Diskussionsforum
Menü

kein Wettbewerb mehr, sondern nur noch T-DSL Resale


27.08.2006 20:52 - Gestartet von ger1294
Hallo,

die neue Regelung ist vor allem schlecht für den Wettbewerb.
Denn davon profitieren nur die "DSL-Provider", welche schon bisher keinen Pfennig in eigene Technik investiert haben, sondern nur T-Com Leistungen weiterverkauft haben (z.B. 1&1, Freenet, Strato, etc.).

Echte Wettbewerber (z.B. M-Net, NetCologne, Arcor), welche immer für teures Geld eigene Technik angeschafft haben und somit technisch unabhängig von der unzuverlässigen Telekom mit deren langen Störungsreaktionszeiten arbeiten, werden dadurch geschädigt, da diese ihre Dienstleistungen nicht mehr wettbewerbsfähig anbieten können. Somit können deren Netze nicht mehr wachsen, was letztlich negativ für diejenigen Kunden ist, die geschäftliche Anschlüsse brauchen (mit ISDN-Qualität und Leistungsumfang), da diese so weiterhin überteuertes T-Com ISDN, etc. nehmen müssen. Standalone DSL ist nur interessant für solche Privatkunden, denen der geringere Funktionsumfang von VoIP (kein Fax, keine DTMF Töne, u.v.m.) ausreicht, oder die alleine nur mit dem Handy telefonieren (nicht interessant für FIrmen mit 10 Arbeitsplätzen).

Der einzige, den das freut: Na T-Com natürlich, denn deren Monopol wächst dadurch wieder, denn Resale DSL ist ja nichts anderes als schrottiges T-DSL
Menü
[1] fruli antwortet auf ger1294
27.08.2006 21:45

einmal geändert am 27.08.2006 22:57
Hi,

wenn der Preisabstand zwischen den verschiedenen Vorleistungsprodukten gewahrt bleibt, ist der Bitstrom-Zugang sehr zu begrüssen - schliesslich ist angesichts der hohen Fixkosten bei Kollokation/TAL-Miete ein auch nur annähernd flächendeckender Wettbewerb über TAL-Miete ein reiner Wunschtraum. Es gibt Tausende von Anschlussbereichen/Vermittlungsstellen auf dem Land, in denen nur wenige Tausend oder gar nur eine dreistellige Zahl von Anschlüssen vorhanden sind - und ohne Bitstream bleibt all diesen Anschlussbereichen die Segnungen eines intensiveren Breitband-Wettbewerbs vorenthalten.

Bitstream ist genau aus dem Grund notwendig, aus dem auch Call-by-Call/Preselection bei klassischem Festnetz notwendig ist - eben um die Auswirkungen des leider vorhandenen TAL-Monopols des Ex-Monopolisten zu lindern und flächendeckend mehr Preiswettbewerb im Breitbandbereich zu verwirklichen.

Ansonsten setzt sich der bisherige Trend munter fort, dass die Landeier den Preis für den hohen Wettbewerbsdruck in den Ballungszentren zahlen durch weitaus überhöhte Preise und weitere Zwangsbündelung von Telefonanschluss des Ex-Monopolisten zu DSL.


Zum angeblichen "Entwerten" der Investitionen der alternativen Anbieter: diese setzen bei NGN weiter auf minderwertiges reichweiten- und bandbreitenschwaches Annex-B-ADSL (ADSL-over-ISDN) und zeigen sich damit weiter dieser weltweit einzigartigen Fehlentscheidung der T-Com verpflichtet.

Was bringt denn dann die TAL-Miete den Kunden? Ok, bisher immerhin ratenadaptive Schaltung bei ADSL1 und ADSL2+ auch bei niedrigen Bandbreiten und bis in die jüngste Vergangenheit auch Schaltung mit mehr Reichweite - nur kommt ADSL2+ nach und nach auch bei der T-Com und wird bei der T-Com auch ratenadaptiv geschaltet und seit Juli hat die T-Com bei der ADSL-Reichweite auch mit den alternativen Anbietern durch die neue 55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze gleichgezogen.


Mit Bitstream könnten endlich auch die Landeier von alternativen DSLAM-Schaltprofilen profitieren und falls SDSL auch in Bitstream einbezogen wird, wie der ECO-Verband fordert, könnten auch viele ADSL-Dämpfungsopfer endlich mit SDSL versorgt werden (dringend notwendig weil eben durch Annex-B-ADSL die ADSL-Reichweite hierzulande grundsätzlich bis zu 1km geringer ist als in allen anderen Ländern)


EDIT: Ergänzung: zu behaupten, Anbieter wie Freenet/Strato, die -im Gegensatz zu United Internet (1&1/GMX)- seit Jahren ein eigenes deutschlandweites Backbone mit 74 ZISP-Netzübergangspunkten zum T-Com-DSL-Netz betreiben, seien <Zitat> "DSL-Provider", welche schon bisher keinen Pfennig in eigene Technik investiert haben, sondern nur T-Com Leistungen weiterverkauft haben <Zitat Ende>, ist eine grobe Verleumdung.

Arcor war zu diesem ZISP-Netzausbau erst im April dieses Jahres fähig und verkaufte vormals zwei Jahre lang stattdessen das Telefonica-Backbone beim eigenen Resale-DSL-Produkt.

So long.
fruli
Menü
[1.1] REMchen antwortet auf fruli
28.08.2006 01:03
Hallo fruli!

Entweder bin ich total dumm und unwissend, oder aber dieses Dein Posting ging teilweise total vorbei an einer eher nicht *ganz* so fachwissenden teltarif-Leserschaft.

Benutzer fruli schrieb:
Zum angeblichen "Entwerten" der Investitionen der alternativen Anbieter: diese setzen bei NGN weiter auf minderwertiges reichweiten- und bandbreitenschwaches Annex-B-ADSL (ADSL-over-ISDN) und zeigen sich damit weiter dieser weltweit einzigartigen Fehlentscheidung der T-Com verpflichtet.

Was bitte ist NGN?

Was bringt denn dann die TAL-Miete den Kunden? Ok, bisher immerhin ratenadaptive Schaltung bei ADSL1 und ADSL2+ auch bei niedrigen Bandbreiten und bis in die jüngste Vergangenheit auch Schaltung mit mehr Reichweite - nur kommt ADSL2+ nach und nach auch bei der T-Com und wird bei der T-Com auch ratenadaptiv geschaltet und seit Juli hat die T-Com bei der ADSL-Reichweite auch mit den alternativen Anbietern durch die neue 55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze gleichgezogen.

Was ist ratenadaptiv? Was ist "55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze"?!?

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich freue mich immer, wenn die Leute in den Internet-Foren ihr Wissen und ihre Kenntnisse mitteilen, und andere daran teilhaben lassen.

Aber ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der Deine Ausführungen nicht versteht.

Warum also Perlen vor die Säue? Bitte so, dass es auch der gemeine teltarif-Leser versteht.

Danke.

Gruß,
REMchen
Menü
[1.1.1] klaussc antwortet auf REMchen
28.08.2006 11:31
Benutzer REMchen schrieb:
Hallo fruli!

Entweder bin ich total dumm und unwissend, oder aber dieses Dein Posting ging teilweise total vorbei an einer eher nicht *ganz* so fachwissenden teltarif-Leserschaft.

Benutzer fruli schrieb:
Zum angeblichen "Entwerten" der Investitionen der alternativen Anbieter: diese setzen bei NGN weiter auf minderwertiges reichweiten- und bandbreitenschwaches Annex-B-ADSL (ADSL-over-ISDN) und zeigen sich damit weiter dieser weltweit einzigartigen Fehlentscheidung der T-Com verpflichtet.

Was bitte ist NGN?

Was bringt denn dann die TAL-Miete den Kunden? Ok, bisher immerhin ratenadaptive Schaltung bei ADSL1 und ADSL2+ auch bei niedrigen Bandbreiten und bis in die jüngste Vergangenheit auch Schaltung mit mehr Reichweite - nur kommt ADSL2+ nach und nach auch bei der T-Com und wird bei der T-Com auch ratenadaptiv geschaltet und seit Juli hat die T-Com bei der ADSL-Reichweite auch mit den alternativen Anbietern durch die neue 55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze gleichgezogen.

Was ist ratenadaptiv? Was ist
"55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze"?!?

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich freue mich immer, wenn die Leute in den Internet-Foren ihr Wissen und ihre Kenntnisse mitteilen, und andere daran teilhaben lassen.

Aber ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der Deine Ausführungen nicht versteht.

Stimmt, mindestens Einen kenne ich auch noch ;-)

Gruß
Klaus

Menü
[1.1.2] fruli antwortet auf REMchen
28.08.2006 13:14
Hi,

Benutzer REMchen schrieb:

Was bitte ist NGN?

Nichts anderes als "pures DSL" (also IP-Bitstromzugang) auf der Teilnehmeranschlussleitung wobei der Telefonanschluss huckepack per VoIP-Technik realisiert wird.

Die T-Com will das nun auch forciert einführen:
https://www.teltarif.de/arch/2006/kw34/...

Arcor und O2 stehen auch kurz vor dem Launch und Hansenet/Alice und QSC setzen es schon ein.

Beim NGN ergäbe sich die Chance, von der Altlast minderwertiges Annex-B-DSL (ADSL-over-ISDN) zu befreien, weil eben kein ISDN mehr zusätzlich über die Leitung transportiert werden muss.


Was ist ratenadaptiv?

Ratenadaptive Schaltung (auch RAM für rate adaptive mode) bedeutet die alte vom 56k-PCM-V.90-Analogmodem bekannte Technik der Aushandlung der maximal möglichen Verbindungsgeschwindigkeit zwischen DSLAM in der Vermittlungsstelle und DSL-Modem gemäss den realen Leitungsbedingungen falls die am DSLAM eingestelle max. DSL-Geschwindigkeit wegen den Leitungsverhältnissen nicht erzielt werden kann. Diese dynamische Aushandlung der Leitungsgeschwindigkeit setzten so gut wie alle alternativen Direktanschlussanbieter seit langem bei ihren ADSL-Produkten ein - und z.B. auch der französische Ex-Monopolist France Telecom ("DSL max")

Bei der T-Com wird diese ratenadaptive Schaltung erst bei ADSL2+ eingesetzt.

Im Gegensatz dazu steht die fixe Ratenschaltung der T-Com bei ihrem ADSL1: wenn die am DSLAM in der VSt. eingestelle DSL-Geschwindigkeit wegen den Leitungsverhältnissen nicht erzielt werden kann, bricht die Verbindung ab bzw. es kommt gar keine Synchronisation zustande.

Als Resultat dieser unterschiedlichen DSL-Schaltung können Kunden bei alternativem Direktanschluss i.d.R. wesentlich höhere Bandbreiten bei ihrem DSL-Anschluss erhalten als bei ADSL1 der T-Com - denn die T-Com muss ihre DSL-Produkte wegen des Risikos des sofortigen Verbindungsabbruchs, sobald die nominelle DSLAM-Bandbreite nicht erreicht wird, mit extrem hohen Sicherheitsabschlägen bzgl. Dämpfung und Signal-Rausch-Abstand schalten. Kurzum erhielt ich z.B. von der T-Com mit meiner Leitung (49,94db rechnerische Leitungsdämpfung) überhaupt erst seit Februar 2004 ADSL Light (384kbit). Bei ratenadaptiver Schaltung wären an meinem Anschluss aber locker 2-3MBit möglich, wie der von allen Modems ausgelesene Signal-Rausch-Abstand (SNR) von 25db @T-DSL-384 zeigt sowie die vom Teledat-430-LAN daraus abgeschätzte max. Leitungskapazität von 3,4MBit. Im Nachbarortsnetz, wo Versatel seit 1½ Jahren aktiv ist, bestätigt sich das: dort haben reihenweise Anschlüsse mit vergleichbaren rechnerischen Dämpfungen 2-3MBit von Versatel am laufen.





Was ist "55db-Kontes-Orka-Dämpfungsgrenze"?!?

grob gesagt Erweiterung der T-DSL-Light-Reichweite um ca. ½km (5db rechnerischer Leitungsdämpfung gemäss T-Com-ADSL1-Leitungsdämpfungsformel @300kHz) von ursprünglich 50db auf 55db am 28.06.2006.


Warum also Perlen vor die Säue? Bitte so, dass es auch der gemeine teltarif-Leser versteht.

heutzutage ist doch Wikipedia oder eine Suche bei Teltarif oder allgemein bei Google nur 1 Klick entfernt ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Annex_B
http://de.wikipedia.org/wiki/T-DSL
http://www.your-connect.ch/news-detail.asp?newsid=106
http://www.aware.com/products/dsl/WP_READSL2.pdf
http://www.t-com.de/t-dsl/16000 (Infos der T-Com bzgl. RAM (rate adaptive mode) bei ihrem ADSL2+
http://old.mhilfe.de/Inhalt/all_Infos.htm
http://old.mhilfe.de/Inhalt/all_TXbinsRXbins.htm
http://old.mhilfe.de/Inhalt/all_PegelInfo.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Rauschabstand
http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line
http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=58394

So long.
fruli
Menü
[1.1.3] Keks antwortet auf REMchen
30.08.2006 02:21
Benutzer REMchen schrieb:
Was bitte ist NGN?

fruli hat's ja schon erklärt, die Abkürzung steht übrigens für "Next Generation Network" -- basierend auf IP.

Liebe Grüße, Keks
http://www.blitztarif.de/
Menü
[2] ocirne antwortet auf ger1294
27.08.2006 22:40
Benutzer ger1294 schrieb:
Hallo,

die neue Regelung ist vor allem schlecht für den Wettbewerb. Denn davon profitieren nur die "DSL-Provider", welche schon bisher keinen Pfennig in eigene Technik investiert haben, sondern nur T-Com Leistungen weiterverkauft haben (z.B.
1&1, Freenet, Strato, etc.).

hm ja ein offener markt ist schlecht für den wettbewerb (das war ironisch)

Echte Wettbewerber (z.B. M-Net, NetCologne, Arcor), welche immer für teures Geld eigene Technik angeschafft haben und somit technisch unabhängig von der unzuverlässigen Telekom mit deren langen Störungsreaktionszeiten arbeiten, werden dadurch geschädigt, da diese ihre Dienstleistungen nicht mehr wettbewerbsfähig anbieten können.

warum sollen diese neue netze nicht wettbewerbsfähig sein???

Standalone DSL ist nur interessant für solche Privatkunden, denen der geringere Funktionsumfang von VoIP (kein Fax, keine DTMF Töne, u.v.m.) ausreicht, oder die alleine nur mit dem Handy telefonieren (nicht interessant für FIrmen mit 10 Arbeitsplätzen).

haben die grossen betriebe nicht schon längst umgestellt?
und fax funktioniert auch!

Menü
[3] Kai Petzke antwortet auf ger1294
28.08.2006 10:30
Benutzer ger1294 schrieb:

"DSL-Provider" ...
"Echte Wettbewerber" .., "teures Geld",
"unzuverlässigen Telekom"

Ihr etwas gereizter Argumentationsstil passt leider zu dem, was man derzeit vom breko zu hören bekommt: "So unnötig wie ein Kropf", "Net Rental Reloaded" usw. Mal ernsthaft: Mit welchem Argument soll der Telekom (oder deren Resellern) verboten werden, Telefon-Anschluss + DSL + Doppel-Flat für unter 40 Euro im Monat anzubieten? Die breko-Mitgliedsunternehmen tuns doch auch, und beide (Telekom wie Konkurrenten) setzten auf derselben TAL auf, deren Preis wir kennen.

Klar, net.rental ist zurecht gekippt, aber nicht, weil das diskriminierend gegenüber den breko-Mitgliedern gewesen wäre, sondern diskriminierend gegenüber den Re-Sellern, von denen nur die extra-Großen net.rental-Verträge abschließen hätten können. Jetzt gibt es die günstigen Konditionen für alle Re-Seller, und damit sind die neuen Resale-Preise m.E. nach genehmigungsfähig. Sie sind auch marktgerecht, denn DSL-Hardwdare ist in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden.

Wo ich den breko unterstütze, ist, dass den breko-Unternehmen Zugang zu Leerrohren und Kabelverteilern zu gewähren ist, damit diese selber VDSL aufbauen können. Dazu siehe auch mein Editorial https://www.teltarif.de/arch/2005/kw45/... . Nur: Wenn eine breko-PM mit unsäglichem Bitstrom-Gejammere anfängt, um erst am Ende sinnvolle VDSL-Argumente zu liefern, dann dürfte es nur sehr, sehr wenige Journalisten geben, die das aufgreifen. VIEL besser wäre angesichts der aktuellen Situation, wenn der breko z.B. fordert, VDSL nur auf Vorprodukte-Basis (= Leerrohre, Kabelverzweiger) zu regulieren, und noch nicht auf der Produkte-Ebene. Denn wer sagt denn, dass es bei einem gleichzeitigen VDSL-Start bei Telekom und breko-Unternehmen überhaupt zu einem Monopol bei den VDSL-Anschlüssen kommen wird? Das die Telekom bei den Kabeln das Monpol hat, ist hingegen unbestritten.


Kai
Menü
[3.1] klaussc antwortet auf Kai Petzke
28.08.2006 11:42
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer ger1294 schrieb:

"DSL-Provider" ...
"Echte Wettbewerber" .., "teures Geld",
"unzuverlässigen Telekom"

Ihr etwas gereizter Argumentationsstil passt leider zu dem, was man derzeit vom breko zu hören bekommt: "So unnötig wie ein Kropf", "Net Rental Reloaded" usw. Mal ernsthaft: Mit welchem Argument soll der Telekom (oder deren Resellern) verboten werden, Telefon-Anschluss + DSL + Doppel-Flat für unter 40 Euro im Monat anzubieten?

Das vielleicht nicht, aber man muss natürlich prüfen, ob da eventuell von der TAL-Miete aus quersubventioniert wird.

Die breko-Mitgliedsunternehmen tuns doch auch, und beide (Telekom wie Konkurrenten) setzten auf derselben TAL auf, deren Preis wir kennen.
Klar, net.rental ist zurecht gekippt, aber nicht, weil das diskriminierend gegenüber den breko-Mitgliedern gewesen wäre, sondern diskriminierend gegenüber den Re-Sellern, von denen nur die extra-Großen net.rental-Verträge abschließen hätten können. Jetzt gibt es die günstigen Konditionen für alle Re-Seller, und damit sind die neuen Resale-Preise m.E. nach genehmigungsfähig. Sie sind auch marktgerecht, denn DSL-Hardwdare ist in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden.

Wo ich den breko unterstütze, ist, dass den breko-Unternehmen Zugang zu Leerrohren und Kabelverteilern zu gewähren ist, damit diese selber VDSL aufbauen können. Dazu siehe auch mein Editorial https://www.teltarif.de/arch/2005/kw45/... .
Nur: Wenn eine breko-PM mit unsäglichem Bitstrom-Gejammere anfängt, um erst am Ende sinnvolle VDSL-Argumente zu liefern, dann dürfte es nur sehr, sehr wenige Journalisten geben, die das aufgreifen. VIEL besser wäre angesichts der aktuellen Situation, wenn der breko z.B. fordert, VDSL nur auf Vorprodukte-Basis (= Leerrohre, Kabelverzweiger) zu regulieren, und noch nicht auf der Produkte-Ebene. Denn wer sagt denn, dass es bei einem gleichzeitigen VDSL-Start bei Telekom und breko-Unternehmen überhaupt zu einem Monopol bei den VDSL-Anschlüssen kommen wird? Das die Telekom bei den Kabeln das Monpol hat, ist hingegen unbestritten.

Durch den Ausbau des Netzes auf VDSL wird ja als Nebenprodukt auch die DSL-Reichweite erhöht, da sich die Entfernung zum Kunden nun von der Abgesetzten Verteilung aus berechnet (soweit ich das verstanden habe).

Vielleicht liegt hier noch ein Grund für den VDSL-Ausbau, dessen Sinn mir unter Berücksichtigung der nötigen Investitionen und der erzielbaren Gewinne noch nicht recht einleuchten will.

Gruß
Klaus