Diskussionsforum
  • 17.05.2007 02:54
    GrößterNehmer antwortet auf lord12
    Benutzer lord12 schrieb:
    > Na also, geht doch!

    Ich würde mir denken, dass die sich nicht ganz auf das Gute im Kunden verlassen werden und eine Art "Wasserzeichen" in die Dateien mit packen werden, wodurch beim Auftauchen der Datei in einer Tauschbörse der Ursprung festgestellt werden kann. Aber das finde ich auch ok, so lange man die Dateien trotzdem ohne Probleme auf allen MP3-Playern abspielen kann. Natürlich wird man auch so ein Wasserzeichen nach kurzer (oder längerer) Zeit entfernen können, aber die zahlenden Kunden stören sich ja mehr an den Einschränkungen in der Abspielbarkeit als an denen des Filesharings. Dadurch könnte man Kunden hinzugewinnen, die bisher keine Lieder per Download gekauft haben, weil es mit dem DRM einfach zu umständlich war. Leute, die sich die Musik über Filesharing holen, werden das höchstwahrscheinlich weiter tun. Aber immerhin wird es für uns andere einfacher.

    Gruß
    GrößterNehmer
  • 30.05.2007 18:57
    lr antwortet auf GrößterNehmer
    Benutzer GrößterNehmer schrieb:

    > Ich würde mir denken, dass die sich nicht ganz auf das Gute im
    >
    Kunden verlassen werden und eine Art "Wasserzeichen" in die
    >
    Dateien mit packen werden, wodurch beim Auftauchen der Datei in
    >
    einer Tauschbörse der Ursprung festgestellt werden kann. Aber
    >
    das finde ich auch ok, so lange man die Dateien trotzdem ohne
    >
    Probleme auf allen MP3-Playern abspielen kann.

    Leider hat dieses Verfahren einen Haken: Stell Dir vor, Dir wird Dein MP3-Player geklaut. Zum Verlust des Players könnten dann noch Unannehmlichkeiten kommen, wenn der Dieb die Dateien, die auf "Deinen" Namen laufen, in Umlauf bringt. Mit Wasserzeichen verseuchte Dateien kämen mir daher nicht ins Haus.
  • 30.05.2007 20:01
    GrößterNehmer antwortet auf lr
    > Leider hat dieses Verfahren einen Haken: Stell Dir vor, Dir
    >
    wird Dein MP3-Player geklaut. Zum Verlust des Players könnten
    >
    dann noch Unannehmlichkeiten kommen, wenn der Dieb die Dateien,
    >
    die auf "Deinen" Namen laufen, in Umlauf bringt. Mit
    >
    Wasserzeichen verseuchte Dateien kämen mir daher nicht ins Haus.

    Natürlich könnte es passieren, dass die Dateien ohne deine Zustimmung verbreitet werden. Allerdings muss man mit den Forderungen auch realistisch bleiben. Da sich digitale Inhalte ohne Qualitätsverlust beliebig oft kopieren lassen, kann man sie nicht gleich behandeln, wie eine physische Ware.

    Nur weil Dateien mit deinem Wasserzeichen in einer Tauschbörse auftauchen heißt das ja nicht gleich, dass du wegen Rechteverletzung in den Knast kommst. Wenn z.B. dein Handy oder dein Auto geklaut wird und damit eine Straftat begangen wird, wirst du auch nicht automatisch verurteilt. So ein Wasserzeichen wäre ja eigentlich mehr eine psychologische Hürde die unkontrollierte Verbreitung etwas einzudämmen. Nutzer, die es darauf anlegen, können das Wasserzeichen sowieso entfernen. Vielmehr geht es ja darum, dass nicht jeder, der Musik kauft diese einfach ohne großes Nachdenken und Schuldbewusstsein die gleich in die nächste Tauschbörse packt. Damit würden nämlich die "Dummen", die die Lieder ehrlich kaufen sicherlich dafür einen höheren Preis zahlen, da sie für die "Tauschbörsianer" mit bezahlen müssten. Da habe ich doch lieber günstigere Preise, als den "Komfort" jederzeit meine gekauften Lieder unverfolgbar weiterzugeben.

    Als Modell könnte man sich zum Beispiel vorstellen, dass bei wiederholtem Auftauchen der Lieder eines Käufers in Tauschbörsen dieser per Email darauf hingewiesen wird, dass eben seine Lieder dort aufgetaucht sind und dass eine Weitergabe nicht zulässig ist. Wenn weiterhin auch nach dem Hinweis gekaufte Lieder auftauchen, könnte der Shop dem Käufer ja z.B. einfach keine Lieder mehr verkaufen und/oder Klage einreichen. Wenn dann noch dazu käme, dass die Lieder von der IP des Käufers in der Tauschbörse aufgetaucht sind, dann sollte der Käufer schon eine gute Erklärung dafür haben.

    Wenn du Angst davor hast, das so ein Wasserzeichen dafür genutzt werden könnte, um die Käufer zu kriminalisieren, stimme ich mit dir überein, dass dies nicht der Fall sein darf. Es ist völlig richtig, dass gekaufte Dateien auch ohne Zutun des Käufers weiterverbreitet werden können. Und wie gesagt sollte das System mehr eine psychologische Hürde aufbauen und nur in besonders krassen Fällen sollten da ernsthafte Maßnahmen ergriffen werden. Außerdem kommt noch hinzu, dass man ja nicht automatisch schuldig gesprochen wird, nur weil ein Musiklabel meint, man habe seine Musik willentlich weiterverbreitet.

    Aber nachdem wir nun den Fall betrachtet haben, dass jemand unschuldig der Weitergabe verdächtigt wird. Was wäre denn, wenn jemand Lieder kauft und diese regelmäßig an die ganze Schulklasse oder im ganzen Büro verbreitet, vielleicht sogar noch gebrannte CDs davon dort verkauft. Würdest du durch dieses Verhalten mehr für die Lieder im Shop bezahlen wollen, weil dadurch die Nachfrage geringer ist?

    Ich sehe so ein Wasserzeichen eher als kleine Hürde für die Leute an, die ihre gekauften Lieder ohne großes Nachdenken sonst einfach weitergeben würden (in großem Maße), aber nicht die Energie aufbringen würden das Wasserzeichen zu entfernen. Vielleicht würden manche durch so ein Wasserzeichen auch erst auf die Idee kommen, dass man im Internet gekaufte Lieder nicht einfach ohne Weiteres weiterverbreiten darf.

    Gruß
    GrößterNehmer
  • 30.05.2007 20:19
    Moneysac antwortet auf GrößterNehmer
    Musik wird einfach viel zu teuer verkauft, somit ist die musikindustrie an dem desaster delbst schuld. warum über einen euro für einen song bezahlen der in der herstellung wenige cent kostet? hier hat mal nicht mal cd und verpackung die noch einen gewissen aufpreis rechtfertigen. 17.- für eine CD ist völlig überteuert, die käufer finanzieren das luxusleben von sternchen, die meistens nichtmal singen können (früher hatte musik mehr künstlerischen wert!).

    wäre ein song für 20 cent in einem übersichtlichen onlineshop zu haben, an dem die musikindustrie gut genug verdient, so wäre das problem der illegalen downloads wohl nicht so groß.

    ich verstehe jeden, der sich musik bei den preisen aus dem netz zieht! songs illegal anbieten sollte man jedoch trotzdem nicht, da man hier ein großes risiko eingeht, ausfindig gemacht zu werden.