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E-Plus muss gerade reden...


26.09.2007 01:45 - Gestartet von GrößterNehmer
Mussten die IC-Gebühren nicht das letzte mal von der BNetz-Agentur festgelegt werden, weil E-Plus nicht zu einer Einigung bereit war und zu hohe IC-Gebühren ins eigene Netz verlangte? Und hatten die vorher nicht auch große Töne gespuckt, dass es billiger werden müsse? Das wird doch dieses mal wieder das Gleiche: erst ankündigen, dass die Preise fallen müssen und hinterher Einspruch erheben, weil ihnen die IC-Gebühren zu niedrig sind. Und das lächerlichste an allem ist ja, dass E-Plus mehr Leute haben will, die ihren Festnetzanschluss ganz aufgegeben haben. Als einziger Anbieter in Deutschland, der kein speziell zugeschnittenes Angebot auf eben diese Zielgruppe hat! Da muss man sich doch zuerst mal fragen, warum viele Leute nicht auf ihren Festnetzanschluss verzichten. Ich sehe da folgende mögliche Gründe:

-Hausanlage, mehrere Telefone, Fax, DSL (könnte man zwar auch alles irgendwie über Mobilfunk hinkriegen, wäre aber oft umständlich)

-der Kunde will nicht auf eine (seine gewohnte) Festnetznummer verzichten, da man dann sicherlich viel seltener angerufen wird. Bei vielen ist noch im Kopf: Handynummer = teuer. Außerdem stimmt dies für viele Verträge ja auch noch.

-für alles andere als die "normalen" Nummern (Festnetz, Mobilfunk) bezahlt man horrende Kosten oder die Nummern sind nicht erreichbar. 5 Minuten mit der Bank kosten dann mal locker über 3 Euro.

Fazit: E-Plus ist im Moment am schlechtesten als Festnetzersatz geeignet, hier hatte ja o2 über Jahre die Nase vorn (als einziger Anbieter). Sicherlich hätte E-Plus gerne viele Kunden im Netz, die ihr Handy als Festnetzersatz nutzen und dadurch auch viele eingehende Gesprächsminuten aus anderen Netzen haben. Da E-Plus ja keine Festnetznummer anbietet, würden sie dafür schön IC-Gebühren kassieren. Dass diese Rechnung aufgeht, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn ich persönlich würde solche Leute seltener und kürzer als "Festnetznummerninhaber" anrufen und mich eventuell sogar zurückrufen lassen, wenn eine Flatrate vorhanden ist. Damit könnten die Einnahmen durch die IC-Gebühren sogar durch die Ausgaben durch den längeren Rückruf überwogen werden. Es wäre zwar schön nur noch unter einer Handynummer erreichbar zu sein, aber dafür müssten die IC-Gebühren irgendwo in die Nähe derer vom Festnetz kommen und außerdem Kostenfallen wie Service-Nummern fair tarifiert werden. Aber das wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen...

Gruß
GrößterNehmer
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[1] 0180 mit Handy
Alexda antwortet auf GrößterNehmer
26.09.2007 10:00
Mittlerweile kann man mit dem Handy ja sogar vom Ausland billiger nach Deutschland telefonieren, als in Deutschland zu 0180!

Das ist doch nahe am Betrug! Ich wäre für eine Vorschrift, dass der teuerste Minutenpreis mit in die Tariftabelle kommt.
Und der darf für Sondernummern maximal der in der Werbung angegebene (bisher "vom Festnetz der DTAG") zuzüglich des jeweiligen Handytarifs INS Festnetz sein.
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[2] chb antwortet auf GrößterNehmer
26.09.2007 10:18
Benutzer GrößterNehmer schrieb:
fragen, warum viele Leute nicht auf ihren Festnetzanschluss verzichten. Ich sehe da folgende mögliche Gründe: -Hausanlage, mehrere Telefone, Fax, DSL (könnte man zwar auch alles irgendwie über Mobilfunk hinkriegen, wäre aber oft umständlich)

Man findet hier und in anderen Foren immer wieder Leute die einem lang und breit erzählen, wie überflüssig das Festnetz doch sei und wieviel man mit einem Mobilfunkprodukt doch sparen könne. Unter den Tisch fällt dabei, dass das nur für Singlehaushalte bzw. Haushalte praktisch ohne Telefonaufkommen gilt und auch einmalige Investitionskosten für Hardware in durchaus dreistelliger Höhe anfallen können, die die Ersparnis dann auch relativieren. Sehe ich mir an, wie es bei meinem Nachbarn läuft, verpufft das auch schnell in Luft: er hat Genion, hängt an meinem WLAN und ich ziehe jetzt weg. Also musste er sich ein o2-UMTS-Produkt dazubuchen, das a) erheblich langsamer, b) in der Summe teurer und c) nicht als Flatrate zu haben ist. Allein deswegen ist für die hauptsächlich ortsfeste Nutzung ein Mobilfunkprodukt eher nur was für Gelegenheitsnutzer.

-der Kunde will nicht auf eine (seine gewohnte) Festnetznummer verzichten, da man dann sicherlich viel seltener angerufen wird. Bei vielen ist noch im Kopf: Handynummer = teuer.

Ist ja auch so. 10-12 ct./min vs. 0,8-2 ct./min ist schon ein erheblicher Unterschied.

-für alles andere als die "normalen" Nummern (Festnetz, Mobilfunk) bezahlt man horrende Kosten oder die Nummern sind

Da immer mehr Firmen zu 0180-Nummern übergehen und man die Klarnummern dahinter oft nicht mehr findet (das 0180-Telefonbuch ist zwar sehr nützlich, aber vieles steht da auch nicht drin) ist das in der Tat ein ernsthafter Kostenfaktor.

Solange der Anruf zu einer Mobilnummer immer noch echtes Geld kostet kann ein Anbieter ohne "home"-Produkt nicht ernsthaft glauben machen, dass ein Handyvertrag aus seinem Haus ein Festnetzersatz sei...

Benni
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[3] nosscirE ynoS antwortet auf GrößterNehmer
26.09.2007 10:27
@GrößterNehmer du hast leider keinen Plan, du schreibst hier Zeug das überhaupt nicht stimmt!

T-Mobile, Vodafone und o2 wollte sich auf 9,9cent einigen allerdings war E-Plus das zu viel und man hat sich geweigert und damit eine jährliche Regulierung erzwungen so das die IC jetzt jedes Jahr neue festgelegt werden. Also kannst du E-Plus danken sonst wären die IC immernoch bei 13-14 cent wie früher!

Ohne E-Plus würden wir heute noch für 79cent pro Minute telefonieren.

Also erst mal informieren und dann Beiträg schreiben!
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[3.1] kamischke antwortet auf nosscirE ynoS
26.09.2007 11:59
Benutzer nosscirE ynoS schrieb:
@GrößterNehmer du hast leider keinen Plan, du schreibst hier Zeug das überhaupt nicht stimmt!

Da fragt man sich ehrlich wer keinen Plan hat?

https://www.teltarif.de/forum/s17755/67-9.html

T-Mobile, Vodafone und o2 wollte sich auf 9,9cent einigen allerdings war E-Plus das zu viel und man hat sich geweigert und damit eine jährliche Regulierung erzwungen so das die IC jetzt jedes Jahr neue festgelegt werden. Also kannst du E-Plus danken sonst wären die IC immernoch bei 13-14 cent wie früher!

9,9 Cent war E-Plus nicht zuviel, sondern E-Plus ging es viel mehr darum eine Ausweitung der Spreizung zwischen den IC-Entgelten innerhalb der Netze zu erreichen.
Der Entschluß von E-Plus, sich der freiwilligen IC-Regelung zwischen den Mobilfunkbetreibern zu entziehen, um die Spreizung zwischen den IC-Entgelten von D- und E-Netzen zu erhöhen, ging jedoch nicht auf.
Die IC-Gebühren der E-Netze wurden durch den Regulierer nämlich wesentlich stärker gesenkt als die der D-Netze.
https://www.teltarif.de/arch/2006/kw45/...
Und bereits die freiwillige IC-Regelung der Mobilfunkbetreiber sah eine jährliche Anpassung der IC-Entgelte vor.

Ohne E-Plus würden wir heute noch für 79cent pro Minute telefonieren.

Also erst mal informieren und dann Beiträg schreiben!

Um wieviel Cent wurde den "Dank E-Plus" der Preis bei Simyo durch die neu ausgehandelten billigeren IC-Entgelte nun gesenkt, sprich wieviel ist beim Verbraucher angekommen?
Zur Erinnerung:
"Für die Anbieter sinken die so genannten Terminierungsentgelte um 2,2 Cent (T-Mobile,Vodafone) beziehungsweise um 2,5 Cent je Minute (E-Plus, o2)."

Gruß Kamischke
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[4] timeändmore antwortet auf GrößterNehmer
26.09.2007 11:54
Benutzer GrößterNehmer schrieb:
Mussten die IC-Gebühren nicht das letzte mal von der BNetz-Agentur festgelegt werden, weil E-Plus nicht zu einer Einigung bereit war und zu hohe IC-Gebühren ins eigene Netz verlangte? Und hatten die vorher nicht auch große Töne gespuckt, dass es billiger werden müsse? Das wird doch dieses mal wieder das Gleiche: erst ankündigen, dass die Preise fallen müssen und hinterher Einspruch erheben, weil ihnen die IC-Gebühren zu niedrig sind. Und das lächerlichste an allem ist ja, dass E-Plus mehr Leute haben will, die ihren Festnetzanschluss ganz aufgegeben haben. Als einziger Anbieter in Deutschland, der kein speziell zugeschnittenes Angebot auf eben diese Zielgruppe hat! Da muss man sich doch zuerst mal fragen, warum viele Leute nicht auf ihren Festnetzanschluss verzichten. Ich sehe da folgende mögliche Gründe:

-Hausanlage, mehrere Telefone, Fax, DSL (könnte man zwar auch alles irgendwie über Mobilfunk hinkriegen, wäre aber oft umständlich)

-der Kunde will nicht auf eine (seine gewohnte) Festnetznummer verzichten, da man dann sicherlich viel seltener angerufen wird. Bei vielen ist noch im Kopf: Handynummer = teuer. Außerdem stimmt dies für viele Verträge ja auch noch.

-für alles andere als die "normalen" Nummern (Festnetz, Mobilfunk) bezahlt man horrende Kosten oder die Nummern sind nicht erreichbar. 5 Minuten mit der Bank kosten dann mal locker über 3 Euro.

Fazit: E-Plus ist im Moment am schlechtesten als Festnetzersatz geeignet, hier hatte ja o2 über Jahre die Nase vorn (als einziger Anbieter). Sicherlich hätte E-Plus gerne viele Kunden im Netz, die ihr Handy als Festnetzersatz nutzen und dadurch auch viele eingehende Gesprächsminuten aus anderen Netzen haben. Da E-Plus ja keine Festnetznummer anbietet, würden sie dafür schön IC-Gebühren kassieren. Dass diese Rechnung aufgeht, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn ich persönlich würde solche Leute seltener und kürzer als "Festnetznummerninhaber" anrufen und mich eventuell sogar zurückrufen lassen, wenn eine Flatrate vorhanden ist. Damit könnten die Einnahmen durch die IC-Gebühren sogar durch die Ausgaben durch den längeren Rückruf überwogen werden. Es wäre zwar schön nur noch unter einer Handynummer erreichbar zu sein, aber dafür müssten die IC-Gebühren irgendwo in die Nähe derer vom Festnetz kommen und außerdem Kostenfallen wie Service-Nummern fair tarifiert werden. Aber das wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen...

Gruß
GrößterNehmer




Kurz dazu:

Hätte Eplus nicht dafür gesorgt, dass die Bundesnetzagentur das geregelt hat, wären die IC-Entgelte jetzt wohl höher.
Dass die Anbieter dann wiederum Utopiepreise fordern ist ja klar, aber die Entscheidung der Agentur war ja auch abzusehen. Insofern war das nur ein durchsichtiges Taktieren mit feststehendem Ausgang.

Und Eplus hat keine Festnetznummern, weil deren Ziel US-Amerikanische Zustände sind: Gleichberechtigung von Festnetz und Handy. Insofern streichen die jetzt noch eben die höheren ICs ein und sparen sich die Aufteilung in Fest-/Mobilfunknummer.