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schwachmathen hoch drei


23.08.2006 18:42 - Gestartet von papamark
Erst schlechte Zahlen vorlegen und sich dann wieder konsequent ins eigene Fleisch säbeln. Deutlicher kann man es nicht sagen.

So hofft man also weniger Kunden an Arcor zu verlieren, in dem man die Anschlüsse an 1&1 & co verscherbelt, damit die wiederum den Umsatz im Festnetz über Voip weg nehmen ! Wo bitte sehr bleibt da die Logik?? Oder denkt die Telekom daran in ihrem Netz, immerhin der größte Backbone, Voip zu blocken? Alles andere macht keinen Sinn.

Wenn einer meiner Angestellten eine Ware, die für 10€ verkaufe an einen Konkurenten für 5€ verkauft, damit dieser mir wieder mit 8€ konkurrenz macht, den würde ich fristlos kündigen. Grade nach den jetzt vorgelegten Zahlen. 90% MArktanteil ? Das heißt, durch eine solche Aktion schade ich zu 90% mir selber. Und in diesem Fall durch die ermöglichte Voip Aktion um so mehr. Ich denk, das war der letzte Tropfen für das Faß. By by Ricke.
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[1] hossy antwortet auf papamark
23.08.2006 18:57
Benutzer papamark schrieb:
Erst schlechte Zahlen vorlegen und sich dann wieder konsequent ins eigene Fleisch säbeln. Deutlicher kann man es nicht sagen.

So hofft man also weniger Kunden an Arcor zu verlieren, in dem man die Anschlüsse an 1&1 & co verscherbelt, damit die wiederum den Umsatz im Festnetz über Voip weg nehmen ! Wo bitte sehr bleibt da die Logik?? Oder denkt die Telekom daran in ihrem Netz, immerhin der größte Backbone, Voip zu blocken?
Alles andere macht keinen Sinn.

Wenn einer meiner Angestellten eine Ware, die für 10€ verkaufe an einen Konkurenten für 5€ verkauft, damit dieser mir wieder mit 8€ konkurrenz macht, den würde ich fristlos kündigen. Grade nach den jetzt vorgelegten Zahlen. 90% MArktanteil ? Das heißt, durch eine solche Aktion schade ich zu 90% mir selber. Und in diesem Fall durch die ermöglichte Voip Aktion um so mehr. Ich denk, das war der letzte Tropfen für das Faß. By by Ricke.

Nur ein bisschen zu kurz gedacht:
T-Com steht momentan vor zwei Herausforderungen / Angriffen.
1.) Aufsplittung in Bitstrom
2.) Regulierung der Preise

Dann denk jetzt noch mal über Deine Aussage nach!
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[1.1] papamark antwortet auf hossy
23.08.2006 19:23
Benutzer hossy schrieb:
Benutzer papamark schrieb:
Nur ein bisschen zu kurz gedacht:
T-Com steht momentan vor zwei Herausforderungen / Angriffen.
1.) Aufsplittung in Bitstrom
2.) Regulierung der Preise

Dann denk jetzt noch mal über Deine Aussage nach!

1. Ist noch nicht da. Und da auch andere das fürchten,ist noch nix beschlossen wird noch viel Wasse fließen.

2.Muß die Telkekom doch jetzt grade jetzt fürchten, das 15 € Marge (das kostet ein DSL 6000 bei der Telekom)der Regulierungsbehörde ein bissl zu viel ist. Krasser kann keiner zeigen, wie Missmangement geht.

Kannst Du mir mal nen Tip geben, wie oder wo man sich melden muß um Reseller zu werden?
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[2] bugmenot antwortet auf papamark
23.08.2006 20:27

So hofft man also weniger Kunden an Arcor zu verlieren, in dem man die Anschlüsse an 1&1 & co verscherbelt, damit die wiederum den Umsatz im Festnetz über Voip weg nehmen ! Wo bitte sehr bleibt da die Logik?? Oder denkt die Telekom daran in ihrem Netz, immerhin der größte Backbone, Voip zu blocken? Alles andere macht keinen Sinn.

Die Logik ist einfach:

A) Es ist immernoch die minderheit der Anschlüsse die per Resale verkauft wird
B) Für den kostensensitiven Kunden wird es jetzt günstigere Angebot geben, so das die Telekom beim Gesamtpreis: Also, Anschluss plus DSL plus Internet gegen Mitbewerber Konkurenzfähig bleibt. Das alles ohne das die Telekom die eigene Marke und das eigene Angebot verwässert. Außerdem unterliegen die Endkundenpreise der Reseller nicht der Regulierung, die Telekom kann so also (zumindest versuchen) Dumpingangebot am Regulierer vorbei an den Markt zu bringen.

C) Leute die dumm genug sind direkt bei der Telekom zu kaufen (weil sie sich nicht informieren, oder im T-Punkt bearbeitet werden), werden auch weiterhin höhere Preise zahlen bei eine beträchlichen Marge für die T-Kom.
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[2.1] rotella antwortet auf bugmenot
23.08.2006 20:37
Benutzer bugmenot schrieb:

A) Es ist immernoch die minderheit der Anschlüsse die per Resale verkauft wird

Die letzten Zahlen, die ich gelesen habe, sagen aber was anderes. Danach sind inzwischen 95% aller neuen DSL-Anschlüsse Resale-Produkte.
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[2.1.1] bugmenot antwortet auf rotella
23.08.2006 21:16
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer bugmenot schrieb:

A) Es ist immernoch die minderheit der Anschlüsse die per Resale verkauft wird

Die letzten Zahlen, die ich gelesen habe, sagen aber was anderes. Danach sind inzwischen 95% aller neuen DSL-Anschlüsse Resale-Produkte.

Das stimmt, das war falsch formuliert. Die Mehrheit der bestehenden ist nicht-resale. Bei den neuen sind die meisten Resale. Allerdings vermute ich, dass auch die von Congster und T-Online vermarkteten Anschlüsse als "Resale" gelten.
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[2.1.1.1] ölöle antwortet auf bugmenot
23.08.2006 21:54
Erst einmal: JA, auch t-online Anschlüsse SIND Resale ! Und dann: Das die DSL - Resale Anbieter nun (endlich) günstigere Konditionen bekommen, dies mögen all die Festnetz-Gläubigen ja für dumm halten; die Realität allerdings sieht anders aus.
Auch die Festnetz-Anbieter routen immer mehr Telefonate über quasi VoIP. Die T-Com will bis 2010 (?) 100 % dahingehend bearbeiten.
Und, weltweit scheinen Techniken wie isdn langsam zu sterben, kann man doch mittels VoIP (je nach Bandbreite) erheblich mehr Gespräche über EINE Ltg abwickeln als die 2 die ISDN am Mehrgeräteanschluß ermöglicht. Und dies zu einem Bruchteil der Kosten !
Ich will garnicht bestreiten, dass VoIP z.T. noch Probleme macht. Weil man z.B. Skype mit SIP vergleicht, nur eine 384 Ltg nutzen kann oder eben eine Sch...Hardware sein eigen nennt.
Mit der richtigen HW allerdings (FbF 7050), einer 2000er Ltg und ein wenig intelligente Bemühungen bei der Installation (Lesen der Anleitung) gelingt es mir seit 2 Jahren völlig relaxed in bester Qualität zu kommunizieren. Meine pubertierenden Töchter wissen dies zu schätzen.
Und genau dieserhalb und desterwegen: Ich bin wahrlich kein Freund von Mama Magenta, aber diesmal, diesmal geht es scheinbar in die richtige Richtung.
SKOL !!!
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[2.1.1.1.1] bugmenot antwortet auf ölöle
23.08.2006 23:42
Benutzer ölöle schrieb:
Erst einmal: JA, auch t-online Anschlüsse SIND Resale ! Und dann: Das die DSL - Resale Anbieter nun (endlich) günstigere Konditionen bekommen, dies mögen all die Festnetz-Gläubigen ja für dumm halten; die Realität allerdings sieht anders aus. Auch die Festnetz-Anbieter routen immer mehr Telefonate über quasi VoIP. Die T-Com will bis 2010 (?) 100 % dahingehend bearbeiten.

Man werfe dazu vieleicht auch mal ein Bild auf das Schaltbild der neuen VDSL DSLAMs:

http://www.siemens.com/Daten/siecom/HQ/ICN/Internet/I_and_C_Networks_Carrier/WORKAREA/car_prod/templatedata/English/file/binary/hiX5620_30_35_A50001-N2-P154-1-7600_1252296.pdf

In Richtung Kunde gibt es noch alle möglichen Schnittstellen .. in Richtung Carrier gibt es nur noch Ethernet mit IP.
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[3] etom antwortet auf papamark
23.08.2006 20:37

Es ist ganz besonders hirnrissig, den DSL-Anschluß derart zu verbilligen, wenn man kurz vor der EU-Erzwungenen Entbündelung steht. Damit haben sie sich selbst den Preis für Pure-DSL kaputt gemacht, wenn es demnächst eingeführt werden soll.

Jeder vernünftige Mensch hätte allenfalls die Grundpreise für die Telefon-Anschlüsse gesenkt, um dann mit Flat-Paketen wieder den Preis hochzuziehen. Damit hätte man wenigstens eine Antwort auf VOIP gehabt.

So ist das sowas von unsinnig. Typisch für diese fetten trägen überbezahlten und marktfremden T-Manager.

Naja ... ich bin kein T-Aktionär und somit freudiger Endkunde :).
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[3.1] gio79de antwortet auf etom
23.08.2006 22:52
Benutzer etom schrieb:
Damit haben sie sich selbst den Preis für Pure-DSL kaputt gemacht, wenn es demnächst eingeführt werden soll.

Nein, dieser Preis wird aus dem Preis der TAL (10,50 EUR) und dem Preis für den DSL-Anschluß (10,50 EUR aufwärts) bestehen, also ab 21 EUR (+ Steuer + Gewinnmarge des Anbieters) losgehen.

Jeder vernünftige Mensch hätte allenfalls die Grundpreise für die Telefon-Anschlüsse gesenkt,

Nein, denn gerade damit hätte man die Regulierung auf den Plan gerufen, damit diese den TAL-Preis entsprechend nach unten korrigiert.

Die Senkung der Resale-DSL-Preise ist vielmehr die Vorbereitung der für den Herbst angekündigten neuen Tarife der T-Com. Hätte T-Com nur die Endkundentarife gesenkt, hätte der Regulierer sie dazu gezwungen die Vorleistungen ebenfalls anzupassen und ihr schlimmstenfalls Preisvorgaben verpasst. Dem ist sie zuvor gekommen, nun kann sie abwarten was die Mitbewerber/Resale-Einkäufer aus den neuen Preisen machen und dann - wenn die ersten Angebote auf dem Tisch sind - mit einem damit adäquat konkurrierenden Angebot auftreten.
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[3.1.1] ölöle antwortet auf gio79de
23.08.2006 23:02
BINGO
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[3.1.2] bugmenot antwortet auf gio79de
23.08.2006 23:47
Nein, denn gerade damit hätte man die Regulierung auf den Plan gerufen, damit diese den TAL-Preis entsprechend nach unten korrigiert.

So ist es, die Telekom betreibt über die Resale Preise gewissermassen einen Stellvertreterkrieg gegen die Vollanschlussanbieter und in verstärktem Maße auch gegen die Kabelanbieter.

Eigentlich recht clever gemacht.
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[3.1.2.1] mvm antwortet auf bugmenot
24.08.2006 00:54
Benutzer bugmenot schrieb:
Nein, denn gerade damit hätte man die Regulierung auf den Plan gerufen, damit diese den TAL-Preis entsprechend nach unten korrigiert.

So ist es, die Telekom betreibt über die Resale Preise gewissermassen einen Stellvertreterkrieg gegen die Vollanschlussanbieter und in verstärktem Maße auch gegen die Kabelanbieter.

Eigentlich recht clever gemacht.
Die gesenkten DSL-Preise ahebn nur einen Nachteil, NetRental war sowas ähnliches, und es wurde verboten... Also soll man sich nicht zu früh freuen...

Das Problem ist, das T-Com Vorteile dadurch hat.
1: Kein Geld für DSL-Werbung
2: Kein Geld für Beratung/Reklamationen (übernehmen die Reseller)

Sie traurige Wahrheit ist, das T-Com an einem Resale-DSL-Anschluss mehr Geld verdient, als wenn der Kunde direkt bei T-Com einkaufen würde...


Was spannend wird sind die neuen Hot-Spot sendeanlagen...
Im Umkreis von 15 KM braucht man keinen DSL-Anschluss mehr...
Im Moment sind die noch teuer, aber 2008 werden auch sie reguliert...
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[3.1.2.1.1] gio79de antwortet auf mvm
24.08.2006 08:04
Benutzer mvm schrieb:
Die gesenkten DSL-Preise ahebn nur einen Nachteil, NetRental war sowas ähnliches, und es wurde verboten... Also soll man sich nicht zu früh freuen...

Net-Rental wurde verboten weil es faktisch solche Mindestabnahmen hatte das nur die eigene Tocher T-Online und der Mitbewerber United-Internet (1&1, GMX, Schlund, Web.de) dieses Produkt beziehen konnten.

Als Reaktion auf das Verbot hat die Telekom den DSL-Resale-Rabatt für alle von 11 % auf 20 % erhöht - das wurde gestattet. Daher sehe ich jetzt auch keine Probleme, schließlich werden alle gleich behandelt.

Das Problem ist, das T-Com Vorteile dadurch hat.

Das ist kein Problem, das ist ihr legitimes Recht.
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[3.1.2.1.1.1] fruli antwortet auf gio79de
24.08.2006 10:09
Hi,

Benutzer gio79de schrieb:

Benutzer mvm schrieb: Als Reaktion auf das Verbot hat die Telekom den DSL-Resale-Rabatt für alle von 11 % auf 20 % erhöht - das wurde gestattet. Daher sehe ich jetzt auch keine Probleme, schließlich werden alle gleich behandelt.

Es gibt aber sehr wohl ein mögliches Problem, das den Regulierer interessieren dürfte:

das Konsistenzgebot zwischen investionsintensiveren Vorleistungen bei Zusammenschaltung auf unterer Netzebene (Line-Sharing) und dem reinen Wiederkauf von 100%-T-Com-Technik wie bei DSL-Resale.

Wenn die Gesamtkosten für Line-Sharing (insbesondere inklusive den in Deutschland EU-weit höchsten Line-Sharing-Anschaltungungs-/Kündigungs-/Kollokationskosten) so hoch liegen, dass damit für die Linesharing-Anbieter keine zu T-DSL-Resale konkurrenzfähigen Angebote mehr erstellt werden können und sich somit eine Preis-Kosten-Schere auftut, muss der Regulierer eingreifen (bzw. notfalls die EU, wie sie es schon mehrmals bei Line-Sharing tun musste aufgrund der Unfähigkeit bzw. bewusstem Line-Sharing-Obstruktion des nationalen Regulierers)

Bei DSL-Resale-Grundgebühren von 10-11€ ist dieses Szenario nicht unwahrscheinlich bei unveränderten Linesharing-Vorleistungskosten.

So long.
fruli
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[3.1.2.1.1.1.1] bugmenot antwortet auf fruli
24.08.2006 10:28
Benutzer fruli schrieb:

Bei DSL-Resale-Grundgebühren von 10-11€ ist dieses Szenario nicht unwahrscheinlich bei unveränderten Linesharing-Vorleistungskosten.

Gut, man muss sehen das der Anschluss-Gesamtpreis dann 16€ für den Analoganschluss, 13€ für den DSL-Anschluss (pure Resale Kosten, ohne Marketing, etc.) + Kosten für den Internetzugang sind, der Endkundenpreis dürfte also immernoch mindestens bei 35-40€ liegen.
Da ist der Abstand zu den 12€ line rental doch noch recht groß.

QSC bietet ja schon heute einen SDSL-Anschluss für 30€ an, also mit nur 18€ Abstand zum line rental Preis.
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[3.1.2.1.1.1.1.1] fruli antwortet auf bugmenot
24.08.2006 10:48
Hi,

ich rede nicht von TAL-Komplettmiete sondern von Line-Sharing - also der Leitungsmiete für das reine DSL-Frequenzspektrum. Diese von der EU seit Januar 2001 vorgeschriebene Vorleistung wurde von der deutschen Reguierung und Regulierung in Eintracht mit der DTAG jahrelang bewusst entgegen geltendem EU-Recht zwecks DTAG-Protektion obstruiert und steht zu marktfähigen Konditionen erst seit knapp 1 Jahr zur Verfügung und wird in einer nennenswerten Grössenordnung derzeit nur über Telefonica realisiert und von AOL und 1&1 vermarktet.

In Frankreich dagegen war die Line-Sharing-Regulierung von Anfang an vorbildlich und dort basiert eine hohe siebenstellige Zahl von DSL-Anschlüssen von Wettbewerbern darauf

Bei dieser Vorleistung ist ein Telefonanschluss des Ex-Monopolisten weiter Voraussetzung - eben wie bei DSL-Resale - und daher sind die Preise von Linesharing und DSL-Resale auch direkt miteinander vergleichbar - völlig unabhängig von den Kosten für die komplette TAL, worauf z.B. das Angebot von QSC basiert.

Line-Sharing ist von der BNetzA reguliert und die Kosten für DSL-Resale dürfen nicht unter die Gesamtkosten für Line-Sharing fallen.



Na ja - DSL-Resale dürfte eh ein Auslaufmodell sein und nach und nach durch Bitstream ersetzt werden, wie es in allen anderen EU-Staaten schon seit Jahren vorhanden ist und aufgrund ultimativen EU-Drucks binnen einiger Monate auch hierzulande endlich zur Verfügung stehen dürfte - zuvor versucht die DT AG natürlich noch, möglichst viele Anschlüsse zu Resale rüberzuziehen, das sie ohne Regulierung nach ihrem Gusto ausgestalten kann incl. POTS/ISDN-Zwangsanschluss.

So long.
fruli
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[3.1.2.1.1.1.1.1.1] bugmenot antwortet auf fruli
24.08.2006 10:56
Benutzer fruli schrieb:
Hi,

ich rede nicht von TAL-Komplettmiete sondern von Line-Sharing - also der Leitungsmiete für das reine DSL-Frequenzspektrum. Diese von der EU seit Januar 2001 vorgeschriebene Vorleistung wurde von der deutschen Reguierung und Regulierung in Eintracht mit der DTAG jahrelang bewusst entgegen geltendem EU-Recht zwecks DTAG-Protektion obstruiert und steht zu marktfähigen Konditionen erst seit knapp 1 Jahr zur Verfügung und wird in einer nennenswerten Grössenordnung derzeit nur über Telefonica realisiert und von AOL und 1&1 vermarktet.

Bei Line-Sharing sehe ich das Problem das mach die Nachteile des TAL-Miet-Modells hat, ohne dessen Vorteile.

Man muss relativ viel in Hardware und Co-Location investieren und jeden Hauptverteiler erschliessen an dem man Kunden anbinden will, bekommt aber trotzdem nur die Internet/DSL-Umsätze und der Kunde bleibt trotzdem noch in einer Geschäftsbeziehung zum Konkurenten und damit anfällig für Abwerbeversuche.
Alles in allem hate ich das für ein eher wenig attraktives Modell.
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[3.1.2.1.1.1.1.1.1.1] fruli antwortet auf bugmenot
24.08.2006 11:25
Benutzer bugmenot schrieb:
Benutzer fruli schrieb:
Hi,

ich rede nicht von TAL-Komplettmiete sondern von Line-Sharing -
also der Leitungsmiete für das reine DSL-Frequenzspektrum. Diese von der EU seit Januar 2001 vorgeschriebene Vorleistung wurde von der deutschen Reguierung und Regulierung in Eintracht mit der DTAG jahrelang bewusst entgegen geltendem EU-Recht zwecks DTAG-Protektion obstruiert und steht zu marktfähigen Konditionen erst seit knapp 1 Jahr zur Verfügung und wird in einer nennenswerten Grössenordnung derzeit nur über Telefonica realisiert und von AOL und 1&1 vermarktet.

Bei Line-Sharing sehe ich das Problem das mach die Nachteile des TAL-Miet-Modells hat, ohne dessen Vorteile.

Man muss relativ viel in Hardware und Co-Location investieren und jeden Hauptverteiler erschliessen an dem man Kunden anbinden will, bekommt aber trotzdem nur die Internet/DSL-Umsätze und der Kunde bleibt trotzdem noch in einer Geschäftsbeziehung zum Konkurenten und damit anfällig für Abwerbeversuche.
Alles in allem hate ich das für ein eher wenig attraktives Modell.

Heute ist das sicher mit zunehmendem Mass zutreffend (Bitstream bevorstehend, VoIP als Ersatz für POTS/ISDN-Technologie) - zum Zeitpunkt, als die Vorleistung anno 2000 erdacht und 2001 rechtlich für alle EU-Mitgliedsstaaaten als unmittelbar geltendes Recht verordet wurde, war die Vorleistung wegweisend (potentielle Data-CLECs hatten damals nicht notwendigerweise die Ambitionen, in antiquierte leitungsgebundene Vermittlungstechnik für POTS/ISDN zu investieren; für Linesharing-Kunden alternativer DSL-Direktanschluss-Anbieter blieb weiter Call-by-Call verfügbar).

Die prinzipielle Linesharing-Attraktivität sieht man ja auch am hohen Linesharing-Marktanteil in Frankreich, der jetzt erst langsam im Zuge von VoIP-Telefonie-Flats zugunsten von TAL-Komplettmiete abnimmt.

Hierzulande verhinderten die Regierung / Regulierung und DT AG marktfähige Line-Sharing-Angebote 4 Jahre lang in Eintraccht konsequent bis zum ultimativen Eingreifen der EU, das leider erst zu dem Zeitpunkt erfolgte, als Line-Sharing für die Marktteilnehmer im Zuge des aufkommenden VoIP zunehmend unattraktiv wurde.


Jedenfalls gilt -solange es diese Vorleistung gibt- das Konsistenzgebot: eben dass die Vorleistungs-Kosten für Line-Sharing so gestaltet sind, dass Endkundenangebote von den Wettbewerbern wirtschaftlich geschnürt werden können, die nicht mit höheren Kosten verbunden sind als Resale-DSL.

So long.
fruli
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[3.1.2.1.1.1.1.1.1.1.1] idletimeout antwortet auf fruli
24.08.2006 12:07

einmal geändert am 24.08.2006 12:09

Heute ist das sicher mit zunehmendem Mass zutreffend (Bitstream bevorstehend, VoIP als Ersatz für POTS/ISDN-Technologie) - zum Zeitpunkt, als die Vorleistung anno 2000 erdacht und 2001 rechtlich für alle EU-Mitgliedsstaaaten als unmittelbar geltendes Recht verordet wurde, war die Vorleistung wegweisend (potentielle Data-CLECs hatten damals nicht notwendigerweise die Ambitionen, in antiquierte leitungsgebundene Vermittlungstechnik für POTS/ISDN zu investieren; für Linesharing-Kunden alternativer
DSL-Direktanschluss-Anbieter
blieb weiter Call-by-Call verfügbar).

Die prinzipielle Linesharing-Attraktivität sieht man ja auch am hohen Linesharing-Marktanteil in Frankreich, der jetzt erst langsam im Zuge von VoIP-Telefonie-Flats zugunsten von TAL-Komplettmiete abnimmt.

Hierzulande verhinderten die Regierung / Regulierung und DT AG
marktfähige Line-Sharing-Angebote 4 Jahre lang in Eintraccht konsequent bis zum ultimativen Eingreifen der EU, das leider erst zu dem Zeitpunkt erfolgte, als Line-Sharing für die Marktteilnehmer im Zuge des aufkommenden VoIP zunehmend unattraktiv wurde.


Jedenfalls gilt -solange es diese Vorleistung gibt- das Konsistenzgebot: eben dass die Vorleistungs-Kosten für Line-Sharing so gestaltet sind, dass Endkundenangebote von den Wettbewerbern wirtschaftlich geschnürt werden können, die nicht mit höheren Kosten verbunden sind als Resale-DSL.


Es sind ja nur 4 Sätze aber jeden einzelnen müsste ich 5-6 mal durchkauen bis der eigentliche Sinn halbwegs verstanden wurde.
;)
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[3.1.3] LOWI antwortet auf gio79de
24.08.2006 01:03
Benutzer gio79de schrieb:

Nein, denn gerade damit hätte man die Regulierung auf den Plan gerufen, damit diese den TAL-Preis entsprechend nach unten korrigiert.

Die Senkung der Resale-DSL-Preise ist vielmehr die Vorbereitung der für den Herbst angekündigten neuen Tarife der T-Com. Hätte T-Com nur die Endkundentarife gesenkt, hätte der Regulierer sie dazu gezwungen die Vorleistungen ebenfalls anzupassen und ihr schlimmstenfalls Preisvorgaben verpasst. Dem ist sie zuvor gekommen, nun kann sie abwarten was die Mitbewerber/Resale-Einkäufer aus den neuen Preisen machen und dann - wenn die ersten Angebote auf dem Tisch sind - mit einem damit adäquat konkurrierenden Angebot auftreten.

Ja genauso seh ich das. Was gibt es daran zu meckern? Wenn die Preise für Die Telefonanschlüsse und für DSL-Pakete gesenkt werden, dann sollte der Reseller-Preis ja nicht drüber liegen.
Vermarktet werden die neuen Tarife nicht erst im Herbst, sondern schon ab dem 18. September....also keine 4 Wochen mehr!
Da ist es doch mehr als auffällig, dass gerade jetzt die Preise für die Resale-Einkäufer gesenkt werden.
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[3.1.3.1] papamark antwortet auf LOWI
24.08.2006 10:28
Benutzer LOWI schrieb:
Benutzer gio79de schrieb:

Nein, denn gerade damit hätte man die Regulierung auf den Plan gerufen, damit diese den TAL-Preis entsprechend nach unten korrigiert.

Die Senkung der Resale-DSL-Preise ist vielmehr die Vorbereitung der für den Herbst angekündigten neuen Tarife der T-Com.
Hätte T-Com nur die Endkundentarife gesenkt, hätte der Regulierer sie dazu gezwungen die Vorleistungen ebenfalls anzupassen und ihr schlimmstenfalls Preisvorgaben verpasst. Dem ist sie zuvor gekommen, nun kann sie abwarten was die Mitbewerber/Resale-Einkäufer aus den neuen Preisen machen und dann - wenn die ersten Angebote auf dem Tisch sind - mit einem damit adäquat konkurrierenden Angebot auftreten.

Ja genauso seh ich das. Was gibt es daran zu meckern? Wenn die Preise für Die Telefonanschlüsse und für DSL-Pakete gesenkt werden, dann sollte der Reseller-Preis ja nicht drüber liegen. Vermarktet werden die neuen Tarife nicht erst im Herbst, sondern schon ab dem 18. September....also keine 4 Wochen mehr! Da ist es doch mehr als auffällig, dass gerade jetzt die Preise für die Resale-Einkäufer gesenkt werden.

Dann steht es um die Telekom schlimmer als gedacht! Das kostet die Telekom Milliarden. Was passiert mit den Tals? Soll die Grundgebühr für den Telefonanschluss auch gesenkt werden? Da kann ich nur sagen: Finger weg von Telekomaktien oder am besten sogar short gehen. Ich hätte nicht gedacht, das dieser systematische Selbstmord weiter so berieben wird. Was das weiter für den Arbeitsplatzabbau und sowie für die Sozialabgaben und den Service bedeuten wird, ist momentan noch unvorstellbar. Mich wundert, das der Bund und Verdi nicht im Vorfeld aktiv werden. Das Blackstone mit Ron Sommer sich da rei gerissen hat, ruft bei mir nur Schadenfreude vor. Das die Telekom aber nicht gelernt hat und grade in den USA wieder 2,7 Milliarden für Mobilfunk-Lizenzen bietet. Alles zusammen können die nächsten Zahlen nur eine Katastrophe werden. Zumal einige Effekte der letzten Aktionen sich noch gar nicht in den letzten Ergebissen wieder gespiegelt hatten. Auch das kommt erst noch. Ich kann mir gut vorstellen, das sich der Wert der Aktie dann nochmal schlagartig um 50% reduziert. Und ich kann mir auch gut vostellen, das durch ausgelöste Pankikreaktionen dann der gesammte Aktienmarkt in Mitleidenschaft gezogen wird. Also, die Weichen sind gestellt.
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[3.1.3.1.1] bugmenot antwortet auf papamark
24.08.2006 10:35

Dann steht es um die Telekom schlimmer als gedacht! Das kostet die Telekom Milliarden. Was passiert mit den Tals? Soll die Grundgebühr für den Telefonanschluss auch gesenkt werden? Da kann ich nur sagen: Finger weg von Telekomaktien oder am besten sogar short gehen. Ich hätte nicht gedacht, das dieser systematische Selbstmord weiter so berieben wird. Was das weiter für den Arbeitsplatzabbau und sowie für die Sozialabgaben und den Service bedeuten wird, ist momentan noch unvorstellbar.

Was wäre den die Alternative die du vorschlagen würdest ? Warten bis alle Kunden bei der Konkurenz sind ?
Was die Telekom betreibt ist einfach Ihre Kundenverluste zu begrenzen um den Peis der Marge. Das muß sie durch Einsparungen wieder reinholen, auch beim Personal.

Außerdem muss sie versuchen durch Ihr neues VDSL-Triple Play Angebot den den Revenue / Kunde wieder hochzutreiben, auch wenn noch äußerst unklar ist ob das klappen wird.
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[3.1.3.1.1.1] papamark antwortet auf bugmenot
24.08.2006 12:30
Benutzer bugmenot schrieb:

Was wäre den die Alternative die du vorschlagen würdest ? Warten bis alle Kunden bei der Konkurenz sind ? Was die Telekom betreibt ist einfach Ihre Kundenverluste zu begrenzen um den Peis der Marge. Das muß sie durch Einsparungen wieder reinholen, auch beim Personal.

Außerdem muss sie versuchen durch Ihr neues VDSL-Triple Play Angebot den den Revenue / Kunde wieder hochzutreiben, auch wenn noch äußerst unklar ist ob das klappen wird.

Erstmal prüfen, wo ich, wenn ich Telekom wäre, benachteiligt werde und dort bei der BNetzA vorgehen. Da gibt es genügend Quersubvention bei Mitwettbewerbern, wo man ansetzten kann. Den Vertrieb strukturieren. Eine Flat die nicht gewerblich genutzt werden soll entsprechend überwachen. Nicht via Werbung über T-Online eine Festnetzflatrate suggerieren und sich selber den Umsatz klauen. Das selbe gilt für Voip.Dann: wenn Mobilfunkanbieter im eignen Netz Voip blocken, warum sollte die Telekom das dann nicht auch? Oder umgekehrt. Wie würde eine Flat bei 1&1 aussehen, wenn die für Voip einen eigenen Backbone aufbauen müßten ? Wo wäre Arcor mit seinen Preisen, wenn man nicht mehr die Einahmen für Ausland und Mobilfunk hätte, weil man CbC zulassen müßte.

Das mit dem Trippleplay ist auch so eine Sache, selbst Gartner sagte schon, das das für viele Unternehmen zum Selbstmord wird. Ich persönlich komme mit einem 2000er gut aus und frage mich was ich von einen VDSL-Anschluß hätte. Ich werde auf jedenFall nix extra zahlen um Fernsehen über das Internet zu sehen. Da reicht mir meine Schüssel vollständig. Den einzig waren Nutzen wird wohl in den Firmenanbindungen liegen. Aber wenn, so wie Ricke in der Vergangenheit behauptet (sehe ich als Schutzbehauptung),der Ausbau durch den Öffnungsbeschluß sich nicht lohnt, ja dann eben nicht.
Außerdem, was Service betrifft, der ist bei der Telekom schlechter geworden, ist aber im Gegensatz zu Arcor und Co. (noch) gold.