Diskussionsforum
Menü

so drängt man DAB aus dem Markt


02.11.2006 09:34 - Gestartet von mungojerrie
Wenn es wirklich so kommen sollte, dass vorhandene und gleichzeitig relativ neue DAB Geräte nun unbrauchbar werden, dann dürfte dies womöglich das Ende von DAB bedeuten, noch bevor es richtig angefangen hat.

Wie vermittelt man einem Rundfunkteilnehmer, der seit Jahren (Jahrzehnten?) ein und den selben UKW Empfänger nutzt, dass er nun alle paar Jahre ein neues Radio braucht, um das "bessere" DAB nutzen zu können?

Das hat zudem schon ein bißchen den Anschein einer staatlich subventionierten Elektroschrottproduktion.

Mungojerrie
Menü
[1] soundchecker1 antwortet auf mungojerrie
02.11.2006 11:14
Ja !
Meins kommt dann auch in die Tonne !
Ich frag mich was soll der Mist ?
In England läufts doch auch wie S*** ?



Benutzer wesserbisser schrieb:
Hier kann ich nur zustimmen. Falls mein DAB-Radio in der Küche durch diesen Mist unbrauchbar wird, ist Digitalradio für mich dauerhaft gestorben.

Und noch eine kleine Anmerkung zu der Behauptung, neuere DAB-Empfänger lassen sich per Firmware aufrüsten: Blödsinn! Die DSPs in den Geräten haben gar nicht die Leistung, um AACplus zu dekodieren. Und eine Schnittstelle zum Firmwareupdate bieten sie auch nicht,

Benutzer mungojerrie schrieb:
Wenn es wirklich so kommen sollte, dass vorhandene und gleichzeitig relativ neue DAB Geräte nun unbrauchbar werden,
dann dürfte dies womöglich das Ende von DAB bedeuten, noch bevor es richtig angefangen hat.

Wie vermittelt man einem Rundfunkteilnehmer, der seit Jahren (Jahrzehnten?) ein und den selben UKW Empfänger nutzt, dass er nun alle paar Jahre ein neues Radio braucht, um das "bessere"
DAB nutzen zu können?

Das hat zudem schon ein bißchen den Anschein einer staatlich
subventionierten Elektroschrottproduktion.

Mungojerrie
Menü
[2] deadfish antwortet auf mungojerrie
02.11.2006 11:27
... ist Digitalradio für mich dauerhaft gestorben.

In Zukunft wird man wohl leider ein digitales Radio brauchen, da ja das analoge "Radio-Netz" bis 2010 (/2012) abgeschaltet wird.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Digitaler_Rundfunk­#Analogabschaltung]

Leider sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche normalen Radios schrottreif. Außerdem sind sich die Herren im Moment auch noch nicht einig, welcher Standard sich durchsetzen soll (DAB oder DRM/DRM+).

Schade, dass der größte Teil der Radio-Konsumenten darüber noch nicht Bescheid weiß...
Menü
[2.1] rotella antwortet auf deadfish
02.11.2006 12:56
Benutzer deadfish schrieb:
... ist Digitalradio für mich dauerhaft gestorben.

In Zukunft wird man wohl leider ein digitales Radio brauchen, da ja das analoge "Radio-Netz" bis 2010 (/2012) abgeschaltet wird.

Abwarten und Teetrinken. Dieser Beschluss war ein katastrophaler Fehler, der korrigiert werden wird.
Menü
[2.1.1] bholmer antwortet auf rotella
02.11.2006 17:09
Ich besitze seit 11 Monaten ein kleines Taschendigitalradio, das ich auf Grund der geringen Sendeleistung an meinem Wohnort nicht benutzen kann. Daher verwende ich es ehrer zum Test und aus technischem Interesse. Ich hoffe nicht, dass es den gleichen Weg gehen wird wie mein schöner Technisat DSR Receiver für das digitale Satelliten Radio. Den habe ich nämlich im letzten Jahr endlich in den Elektroschrottcontainer im Wertstoffhof geworfen obwohl fast nagelneu.
Mein Loewe D2-MAC Fernseher von 1992 hingegen läuft noch, da er auch analoges Kabel kann und eine Scart-Buchse hat.
Nur Schade um den Stromverbrauch des Digitalempfangsteils.

Und jetzt bei am Markt noch nicht mal etabliertem System schon ein wieder neuer Standard ?
So wird sich DAB nie durchsetzen.

Dass in 4-6 Jahren der analoge Rundfunk abgeschaltet wird, glaube ich im Leben nicht. 99 % aller Autos ohne Autoradio 99% aller Küchen ohne Küchenradio ? Den Politiker möchte ich sehen, der das durchsetzt ohne der Lynchjustiz zum Opfer zu fallen.

Ich rechne mit mindestens 10 Jahren Parallelbetrieb zu einem mit voller Leistung sendenden wie auch immer heißenden vom Angebot mindestens gleichwertigen Digitalstandard. Bei DVB-T sieht es anders aus, da dort die gleichen Frequenzen benutzt werden und das Angebot größer ist. Bei DAB ist es genau umgekehrt. DVB-T wird meist über Settopbox empfangen, während wohl niemand ein Vorschaltgerät an sein Küchenradio anschließen wird.

Außerdem hat sich damals am MArkt Astra Analog TV auch gegen das politisch verordnete D2-MAC durchgesetzt. (Man erinnere sich an das TV-Sat Projekt !)
Nach Deutschland senden 13 Jahr später die meisten analogen Astra-Satellitentransponder immer noch.
Menü
[2.1.1.1] sushiverweigerer antwortet auf bholmer
08.07.2007 17:32

Dass in 4-6 Jahren der analoge Rundfunk abgeschaltet wird, glaube ich im Leben nicht. 99 % aller Autos ohne Autoradio 99% aller Küchen ohne Küchenradio ? Den Politiker möchte ich sehen, der das durchsetzt ohne der Lynchjustiz zum Opfer zu fallen.

Das kann schon sein. war doch mit DVB-T genauso. Wer nur eine Hausantenne hatte und weder Kabel noch SAT-TV, musste sich wohl oder übel einen DVB-T-Receiver kaufen oder eben ohne Fernseher leben.

Allerdings waren die DVB-T-Receiver von Anfang an recht preiswert, während das digitale Radio recht teuer ist und ich glaube nicht, dass sich die Haushalte, wo heute oft ein halbes Dutzend und mehr Radiogeräte stehen, dann ab 2010 alle ein halbes Dutzend DAB+-Geräte kaufen werden, für jeweils 200 € oder mehr...
Menü
[2.1.1.1.1] WaldiShrek antwortet auf sushiverweigerer
26.11.2007 07:18
Benutzer sushiverweigerer schrieb:

Dass in 4-6 Jahren der analoge Rundfunk abgeschaltet wird, glaube ich im Leben nicht. 99 % aller Autos ohne Autoradio 99%
aller Küchen ohne Küchenradio ? Den Politiker möchte ich sehen,
der das durchsetzt ohne der Lynchjustiz zum Opfer zu fallen.

Das kann schon sein. war doch mit DVB-T genauso. Wer nur eine Hausantenne hatte und weder Kabel noch SAT-TV, musste sich wohl oder übel einen DVB-T-Receiver kaufen oder eben ohne Fernseher leben.

Allerdings waren die DVB-T-Receiver von Anfang an recht preiswert, während das digitale Radio recht teuer ist und ich glaube nicht, dass sich die Haushalte, wo heute oft ein halbes Dutzend und mehr Radiogeräte stehen, dann ab 2010 alle ein halbes Dutzend DAB+-Geräte kaufen werden, für jeweils 200 € oder mehr...

Tja, bei DVB-T war die Ausgangsposition doch sehr viel anders. Schau mal, wo FM-Radio empfangen wird - gerade Arbeitsplatz, grüne Wiese (Schrebergarten), und Auto. und vor allem - womit:
1. Autonomes, preiswertes Radio
2. HiFi-Anlage
3. DolbySourround-Anlage
4. Autoradio

Ich nehme an, daß die Geräte bei ausreichendem Markt relativ früh preiswerter werden (obwohl den Schleuderpreis derzeitiger FM-Radios erreichen sie nicht so schnell. Aber das betrifft doch nur Punkt 1.

2. Hier ist es der "Style-Faktor". Der zusätzliche Baustein muß sich in´s Gesamtbild einfügen oder gar vom gleichen Hersteller/gleiche Baureihe sein. Das wird sich nicht nur in Einzelfällen problematisch gestalten.

3. Hier wird der Platz unter/über dem Fernseher wieder mal knapper. Zum Sat-Empfänger und weiß Gott was für einer Set-Top-Box gesellt sich wieder ein Kasten. Vielleicht wird doch die Zeit eines Multimedia-PCs mit allen Zugangskanälen kommen, auf die ich sehnsüchtlich warte

4. Hier ist es am problematischsten, da die Autoradios heutzutage die Lebensdauer eines Autos teilen - und die beträgt nun mal über 10 Jahre. Speziell bei teuereren Autos gibt es spezielle Autoradios, die nicht durch andere Typen erstetzt werden können - z.T. mit Zusatzfunktionen wie Telefon, Navi - meist deutlich über der 1000€ Marke. Die lassen sich nicht von heute auf morgen ersetzen. Und vor allem sind die Ausrüster nicht so sehr innovativ, daß sie gleich morgen mit Digitalradios auftrumpfen. Da fand doch erst vor kurzem der Übergang von Kassete zu CD statt :).

Grüße

Waldemar
Menü
[2.1.1.1.1.1] d-dorfer antwortet auf WaldiShrek
23.01.2008 01:40
Benutzer WaldiShrek schrieb:
Benutzer sushiverweigerer schrieb:

Dass in 4-6 Jahren der analoge Rundfunk abgeschaltet wird, glaube ich im Leben nicht. 99 % aller Autos ohne Autoradio 99%
aller Küchen ohne Küchenradio ? Den Politiker möchte ich sehen,
der das durchsetzt ohne der Lynchjustiz zum Opfer zu fallen.

Das kann schon sein. war doch mit DVB-T genauso. Wer nur eine Hausantenne hatte und weder Kabel noch SAT-TV, musste sich wohl oder übel einen DVB-T-Receiver kaufen oder eben ohne Fernseher
leben.

Allerdings waren die DVB-T-Receiver von Anfang an recht preiswert, während das digitale Radio recht teuer ist und ich glaube nicht, dass sich die Haushalte, wo heute oft ein halbes Dutzend und mehr Radiogeräte stehen, dann ab 2010 alle ein halbes Dutzend DAB+-Geräte kaufen werden, für jeweils 200 € oder mehr...

Tja, bei DVB-T war die Ausgangsposition doch sehr viel anders. Schau mal, wo FM-Radio empfangen wird - gerade Arbeitsplatz, grüne Wiese (Schrebergarten), und Auto. und vor allem - womit:
1. Autonomes, preiswertes Radio
2. HiFi-Anlage
3. DolbySourround-Anlage
4. Autoradio

Ich nehme an, daß die Geräte bei ausreichendem Markt relativ früh preiswerter werden (obwohl den Schleuderpreis derzeitiger FM-Radios erreichen sie nicht so schnell. Aber das betrifft doch nur Punkt 1.

2. Hier ist es der "Style-Faktor". Der zusätzliche Baustein muß sich in´s Gesamtbild einfügen oder gar vom gleichen Hersteller/gleiche Baureihe sein. Das wird sich nicht nur in Einzelfällen problematisch gestalten.

3. Hier wird der Platz unter/über dem Fernseher wieder mal knapper. Zum Sat-Empfänger und weiß Gott was für einer Set-Top-Box gesellt sich wieder ein Kasten. Vielleicht wird doch die Zeit eines Multimedia-PCs mit allen Zugangskanälen kommen, auf die ich sehnsüchtlich warte

4. Hier ist es am problematischsten, da die Autoradios heutzutage die Lebensdauer eines Autos teilen - und die beträgt nun mal über 10 Jahre. Speziell bei teuereren Autos gibt es spezielle Autoradios, die nicht durch andere Typen erstetzt werden können - z.T. mit Zusatzfunktionen wie Telefon, Navi - meist deutlich über der 1000€ Marke. Die lassen sich nicht von heute auf morgen ersetzen. Und vor allem sind die Ausrüster nicht so sehr innovativ, daß sie gleich morgen mit Digitalradios auftrumpfen. Da fand doch erst vor kurzem der Übergang von Kassete zu CD statt :).

Grüße

Waldemar

zu 2. und 3.:
Hier geht es nur dann problemlos, wenn man sein Fernsehbild bereits mit einem DVB-S Receiver empfängt (eswerden auch reichlich Radiosender ausgestrahlt). Man braucht nur noch ein Chinchkabel zum Verstärker, wenn nicht sowieso schon angeschlossen.

zu 4.:

Dass hier seit etwa 8 bis 10 Jahren jeder Autohersteller sein eigens Süppchen kocht, ist bei den Zubehörpreisen ein übles Ärgernis, aber hinter so manchem Gerät verbirgt sich trotzdem ein DIN-Einschub. Leider bleibt dann oft das Problem der Konsolenverkleidung.

Gruß d-dorfer
Menü
[2.1.1.1.2] ger1294 antwortet auf sushiverweigerer
27.11.2007 15:57
Hallo,

der Unterschied ist aber, dass ein Fernseher immer einen Eingang hat, und i.d.R. ein Ortsfestes Gerät ist. d.h. hier kannst du auch ohne Probleme einen Receiver zwischenschalten

Der größte Teil der Radios ist aber gar nicht an eine Hausantennenanlage oder Kabelanschluss angeschlossen, sondern sind Radios mit integrierter Zimmerantenne, die keinen Audio- oder Antenneneingang haben !!!

Hinzu kommt der immense Mehrverbrauch an Strom durch diese ganzen Sch...-Receiver und das bei den Strompreisen, sicher nicht der Schritt in die richtige Richtung !

Bei Autoradios würde sich eine solche Umrüstung ebenfalls schwierig gestalten, da hier der Strom begrenzt ist und nur 12 V Spannung anliegt.
Menü
[3] 08-15Funkloch antwortet auf mungojerrie
26.11.2007 08:55
Benutzer mungojerrie schrieb:
Wenn es wirklich so kommen sollte, dass vorhandene und gleichzeitig relativ neue DAB Geräte nun unbrauchbar werden, dann dürfte dies womöglich das Ende von DAB bedeuten, noch bevor es richtig angefangen hat.
Wen soll man mit DAB auch locken können? Auf UKW empfange ich mehr Sender als mit DAB aktuell! In NRW wird für mich nicht brauchbare Programme in DAB ausgesendet!

Über UKW gibt es erstens die NRW Lokalradios (gut die höre ich nicht) aber auch SWR1, SWR3, SWR4RP, HR1 bis HR4 und noch 2 Campusradios die ich hier empfangen kann und das am Rande des Ruhrgebietes...

Ich bleibe bei meinem UKW Empfang. Übrigens es gibt auch noch DVB-T worüber man Radio senden kann. Die Niederländer machen das und das funktioniert recht gut. Ein Gerät ersetzt zwei alte (Radio +TV).