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Betrieb oder Netz ?


27.02.2007 13:04 - Gestartet von nosscirE ynoS
Benutzer wesserbisser schrieb:
Ich las was von 1,5 Mrd. Euro - das klingt eher danach, als wenn sie das Netz verkauft haben.


Das Netz ist ein wenig mehr wert als 1,5 Mrd. € das Netz wurde nicht verkauft, nur bauen jetzt keine Eplus Techniker mehr die Sender sondern Mitarbeiter von Alcatel!
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[] kamischke antwortet auf
27.02.2007 16:14
Benutzer wesserbisser schrieb:
Ich las was von 1,5 Mrd. Euro - das klingt eher danach, als wenn sie das Netz verkauft haben.

"Aus E-Plus-Insiderkreisen würde es heißen, dass das Unternehmen sich durch die Ausgliederung eine jährliche Kostenersparnis von gut 20 Prozent erhofft.

Die Sendeanlagen und die Grundstücke der Funkmasten verbleiben im Eigentum von E-Plus, dieses würde auch die vom Bund vergebene Funklizenz verlangen, so die FTD. Die Vereinbarung läuft zunächst über drei Jahre. Laut FTD schätzen Experten den Wert auf etwa 1,5 Mrd. Euro."

3 Jahresvertrag in Höhe von 1,5 Mrd.€ macht jährlich also 500 Mio.€ an Kosten für E-Plus.
Demnach betrugen die bisherigen Kosten jährlich etwa 625 Mio.€. Bei 20 Prozent Ersparnis beträgt der Effekt der Auslagerung etwa 125 Mio.€ jährlich.

Ob die anderen Netzbetreiber auch auslagern werden wird erst die Zukunft zeigen.
Bislang denken sie nur daran, genauso wie E-Plus seit über einem Jahr an HSDPA denkt.

"Andere Netzbetreiber in Deutschland zögern noch, den Betrieb ihrer Netze in fremde Hände zu geben. Gegen eine Auslagerung sprechen in ihren Augen die höhere Netzqualität durch einen Eigenbetrieb. Laut Dirks seien Kunden aber nicht bereit, für diese Qualität zu zahlen. Dies zeige auch der Erfolg der sogenannten Discountmarken Simyo und Base von E-Plus."

Ich denke hier irrt Herr Dirks gewaltig, aber welche Aussage kann man auch von einem Netzbetreiber erwarten, der bekanntermaßen mit der Netzqualität zuletzt selbst Probleme offen einräumen mußte und nun auslagert.

Gruß Kamischke

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[1] t.marion antwortet auf kamischke
27.02.2007 21:34
Ich halte es für einen großen Fehler seine Technik ab zu geben.
Ich bezweifle auch, daß damit wirklich Geld eingespart wird. Denn es ist jetzt noch einer dabei der Geld verdienen möchte.
Es wird auf jeden Fall auf kosten der Qualität gehen.
Die Zeit wird es zeigen ich bin aber davon überzeugt das EPlus jetzt noch schlechter wird ! Ist ja schon fast nicht mehr möglich!! EPlus ist halt nur noch billig !
Ich hoffe nur das die drei anderen nicht genau so abrutschen.
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[1.1] tcsmoers antwortet auf t.marion
27.02.2007 21:48
Benutzer t.marion schrieb:
Ich halte es für einen großen Fehler seine Technik ab zu geben. Ich bezweifle auch, daß damit wirklich Geld eingespart wird. Denn es ist jetzt noch einer dabei der Geld verdienen möchte. Es wird auf jeden Fall auf kosten der Qualität gehen. Die Zeit wird es zeigen ich bin aber davon überzeugt das EPlus jetzt noch schlechter wird ! Ist ja schon fast nicht mehr möglich!! EPlus ist halt nur noch billig !
Ich hoffe nur das die drei anderen nicht genau so abrutschen.

So ähnlich sehe ich es auch.

peso
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[1.2] x_chlopak antwortet auf t.marion
28.02.2007 10:27
ich habe E-plus schon seit Jahren und bis jetzt hatte ich keine große Probleme gehabt.Also das GSM-Netz von E-plus finde ich ok. Wenn ich möchte kann ich telefonieren und in diesen 4 Jahren kann ich mich nicht daran erinnern, oft Netzprobleme gehabt zu haben. Habe auch ein Vodafonevertrag und sehe kein Unterschied bei Gesprächen und auch nicht wirklich bei Netzabdeckung, obwohl die von vodafone schon besser ist....aber trotzdem nicht soviel besser, dass es diese Preise erklären könnte. Vodafone ist super teuer...

ich würde es begrüssen, wenn mal endlich auch vodafone und t-mobile ihre preise nach unten korrigiren würden....0.59 cent pro Minute für ein Gespräch ist doch glaube ich nicht zeitgemäß, oder??
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[2] Einsparungseffekte noch geringer
kamischke antwortet auf kamischke
28.02.2007 12:29
Benutzer kamischke schrieb:
Benutzer wesserbisser schrieb:
Ich las was von 1,5 Mrd. Euro - das klingt eher danach, als wenn sie das Netz verkauft haben.

"Aus E-Plus-Insiderkreisen würde es heißen, dass das Unternehmen sich durch die Ausgliederung eine jährliche Kostenersparnis von gut 20 Prozent erhofft.

Die Sendeanlagen und die Grundstücke der Funkmasten verbleiben im Eigentum von E-Plus, dieses würde auch die vom Bund vergebene Funklizenz verlangen, so die FTD. Die Vereinbarung läuft zunächst über drei Jahre. Laut FTD schätzen Experten den Wert auf etwa 1,5 Mrd. Euro."

3 Jahresvertrag in Höhe von 1,5 Mrd.€ macht jährlich also 500 Mio.€ an Kosten für E-Plus.
Demnach betrugen die bisherigen Kosten jährlich etwa 625 Mio.€. Bei 20 Prozent Ersparnis beträgt der Effekt der Auslagerung etwa 125 Mio.€ jährlich.

Ob die anderen Netzbetreiber auch auslagern werden wird erst die Zukunft zeigen.
Bislang denken sie nur daran, genauso wie E-Plus seit über einem Jahr an HSDPA denkt.

"Andere Netzbetreiber in Deutschland zögern noch, den Betrieb ihrer Netze in fremde Hände zu geben. Gegen eine Auslagerung sprechen in ihren Augen die höhere Netzqualität durch einen Eigenbetrieb. Laut Dirks seien Kunden aber nicht bereit, für diese Qualität zu zahlen. Dies zeige auch der Erfolg der sogenannten Discountmarken Simyo und Base von E-Plus."

Ich denke hier irrt Herr Dirks gewaltig, aber welche Aussage kann man auch von einem Netzbetreiber erwarten, der bekanntermaßen mit der Netzqualität zuletzt selbst Probleme offen einräumen mußte und nun auslagert.

Gruß Kamischke


Wie ich heute in der FAZ lesen mußte, sind die Einspareffekte bei E-Plus doch wesentlich geringer als von mir oben exemplarisch angedeutet wurde.

http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E52906
B3650B94CD58FB675­DE26C7D86C­~ATpl~Ecom­mon~Scontent.html

"Experten erwarten von einem solchen Schritt eine mittelfristige Senkung der Netzkosten um rund 20 Prozent“, sagte Dirks weiter - ohne aber einen konkreten Betrag zu nennen.
In Unternehmenskreisen wird allerdings von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag gesprochen, den die Düsseldorfer E-Plus durch die Auslagerung sparen kann."

Laut E-Plus Chef Dirks plant man auch einen weiteren Ausbau des Netzes:

"Wir wollen im Jahr 2007 und in den folgenden Jahren jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro in den Ausbau des Netzes investieren."

"Eine der wichtigsten Aufgaben von Alcatel-Lucent wird es nach Angaben von Dirks sein, die Netzkapazität schnell auszubauen, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Auch auf Grund des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens im E-Plus-Netz nach der Einführung des Discounttarifs von Simyo und des Pauschalpreises von Base sei es am Ende des vergangenen Jahres zu Schwierigkeiten im Netz gekommen.

So habe sich die Zahl der übertragenen Minuten seit Mitte 2005 bis heute verdoppelt, sagte Dirks. Zudem seien technische Umstellungen und der Einbau neuer Technik für die Schwierigkeiten zuständig gewesen. „Das wird uns noch bis zum zweiten Quartal beschäftigen. Dann aber sollen die Probleme behoben sein“, sagt der E-Plus-Chef."

Bis zum zweiten Quartal ist demnach noch mit leichten Beeinträchtigungen im E-Plus Netz zu rechnen.
Ab dann wird alles besser.

Gruß Kamischke
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[3] Keine Netz-Auslagerung bei O2 und Vodafone
kamischke antwortet auf kamischke
02.03.2007 14:54
Benutzer kamischke schrieb:
Benutzer wesserbisser schrieb:
Ich las was von 1,5 Mrd. Euro - das klingt eher danach, als wenn sie das Netz verkauft haben.

"Aus E-Plus-Insiderkreisen würde es heißen, dass das Unternehmen sich durch die Ausgliederung eine jährliche Kostenersparnis von gut 20 Prozent erhofft.

Die Sendeanlagen und die Grundstücke der Funkmasten verbleiben im Eigentum von E-Plus, dieses würde auch die vom Bund vergebene Funklizenz verlangen, so die FTD. Die Vereinbarung läuft zunächst über drei Jahre. Laut FTD schätzen Experten den Wert auf etwa 1,5 Mrd. Euro."

3 Jahresvertrag in Höhe von 1,5 Mrd.€ macht jährlich also 500 Mio.€ an Kosten für E-Plus.
Demnach betrugen die bisherigen Kosten jährlich etwa 625 Mio.€. Bei 20 Prozent Ersparnis beträgt der Effekt der Auslagerung etwa 125 Mio.€ jährlich.

Ob die anderen Netzbetreiber auch auslagern werden wird erst die Zukunft zeigen.
Bislang denken sie nur daran, genauso wie E-Plus seit über einem Jahr an HSDPA denkt.

"Andere Netzbetreiber in Deutschland zögern noch, den Betrieb ihrer Netze in fremde Hände zu geben. Gegen eine Auslagerung sprechen in ihren Augen die höhere Netzqualität durch einen Eigenbetrieb. Laut Dirks seien Kunden aber nicht bereit, für diese Qualität zu zahlen. Dies zeige auch der Erfolg der sogenannten Discountmarken Simyo und Base von E-Plus."

Ich denke hier irrt Herr Dirks gewaltig, aber welche Aussage kann man auch von einem Netzbetreiber erwarten, der bekanntermaßen mit der Netzqualität zuletzt selbst Probleme offen einräumen mußte und nun auslagert.

Gruß Kamischke

Statement von Vodafone-Chef Joussen von heute:

"Auch den Zehn-Cent-Tarif vom Konkurrenten E-Plus hält der Vodafone-Chef nicht für erfolgversprechend. "Wenn Sie kein gutes Netz und keinen guten Service bieten, dann müssen Sie mit dem Preis spielen", sagte Joussen. "Das ist die Strategie, die E-Plus fährt, das ist nicht Vodafone. Ich glaube auch, sie werden mit ihrem Zehn-Cent-Tarif nicht erfolgreich Kunden aus dem Festnetz abwerben." Dafür sei der Tarif einfach viel zu teuer. "Für Mobilfunk ist das ein ordentliches Angebot, für das Festnetz aber völlig ungeeignet."

Auch eine Auslagerung des Netzes, wie E-Plus es gerade getan hat, schließt Joussen für sein Unternehmen aus. "Für Vodafone ist das derzeit kein Thema", sagte er. "

http://de.internet.com/index.php?id=2048138


Statement O2-Chef Rudolf Gröger von gestern:

"Im Gegensatz zu E-Plus hat O2 keine Pläne, den Betrieb seines Netzes auszulagern. "Ich habe da auch ein hohes Maß an Vorbehalten", sagte Gröger. Ihm sei nicht klar, warum ein anderer ohne Erfahrung dies besser machen könne als O2 selbst. E-Plus hatte in der vergangenen Woche angekündigt, als erster deutscher Mobilfunkanbieter den Betrieb seines Netzes an den Ausrüster Alcatel-Lucent auszulagern."

http://www.heise.de/newsticker/meldung/86067

Gruß Kamischke
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[3.1] mattes007 antwortet auf kamischke
11.09.2007 12:56
Ich bin seit 7 Jahren e-Plus Kunde und telefoniere inzwischen 7-15Std./Monat (kein Base Kunde).
Die Sprachqualität ist über jeden Zweifel erhaben (nicht wie bei Vodafone/T-Mobile) und kann mich auch sonst über keine Verbindungsabbrüche etc. beklagen.

Die Indoor-Versorgung ist auch viel besser geworden und kann jetzt ohne Probleme auch im Haus telefonieren.

Ist ja auch logisch, wieso Vodafone mit der Qualität argumentiert...mit etwas anderes können sie auch nicht argumentieren :).
Früher haben sie den Kunden gesagt "Nehmt das Netz welche die meisten Ihrer Freunde/Bekannte haben, denn das ist günstiger" und heute eben die Qualität.
(Anmerkung: Damals konnte man mit E-Plus schon günstiger zu andere Netze telefonieren als intern in den jeweiligen Netzen ;-) )

D-Netz Frequenzen wurden auch schon gekauft und Datendienste werden in Zukunft auch mehr ausgebaut.


E-Plus macht es richtig: Sie warten bis der Markt dafür reif ist. Datendienste braucht privat kaum ein Mensch (kleines Display, kaum interessanter Kontent)...und geschäftlich nutzen es im Vergleich zu Maße die wenigsten.

E-Plus ist billig,
aber auch sehr gut.