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Auch DVB-T ist ein Kandidat


22.01.2008 16:59 - Gestartet von chris-
Neben DAB+, HD Radio und DRM+ als Kandidaten für die Ablösung von UKW darf man vielleicht auch noch DVB-T erwähnen, das durchaus auch für Radio genutzt werden kann, siehe Großbritannien (dem Vorbild der Radio-Digitalisierung) und Belgien.

DVB-T hätte einen entscheidenden Vorteil: kein Henne-Ei-Problem. In deutschen Haushalten gibt es mehrere Millionen Empfangsgeräte, die mangels Hörfunkprogrammen zur Zeit natürlich nur zum Fernseh gucken eingesetzt werden (Ausnahme: Berlin).
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[1] koelli antwortet auf chris-
22.01.2008 17:23
Eben! Mit DVB-T hätte man TV und Radio in einem Gerät und müsste sich nicht noch ein extra DAB-Gerät kaufen (was anscheinend eh keiner macht).
In Berlin wird vorgemacht, dass TV und Radio via DVB-T funktioniert!
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[1.1] horst72 antwortet auf koelli
22.01.2008 17:48
Das löst aber niemals UKW ab, da DVB-T im Auto schlecht nutzbar ist
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[1.2] musikbox antwortet auf koelli
22.01.2008 17:49
Benutzer koelli schrieb:
Eben! Mit DVB-T hätte man TV und Radio in einem Gerät und müsste sich nicht noch ein extra DAB-Gerät kaufen (was anscheinend eh keiner macht).
In Berlin wird vorgemacht, dass TV und Radio via DVB-T funktioniert!

Als Ersatz für den Empfang z.B. in PKWs wird der Radioempfang via DVB-T aber keine geeignete Alternative sein. Wenn mich nicht alles täuscht, so verhindert dies die Austrahlungscharaktersitik der DVB-T Signale. Ein Experte darf mich gerne verbessern.
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[1.2.1] srupprecht antwortet auf musikbox
22.01.2008 18:53
Ein Tempolimit von 120km/h auf deut. Autobahnen sollte das Problem lösen ;)
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[2] 08-15Funkloch antwortet auf chris-
22.01.2008 20:58
Benutzer chris- schrieb:
Neben DAB+, HD Radio und DRM+ als Kandidaten für die Ablösung von UKW darf man vielleicht auch noch DVB-T erwähnen, das durchaus auch für Radio genutzt werden kann, siehe Großbritannien (dem Vorbild der Radio-Digitalisierung) und Belgien.
Ein weiteres Vorbild sind die Niederlande, auch da wird Radio via DVB-T verbreitet, in der öffentlich rechtlichen Digitenne Gruppe finden sich neben den 4 TV Sendern noch 9 Radiosender. Bei den privaten digitenne Gruppen findet man auch viele Radiosendern nur sind die wie die TV Sender verschlüßelt.

In NRW könnte ich mir nur die ö.r. Radiosender auf DVB-T vorstellen. Denn eine private Landeskette wie in anderen Bundesländern haben wir ja nicht wirklich :(


In deutschen Haushalten gibt es mehrere Millionen Empfangsgeräte, die mangels Hörfunkprogrammen zur Zeit natürlich nur zum Fernseh gucken eingesetzt werden (Ausnahme: Berlin).
Wobei es sich in Berlin auch nur um einen "Versuchsbetrieb" handelt so steht es in einer Fussnote bei der GARV. Wobei ich mich frage was will man da groß Versuchen? Eventuell wie das bei den leuten ankommt?

Ansonsten darf man noch den nördlichen Niederrhein,kleine Teile des Ruhrgebietes, Teile der Region Aachen und Teile der Eifel als "Radiozone" auflisten. Hier funktioniert mindestens eine DVB-T Gruppen aus BeNeLux.

Wer in der Nähe zu einem Nachbarland wohnt kann immer versuchen DVB-T von da zu empfangen, das reicht oft viel weiter nach Deutschland rein als man denkt :) Hilfreich ist dafür die Seite ukwtv.de welche eine Übersicht über analoge oder DVB-T Sender einiger Nachbarländer gibt.

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[2.1] chris- antwortet auf 08-15Funkloch
22.01.2008 22:48
Benutzer 08-15Funkloch schrieb:
In NRW könnte ich mir nur die ö.r. Radiosender auf DVB-T vorstellen.
Das wären aber auch schon bis zu 12 Programme und je nach Standort bis zum Doppelten von dem, was gut über UKW zu empfangen ist:
Deutschlandfunk, Deutschlandradio und bis zu 10 vom WDR (1Live, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5, Funkhaus Europa, 1Live diggi, 1Live Kunst, WDR 2 Klassik, Kiraka).

Bei der DVB-T-Fernsehübertragung waren der WDR und die anderen ARD-Anstalten zu meiner Verblüffung bereit, drei "fremde" 3. Programme im eigenen Sendegebiet mit zu übertragen. Wenn man beim Hörfunk ähnlich "großzügig" handelte und interessante Programme der anderen ARD-Anstalten mit übertrüge, käme schnell ein interessantes Bouquet von 20 oder mehr Programmen zusammen: Nachrichtenprogramme wie B5 oder HR-Info wären für NRW ebenso interessant wie B4 Klassik oder Radio eins vom rbb.

Für Sender wie den SWR könnte die DVB-T-Hörfunkübertragung sogar noch interessanter sein, um für 3 der 6 Radioprogramme kleinere (SWR2) oder größere (Das Ding, cont.ra) Lücken in der UKW-Versorgung zu schließen.
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[2.1.1] chrispiac antwortet auf chris-
23.01.2008 12:03
Benutzer chris- schrieb:

Das wären aber auch schon bis zu 12 Programme und je nach Standort bis zum Doppelten von dem, was gut über UKW zu empfangen ist:
Deutschlandfunk, Deutschlandradio und bis zu 10 vom WDR (1Live, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5, Funkhaus Europa, 1Live diggi, 1Live Kunst, WDR 2 Klassik, Kiraka).

Das ist aber kein Problem, da durch die Gleichwellennetze Frequenzen frei geworden sind. Es ließe sich also ohne größere Probleme eine weitere Frequenz nur für Radio oder Sonder- und Datendienste nutzen (wie DVB-H)

Bei der DVB-T-Fernsehübertragung waren der WDR und die anderen ARD-Anstalten zu meiner Verblüffung bereit, drei "fremde" 3. Programme im eigenen Sendegebiet mit zu übertragen. Wenn man beim Hörfunk ähnlich "großzügig" handelte und interessante Programme der anderen ARD-Anstalten mit übertrüge, käme schnell ein interessantes Bouquet von 20 oder mehr Programmen zusammen: Nachrichtenprogramme wie B5 oder HR-Info wären für NRW ebenso interessant wie B4 Klassik oder Radio eins vom rbb.

Die „fremden“ 3. Programme gelten in den Randbereichen von NRW als Ortsüblich (außer mdr, ich verstehe nicht warum dieser dem hr vorgezogen wurde). Da die Frequenzen in der Regel für die verschiedenen WDR-Regional Sendungen gebraucht werden (von 19.30 bis 19.59 Uhr) ist es doch nur kundenfreundlich, wenn in der restlichen Zeit andere dritte ausgestrahlt werden. Schließlich hängt der Erfolg von DVB-T davon ab, wie gut er von den Zuschauern angenommen wird und mehr Programme sind dem Zuspruch eher förderlich.

Im übrigen gibt es über Satellit(Astra 19,2° Ost), alle Radioprogramme der öffentlich-rechtlichen digital über einen Transponder.


Für Sender wie den SWR könnte die DVB-T-Hörfunkübertragung sogar noch interessanter sein, um für 3 der 6 Radioprogramme kleinere (SWR2) oder größere (Das Ding, cont.ra) Lücken in der UKW-Versorgung zu schließen.

Na ja, das DVB-T Netz in Rheinland-Pfalz ist noch sehr löchrig, ich sehe das aber auch eher als eine Chance als DAB. DAB macht mit der bisherigen Sendeleistung für den Hausempfang keinen Sinn. Wenn ich aber sowieso ein DVB-T Empfänger im Wohnzimmer stehen habe und diesen mit der Stereoanlage verbunden ist, ist Radio ein schöner Zusatznutzen und es gibt bereits sehr viel mehr DVB-T Empfänger als DMB-Empfänger in Deutschland. Mein Vorschlag wäre, die DMB-Frequenzen für Handy-TV und ähnliches freizugeben (Pay-Handy-TV/Radio) und über DVB-H eine freie Alternative aufzubauen (mal sehen, was sich durchsetzt).
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[3] Christian Kramer antwortet auf chris-
23.01.2008 16:51
Benutzer chris- schrieb:
Neben DAB+, HD Radio und DRM+ als Kandidaten für die Ablösung von UKW darf man vielleicht auch noch DVB-T erwähnen, das durchaus auch für Radio genutzt werden kann, siehe Großbritannien (dem Vorbild der Radio-Digitalisierung) und Belgien.

Aber gerade Großbritannien setzt auch auf DAB.
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[3.1] Vor allem...
Wei. antwortet auf Christian Kramer
23.01.2008 18:39
...kann man nicht davon ausgehen, daß sich der vielzitierte "Otto-Normal-Verbraucher" ständig mit neuen Normen und Systemen auseinandersetzen will, so wie wir, die wir hier im Forum posten!

DVB-S ist in der Lage, ganz Deutschland für den stationären Empfang einheitlich breitbandig mit Fernseh- und Hörrundfunkprogrammen in absolut ausreichender Zahl zu versorgen, das bezahlen wir (leider per GEZ) als Gebührenzahler bereits jetzt und es ist mit einem Empfänger ab 30 Euro sofort verfügbar.

Was fehlt, ist die Alternative für den mobilen Empfang.
Die muß a) flächendeckend lückenlos und b) mit einem Gerät zu empfangen sein und zwar mit Sicherheit mindestens für so viele Jahre, bis sich der Empfänger bezahlt gemacht hat!

Was diese mobile Alternative jedoch NICHT bieten muß, ist eine ebenso große Programmvielfalt wie stationär und es sind auch keine sog. "Mehrwertdienste und -programme", der Konsument will in erster Linie das bekannte Angebot abgebildet sehen, nämlich sein geliebtes und bekanntes Programm hören bzw. sehen!
Und wenn man das sicherstellen will, ist nicht die Kapazität da, mobil Unmengen von Programmen anzubieten, auch vor dem Hintergrund künftiger noch höherer erforderlicher Bandbreiten für HD-Empfang.
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[4] Hat jemand ein DVB-T Handy?
SpeedyGo antwortet auf chris-
28.06.2009 23:51
Hat denn schon mal jemand Erfahrung damit? Ich spielte kürzlich genau mit diesem Gedanken. Mir das LG-DVB-T-Handy anzuschaffen um damit in Berlin in Digitalqualität Radio hören zu können. Die Handys gab es bei Media Markt schon für 99 Euro von der Palette.

Handy:
https://www.teltarif.de/h/lg/hb620t/

100 Euro ist zwar etwas teuer für ein Radio, aber immerhin kann ich damit noch Fernsehen und telefonieren.

Hat jemand damit Erfahrungen?

Offtopic zu diesem Handy: Wie sieht es mit Videotext aus? Immerhin gibt es dort sehr aktuelle Börsenkurse (N-TV) oder regionale Wetterinformationen (z.B. RBB für Berlin). Kann ich mit dem Handy solche Daten auf eine Art Schnellzugriff legen?
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[4.1] Kai Petzke antwortet auf SpeedyGo
29.06.2009 12:51
Benutzer SpeedyGo schrieb:
Hat denn schon mal jemand Erfahrung damit?

Siehe unseren Testbericht und das Forum dazu:
https://www.teltarif.de/arch/2008/kw21/...


Kai
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[4.2] fanlog antwortet auf SpeedyGo
04.07.2009 09:02

3x geändert, zuletzt am 04.07.2009 10:46
Hallo SpeedyGo,

habe mir das LG HB 620 bei der letzten MediaMarkt Eröffnung für 69,-- Euro besorgt, würde aber auch 100,-- dafür zahlen.
Der DVB-T TV Empfang ist ordentlich, das Bild, natürlich klein, gestochen scharf. Der Ton ist für TV ok, für mp3 mit den beiligenden Kopfhörern für mich nicht aktzeptabel, leider eigener Stecker (ich habe aber bei Amazon schon Hörer mit Zwischenstecker Klinke gesehen, dann könnte man normale Hörer vermutlich anstecken). Videotext ist nicht.
Die Spieldauer beträgt ca. 2 Std. dann ist der Akku leer. Kopfhörer und Netzteil gehen nur abwechselnd. Der eingebaute Lautsprecher reicht aber für TV. Unverständlicherweise ist ein DVB Empfang nur möglich wenn ein Handy-Empfang besteht. DVB Radio gibts bei uns leider nicht.
Ich habe bisher keine Spiele speziell für das Handy gefunden, Opera geht aber problemlos. Da es keinen Joystick hat ist es auch nicht so toll für Spiele geeignet.
Foto geht nur bei sehr hellem Tageslicht, sonst kannst Du die Bilder vergessen.
Im standby und bei kurzen Telefonaten geht das Handy viele Tage. Wenn man es aber mehrmals am Tag nutzt, dann muss man es täglich aufladen. Da hat mein altes Sony K700i wesentlich länger gearbeitet.
Mich begeistert die einfache Bedienung (große Tasten).

Grüße
fanlog

P.S. Nervig ist die Datenübertragung mit dem beiligenden Kabel vom PC. Funktioniert sehr unzuverlässig. Update der Software gibt es nicht. Habe noch keine Lösung gefunden, außer über microSD Karte an Multicardreader. Muss man halt immer den Akku ausbauen...Da ich wegen des Klangs sowieso meinen alten mp3-Player weiternutze für mich kein großes Problem.

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[4.2.1] paeffgen antwortet auf fanlog
04.07.2009 12:08
Benutzer fanlog schrieb:
Hallo SpeedyGo,

(...)

P.S. Nervig ist die Datenübertragung mit dem beiligenden Kabel vom PC. Funktioniert sehr unzuverlässig. Update der Software gibt es nicht. Habe noch keine Lösung gefunden, außer über microSD Karte an Multicardreader. Muss man halt immer den Akku ausbauen...Da ich wegen des Klangs sowieso meinen alten mp3-Player weiternutze für mich kein großes Problem.

Kann ich alles nur bestätigen und ergänzen: Die Datenübertragung via Bluetooth funktioniert zwischen Handy und meinem Mac ohne Probleme.