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wie gehabt


04.05.2008 17:10 - Gestartet von voltaire
Lustig, dass gerade nach dem Scheitern von DMB jetzt u.a. dieser Standard wieder genannt wird. Das Positionspapier wird Papier bleiben und reiht sich nahtlos in Vorgängerpositionspapiere ein, in denen seit Jahren der Durchbruch für Digitalradio gefordert wird.
Tatsache bleibt, dass
- die Privaten in den letzten Jahren systematisch ausgestiegen sind mangels zu geringer Hörerzahlen
- die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Digitalaktivitäten weitgehend auf automatisierte Festplatten-Kost und Varianten bestehender Kanäle beschränken
- einer der Unterzeichner des Papiers, Radio Wilantis, in der Zwischenzeit mangels Finanzierbarkeit seinen Betrieb bereits eingestellt hat
- die öffentliche Förderung der Ausstrahlungen durch Privatsender seit den DVB-T-Beschlüssen aus Brüssel illusorisch ist
- die KEF gerade die Förderung der DAB-Projekte gestutzt hat, so dass trotz aller Positionspapiere die Fördergelder ohnehin nicht bereitstehen.
- selbst die theoretisch zugebilligten Sendeleistungen die Möglichkeiten von UKW bei weitem nicht erreichen können.
- es für Radiohörer derzeit keinen vernünftigen Grund gibt, nur einen Cent in neue digitale Radioempfänger zu investieren, zumal die propagierten Normen sich alle drei Monate wandeln (vorgestern DAB, gestern DRM+, kurzzeitig DMB, heute DAB+...)
- UKW weiterhin unschlagbar populär und für die allermeisten Hörer anscheinend auch vollkommen ausreichend ist
- im Zweifelsfall WLAN-Internetradios für alle Freaks eine Vielfalt ermöglichen, die auch noch so schöne Landesmedienanstalten nie werden bieten können.
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[1] 8 Grad O 50 Grad N antwortet auf voltaire
04.05.2008 19:41
"- UKW weiterhin unschlagbar populär und für die allermeisten Hörer anscheinend auch vollkommen ausreichend ist
- im Zweifelsfall WLAN-Internetradios für alle Freaks eine Vielfalt ermöglichen, die auch noch so schöne Landesmedienanstalten nie werden bieten können."
Genau so sieht es aus. Wer legt 2008 ff. bitte noch einen dreistelligen Betrag für einen Tonrundfunkempfänger auf den Tisch? Einmal im Autoradio, einmal im Radiowecker, einmal in der Küche, einmal in der Gartenlaube, einmal im Büro... Die spinnen doch! UKW ist lange gut für den Tonrundfunk und wenn man dort mal die ganzen Mehrfachversorgungen abbauen würde wäre Platz für 2-3 neue Programme und das sollte dann aber auch wirklich reichen. Mehr gibt der Markt eh nicht her und in 10-20 Jahren wird man eh die Möglichkeit haben, übers mobile Internet jederzeit und überall TAUSENDE von wirklich kreativen Radiosendern zu haben. Da brauche ich kein WDR 7 und auch kein FFH 4. Die wollen doch nur mehr Geld vom Gebührenzahler, das ist alles. Genug der Millionenverschwendung für "digitales Radio". Die sollen erstmal ihre überflüssigen Frequenzen im UKW Band anderen Anbietern zur Verfügung stellen.
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[2] lucky2029 antwortet auf voltaire
27.06.2008 13:49
Das sehe ich etwas anders...

Benutzer voltaire schrieb:
Lustig, dass gerade nach dem Scheitern von DMB jetzt u.a. dieser Standard wieder genannt wird. Das Positionspapier wird Papier bleiben und reiht sich nahtlos in Vorgängerpositionspapiere ein, in denen seit Jahren der Durchbruch für Digitalradio gefordert wird.
Leider wurde in der Vergangenheit viel Falsch gemacht...

Tatsache bleibt, dass
- die Privaten in den letzten Jahren systematisch ausgestiegen sind mangels zu geringer Hörerzahlen
Weil das Digitalradio von der Lobby tot geredet wurde und keiner das Geld für einen Empfänger ausgeben wollte. Zusätzlich gab es zu wenige Geräte im Angebot

- die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Digitalaktivitäten weitgehend auf automatisierte Festplatten-Kost und Varianten bestehender Kanäle beschränken
Sie sollten sich im allgemeine deutlich mehr einschränken, auch im UKW Bereich

- einer der Unterzeichner des Papiers, Radio Wilantis, in der Zwischenzeit mangels Finanzierbarkeit seinen Betrieb bereits eingestellt hat
- die öffentliche Förderung der Ausstrahlungen durch Privatsender seit den DVB-T-Beschlüssen aus Brüssel illusorisch ist
- die KEF gerade die Förderung der DAB-Projekte gestutzt hat, so dass trotz aller Positionspapiere die Fördergelder ohnehin nicht bereitstehen.
- selbst die theoretisch zugebilligten Sendeleistungen die Möglichkeiten von UKW bei weitem nicht erreichen können.
- es für Radiohörer derzeit keinen vernünftigen Grund gibt, nur einen Cent in neue digitale Radioempfänger zu investieren, zumal die propagierten Normen sich alle drei Monate wandeln (vorgestern DAB, gestern DRM+, kurzzeitig DMB, heute DAB+...)
dazu habe ich nichts zu sagen...

- UKW weiterhin unschlagbar populär und für die allermeisten Hörer anscheinend auch vollkommen ausreichend ist
Weil die Hörer die Vorteile des Digitalen Radios nicht kennen. Hier in NRW (dem angeblichen Medienland) gibt es im UKW Bereich keine Alternativen Angebote. Die Radiolandschaft ist zwischen dem WDR und einer großen Privaten Senderkette aufgeteilt. Weitere Sender haben mangels Kapazität keine Möglichkeit auch ihr Programm über UKW zu senden. Das Digitale Radio wäre eine Alternative mehr Sender Verfügbar zu machen. Der WDR wird daran kein Interesse haben, denn es ist doch toll jedes Jahr auf ein neues die sehr hohen Zuhörerzahlen als Erfolg zu verkaufen. Nur ohne Alternative ist das kein Wunder...

- im Zweifelsfall WLAN-Internetradios für alle Freaks eine Vielfalt ermöglichen, die auch noch so schöne Landesmedienanstalten nie werden bieten können.
Ich denke auch das Internetradios (ob über WLAN oder ggf sogar über die Mobilfunknetze) eine Zukunft haben. Wann gibt es endlich ein Autoradio mit eingebauter Simcard? Oder kennt jemand eine Adresse wo man soetwas bekommen kann?