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wuala derzeit unschlagbar....


17.03.2010 14:13 - Gestartet von abittner
einmal geändert am 17.03.2010 14:18
... was heisst da derzeit.... das laeuft schon seit 2007.....


wieso wurde das hier nicht im artikel erwaehnt.

unzensierbar, private daten sind privat d.h. auch kein firmen/provider/anbieter zugriff usw.


webhoster dienste? ist doch uralt. ausserdem upload riesiger datenmengen nicht set-and-forget faehig, z.b. bei verbindungsabbruechen, roaming (wlan/mobile user), provider/standortwechsel intolerant etc.


wuala (und bald maidsafe/perpetual data) ist das beste was man sich hinsichtlich datenschutz und dezentralem ueberall verfuegbarem dienst derzeit vorstellen kann.

wuala bietet all das uvam.
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[1] peregrintuk antwortet auf abittner
17.03.2010 15:49
Benutzer abittner schrieb:
... was heisst da derzeit.... das laeuft schon seit 2007.....


wieso wurde das hier nicht im artikel erwaehnt.


wie wäre es mit einem weniger planlos kritischen Ton? Der Autor stellt doch nur Möglichkeiten vor, zumal der Text von dpa kommt. Hättest du nicht schreiben können: "danke für den Artikel, aber er zeigt nur einen Teil der Möglichkeiten. Neben den genannten ist meine Empfehlung an die teltarif-Leser der Dienst wuala, weil er...."

Das wäre höflich gewesen und ein Mehrwert für alle. Manchmal nervt der Ton in deutschen Foren doch gehörig.
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[2] spaghettimonster antwortet auf abittner
17.03.2010 17:12

3x geändert, zuletzt am 17.03.2010 17:48
Benutzer abittner schrieb:
wuala (und bald maidsafe/perpetual data) ist das beste was man sich hinsichtlich datenschutz

Für mich ist das schon deshalb indiskutabel, weil man dazu einen Client installieren muss. Ich will nicht wissen, was das wieder für Ad- und Spyware auf die Platte spült. Irgendein anmeldefreier Flash-Ballast bei Megaupload reicht mir gerade. In den AGB lässt sich Wuala für Nutzerdaten "ein kostenloses, weltweites, nicht-kommerzielles Nutzungsrecht sowie das Recht kommerzieller Nutzung für Marketing-Zwecke im Zusammenhang mit Wuala" einräumen. Wegwerfadressen sind (im Prinzip) gesperrt.

Damit nicht genug, Anmelden ist Pflicht. Und nach 1 GB Speicher ist Feierabend, mehr gibt's nur, wenn ich entweder (unter Datenangabe, siehe oben) zahle oder selbst lokal Speicherplatz und täglich mindestens 4 Stunden Rechner und Bandbreite zur Verfügung stelle, so potenziell fremde Kinderpornos o.ä. verbreiten helfe und mich in Teufels Küche begebe.

Außerdem schnüffelt Wuala seinen Nutzern hinterher, indem jegliche Aktivitäten und IP-Adressen der Nutzer vorratsgespeichert werden - für unbekannte Zeit. Der Nutzer kann aber wahrscheinlich blind auf die Sicherheit seiner Daten vertrauen (siehe Telekom-Skandal, siehe Schweizer Bankdaten), solange jedenfalls Woila nicht von seinem Recht Gebrauch macht, seine Datenschutzkonditionen jederzeit nachträglich zu ändern. Bei Woila ist der Datenschutz-Sachverstand zu Hause.

und dezentralem ueberall verfuegbarem dienst derzeit vorstellen kann.

Zur Datensicherheit dank dezentraler Speicherung wird man ergänzen müssen, dass der Login-Server von Wuala ja nicht dezentral, aber Voraussetzung zum Zugang mindestens der nicht öffentlichen Daten ist, so dass man doch wieder zentralistisch auf Wualas Gnaden angewiesen ist. Wenn das ausfällt, sind die Daten zwar noch irgendwo gespeichert, aber rankommen tut man nicht.

unzensierbar, private daten sind privat d.h. auch kein firmen/provider/anbieter zugriff usw.

Privat ist da nachprüfbar gar nichts, es sei denn, du verschlüsselst selbst, und das geht auch bei allen anderen 08/15-Hostern. Wenn der Wuala-Client lokal verschlüsselt, würde ich gern mal wissen, wie, und dazu müsste der Quelltext offen sein. Im Verschlüsselungsbereich sind Closed-source-Lösungen von Haus aus nicht ernst zu nehmen, da kaum nachprüfbar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity

Beispiel:
http://www.heise.de/security/artikel/Verschusselt-statt-verschluesselt-270058.html

Gerade wenn Daten, die Leute sicher wähnen, auf wildfremden User-PCs weltweit gespeichert werden und der einzige Schutz eine Closed-Source-Verschlüsselung ist, ist nicht ausschließen, dass Hinz und Kunz unbemerkt Zugriff haben. Tor basiert auch auf diesem dezentralen Prinzip, und es gibt Hinweise, dass hinter vielen Tor-Knoten inzwischen US- und chinesische Geheimdienste stecken (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anonymisierungsnetz-Tor-abgephisht-173525.html). Dann kann ich meine Backups auch gleich ans Innenministerium schicken - und da wären sie wahrscheinlich noch sicherer.

"Unzensierbar" stimmt auch nicht. In den AGB behält sich Wuala vor, "ohne Grundangabe Daten zu sperren oder zu löschen, ohne deren Inhalt überprüfen zu können". Übrigens auch eine interessante Verschlüsselung, bei der man gezielt Dateien sehen und löschen kann.