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nicht genug


25.11.2006 18:17 - Gestartet von koelli
So ein Quatsch. Die Frage ist doch vielmehr, warum ein DECT-Gerät überhaupt strahlen muss, wenn damit gar nicht telefoniert wird! Technisch gesehen völlig unnötig. Wer braucht schon eine permanente Empfangsstärkenanzeige in einer normalen Wohnung?
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[1] klaussc antwortet auf koelli
25.11.2006 19:03
Benutzer koelli schrieb:
So ein Quatsch. Die Frage ist doch vielmehr, warum ein DECT-Gerät überhaupt strahlen muss, wenn damit gar nicht telefoniert wird! Technisch gesehen völlig unnötig. Wer braucht schon eine permanente Empfangsstärkenanzeige in einer normalen Wohnung?

Gibt es nicht bereits Geräte die den Sender abschalten?
Irgendwie hatte ich so etwas in Erinnerung...

Gruß
Klaus
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[1.1] xvader antwortet auf klaussc
25.11.2006 20:14
Das gibt es schon lange:

DECT Telefon ORCHID LR 108 (z. B. bei www.conrad.de).

Habe es selbst und bin wirklich gut damit zufrieden.

Gruß
xvader
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[2] GrößterNehmer antwortet auf koelli
25.11.2006 20:15
Benutzer koelli schrieb:
So ein Quatsch. Die Frage ist doch vielmehr, warum ein DECT-Gerät überhaupt strahlen muss, wenn damit gar nicht telefoniert wird! Technisch gesehen völlig unnötig. Wer braucht schon eine permanente Empfangsstärkenanzeige in einer normalen Wohnung?

Soweit ich mich erinnere hatte ich noch nie ein DECT-Telefon mit Empfangsstärkenanzeige. Es wird bei meinem Telefon lediglich angezeigt, ob eine Verbindung zu einer Basis besteht. Und dadrauf kann man ja auch nicht verzichten, denn sonst könnte man weder am Telefon noch an der Basis sehen, ob z.B. das Telefon außerhalb der Reichweite ist oder die Basis durch einen Fehler offline ist. Ich vermute, dass eine komplette Trennung bei DECT nicht spezifiziert ist. Wenn man das implementieren würde, wäre es dann nicht mit anderen DECT-Telefonen kompatibel. Man könnte zwar sicherlich Protokolle entwerfen, die die Dauer und Anzahl der Verbindungen reduzieren, aber ob die dann genauso zuverlässig und praktikabel sind, ist eine andere Frage.

Wenn das Telefon aber in der Basis steht, wäre es durchaus sinnvoll, wenn die Kommunikation dann kabelgebunden (bzw. über Berührkontakte) stattfindet.
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[2.1] telefon13 antwortet auf GrößterNehmer
26.11.2006 15:11

Soweit ich mich erinnere hatte ich noch nie ein DECT-Telefon mit Empfangsstärkenanzeige. Es wird bei meinem Telefon lediglich angezeigt, ob eine Verbindung zu einer Basis besteht. Und dadrauf kann man ja auch nicht verzichten, denn sonst könnte man weder am Telefon noch an der Basis sehen, ob z.B. das Telefon außerhalb der Reichweite ist oder die Basis durch einen Fehler offline ist. Ich vermute, dass eine komplette Trennung bei DECT nicht spezifiziert ist. Wenn man das implementieren würde, wäre es dann nicht mit anderen DECT-Telefonen kompatibel. Man könnte zwar sicherlich Protokolle entwerfen, die die Dauer und Anzahl der Verbindungen reduzieren, aber ob die dann genauso zuverlässig und praktikabel sind, ist eine andere Frage.

Wenn das Telefon aber in der Basis steht, wäre es durchaus sinnvoll, wenn die Kommunikation dann kabelgebunden (bzw. über Berührkontakte) stattfindet.
Hallo,
DECT Telefone mit Feldstärkeanzeige gibt es z.b von Siemens Gigaset 4000 Comfort,habe ich selbst in Benutzung.
Gruß
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[2.2] tricky antwortet auf GrößterNehmer
26.11.2006 18:11
Es wird bei meinem Telefon lediglich angezeigt, ob eine Verbindung zu einer Basis besteht. Und dadrauf kann man ja auch nicht verzichten, denn sonst könnte man weder am Telefon noch an der Basis sehen, ob z.B. das Telefon außerhalb der Reichweite ist oder die Basis durch einen Fehler offline ist.

Lösung: Wenn Du es wissen willst, drückst Du auf den Knopf "Verbindung testen" und das Mobilteil versucht aktiv eine Verbindung zur Basisstation aufzubauen. Dann siehst Du auch, ob Du ne Verbindung hast.

Das DECT Protokoll ist eigentlich totaler Schwachsinn. Ich frage mich eh, warum sich da noch keine Firma rangewagt hat ein besseres zu entwickeln. Es gibt doch genug Wohlhabende die ein paar Euro mehr für ein Strahlungsarmes Handy abdrücken würden.
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[2.2.1] GrößterNehmer antwortet auf tricky
26.11.2006 18:28
Lösung: Wenn Du es wissen willst, drückst Du auf den Knopf "Verbindung testen" und das Mobilteil versucht aktiv eine Verbindung zur Basisstation aufzubauen. Dann siehst Du auch, ob Du ne Verbindung hast.

Das wäre sicherlich eine Möglichkeit, aber ich persönlich möchte nicht ständig aktiv die Verbindung testen, wenn ich im Garten oder im Keller bin, sondern erwarte, dass mich das Gerät informiert, wenn ich außerhalb des Empfangsbereiches bin und eingehende Anrufe nicht mehr signalisiert werden. Und ich denke, das trifft auch auf die meisten Nutzer zu. Die Technik ist ja eigentlich dazu gedacht, einem das Leben leichter zu machen. Für einige Leute mit Strahlungsphobie wäre es sicher eine akzeptable Lösung, aber diese Leute wären dann wohl besser mit einer schnurgebundenen Lösung beraten.

Allerdings sehe ich es auch so, dass man die Strahlung (oder generell Strom-/Ressourc­enverschwendung) dort reduzieren sollte, wo es absolut überflüssig ist. Zum Beispiel, wenn das Gerät in der Basis steht, oder wenn neue Standards entwickelt werden, sollte dort schon ein Fokus auf Effizienz liegen.
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[2.2.1.1] oeder antwortet auf GrößterNehmer
28.11.2006 03:05
Also meiner Meinung nach diskutiert ihr doch alle um den heißen Brei herum, finde ich.

Man muss sich doch mal überlegen, -falls die Strahlung schädlich ist- unter welchen Bedingungen sie das ist bzw. wo die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass eine Strahlung dem Menschen gefährlich werden "könnte". Und dies ist doch wohl offensichtlich dann der Fall, wenn die Strahlung direkt am Kopf entsteht, also beim Telefonieren mit dem Mobilteil am Ohr. Die Energie verteilt sich ja mit jedem weiteren Zentimeter Entfernung zum Körper auf immer mehr Fläche. Und bei wenigen Zentimetern Entfernung sinkt doch die Belastung schon auf einen Bruchteil dessen. Wenn man jetzt irgendwo im Flur ne Basisstation stehen hat, und man im Wohnzimmer sitzt oder im Bett liegt, wo bitte ist denn dort noch eine Gefahr?? So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, gerade bei diesen Frequenzen, die ja durch jedes Hindernis schon erheblich gedämpft werden. Andere behaupten, hohe Frequenzen sind umstrittener, was die biologischen Einflüsse angeht. Es stehen teilweise mit freiem Blick wenige 100meter von Wohnsiedlungen entfernt Radiosender, die mit 500'000 Watt (eine halbe Million Watt) 24Stunden rund um die Uhr die Leute verstrahlen. Da regt sich niemand auf. Dort mußten speziell abgeschirmte Telefonkabel verlegt werden und dennoch können diese Leute nicht telefonieren, ohne dabei unfreiwillig Radio zu hören, und viele Geräte versagen den Dienst aufgrund der erhöten EMV-Bedingungen in Nachbarschaft des Radiosenders. Man muss sie mit Blechkisten abschirmen, damit keine Störungen auftreten. Und nun soll von einer DECT Basisstation die mit 0,25 Watt Pulsleistung (gemittelte 0,01 oder 0,02Watt) vor sich hin dümpelt im Hausgang eine Gefahr ausgehen? Das kann ich mir nicht ganz erklären.

Wenn man sich schon Gedanken macht über "strahlungsarme" Schnurlostelefone, dann doch bitte darüber, ob man während eines Telefonats die Leistung der Emfangsbedingungen zur Basisstation anpassen kann, so wie es im GSM-Mobilfunk ja nun auch gemacht wird. Dort wird bei nahegelegenen Basisstationen die Leistung auf das Nötigste runtergefahren. Zum Einen wird der Akku geschont und zum Anderen das Risiko minimiert, den Kopf unnötig hoher Strahlung auszusetzen.

Sinnvoll sind hier sicherlich Geräte mit einem Anschluss für Ohrstöpsel mit eingebautem Mikrofon (Headset). Da legt man das Schnurlostelefon irgendwo hin oder hält es in der Hand. Meineserachtens ließe sich so am meisten Risiko minimieren, wer das möchte. Man kann sich fragen, ob dies nun so praktisch ist, erst mit den Kabeln zu hantieren bei einem "Schurlosen". Ich denke ein kurzes Gespräch kann man auch ohne führen. und wenns länger dauert, steckt man halt das Ding rein, ist dann auch bequemer, finde ich.

Manche glauben auch, dass ein Schnurlostelefon auch bei Nichtbenutzung die ganze Zeit sendet. Das ist nicht so. Sonst wäre ein Akku ja auch nach kürzester Zeit leer. Nur die Basisstation! Und deren Aufstellungsort kann man auch variieren, man muss sie ja nicht unter das Kopfkissen stellen...

Und ein Handy als Festnetzersatz ist wird ja auch schon rege genutzt. Wer sehr viel telefoniert, muss das ja nicht unbedingt tun, es sei denn man nutzt Möglichkeiten, die Antenne anders zu platzieren (z.B. Headset usw.). Ein Mobiltelefon hat auch 10-20 mal mehr Leistung als DECT!
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[2.2.1.1.1] 0700 antwortet auf oeder
28.11.2006 03:20
Benutzer oeder schrieb:
Also meiner Meinung nach diskutiert ihr doch alle um den heißen Brei herum, finde ich.

Man muss sich doch mal überlegen, -falls die Strahlung schädlich ist- unter welchen Bedingungen sie das ist bzw. wo die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass eine Strahlung dem Menschen gefährlich werden "könnte". Und dies ist doch wohl offensichtlich dann der Fall, wenn die Strahlung direkt am Kopf entsteht, also beim Telefonieren mit dem Mobilteil am Ohr. Die Energie verteilt sich ja mit jedem weiteren Zentimeter Entfernung zum Körper auf immer mehr Fläche. Und bei wenigen Zentimetern Entfernung sinkt doch die Belastung schon auf einen Bruchteil dessen. Wenn man jetzt irgendwo im Flur ne Basisstation stehen hat, und man im Wohnzimmer sitzt oder im Bett liegt, wo bitte ist denn dort noch eine Gefahr?? So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, gerade bei diesen Frequenzen, die ja durch jedes Hindernis schon erheblich gedämpft werden. Andere behaupten, hohe Frequenzen sind umstrittener, was die biologischen Einflüsse angeht. Es stehen teilweise mit freiem Blick wenige 100meter von Wohnsiedlungen entfernt Radiosender, die mit 500'000 Watt (eine halbe Million Watt) 24Stunden rund um die Uhr die Leute verstrahlen. Da regt sich niemand auf. Dort mußten speziell abgeschirmte Telefonkabel verlegt werden und dennoch können diese Leute nicht telefonieren, ohne dabei unfreiwillig Radio zu hören, und viele Geräte versagen den Dienst aufgrund der erhöten EMV-Bedingungen in Nachbarschaft des Radiosenders. Man muss sie mit Blechkisten abschirmen, damit keine Störungen auftreten. Und nun soll von einer DECT Basisstation die mit 0,25 Watt Pulsleistung (gemittelte 0,01 oder 0,02Watt) vor sich hin dümpelt im Hausgang eine Gefahr ausgehen? Das kann ich mir nicht ganz erklären.

Wenn man sich schon Gedanken macht über "strahlungsarme" Schnurlostelefone, dann doch bitte darüber, ob man während eines Telefonats die Leistung der Emfangsbedingungen zur Basisstation anpassen kann, so wie es im GSM-Mobilfunk ja nun auch gemacht wird. Dort wird bei nahegelegenen Basisstationen die Leistung auf das Nötigste runtergefahren. Zum Einen wird der Akku geschont und zum Anderen das Risiko minimiert, den Kopf unnötig hoher Strahlung auszusetzen.

Sinnvoll sind hier sicherlich Geräte mit einem Anschluss für Ohrstöpsel mit eingebautem Mikrofon (Headset). Da legt man das Schnurlostelefon irgendwo hin oder hält es in der Hand. Meineserachtens ließe sich so am meisten Risiko minimieren, wer das möchte. Man kann sich fragen, ob dies nun so praktisch ist, erst mit den Kabeln zu hantieren bei einem "Schurlosen". Ich denke ein kurzes Gespräch kann man auch ohne führen. und wenns länger dauert, steckt man halt das Ding rein, ist dann auch bequemer, finde ich.

Manche glauben auch, dass ein Schnurlostelefon auch bei Nichtbenutzung die ganze Zeit sendet. Das ist nicht so. Sonst wäre ein Akku ja auch nach kürzester Zeit leer. Nur die Basisstation! Und deren Aufstellungsort kann man auch variieren, man muss sie ja nicht unter das Kopfkissen stellen...

Und ein Handy als Festnetzersatz ist wird ja auch schon rege genutzt. Wer sehr viel telefoniert, muss das ja nicht unbedingt tun, es sei denn man nutzt Möglichkeiten, die Antenne anders zu platzieren (z.B. Headset usw.). Ein Mobiltelefon hat auch 10-20 mal mehr Leistung als DECT!

Damit wäre fast alles gesagt.
Es bliebe nur noch der Verweis auf den eigentlichen Vorteil des Dect Telefons in Zeiten des Handys:
man kann mehrere Handhörer gleichzeitig an einer Basisstation betreiben und genau das ist der eigentliche Sinn und Zweck.
Was also soll ich mit einem Telefon, was beim Ablegen EINES Hörers in die Basisstation die Sendeleistung reduziert?
Leute, die eine kleine Wohnung haben, keinen Mobiltelefonempfang und keine weiteren Angehörigen, können die Basisstation auch unter einen Kochtopf legen. Dann brauchen sie sich keinen Schnickchnack zu kaufen.
Ansonsten ist es wie immer:
Das "Strahlengewissen" ist nichts anderes als schlechtes Gewissen in allen Lebenslagen.....:
" Ich fahre im Jahr 100.000 km mit dem Auto, da muß ich am Wochenende mal zum Einkaufen zu Fuß gehen", usw usw usw.
Dann ist es ziemlich egal, wie der Radio/Fernsehmast (natürlich nicht mit hochfrequenter, gepulster Strahlung) oder die Microwelle das Gehirn aufweichen!