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Vorbild GB?


29.03.2007 17:54 - Gestartet von baeckerman
Aha GB als Vorbild die den EURO und die EU nicht wollen? Und wo die privatisierung bei Bahn, Post und Wasser ja zwar durch ist aber die Qualität nicht besser sondern viel viel schlechter geworden ist. Toll!
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[1] ölöle antwortet auf baeckerman
29.03.2007 22:05
Zunächst: Auf Grund meiner Tätigkeit für einen Konkurrenten der T-Com kann ich wirklich nicht nur meckern. Seit Mitte 2005 ist die T-Com an sich deutlich freundlicher und bemühter auch gegenüber den Wettbewerbern.
Dennoch - und da muss nicht die "T-Com" sein - gibt es immer wieder Fälle wo sich mir die Nacken-Haare aufstellen. Da gibt es Techniker, die mit der linken Hand den Fremdkunden begrüßen und mit der rechten eine Nachricht in den Briefkasten werfen "Habe Sie leider leider nicht angetroffen - bitte setzen Sie sich mit Ihrem Provider in Verbindung". Seltsamerweise ruft i.d.R. ein Vertriebler eben deises Konzerns an um zu bedeuten, bei T-Com gebe es diese Probs nicht.
Und genau dies ist das Problem. KEIN Anbieter in D kann an der T-Com vorbei Service erbringen oder Probleme lösen !!!
Nein, auch ARCOR, VERSATEL und dergleichen nicht. Weil die T-Com eben immer noch zu fast 100% die Haus-Anschlüsse verwaltet.
Und so gesehen wäre eine T-Cable super. Eine T-Cable, die von jedem Anbieter Geld für Leistung bekommt, aber keine Provisionen für (neue) T-Com Kunden.
Aber...
aber Telefonica aus Spanien, Telecom Italia und die deutsche QSC werden da sicher bald (hoffentlich) regulierend eingreifen. Und sei es nur durch einen beschleunigten Ausbau innovativer Techniken.
So gesehen wünsche ich mir ein wirklich starkes Parlament in Brüssel.
Und noch einmal (falls Herr Obermann mitliest), es ist nicht "die" T-Com die da Spiele spielt; es sind einige Gebiete der T-Com die auf diese Art ihr eigenes Image zu steigern versuchen. Putzigerweise meist Gebiete, in denen altenative Netzanbieter noch recht selten Fuß gefasst haben.
Aber bildet Euch Eure Meinung gerne selber - ich kann nur aus Erfahrungen berichten.
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[1.1] horst72 antwortet auf ölöle
30.03.2007 12:32
Benutzer ölöle schrieb:
Zunächst: Auf Grund meiner Tätigkeit für einen Konkurrenten der T-Com kann ich wirklich nicht nur meckern. Seit Mitte 2005 ist die T-Com an sich deutlich freundlicher und bemühter auch gegenüber den Wettbewerbern.
Dennoch - und da muss nicht die "T-Com" sein - gibt es immer wieder Fälle wo sich mir die Nacken-Haare aufstellen. Da gibt es Techniker, die mit der linken Hand den Fremdkunden begrüßen und mit der rechten eine Nachricht in den Briefkasten werfen "Habe Sie leider leider nicht angetroffen - bitte setzen Sie sich mit Ihrem Provider in Verbindung". Seltsamerweise ruft i.d.R. ein Vertriebler eben deises Konzerns an um zu bedeuten, bei T-Com gebe es diese Probs nicht.
Und genau dies ist das Problem. KEIN Anbieter in D kann an der T-Com vorbei Service erbringen oder Probleme lösen !!! Nein, auch ARCOR, VERSATEL und dergleichen nicht. Weil die T-Com eben immer noch zu fast 100% die Haus-Anschlüsse verwaltet.
Und so gesehen wäre eine T-Cable super. Eine T-Cable, die von jedem Anbieter Geld für Leistung bekommt, aber keine Provisionen für (neue) T-Com Kunden.
Aber...
aber Telefonica aus Spanien, Telecom Italia und die deutsche QSC werden da sicher bald (hoffentlich) regulierend eingreifen. Und sei es nur durch einen beschleunigten Ausbau innovativer Techniken. So gesehen wünsche ich mir ein wirklich starkes Parlament in Brüssel.
Und noch einmal (falls Herr Obermann mitliest), es ist nicht "die" T-Com die da Spiele spielt; es sind einige Gebiete der T-Com die auf diese Art ihr eigenes Image zu steigern versuchen. Putzigerweise meist Gebiete, in denen altenative Netzanbieter noch recht selten Fuß gefasst haben. Aber bildet Euch Eure Meinung gerne selber - ich kann nur aus Erfahrungen berichten.

Diese Erfahrungen kann ich leider bestätigen. In einigen Regionen klappt es super und in anderen werden Störungen auf der TAL der DTAG von Fremdkunden sehr langsam bearbeitet oder Portierungen nicht durchgeführt, aber der T_Com-Anschluss abgeschaltet.
Eine Netztrennung hätte auch den Vorteil, das die alternativen Anbieter nicht nur das Kupfernetz mitnutzen können sondern auch periphere Einrichtungen. daran würden sich diese dann auch bestimmt finanziell beteiligen.
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[1.1.1] komplett falsche Planungen
mvm antwortet auf horst72
14.11.2007 10:31
Das Vorhaben kann und darf man nicht so sehen, denn Theorie und Praxis ist sehr weit auseinander.
Eine Firma, die auf Umsatz aus ist lässt sich nicht mit Behördendenken verwalten. Da Fehlt die Finanzdenken der Regulierungsbehörde.


Der Umsatz der Firma muss wachsen, und wie wächst der Umsatz, wenn man nur das Netz, aber nichts anderes hat?
Schritt 1 : Einsparung an Personal
schritt 1a: Stellenabbau der ausgebildeten Techniker
Schritt 2b: unfähige Subunternehmer beauftragen
Schritt 2 : Einsaprumg am Netz selber
Schritt 2a: Verteuerung des Anschließens für Neubauten
Schritt 2b: Entstörungen werden wie im Ausland kostenpflichtig
Schritt 2c: Stop/Verzögerung des DSL-Ausbaues
usw usw usw...

Ändern kann man leider eh nix, und was mir bei den Technikern der "Telekom" aufgefallen ist...
Zu Fremdanbietern kommen meistens KEINE Telekom Techniker, sondern "billige" Subunternehmer, die im Auftrag der Telekom arbeiten. Das die nix können ist mir schon bewusst.
Schalten einen Anschluss und klemmen einen anderen ab...

Die Telekom ist im Moment verpflichtet die Aufträge/Störungen von fremdanbietern zu beforzugen. Dadurch soll der Nachteil aufgehofen werden, das die Störungsmeldung nicht sofort bei den Technikern ankommt. sie muss bekanntlich erst vom Carriermanagement der T-Com abgearbeitet werden.
Durch diese Trennung würde der Vorteil wegfallen.

Wenn jetzt ein Mitbewerber nörgelt, das die Ausführung seiner Aufträge jetzt schon lange dauert muss sich nicht wundern, das es nun noch länger dauern wird. Man verbessert nicht den Service der Privatanbieter, man verschlechtert nur den Service der Telekom-Kunden.
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[2] kamischke antwortet auf baeckerman
13.11.2007 09:53
Benutzer baeckerman schrieb:
Aha GB als Vorbild die den EURO und die EU nicht wollen? Und wo die privatisierung bei Bahn, Post und Wasser ja zwar durch ist aber die Qualität nicht besser sondern viel viel schlechter geworden ist. Toll!

Nicht nur Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, in Deutschland die zuständige Regulierungsbehörde, sagt: "Bei der Versorgung mit Breitband-Anschlüssen liegt Deutschland über dem Durchschnitt."
Auch eigene Erhebungen der EU-Kommission belegen, dass sowohl die Vielfalt des Angebotes zugenommen hat wie auch die Preise zurückgegangen sind.
Erst gestern senkte die Telekom ihren Grundtarif für Telefon und Internet um elf Prozent.
Die Brüsseler Aufstellung geht sogar noch weiter: Zwischen 1998 und 2006 sanken beispielsweise die Kosten für Telefongespräche um mehr als die Hälfte – für ein Gespräch vom Festnetz auf das Handy von 61 auf 23 Cent.
Die Provider pochen vor allem darauf, dass die milliardenschweren Investitionen in neue Hochgeschwindigkeitsleitungen ausblieben, wenn die Netze einer Behörde unterstellt werden.

Tatsächlich beweist das Beispiel Großbritannien, dass dieser Rückschritt eintritt: Während in Deutschland bereits DSL-Anschlüsse mit 50 Megabit pro Sekunde verfügbar sind, dümpeln die Briten mit maximal sechs bis acht MB durchs Internet."

Quelle: http://tinyurl.com/2vjdm2

Gruß Kamischke

PS: Großbritannien als leuchtendes Beispiel?
Selten so gelacht.
Ich hoffe die Netzabtrennung kommt nicht durch, denn dann hätten wir in Deutschland noch mehr Stillstand und einen weiteren Serviceabbau zu befürchten.
Schon jetzt wird der Preiskampf auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen


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[2.1] fruli antwortet auf kamischke
13.11.2007 18:12

einmal geändert am 13.11.2007 18:15
Hi,


"Während in Deutschland bereits DSL-Anschlüsse mit 50 Megabit pro Sekunde verfügbar sind, dümpeln die Briten mit maximal sechs bis acht MB durchs Internet."

Ich möchte Herrn Kurth ja nicht zu nahe treten, aber seine Lobhudelei des deutschen Breitband-Marktes ist nur noch oberpeinlich und geht für die Bewohner ausserhalb der Ballungsräume und im ländlichen Raum an jeglicher Realität vorbei - dort sind im Gegenteil in Grossbritannien vielerorts weitaus höhere Bandbreiten verfügbar als in Deutschland.

In Deutschland sind 50MBit exklusiv in ca. 30 VDSL-Städten sowie in 700 weiteren Städten ausschliesslich in unmittelbarer Vermittlungstellen-Nähe verfügbar - wobei diese Anschlüsse bisher keinerlei nennenswerte Marktbedeutung haben trotz der immensen Milliardensummen, die die DTAG bisher hier investiert hat. Zudem sind diese Anschlüsse nicht als Breitbandanschlüsse an sich verfügbar sondern nur als "Unterbau" für den eigentlich damit vermarkteten IPTV-Zugang zzgl. antiquiertem Zwangs-PSTN-Telefonanschluss.

Von diesem Angebot abgesehen stehen in Deutschland für ca. 50% der ADSL-fähigen Haushalte ausschliesslich 16MBit zur Verfügung, während ca. 25% der ADSL-fähigen Haushalte (ausserhalb der Kollokationsgebiete und mit Kontes-Orka-Dämpfung > 18db) dank der grotesken antiquierten, reichweiten- und bandbreitenschwachen hochbürokratischen Fixed-Rate-ADSL1-Schaltung der DTAG und der von Herrn Kurth zu verantwortenden Herausgezögerung des Bitstromzugangs (mit dem sich Wettbewerber auch an Telekom-DSLAMs von diesen grotesken Schaltregeln absetzen können) nahezu bis zum St-Nimmerleinstag bis auf weiteres mit deutlich niedrigeren Bandbreiten als sie bei BT OpenReach Wholesale dank seit 2 Jahren vorherrschender RAM-Schaltung verfügbar sind, abgespeist werden - z.T. sogar mit bewusst schmalbandigem 64kbit-Upstream bei DSL-384 ohne jeglichen technischen Grund - wobei an ebensolchen Anschlüssen regelmässig technisch -auch mit dem Krüppel-Annex-B-ASDL in Deutschland- die mehrfache Bandbreite realisierbar ist.

In Grossbritannien bieten zudem die auch dort zahlreich vorhandenen Kollokationsanbieter ADSL2+ mit bis zu 25MBit/s an - und dank Annex A mit deutlich höherer Reichweite als in Deutschland und dank Annex M mit bis zu 3,5MBit Upstream, während Deutschland nach wie vor weltweit einzigartig im Annex-B-Trauma gefangen ist und unfähig, sich daraus zu befreien.

Deutschland ist auch bzgl. Ausbau von VSt. jwd mit DSLAMs hinter UK zurück (siehe offizielle EU-Zahlen hierzu) und wegen ausschliesslichem Annex B gibt es in Deutschland eine weitaus grössere Zahl von Dämpfungsopfern.

UK hat zudem für die unglücklichen Gestalten, bei denen kein DSL verfügbar ist, seit jeher als Trostpflaster preisgünstige Schmalband-Flats, so dass sie zumindest zum üblichen Breitband-Flat-Preis mit Schmalband-Verbindungen always-on gehen können, während in Deutschland hierfür der 3-4fache Preis anfällt.

Herr Kurth sollte seine DTAG-Protektionismus-getränkte Magenta-farbene Brille mal abnehmen und auf den Boden der Fakten und Tatsachen zurückkehren. Eine derartige Laissez-faire-Protektionspolitik des Ex-Monopolisten (siehe Line-Sharing, Ortsnetz-Call-by-Call-Opposition, Preis-Kosten-Schere bzgl. TAL-Miete/T-Net-Grundgebühr, Bitstrom-Verzögerung, etc - von VDSL mal ganz abgesehen) ist einzigartig und hat zu nichts gutem geführt - aussser einem VDSL-Angebot in ausgewählten Gebieten, während ca. 1/4 der Verbraucher (insbesondere auf dem Lan) mit den rückständigsten Internetzugangs-TK-Produkten in der gesamten EU abgespeist werden (Reichweiten- und bandbreitenschwaches Fixed-Rate-ADSL1-Annex-B-DSL der DTAG, alternativ Zeitticker-Schmalband (bzw. seit 1 Jahr immerhin Schmalband-Flat zu den vierfachen ADSL-Kosten))

So long.
fruli