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Noch Luft beim Preis?


10.03.2007 13:03 - Gestartet von niknuk
Hallo,

Arcor hat also noch Luft beim Preis und kann diesen senken, ohne den Gewinn zu gefährden. Das kann eigentlich nur heißen, dass Arcor bisher schlecht gewirtschaftet hat und das ändern will und/oder dass die Kunden bisher Wucherpreise bezahlt haben.

Und wie es sich mittelfristig auf die Qualität auswirkt, wenn man die Luft beim Preis so einfach rauslässt, wird sich auch erst zeigen müssen.

Gruß

niknuk
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[1] Makler antwortet auf niknuk
10.03.2007 13:10
Wieso schlecht gewirtschaftet? Ein Unternehmen muss Gewinn machen! Oder arbeitest Du umsonst?
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[1.1] sp33 antwortet auf Makler
10.03.2007 13:14
Ja, nur wenn jemand seinen Preis senken kann, ohne dabei den Gewinn zu gefährden, dann bedeutet es, dass er die Preissenkung an einer anderen Stelle wieder reinholen kann. Und man fragt sich dann, warum Arcor das nicht schon jetzt machen kann..
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[1.1.1] Makler antwortet auf sp33
10.03.2007 13:26
Ganz einfach, sie wollen Gewinn machen. Je mehr, je besser.
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[1.1.1.1] ejunky antwortet auf Makler
10.03.2007 17:38
Benutzer Makler schrieb:
Ganz einfach, sie wollen Gewinn machen. Je mehr, je besser.
Nicht toll, aber endlich ist mal wer ehrlich von den TELKOS
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[1.1.2] gijan antwortet auf sp33
10.03.2007 23:43
Benutzer sp33 schrieb:
Ja, nur wenn jemand seinen Preis senken kann, ohne dabei den Gewinn zu gefährden, dann bedeutet es, dass er die Preissenkung an einer anderen Stelle wieder reinholen kann. Und man fragt sich dann, warum Arcor das nicht schon jetzt machen kann..

Vielleicht rechnen sie aber mit einem weiteren Kundenzuwachs, und damit lässt sich auch mit einem geringeren Gewinn pro Kunde ein ordentlicher Gesamtgewinn erzielen.
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[2] docfred antwortet auf niknuk
10.03.2007 13:50
Das heißt höchstens "tja, Telekom. Wir können problemlos unser CallCenter-Personal um die Hälfte reduzieren und auch den Lohn um ein Drittel drücken. Sind ja alles nur Zeitarbeitsverträge. Mach das mal nach, während dich die Gewerkschaften mit deinen Hochpreisfestangestellten in der Luft zerreissen!"

Benutzer niknuk schrieb:
Hallo,

Arcor hat also noch Luft beim Preis und kann diesen senken, ohne den Gewinn zu gefährden. Das kann eigentlich nur heißen, dass Arcor bisher schlecht gewirtschaftet hat und das ändern will und/oder dass die Kunden bisher Wucherpreise bezahlt haben.

Und wie es sich mittelfristig auf die Qualität auswirkt, wenn man die Luft beim Preis so einfach rauslässt, wird sich auch erst zeigen müssen.

Gruß

niknuk
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[3] kamischke antwortet auf niknuk
10.03.2007 13:57

einmal geändert am 10.03.2007 14:01
Benutzer niknuk schrieb:
Hallo,

Arcor hat also noch Luft beim Preis und kann diesen senken, ohne den Gewinn zu gefährden. Das kann eigentlich nur heißen, dass Arcor bisher schlecht gewirtschaftet hat und das ändern will und/oder dass die Kunden bisher Wucherpreise bezahlt haben.

Und wie es sich mittelfristig auf die Qualität auswirkt, wenn man die Luft beim Preis so einfach rauslässt, wird sich auch erst zeigen müssen.

Gruß

niknuk

Was Arcor unter Luft ablassen versteht haben sie doch schon in der Vergangenheit gezeigt:

https://www.teltarif.de/forum/s20783/1-4.html
https://www.teltarif.de/forum/s20783/1-9.html

Ob da wirklich noch soviel Luft nach unten drin ist oder der Angriff der Telekom doch ein wenig Wirkung hinterlassen hat werden die Zahlen, die hoffentlich zur Cebit veröffentlicht werden, zeigen müssen.
Die teils heftigen Reaktionen von Arcor lassen aber Zweifel aufkommen:

https://www.teltarif.de/forum/s20656/27-1.html

Auch aus den bisherigen Gewinnen läßt sich kein eindeutiger positiver Gewinntrend erkennen, denn der Gewinn des letzten HJ schwächelte bereits mit 60 Mio. € gegenüber dem vorherigen HJ mit 83 Mio.€ Gewinn:

1.HJ 05/06 : -29 Mio. EUR
2.HJ 05/06 : +83 Mio. EUR
GJ 2005/06 : +54 Mio. EUR

1.HJ 06/07 : +60 Mio. EUR
2.HJ 06/07 : ?

Das 1.HJ 06/07 war noch völlig unbeeinflusst von der im September gestarteten Preisoffensive der Telekom, mal schauen was Arcor-Chef Harald Stöber demnächst für ein Zahlenwerk präsentieren wird.
Ich bin gespannt.

Gruß Kamischke
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[3.1] stroh123 antwortet auf kamischke
10.03.2007 18:35
Benutzer kamischke schrieb:

Das 1.HJ 06/07 war noch völlig unbeeinflusst von der im September gestarteten Preisoffensive der Telekom, mal schauen was Arcor-Chef Harald Stöber demnächst für ein Zahlenwerk präsentieren wird.
Ich bin gespannt.

Nun ja, leider ist die Telekom nur durch die Einführung der neuen Tarife nicht zum Bremsklotz des Zuwachses bei Arcor geworden. Der Telekom werden weiter Kunden abspringen - da muß erst die Tarif-/Serviceoffensive der Telekom einmal greifen. Wie die sich auswirken wirde bleibt erst mal abzuwaren. Aus eigener Erfahrung rennen viele Kunden den alternativen Kunden die Türen ein, nur sind sie oft vom Service der neuen Telefonanbieter schnell enttäuscht. Da wäre ja zuallererst die Freundlichkeits- und Servicewüste Arcor zu nennen. Teure und inkompetente Hotlines stehen da an erster Stelle. Weiter gehts mit Alice - grauseliger Telefonservice und lausigste Sprachqualität bei Telefonaten. Und das beste - die geben es auch noch zu !!!! Dann gehts weiter mit dem bescheidenen Hotline-Service und den Knebelverträgen von 1&1. Da hat sich auch noch keiner mit Ruhm bekleckert.
Fazit ist, das Arcor auch nicht unendlich wachsen kann und irgendwann der Markt sich gesetzt hat. Dann erst beginnt der Kampf um Neukunden mit dem Messer zwischen den Zähnen. Der Preiskampf hat noch gar nicht richtig begonnen !!

Allerdings wird vielen Kunden schnell klar werden, was sie beim Wechsel von der Telekom zu einem anderen Anbieter verlieren werden - einen "normalen" Telefonanschluß. Genau das stinkt vielen normalen Usern...
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[3.1.1] wombat antwortet auf stroh123
10.03.2007 19:58
Also ich kann nur sagen, dass ich es nie bereut habe, kein Telekomkunde mehr sein zu müssen. Bei Arcor gab es seit über 2 Jahren keine einzige Störung. Bei der Telekom war das ganz anders. Nix als Probleme und Ärger, ständig falsche Rechnungen und absolut inkompetente Mitarbeiter. Und selbst wenn Arcor etwas teurer wäre, würde ich nie zur Telekom zurüch gehen.
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[3.1.1.1] LOWI antwortet auf wombat
11.03.2007 02:56
Benutzer wombat schrieb:
Also ich kann nur sagen, dass ich es nie bereut habe, kein Telekomkunde mehr sein zu müssen. Bei Arcor gab es seit über 2 Jahren keine einzige Störung. Bei der Telekom war das ganz anders. Nix als Probleme und Ärger, ständig falsche Rechnungen und absolut inkompetente Mitarbeiter. Und selbst wenn Arcor etwas teurer wäre, würde ich nie zur Telekom zurüch gehen.

Bei jedem Anbieter kann es dir gut oder eben weniger gut gehen. Du schwörst auf Arcor, Dein Vorredner lässt kein gutes Haar dran. Du hast mehr als genug schlechte Erfahrung mit der Telekom gemacht, ein anderer wieder nicht. Hansenet und 1&1 kriegen auch ihr Fett weg. Ich denk mal, dass die Probleme, prozentual auf die Gesammtkunden gesehen, bei allen Anbietern gleich häufig sind. Außer vielleicht bei so nem gaaanz kleinen Citynetzbetreiber, dessen Personal aus einer Sekräterin (Für Hotline und Kaffe kochen zuständig) und zwei Technikern besteht.
Für mich als Telekom-Hotliner ist es schon manchmal 'ne Genugtuung, wenn ein Hansenet-Neukunde nochmal bei der Telekom anruft und ich ihn vor lauter Echo kaum verstehen kann, bzw. sich ein 1&1 Resale-DSL Kunde über sehr hohe 0900-Kosten (für die 1&1 HL) wundert. Ist manchmal ne gute Abwechslung zu den Beschwerden, die es bei der Telekom natürlich auch gibt...
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[3.1.1.1.1] michael ciesla antwortet auf LOWI
12.03.2007 07:38
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Benutzer LOWI schrieb:
Bei jedem Anbieter kann es dir gut oder eben weniger gut gehen.
Du schwörst auf Arcor, Dein Vorredner lässt kein gutes Haar dran. Du hast mehr als genug schlechte Erfahrung mit der Telekom gemacht, ein anderer wieder nicht. Hansenet und 1&1
kriegen auch ihr Fett weg. Ich denk mal, dass die Probleme, prozentual auf die Gesammtkunden gesehen, bei allen Anbietern gleich häufig sind. Außer vielleicht bei so nem gaaanz kleinen Citynetzbetreiber, dessen Personal aus einer Sekräterin (Für
Hotline und Kaffe kochen zuständig) und zwei Technikern besteht.
Für mich als Telekom-Hotliner ist es schon manchmal 'ne Genugtuung, wenn ein Hansenet-Neukunde nochmal bei der Telekom anruft und ich ihn vor lauter Echo kaum verstehen kann, bzw.
sich ein 1&1 Resale-DSL Kunde über sehr hohe 0900-Kosten (für die 1&1 HL) wundert. Ist manchmal ne gute Abwechslung zu den Beschwerden, die es bei der Telekom natürlich auch gibt...

Das eigentlich Problem ist doch, dass die T-Com viel zu teuer ist. Das DSL 16000 Komplettpaket kostet dort € 65. Bei Strato DSL 3+ gibt's das für nur € 38,80. Und wo Strato nicht verfügbar ist, geht immerhin 1&1 und das kostet nur € 43,85. Wie kann sich die T-Com denn solche Preisdiskrepanzen erlauben? Warum kostet eine T-Com-Flatrate € 20, eine BASE-Flatrate, die man nicht nur von daheim nutzen kann, sondern auch unterwegs nur € 5? Wie kann es sein, dass man als 1&1-Kunde über € 20 weniger pro Monat zahlt und dabei von ganz Deutschland aus, aus dem am besten ausgebauten PREMIUM-Mobilfunknetz zum Pauschalpreis telefonieren kann?

WARUM ist die T-Com sooooo unverhältnismäßig teuer gegenüber ihren Endkunden?

U.a. deshalb, weil sie 50.000 faule Beamte durchschleppen muß, für deren Gehalt man jeweils 2-3 andere Mitarbeiter beschäftigen könnte, die dann auch noch was Produktives tun und keinen Dienst nach Vorschrift machen oder jede neue Idee blockieren (ist übrigens nicht meine Feststellung von außen, sondern das sagen Telekom-Mitarbeiter der Ebene Teamleiter beim Bierchen unter 4-10 Augen ganz offen).
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[3.2] Arcor: Gewinnrückgang in Q3
kamischke antwortet auf kamischke
14.03.2007 11:32

einmal geändert am 14.03.2007 11:36
Benutzer kamischke schrieb:
Benutzer niknuk schrieb:
Hallo,

Arcor hat also noch Luft beim Preis und kann diesen senken, ohne den Gewinn zu gefährden. Das kann eigentlich nur heißen,
dass Arcor bisher schlecht gewirtschaftet hat und das ändern will und/oder dass die Kunden bisher Wucherpreise bezahlt haben.

Und wie es sich mittelfristig auf die Qualität auswirkt, wenn man die Luft beim Preis so einfach rauslässt, wird sich auch
erst zeigen müssen.

Gruß

niknuk

Was Arcor unter Luft ablassen versteht haben sie doch schon in der Vergangenheit gezeigt:

https://www.teltarif.de/forum/s20783/1-4.html
https://www.teltarif.de/forum/s20783/1-9.html

Ob da wirklich noch soviel Luft nach unten drin ist oder der Angriff der Telekom doch ein wenig Wirkung hinterlassen hat werden die Zahlen, die hoffentlich zur Cebit veröffentlicht werden, zeigen müssen.
Die teils heftigen Reaktionen von Arcor lassen aber Zweifel aufkommen:

https://www.teltarif.de/forum/s20656/27-1.html

Auch aus den bisherigen Gewinnen läßt sich kein eindeutiger positiver Gewinntrend erkennen, denn der Gewinn des letzten HJ schwächelte bereits mit 60 Mio. € gegenüber dem vorherigen HJ mit 83 Mio.€ Gewinn:

1.HJ 05/06 : -29 Mio. EUR
2.HJ 05/06 : +83 Mio. EUR
GJ 2005/06 : +54 Mio. EUR

1.HJ 06/07 : +60 Mio. EUR
2.HJ 06/07 : ?

Das 1.HJ 06/07 war noch völlig unbeeinflusst von der im September gestarteten Preisoffensive der Telekom, mal schauen was Arcor-Chef Harald Stöber demnächst für ein Zahlenwerk präsentieren wird.
Ich bin gespannt.

Gruß Kamischke

Heute hat Arcor seine 9 Monatszahlen präsentiert:

http://www.arcor.de/content/presseservice/pressemitteilungen/index.html

1.HJ 05/06 : -29 Mio. EUR
9M 05/06 : -6 Mio. EUR (Q3 05/06 : +23 Mio. EUR)
2.HJ 05/06 : +83 Mio. EUR
GJ 2005/06 : +54 Mio. EUR

1.HJ 06/07 : +60 Mio. EUR
9M 06/07 : +79 Mio. EUR (Q3 06/07 : +19 Mio. EUR)

Damit reduziert sich der Gewinnausweis im 3.Quartal ggü. dem VJ um 4 Mio. EUR auf 19 Mio. € (VJ +23 Mio.€).
Bei einem Umsatz von 536 Mio.€ in Q3 entspricht das einer Nettorendite von 3,54%.
Ein wenig Luft ist da zwar noch, aber allzu große Sprünge im Preisgefüge kann sich Arcor hier sicher nicht leisten um nicht Gefahr zu laufen in die roten Zahlen abzudriften.
Klappern gehört aber bekanntermaßen zum Handwerk.
Der weitere Abbau von 129 Mitarbeiter ggü. VJ trotz Kundenzuwachs läßt jedoch keine Serviceverbesserung erwarten.
Arcor selbst vermißt lt. eigenen Angaben aber nur 63 Mitarbeiter ggü. dem VJ (aktuell 3.740 MA), erklärt aber leider auch nicht wie die Differenz zum VJ entstanden ist:
Im letzten Jahr zur Cebit sprach man bei Veröffentlichung der 9 Monatszahlen noch von 3.869 Mitarbeiter bei Arcor, nun sind es angeblich doch nur noch 3.803 MA gewesen.
Irgendwie seltsam, aber welche Firma freut sich nicht wenn sich ihre MA "heimlich" verabschieden.

http://www.arcor.de/content/presseservice/pressemitteilungen/2006/35402171.html



Arcor-Geschäftsentwicklung von April bis Dezember 2006
des Fiskaljahres 2006/07

April-Dezember 2006 /April-Dezember 2005 /Prozentuale Änderung / Geschäftsjahr 2005/06

Umsatz (Mio. €) 1.568 1.402 12 % 1.935
EBITDA (Mio. €) 278 219 27 % 336
Perioden-
überschuss (Mio. €) 79 -6 54

Teilnehmer
(in Tsd.)
Sprach-Anschlüsse 1.899 1.257 51 % 1.447
DSL-Anschlüsse 1.836 1.078 70 % 1.301
Davon DSL-Resale 123 75 65 % 92
Preselection 1.361 1.973 - 31 % 1.734
Call-by-Call 2.326 2.836 - 18 % 2.801

Investitionen*
(Mio. €) 186 183 2 % 232

Mitarbeiter 3.740 3.803 -2 % 3.765


Gruß Kamischke
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[4] niknuk antwortet auf niknuk
12.03.2007 00:41
Benutzer 1und1surfer schrieb:

Natürlich verlangt Arcor aktuell Wucherpreise. Schau dir doch nur mal an, was Arcor für das All-Inklusive Paket 16000 mit Handyflat verlangt: € 54,85

Für diesen Preis gibt es aber (bisher zumindest) einen echten ISDN-Festnetzanschluss anstatt unzuverlässigem VoIP-Gefrickel und einen DSL-Anschluss direkt vom Netzbetreiber anstatt vom Wiederverkäufer. Ich würde das also nicht als Wucherpreis, sondern einfach nur als mehr Geld für mehr Leistung bezeichnen. 2 Wochen Karibikurlaub sind nicht nur deshalb teurer als 2 Wochen Harz, weil für Karibikreisen Wucherpreise verlangt werden.

und was 1&1 verlangt: € 43,85

Falsch. 1&1 verlangt 29,99, der zwingend notwendige Telefonanschluss (analog) kostet mindestens 16,26. Macht zusammen mindestens 46,25 Euro. Und wenn man das Paket wirklich fair mit Arcor vergleichen will, also auf einem ISDN-Anschluss besteht, zahlt man für die Kombination aus 1&1 4dsl und T-ISDN sogar 54,56 Euro, also kaum weniger als bei Arcor. Jaja, ich weiß, am Anfang kostet 1&1 4dsl für 6 Monate nur 19,99, und dann kommt man über die Vertragslaufzeit gerechnet mit Analoganschluss tatsächlich auf 43,75 Euro/Monat (sogar 10 Cent weniger als du ausgerechnet hast). Dieser Preis gilt aber nur dann, wenn man nach exakt 2 Jahren wieder aussteigt und Hotlinekosten, zusätzliche Festnetz-Telefonkosten wegen ausgefallener/überlasteter VoIP-Server und andere unvorhergesehene Kosten wie z. B. wegen für Bestandskunden verweigerter Wechsel in zukünftige, günstigere Tarife (die bei Arcor problemlos möglich sind) nicht mit einkalkuliert.

und was Strato+BASE1 verlangen: € 38,80

Wie du auf diesen Preis kommst, ist mir schleierhaft. Strato DSL 3+ (ohne Handyflat!) kostet allein schon 38,80. Base 1 kostet 10 Euro, wir landen also bei 48,80 Euro. Mit VoIP-Gefrickel und Resale-DSL, versteht sich.

Gruß

niknuk
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[4.1] niknuk antwortet auf niknuk
12.03.2007 08:41
Benutzer 1und1surfer schrieb:

Ich bin Pragramtiker und kein ISDN-Fanatiker, wie du.

Ich bin Pragmatiker und daher ein Fan von Festnetzanschklüssen. Und da ich mehrere Nummern brauche, läuft das auf ISDN hinaus. Und im Unterschied zu VoIP-Kunden kann ich auf allen Leitungen und allen Nummern nicht nur telefonieren, sondern auch faxen, Daten übertragen etc. pp. Und ich kann telefonieren und *gleichzeitig* fullspeed up- und downloaden, ohne befürchten zu müssen, dass Telefongespräche zerhackstückt und/oder der Download ausgebremst wird.

Und wenn man das Paket wirklich fair mit Arcor vergleichen will, also auf einem ISDN-Anschluss besteht, zahlt man für die Kombination aus 1&1 4dsl und T-ISDN sogar 54,56 Euro, also kaum weniger als bei Arcor.
Was ist denn das für ein Schwachsinn??? Die Flatrate gilt doch nur per VoIP und per Mobilfunk und doch nicht per Festnetz.

Du hast es erkannt. Eben deshalb ist, speziell bei einem ISDN-Anschluss mit Festnetzflatrate, VoIP und damit 4dsl vollkommen überflüssig.

Wozu soll man bitteschön T-ISDN buchen???

Damit man ein vom Leistungsumfang mit dem Arcor-Angebot vergleichbares Paket hat. Und damit man einen zuverlässigen und stabilen Anschluss und kein VoIP-Gefrickel hat. Du solltest nur Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Dieser Preis gilt aber nur dann, wenn man nach exakt 2 Jahren wieder aussteigt und Hotlinekosten, zusätzliche Festnetz-Telefonkosten wegen ausgefallener/überlasteter VoIP-Server und andere unvorhergesehene Kosten wie z. B. wegen für Bestandskunden verweigerter Wechsel in zukünftige, günstigere Tarife (die bei Arcor problemlos möglich sind) nicht mit einkalkuliert.
Als ob man bei Arcor nie bei der Hotline anrufen müsste...

Schau dich im 1&1-Forum um, und dann schau dich in den Arcor-/T-Com-/Hansenet-Foren um. Und dann versuche die Hotlinekosten für 1&1 mit denen seiner Konkurrenten zu vergleichen. Insbesondere bei T-Com und Hansenet dürfte dieser Vergleich recht interessante Ergebnisse liefern ;-)

Wenn die 2 Jahre sich dem Ende zuneigen, schreibt man an 1&1 einen Kündigungsbrief und lässt sich dann anrufen.

Aha. Man muss sich also den Wechselstress nach 2 Jahren schon wieder antun, nur damit man am Anfang der Vertragslaufzeit ein paar Euro spart.

Wenn man will kann man dann verlängern und bekommt sämliche Neukundenrabatte.

1&1 gibt keine Rabatte. Jedes "Geschenk" muss der Kunde fein säuberlich bezahlen. Und sei es mit seinen Nerven.

Ich würde eh nie mehr als 2 Jahre bei ein und demselben Anbieter bleiben wollen, jedenfalls weil er wohl kaum immer der billigste sein wird.

Ich schaue nicht nach dem billigsten, sondern nach dem besten Anbieter. Das hat den Vorteil, dass Wechselstress in viel größeren Zeitabständen stattfindet. Ich hatte jahrelang bei 1&1 einen Tarif, der doppelt so teuer war wie die Cityflat. Der Verzicht auf einen Tarifwechsel ersparte mir aber jedweden Stress mit 1&1 DSL. Ich durfte mein T-DSL behalten und konnte nach der Kündigung bei 1&1 nahtlos mit einem anderen Provider weitersurfen.

Und natürlich profitieren auch 1&1-Bestandskunden von Preissenkungen. So hatte ein Bekannter von mit noch DSL-6000 mit der Deutschland-Flatrate von 1&1 und zahlte fast € 60. Als dann 3DSL rauskam, durfte er wechseln, obwohl er noch 12 Monate MLZ übrig hatte.

Er durfte *sofort* wechseln, als 3dsl rauskam? Das glaube ich nicht. 1&1 lässt Bestandskunden grundsätzlich erst ein paar Monate nach Einführung neuer Tarife wechseln. So war es bei der Deutschland-/Cityflat, so war es bei 3dsl, und so ist es auch jetzt wieder: Bestandskunden können 4dsl erst im April buchen. Mal sehen, ob es stimmt und zu welchen Konditionen sie dann buchen können.

Wenn er will, kann er ab Mitte April dann zu 4DSL wecheln und noch die Handyflatrate kostenlos mitnehmen.

Schaun mer mal. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass Bestandskunden die Handyflat nicht kostenlos bekommen.

Wo ist also das Problem?

Dass ein Dumpingangebot wie 4dsl nichts taugen *kann*.

Tja, wenn du halt nicht richtig lesen kann, kann ich nix dafür.

Wo bitte hätte ich meine Lesekünste einsetzen sollen?

DSL3+ kann man auch ohne Festnetzflatrate für nur € 33,80 bekommen.

*Lach* Du vergleichst Tarife ohne Festnetzflat mit solchen mit Festnetzflat und kommst dann zu dem erstaunlichen Schluss, dass erstere billiger sind. Na dann... Ein T-Net-Anschluss ist drastisch billiger als Arcor All Inclusive, wusstest du das schon?

Von "Gefrickel" kann keine Rede sein. Scheinbar hast du noch nie VoIP im Dauereinsatz erlebt.

Dauereinsatz? Nicht mit mir. Eine Stunde VoIP (die war bei meinem DSL Plus Comfort anfangs inklusive) und die Erfahrungen meiner Freunde, die Kunden bei 1&1 und Freenet sind, haben mir gereicht um zu wissen, dass ich das nicht haben muss. Jedes Mal, wenn mich mein Freund (mit 1&1 Cityflat) anruft und ich sehe seine Festnetz- statt seiner VoIP-Nummer auf dem Display, weiß ich, dass der 1&1-VoIP-Server mal wieder down ist und seine Fritzbox das Gespräch deswegen ins Festnetz geroutet hat. Und das passiert mindestens einmal im Monat.

Gruß

niknuk
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[4.1.1] Mort antwortet auf niknuk
12.03.2007 15:35
Benutzer niknuk schrieb:
Ich bin Pragmatiker und daher ein Fan von Festnetzanschklüssen. Und da ich mehrere Nummern brauche, läuft das auf ISDN hinaus.

Ich "brauche" zwar nicht mehrere Nummern, aber praktisch sind sie durchaus manchmal. Allerdings haben VoIP-Anschlüsse auch ihre eigene Nummer. Wenn einem also 2 "Eingangsnummern" reichen, ist VoIP in der Hinsicht auch konkurrenzfähig.

Und ich kann telefonieren und *gleichzeitig* fullspeed up- und downloaden, ohne befürchten zu müssen, dass Telefongespräche zerhackstückt und/oder der Download ausgebremst wird.

Jepp, ein Vorteil, den ich immer wieder zu schätzen weiß. V.a., wenn ich bei Bekannten mal wieder die Schreie im Hintergrund höre... "Telefonierst du grad? Ich hab grad 'ne eBay-Auktion verloren, weil das Gebot wegen dir zu spät ankam"... :-D

Damit man ein vom Leistungsumfang mit dem Arcor-Angebot vergleichbares Paket hat. Und damit man einen zuverlässigen und stabilen Anschluss und kein VoIP-Gefrickel hat. Du solltest nur Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Nunja, aber wenn einem Fallobst für einen kleineren Preis auch gut genug ist, ist das natürlich auch OK...

Als ob man bei Arcor nie bei der Hotline anrufen müsste...
Schau dich im 1&1-Forum um, und dann schau dich in den Arcor-/T-Com-/Hansenet-Foren um. Und dann versuche die Hotlinekosten für 1&1 mit denen seiner Konkurrenten zu vergleichen.

Da ist aber wohl auch viel Glückssache dabei. Ich denke auch, dass sich die ganzen Anbieter da nicht viel nehmen. Außer vielleicht die Teled**f mit ihrem blöden Sprachcomputer. Bis man dem Ding klar gemacht hat, dass man einen "Mitarbeiter" haben will und den an die Leitung bekommt, hätte man sogar bei 9Live gewonnen... ;)

Aha. Man muss sich also den Wechselstress nach 2 Jahren schon wieder antun, nur damit man am Anfang der Vertragslaufzeit ein paar Euro spart.

Ach, das sind alle unter 30 (und knapp darüber) doch schon von den Handyverträgen gewohnt.

1&1 gibt keine Rabatte. Jedes "Geschenk" muss der Kunde fein säuberlich bezahlen. Und sei es mit seinen Nerven.

Das gilt für die Konkurrenten aber genauso.

Ich schaue nicht nach dem billigsten, sondern nach dem besten Anbieter.

Gibt's den? Ich hab eher den Eindruck, zumindest als Privatkunde hat man eher die Wahl zwischen Pest und Cholera. Bzw. "billiger Müll" und "überteuerter Müll". Und bei der Auswahl wundern sich noch welche über die "Geiz ist Geil"-Mentalität.
Arcor ist imho zwar ganz OK, aber wenn ich diverse Forenbeiträge lese auch weit davon entfernt "der beste Anbieter" zu sein.

>> Wo ist also das Problem?
Dass ein Dumpingangebot wie 4dsl nichts taugen *kann*.

Das wird sich zeigen.

Dauereinsatz? Nicht mit mir. Eine Stunde VoIP (die war bei meinem DSL Plus Comfort anfangs inklusive) und die Erfahrungen meiner Freunde, die Kunden bei 1&1 und Freenet sind, haben mir gereicht um zu wissen, dass ich das nicht haben muss.

Jepp, geht mir genauso. Nicht nur wegen der Serverausfälle (die scheinen ja nicht soo extrem häufig zu sein) sondern v.a. wegen der Sprachqualität. Bisher war die bei allen mir bekannten VoIP-Anbietern ähnlich miserablel wie Handy-Gespräche bei schlechtem Empfang und altem Gerät: Echos, "Roboterstimmen", komplette Tonausfälle, ...
Außerdem ist's auch ganz praktisch, nicht ständig ein Gerät mit externer Stromversorgung laufen lassen zu müssen. Ich kann auch bei Stromausfall kostenlos telefonieren.
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[5] vickycolle2006 antwortet auf niknuk
13.03.2007 06:22


Ein paar eckdaten für die "ewigen meckerer" unter euch.

1. das modernste telefonnetz der welt (geht euch mal in der praxis weltweit umschauen und dann seht ihr was ihr wirklich habt - das tk-paradies)

2. das am weitesten ausgebaute breitbandnetz der welt (kein land auf der welt hat mehr breitbandanschlüsse pro einwohner als deutschland)

3. die niedrigsten telefongebühren der welt (in keinem land der erde gibt es für den normalbürger so billige lokal, fern - und auslandsverbindungen wie in deutschland - in keinem !!)

Das sind die groben eckdaten, die sich ins detail aufsplitten lassen, aber das was die deutsche tk-landschaft ausmacht im überblick sehr gut darstellt.


Die einmalige regulierung in deutschland hat es möglich gemacht - ob es eine zufällige dummheit, oder langfristige strategische entscheidung, war vermag ich nicht zu beurteilen - aber die tatsächliche entwicklung gibt beiden varianten ihre berechtigung.

Und wenn ich nochmal einen von den "armleuchtern" lamentieren höre über die hohen telekompreise, werd ich persönlich intervenieren das ihm sein "hauptschulabschluss" wieder aberkannt wird.

Ich sage die begründung in einem einzige satz (obwohl schon 100fach im forum mitgeteilt):
Wenn diese hochregulierung für den ex-monopolisten nicht wäre und die DTAG, mit all ihren tochtergesellschaften, die preise nehmen könnte die sie wollte, würden sie den privaten telefonmarkt mit dumpingpreisen innerhalb von 2 jahren komplett kaputt machen - was automatisch zur konsequenz hätte das ihr in 3 jahren ein vielfaches von dem bezahlen würdet ... nur das es dann kein staatsmonopol mehr wäre, sondern ein marktmonopol.


Gruss
Vicky

(tk-beraterin, itl. staatsbürgerin, wahldeutsche mit
dt. pass und mex. ehemann)




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[5.1] 56kuser antwortet auf vickycolle2006
14.03.2007 01:11
Benutzer 1und1surfer schrieb:

Außerdem denke ich würde die T-Com kaum Dumpingpreise anbieten. Dazu ist sie viel zu geizig und...

Hallo lieber 1und1 Surfer,

du meinst sicherlich seriös oder? ;-)