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Freifunk Argumentation?


19.05.2010 16:51 - Gestartet von trzuno
Die Vertreter des Freifunk argumentieren da ziemlich merkwürdig...

Darüber hinaus kritisiert die Organisation die Darstellung, dass es zwischen anonymem Surfen im Internet und der Erleichterung von Urheberrechts- verletzungen einen direkten Zusammenhang gebe.

Kein Zusammenhang?

Da man Abmahnungen befürchten muss wenn man Dateien offen tauscht, versuchten die Tauschbörsennutzer das doch wohl möglichst anonym und nicht rückverfolgbar zu machen.
Die Nutzung eines ungesichterten WLANs ist da das einfachste, weil es den Filesharer eh nicht kümmert, ob der Eigentümer des WLANs dann "Besuch" erhält.

Die aktuelle technische Struktur (NAT) fasse mehrere Nutzer unter derselben IP zusammen. Im Fall von deutschen Mobilfunknetzen gelte das sogar für tausende von registrierten Benutzern. Eine Zugangskontrolle gewährleiste daher keine hundertprozentig sichere Nutzerzuordnung und ein Anmeldeprozess sei eine technische Hürde ohne Vorteil für die Strafverfolgung.

Wenn man technisch genau Protokoll führt, wer sich einloggt und mit welcher internen IP/MAC zu welchem Zeitpunkt am NAT System mit welcher öffentlichen IP+Port Daten tauscht, dann kann man schon äusserst genau die Nutzer zuordnen. Mit entsprechendem Verschlüsselungs- und Identifizierungsverfahren usw. kann man das sogar extrem genau machen, so daß schon jemand direkt auf einen Rechner zugreifen müsste, um für das Netz dessen Identität anzunehmen.

Den Aufwand will natürlich keiner treiben, nur um ein paar anderen Leuten seinen Internetzugang im Rahmen eines Freifunk Netzes kostenlos zu überlassen.

Zu guter Letzt erwähnt freifunk Techniken der Identitätsverschleierung wie TOR und VPN, mit denen eine Nutzer-Zuordnung ohnehin kaum noch möglich ist.

TOR ist für Filesharing großer Datenmengen wohl kaum geeignet.
Und VPN Lösungen kosten etwas wenn sie leistungsfähig sind und sie sind genauso sicher wie ihr VPN Endpunkt. d.h. wenn der Endpunkt bei einem deutschen Anbieter liegt, dann greifen die Behörden halt direkt auf dessen Logdaten und Kundendaten zu. Da müsste man schon genau wissen, dass der Anbieter in seinem Land nicht zum mitloggen verpflichtet ist und das auch nicht macht.

Eine gekoppelte WLAN sharing + Zwangs VPN Lösung ist wohl die einzige Möglichkeit seinen Internetzugang ohne eigenes Risiko zu teilen. Wenn die "Gäste" nur per VPN Tunnel über einen Dienstleister im Internet und dessen öffentliche IP surfen können, dann würde der Dienstleister ggf. "Besuch" erhalten und müsste dann die Kundendaten des "Gastes" rausgeben. Man selber tritt dabei mit seiner IP höchstens als Transfernetz in Erscheinung, hat aber die übertragenen Inhalte nicht zu verantworten, weil der "Gast" ja ermittelt wurde.
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[1] Magentaschrott antwortet auf trzuno
20.05.2010 14:55

einmal geändert am 20.05.2010 14:58
Zum Glück gibts ja auch noch Internet-Cafes, wo man anonym surfen kann. Oder man besorgt sich eine anonymisierte SIM-Karte bei nem Discounter und dann hat man keinen Ärger, wenn man seine Musik zieht. Die IP Adresse kann sich die Musikindustrie dann sonstwo hinstecken.