Flatrate, die ISDN-Flatrate ist, wie geschrieben, in der Tat keine echte Flatrate. Darauf weisen wir in unserem Artikel auch hin.

Thorsten
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[3.1] Tommyland78 antwortet auf tneuhetzki
15.05.2007 10:31
Wie bei vielen anderen Kosntellationen (nicht nur im DSL- oder Telekommunikationsmarkt) auch, sichert sich das Unternehmen gegen einige Fälle ab. Zum Beispiel gegen Telefonkunden die statt aufzulegen und das Gespräch beenden, den Höhrer einfach daneben legen. - Blödes Beispiel, ich weis - Aber das Prinzip wird klar.

Genau wie fast in jedem DSL Vertrag zu lesen ist, dass trotz Flatrate der Kunde gewisse Dinge nicht machen darf. Das hat oft Sinn, wenn es gerade um illigale Sachen, Beeintrechtigung anderer, Viren, Spam und so weiter geht.

Also eine Flatrate zu beschränken macht durch aus Sinn! - Und mal ganz im ernst....wer einen Preselectionsvertrag unterschreibt der sollte diesen mal gelesen haben! Auch die AGB´s werden nicht beigelegt um den Kunden zu zeigen das die Firma Papier bedrucken kann!

Also ich habe die Nase voll von: Ich gehe damit zur Verbraucherzentrale weil ich innerhalb von 14 Tagen es nicht geschafft habe meinen Vertrag anzusehen. Da wir gerade in den Urlaub fliegen wollten und im Grunde gar keine Zeit hatten, haben wir nur schnell unterschrieben....

Na also bitte?! Hä?!

Die müssten am besten gleich wegen Dummheit in der Öffentlichkeit das Doppelte zahlen!

Und wenn ich am Vertrag was nicht verstehe....oh jaaa da kann man ja auch Widerrufen oder einfach mal bei der Gesellschaft anrufen....

Der Tom
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[3.1.1] Martin Ramsch antwortet auf Tommyland78
15.05.2007 10:54
"Tommyland78" schrieb:
[... Beschränkungen von Flatrates für Anbieter sinnvoll ...]
[... Kunde sollte AGB lesen ...]
[... Vertrag nicht lesen und dann zum Verschrauscherschutz rennen ist doof ...]
Na also bitte?! Hä?!

Was Du schreibst, unterschreibe ich zum Großteil. Nur hat das alles nichts mit diesem Fall zu tun!

Es geht darum, dass im Falle des "Flat-ISDN"-Tarifs mit einem (aus meiner Sicht) irreführenden Begriff geworben wird!

Dass der Kunde AGB und Vertrag lesen muss, ist die eine Sache. Dass der Anbieter nicht irreführend werben darf, die anderen.

Ciao,
__ Martin
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[3.2] Martin Ramsch antwortet auf tneuhetzki
15.05.2007 10:38
Thorsten Neuhetzki schrieb:
siehe Text :-) Die Analog-Flatrate ist eine Flatrate, die ISDN-Flatrate ist, wie geschrieben, in der Tat keine echte Flatrate. Darauf weisen wir in unserem Artikel auch hin.

Finde ich zum Beispiel auch wirklich gut, dass das erwähnt wurde mit Link zum "echte Flatrate"-Artikel.

Allerdings wundere ich mich, warum Sie dennoch diese kunden-täuschende Bezeichnung prominent in der Überschrift verwenden?

Es gibt doch wirklich viele ISDN-Anschlüsse (sind es mehr als analoge?), und diese ISDN-Nutzer lesen erstmal "Flatrate"!
So fördern Sie doch eigentlich nur den - aber eben auf teilweiser Täuschung basierenden - Werbeeffekt der Bedeutungsverbiegung ...

betterCALL trickst hier gewissermaßen damit, dass der Tarif "Flat-Analog" eine echte Flatrate ist und versucht im gleichen Zug die Volumenpauschale "Flat-ISDN" auch als Flatrate zu verkaufen. Das sollte man eigentlich nicht unterstützen.

Als Überschrift zum Beispiel "betterCALL: Pre-Selection-Flatrate für Analoganschluss ab 11,90 Euro" fände ich redlicher. Wenn man der Übersichtlichkeit halber nicht beide Tarife in der Überschrift nennen kann, ist das mehr ein Problem von betterCALL als eines von teltarif.de.

Ciao,
__ Martin
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[3.2.1] tneuhetzki antwortet auf Martin Ramsch
15.05.2007 10:43
Benutzer Martin Ramsch schrieb:
wundere ich mich, warum Sie dennoch diese kunden-täuschende Bezeichnung prominent in der Überschrift verwenden?

Die Überschrift bezieht sich auf die 11,90-Variante (Analog)

Als Überschrift zum Beispiel "betterCALL: Pre-Selection-Flatrate für Analoganschluss ab 11,90 Euro"

Wär schöner... ist aber leider zu lang! Aber ich denke gleich noch mal drüber nach, was man da machen könnte...

Thorsten
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[3.2.1.1] Martin Ramsch antwortet auf tneuhetzki
15.05.2007 11:06
Thorsten Neuhetzki schrieb:
Aber ich denke gleich noch mal drüber nach, was man da machen könnte...

¡Gracias!
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[3.2.1.2] alexh antwortet auf tneuhetzki
15.05.2007 16:33

einmal geändert am 15.05.2007 16:34
Was mich vor allem wundert, ist die Tatsache, dass bisher noch nirgends einer die ISDN-Variante wirklich nachgerechnet hat:
18,90 € durch 1500 Minuten macht einen Durchschnittspreis von 1,26 Cent pro Minute. Das ist nicht wirklich sensationell. Für jede mehr telefonierte Minute kommen 1,33 Cent dazu, sodass der durchschnittliche Minutenpreis ingesamt gegen die 1,33 Cent aus dem "normalen" Volumen-Angebot konvergiert.
Somit hole ich mir praktisch einen Mindestumsatz ins Haus, der sich ab der 1454. Minute rechnet und eine maximale Ersparnis von sagenhaften 60 Cent bringt - und das nur, wenn ich mehr als 1500 Minuten telefoniere. Ich würde einfach sagen: Diesen Tarif braucht keiner.

Die echte Analog-Flat dagegen und auch der Volumentarif mit 1,33 Cent/Minute haben durchaus ihre Berechtigung und sind ein faires Angebot. Vor allem Letzteres, denn eine PS-Flat ins Festnetz gibts bei talkGREENER mit 9,95 € monatlich schon günstiger :-)
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[3.2.1.2.1] Telly antwortet auf alexh
16.05.2007 07:34

2x geändert, zuletzt am 16.05.2007 07:35
Die echte Analog-Flat dagegen und auch der Volumentarif mit 1,33 Cent/Minute haben durchaus ihre Berechtigung und sind ein faires Angebot. Vor allem Letzteres, denn eine PS-Flat ins Festnetz gibts bei talkGREENER mit 9,95 € monatlich schon günstiger :-)

Und eigentlich wäre die Tchibo-Variante noch die beste. Für insgesamt 12,95 echte Festnetzflatrate und auch auf der normalen Festnetzleitung (analog) ohne anklopfen erreichbar.

Telly

P.S.: Okay. Base1 ist auch noch zu nennen. Wenn man Netz hat;-) (Bitte nicht drauf eingehen;-)))

Auf jedenfall wären beide Flates auch noch mobil nutzbar.
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[3.2.1.2.1.1] BusinessPhone antwortet auf Telly
16.05.2007 09:04
Benutzer Telly schrieb:
Die echte Analog-Flat dagegen und auch der Volumentarif mit 1,33 Cent/Minute haben durchaus ihre Berechtigung und sind ein faires Angebot. Vor allem Letzteres, denn eine PS-Flat ins Festnetz gibts bei talkGREENER mit 9,95 € monatlich schon günstiger :-)

Und eigentlich wäre die Tchibo-Variante noch die beste. Für insgesamt 12,95 echte Festnetzflatrate und auch auf der normalen Festnetzleitung (analog) ohne anklopfen erreichbar.

Telly

P.S.: Okay. Base1 ist auch noch zu nennen. Wenn man Netz hat;-)
(Bitte nicht drauf eingehen;-)))

Auf jedenfall wären beide Flates auch noch mobil nutzbar.

Aber für Familien nicht praktikabel.
Finde aber auch die ISDN-Flatrate überflüssig. Rechnet sich ja für den Kunden nicht.
Aber das Wort Flatrate ist ja im Moment sowieso in Mode. Ford wirbt ja auch mit dem Wort Flatrate.
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[3.2.1.2.1.1.1] alexh antwortet auf BusinessPhone
16.05.2007 10:48
Benutzer BusinessPhone schrieb:
Aber für Familien nicht praktikabel.

Ich denke, hier liegt der Schwerpunkt auf Festnetzanschluss. Somit sind die mobilen Angebote erstmal außen vor. In der Tat gibt es hier sehr interessante Alternativen, die man im Hinterkopf haben sollte.