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Kurth sehr widersprüchlich


30.01.2007 12:41 - Gestartet von oberpongo
Da sieht man mal wieder, dass die Beamten der BNetzA keine Ahnung von Marktwirtschaft haben. Auf der einen Seit klopft sich Kurth auf die eigene Schulter, dass schon 4,6 Mio TALs vermietet wurden auf der anderen Seite bemängelt er den fehlenden Infrastrukturwettbewerb.
Wenn die TAL so billig ist, lohnt sich für keinen Wettbewerber eine eigene Infrastruktur aufzubauen (Kabelbetreiber für den Rückkanal, TNB mit eigenen FTTH oder FTTC, WiMax, HSDPA etc.) Denn dann konzentriert sich alles auf REsale DSL und TAL-Wettbewerb.
Genauso hat die BNetzA früher den Anschlusswettbewerb verhindert, indem es die IC-Entgelte so massiv runtersetzt hat. Wer geht schon mit seinem Anschluss zur KOnkurrenz wenn man dann bei den Verbindungspreisen draufzahlt ggü. CbC.
Kurth fehlt einfach ein klares Ziel den Wettbewerb auf marktwirtschaftliche Beine zu stellen und damit vor allem seinen eigenen Arbeitsplatz überflüssig zu machen. Alles was dann nämlich notwendig wäre, ist ein kleines Kartelamt.
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[1] fruli antwortet auf oberpongo
30.01.2007 15:41
Hi,

grundsätzlich sind sämtliche Vorleistungsprodukte sinnvoll, wenn der Preisabstand akzeptabel reguliert ist.

Wettbewerb auf TAL-Mietbasis ist z.B. in den ca. 3000 kleineren Ortsnetzen (von bundesweit 5200) angesichts der Kollokationskosten sowie der Kosten für die GF-Anbindung der Kollokationsstandorte eine Chimäre genauso wie Infrastruktur-Wettbewerb durch eigene FTTH-Leitungen ausserhalb der grossen Ballungszentren auf Jahre hinaus völlig illusionär sein dürfte.

Gerade deshalb ist die gesamte Bandbreite der sauber durchregulierten Vorleistungen sinnvoll.

JWD bedarf es Carrier Selection und Bitstream, damit die dortigen Bewohner überhaupt von der De-Monopolisierung (aka Liberalisierung) profitieren; in grösseren Kleinstädten und kleineren Grossstädten ist TAL-Miete für die Alternativanbieter lohnend und in den grössten Grossstädten bietet sich zusätzlich Infrastruktur-Wettbewerb an.

So long.
fruli