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Ranking!?


04.07.2006 09:37 - Gestartet von The_it
"E-Plus belegt dagegen den letzten Platz, gefolgt von Vodafone und T-Mobile." Also ist Vodafone Hinterletzter und T-Mobile Allerletzter? Interessantes Ranking, macht einen absolut professionellen Eindruck!
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!
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[1] handytim antwortet auf The_it
04.07.2006 09:42
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön: http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm

Ciao
Tim
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[1.1] timeändmore antwortet auf handytim
04.07.2006 09:46
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm

Ciao
Tim

und der auftraggeber?
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[1.1.1] eiwei antwortet auf timeändmore
04.07.2006 10:45
Benutzer timeändmore schrieb:
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
>
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm

Ciao
Tim

und der auftraggeber?

o2:-D
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[1.2] toco antwortet auf handytim
04.07.2006 15:58

2x geändert, zuletzt am 04.07.2006 16:01
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm


Ich weiß nicht, ob Du Dich mit Statistik ein wenig auskennst - ich arbeite täglich damit. Anhand des Links ist zumindest nicht nachvollziehbar, inwieweit die Daten überhaupt so interpretierbar sind.

Mehrere Punkte allerdings sprechen dagegen:

- im angegebenen Link und im PDF ist *nichts*, aber auch gar nichts über kritische Differenzen, Standardfehler und -abweichungen zu lesen. Erst wenn die aber angegeben sind, ist klar definierbar, ob das Messinstrument überhaupt sensitiv genug ist, Unterschiede überhaupt festzustellen.

Möglicherwiese ist der ganze Fragebogen also höchst unreliabel.

Was sehr theoretisch klingt, ist dennoch häufig in der Praxis anzutreffen: Unterschiede im Mikrobereich werden hochgepuscht und sind gar nicht aussagekräftig. Ein prominentes Beispiel: Unterschiede zwischen den Bundesländern in der PISA-Studie (es war interessant, sich mal mit den Rohdaten zu befassen).

- die prozentuale Unterschiedserhebung erfolgt anhand der Unterteilung der Kunden in drei Kategorien - "Promotoren", "passiv Zufriedene" und "Kritiker".
Anhand dieser Kategorien werden hübsche Bildchen aufgestellt, die Unterschiede demonstrieren wollen.
Diese Art der Kategorisierung ist ein altbekannter Trick, um die Varianz bzw. Streuung der Ergebnisse zu erhöhen: Weil die Rohdaten keine aussagekräftigen Werte hergeben, werden sie auf willkürliche Art und Weise transformiert.
So kann man - einfaches Beispiel - aus Daten, die auf einer Skala von 0 bis 20 erhoben werden und ausschließlich um den Wert 10 streuen, Unterteilungen festlegen: 0-9: schlecht: 10: Mittel 11-20: gut. Schon hat man im Ergebniss riesige Unterschiede, die aber gar nicht in der Praxis auftteten.

- Ein Verhältniswert, der aus einem Prozentranking gewonnen wird, ist falsch: Der Unterschied zwischen Prozentwerten kann je nach Streuung der Rohdaten unterschiedlich sein, Verhältniswerte setzen jedoch gleiche Unterschiede voraus.

Würde man die Rohdaten kennen, fänden sich bestimmt genug andere Punkte.

Fazit: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Ich glaube nicht, daß dieses Unternehmen o2 nach dem Mund geredet hat, ich glaube aber, daß man auf Teufel komm raus eine Sensation produzieren wollte und darum mit allen Tricks versucht hat, nichtsignifikante Unterschiede in intuitiv signifikante umzuwandeln.

Wahrscheinlich gehts diesem Marketingunternehmen finanziell nicht so gut, die brauchten um jeden Preis Aufmerksamkeit?

Eigentlich kommmt bei dieser Studie einfach rein gar nichts raus - höchstens eine leichte Tendenz.
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[1.2.1] tcsmoers antwortet auf toco
04.07.2006 16:04
Benutzer toco schrieb:
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
>
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm


Ich weiß nicht, ob Du Dich mit Statistik ein wenig auskennst - ich arbeite täglich damit. Anhand des Links ist zumindest nicht nachvollziehbar, inwieweit die Daten überhaupt so interpretierbar sind.

Mehrere Punkte allerdings sprechen dagegen:

- im angegebenen Link und im PDF ist *nichts*, aber auch gar nichts über kritische Differenzen, Standardfehler und -abweichungen zu lesen. Erst wenn die aber angegeben sind, ist klar definierbar, ob das Messinstrument überhaupt sensitiv genug ist, Unterschiede überhaupt festzustellen.

Möglicherwiese ist der ganze Fragebogen also höchst unreliabel.

Was sehr theoretisch klingt, ist dennoch häufig in der Praxis anzutreffen: Unterschiede im Mikrobereich werden hochgepuscht und sind gar nicht aussagekräftig. Ein prominentes Beispiel: Unterschiede zwischen den Bundesländern in der PISA-Studie (es war interessant, sich mal mit den Rohdaten zu befassen).

- die prozentuale Unterschiedserhebung erfolgt anhand der Unterteilung der Kunden in drei Kategorien - "Promotoren", "passiv Zufriedene" und "Kritiker".
Anhand dieser Kategorien werden hübsche Bildchen aufgestellt, die Unterschiede demonstrieren wollen.
Diese Art der Kategorisierung ist ein altbekannter Trick, um die Varianz bzw. Streuung der Ergebnisse zu erhöhen: Weil die Rohdaten keine aussagekräftigen Werte hergeben, werden sie auf willkürliche Art und Weise transformiert.
So kann man - einfaches Beispiel - aus Daten, die auf einer Skala von 0 bis 20 erhoben werden und ausschließlich um den Wert 10 streuen, Unterteilungen festlegen: 0-9: schlecht: 10: Mittel 11-20: gut. Schon hat man im Ergebniss riesige Unterschiede, die aber gar nicht in der Praxis auftteten.

- Ein Verhältniswert, der aus einem Prozentranking gewonnen wird, ist falsch: Der Unterschied zwischen Prozentwerten kann je nach Streuung der Rohdaten unterschiedlich sein, Verhältniswerte setzen jedoch gleiche Unterschiede voraus.

Würde man die Rohdaten kennen, fänden sich bestimmt genug andere Punkte.

Fazit: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Ich glaube nicht, daß dieses Unternehmen o2 nach dem Mund geredet hat, ich glaube aber, daß man auf Teufel komm raus eine Sensation produzieren wollte und darum mit allen Tricks versucht hat, nichtsignifikante Unterschiede in intuitiv signifikante umzuwandeln.

Wahrscheinlich gehts diesem Marketingunternehmen finanziell nicht so gut, die brauchten um jeden Preis Aufmerksamkeit?

Eigentlich kommmt bei dieser Studie einfach rein gar nichts raus - höchstens eine leichte Tendenz.

Klasse Erläuterung.

peso
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[1.2.2] Hightower antwortet auf toco
04.07.2006 16:05
Benutzer toco schrieb:
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
>
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm


Ich weiß nicht, ob Du Dich mit Statistik ein wenig auskennst - ich arbeite täglich damit. Anhand des Links ist zumindest nicht nachvollziehbar, inwieweit die Daten überhaupt so interpretierbar sind.

Mehrere Punkte allerdings sprechen dagegen:

- im angegebenen Link und im PDF ist *nichts*, aber auch gar nichts über kritische Differenzen, Standardfehler und -abweichungen zu lesen. Erst wenn die aber angegeben sind, ist klar definierbar, ob das Messinstrument überhaupt sensitiv genug ist, Unterschiede überhaupt festzustellen.

Möglicherwiese ist der ganze Fragebogen also höchst unreliabel.

Was sehr theoretisch klingt, ist dennoch häufig in der Praxis anzutreffen: Unterschiede im Mikrobereich werden hochgepuscht und sind gar nicht aussagekräftig. Ein prominentes Beispiel: Unterschiede zwischen den Bundesländern in der PISA-Studie (es war interessant, sich mal mit den Rohdaten zu befassen).

- die prozentuale Unterschiedserhebung erfolgt anhand der Unterteilung der Kunden in drei Kategorien - "Promotoren", "passiv Zufriedene" und "Kritiker".
Anhand dieser Kategorien werden hübsche Bildchen aufgestellt, die Unterschiede demonstrieren wollen.
Diese Art der Kategorisierung ist ein altbekannter Trick, um die Varianz bzw. Streuung der Ergebnisse zu erhöhen: Weil die Rohdaten keine aussagekräftigen Werte hergeben, werden sie auf willkürliche Art und Weise transformiert.
So kann man - einfaches Beispiel - aus Daten, die auf einer Skala von 0 bis 20 erhoben werden und ausschließlich um den Wert 10 streuen, Unterteilungen festlegen: 0-9: schlecht: 10: Mittel 11-20: gut. Schon hat man im Ergebniss riesige Unterschiede, die aber gar nicht in der Praxis auftteten.

- Ein Verhältniswert, der aus einem Prozentranking gewonnen wird, ist falsch: Der Unterschied zwischen Prozentwerten kann je nach Streuung der Rohdaten unterschiedlich sein, Verhältniswerte setzen jedoch gleiche Unterschiede voraus.

Würde man die Rohdaten kennen, fänden sich bestimmt genug andere Punkte.

Fazit: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Ich glaube nicht, daß dieses Unternehmen o2 nach dem Mund geredet hat, ich glaube aber, daß man auf Teufel komm raus eine Sensation produzieren wollte und darum mit allen Tricks versucht hat, nichtsignifikante Unterschiede in intuitiv signifikante umzuwandeln.

Nun, wie wäre es wenn die Kritiker nur von 1 bis 5 und die Promoter von 10 - 8 bewertet würden? Aber das wäre nur mit den Rohdaten auszuwerten.
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[1.2.2.1] toco antwortet auf Hightower
04.07.2006 16:24
Benutzer Hightower schrieb:
Benutzer toco schrieb:
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer The_it schrieb:
Aber wie üblich: Traue keiner Erhebung, deren Faktoren und Kriterien du nicht kennst!

Bitteschön:
>
>
http://www.bain.de/MitloyalenKundenzumehrWachstumimMobilfunk.htm


Ich weiß nicht, ob Du Dich mit Statistik ein wenig auskennst - ich arbeite täglich damit. Anhand des Links ist zumindest nicht nachvollziehbar, inwieweit die Daten überhaupt so interpretierbar sind.

Mehrere Punkte allerdings sprechen dagegen:

- im angegebenen Link und im PDF ist *nichts*, aber auch gar nichts über kritische Differenzen, Standardfehler und -abweichungen zu lesen. Erst wenn die aber angegeben sind, ist klar definierbar, ob das Messinstrument überhaupt sensitiv genug ist, Unterschiede überhaupt festzustellen.

Möglicherwiese ist der ganze Fragebogen also höchst unreliabel.

Was sehr theoretisch klingt, ist dennoch häufig in der Praxis anzutreffen: Unterschiede im Mikrobereich werden hochgepuscht und sind gar nicht aussagekräftig. Ein prominentes Beispiel:
Unterschiede zwischen den Bundesländern in der PISA-Studie (es
war interessant, sich mal mit den Rohdaten zu befassen).

- die prozentuale Unterschiedserhebung erfolgt anhand der Unterteilung der Kunden in drei Kategorien - "Promotoren", "passiv Zufriedene" und "Kritiker".
Anhand dieser Kategorien werden hübsche Bildchen aufgestellt,
die Unterschiede demonstrieren wollen.
Diese Art der Kategorisierung ist ein altbekannter Trick, um die Varianz bzw. Streuung der Ergebnisse zu erhöhen: Weil die Rohdaten keine aussagekräftigen Werte hergeben, werden sie auf
willkürliche Art und Weise transformiert.
So kann man - einfaches Beispiel - aus Daten, die auf einer Skala von 0 bis 20 erhoben werden und ausschließlich um den Wert 10 streuen, Unterteilungen festlegen: 0-9: schlecht:
10:
Mittel 11-20: gut. Schon hat man im Ergebniss riesige Unterschiede, die aber gar nicht in der Praxis auftteten.

- Ein Verhältniswert, der aus einem Prozentranking gewonnen wird, ist falsch: Der Unterschied zwischen Prozentwerten kann je nach Streuung der Rohdaten unterschiedlich sein, Verhältniswerte setzen jedoch gleiche Unterschiede voraus.

Würde man die Rohdaten kennen, fänden sich bestimmt genug andere Punkte.

Fazit: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht
hast.

Ich glaube nicht, daß dieses Unternehmen o2 nach dem Mund geredet hat, ich glaube aber, daß man auf Teufel komm raus eine Sensation produzieren wollte und darum mit allen Tricks versucht hat, nichtsignifikante Unterschiede in intuitiv signifikante umzuwandeln.

Nun, wie wäre es wenn die Kritiker nur von 1 bis 5 und die Promoter von 10 - 8 bewertet würden? Aber das wäre nur mit den Rohdaten auszuwerten.

Ja, leider. Und Rohdaten sind gutgehütete Firmengeheimnisse; wenn ich Statistiken für die Telekom auswerte, darf es auch am Ende nur einen großen Balken geben, an dem alles deutlich werden soll.

Insgesamt führt eine Einteilung in Kategorien immer zu einer Verzerrung und zur Maximierung von Unterschieden; das kann für die Anschaulichkeit gewünscht sein, wenn sie aber noch nicht einmal wissenschaftlich begründet ist, macht das eben hellhörig.

Würden die Kritiker auf die Werte 1 bis 5 und die Promotoren auf 8-10 festgelegt, kommt es darauf an, ob in der Masse dieser Unterschied wirklich signifikant ist.

Eine weitere Frage ist damit allerdings noch nicht geklärt: Die der externen Validität: Führt die jeweilige Einstellung auch zum Verhalten? (was ich hier aber voraussetze). Aber: Führt das Verhalten auch zu Kaufentscheidungen?

Falls die Studie methodisch korrekt ist, sollte dennoch der klassiche Satz drunterstehen: Further researcch is needed ;-)
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[1.2.3] handytim antwortet auf toco
04.07.2006 18:22
Benutzer toco schrieb:
Ich weiß nicht, ob Du Dich mit Statistik ein wenig auskennst - ich arbeite täglich damit. Anhand des Links ist zumindest nicht nachvollziehbar, inwieweit die Daten überhaupt so interpretierbar sind.

Stimmt, das ist aber die offizielle Mitteilung des Forschungsinstituts. Daran erkennt man eben die Qulität derer Arbeit bzw. Aussagen.

Unten ist ja ein Kontakt angegeben, vielleicht rücken die auf Nachfrage mehr Infos raus?

Ciao
Tim
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[2] RTrautmann antwortet auf The_it
04.07.2006 10:46
War in der Tat etwas unglücklich formuliert. Gemeint war natürlich, dass T-Mobile und Vodafone im Ranking zwischen o2 auf dem ersten Platz und E-Plus auf dem letzten Platz liegen. Wurde aber mittlerweile geändert...
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[3] namorico antwortet auf The_it
04.07.2006 16:12
bin seit 1 1/2 jahr o2-kunde und seit über 5 jahren t-mobile-kunde. ich finde den kundenservice von t-mobile viel besser als den von o2. bei o2, 4 falsche rechnungen bis jetzt, schlechte kundenbetreuung, ahnungslose antworten. das o2 netz finde ich aber ok, zumindest in berlin, und irgendwie ist die homezone von o2 stabiler als die von t-mobile.