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langsam wirds interessant


27.03.2006 15:07 - Gestartet von flupsie
Benutzer wesserbisser schrieb:
Ich bin zwar immernoch der Meinung, die begrenzte Kapazität von Kabel-Internet, wo sich alle Nutzer auf der letzten meile die Bandbreie teilen müssen, ist ein Argument gegen Kabel-Internet. Aber immerhin fangen die Preise an, wirklich interessant zu werden.

Eigentlich geht der Branchentrend ja dahin, möglichst hohe monatliche Fixkosten einzuführen und auf weitere Berechnungen zu verzichten. Jüngst von Hansenet auch nachgemacht. Aber KDG bietet für unter 20 Euro nun aber eine Internet-Flatrate an - dafür bekommt man sonst gerade mal einen Telefonanschluß (ohne DSL, ohne Flatrate).

Also dieser Tarif in Kombination mit einem VoIP-Tarif (Sipgate z.B.) - das wär´s! Wer braucht heute noch einen herkömmlichen Telefonanschluß? Ich nicht.

Genau das habe ich schon in die Tat umgesetzt - und bin sehr zufrieden damit :)
Allerdings habe ich statt sipgate "IPfonie privat free" von QDSL genommen, da dort Rufnummernmitnahme möglich ist.

Gruß Flupsie
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[] flupsie antwortet auf
27.03.2006 17:39

Benutzer wesserbisser schrieb:


Aber der 20-Euro-Zugang bietet doch nur einen Downstream von 512 Kbit/s und meist liegt der Upstream dann bei 64 Kbit/s und für VoIP braucht man ja mindestens 80 Kbit/s. Also kann doch VoIP an diesem Anschluss gar nicht gescheit funktionieren.

Das ist falsch!
Die "Flat Comfort" beinhaltet downloads bis zu 2.200 kbit/s und uploads bis zu 220 kbit/s für 19,89€
(www.kabeldeutschland.de/kabelhighspeed/paketeundtarife/flatcomfort.html)
VoIPen geht da problemlos ;)

Gruß Flupsie
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[] SpW antwortet auf
03.04.2006 17:17
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Aber der 20-Euro-Zugang bietet doch nur einen Downstream von 512 Kbit/s und meist liegt der Upstream dann bei 64 Kbit/s und für VoIP braucht man ja mindestens 80 Kbit/s. Also kann doch VoIP an diesem Anschluss gar nicht gescheit funktionieren.

Mal 'ne technische Frage:
Dass VoIP erst ab 80Kbit/s funktioniert, hab ich auch schon andernorts gehört. Aber wieso eigentlich? Mit ISDN (64kbit/s) kann ich auch telefonieren, und das auch noch unkomprimiert. Sicher kann ich damit nicht HiFi übertragen (geht schließlich nur bis 4KHz), aber wer braucht sowas denn? Und wenn ich an einen Adapter ein altes analoges Telefon anschließe, wird mir das auch kein Stereo in bester Qualität liefern.

Um aber zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Ich persönlich finde das Paket Classic attraktiv (etwas ähnliches gab es schon vorher, mit nur 150 kbit/s für einen Euro weniger), denn Flatrate wäre toll, aber Highspeed brauche ich nicht und will ich entsprechend auch nicht bezahlen. Noch attraktiver wäre für mich der Flatrate-Anschluss für 5 Euro von Cablesurf, aber da sich hier im Mehrfamilienhaus Kabel Deutschland eingenistet hat... Die hier berichteten schlechten Erfahrungen haben mich aber davon abgebracht.


Sebastian
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[1] platon antwortet auf SpW
03.04.2006 23:09
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Benutzer SpW schrieb:

Mal 'ne technische Frage: Dass VoIP erst ab 80Kbit/s funktioniert, hab ich auch schon andernorts gehört. Aber wieso eigentlich? Mit ISDN (64kbit/s)
kann ich auch telefonieren, und das auch noch unkomprimiert.
Sicher kann ich damit nicht HiFi übertragen (geht schließlich nur bis 4KHz), aber wer braucht sowas denn? Und wenn ich an einen Adapter ein altes analoges Telefon anschließe, wird mir das auch kein Stereo in bester Qualität liefern.

Nun, für die reine (unkomprimierte) VoIP-Telefonie braucht man auch nur 64 kbit/s, d.h. für die Nutzdaten. Da aber die Sprache in kleine Pakete aufgeteilt wird, müssen diese mit einer Kennung versehen werden, vergleichbar mit dem Kopf einer E-Mail, damit sie am anderen Ende wieder richtig zusammengesetzt werden können. Eben diese zusätzlichen Daten erhöhen die notwendige Bandbreite von 64 kbit/s für die Nutzdaten auf ca. 80 kbit/s für den gesamten Bitstrom.
Hmmm... 16kbit/s Rahmendaten also 20%, das ist ne ganze Menge. Und die 64 kbit/s Rohdaten könnten doch bei VoIP doch ggf. auch noch komprimiert werden?

Bei ISDN braucht man diese Zusatzdaten ja nicht, weil hier die Daten nicht packetvermittelt übermittelt werden und die Sprache geordnet nacheinander fließt, weil das Gespräch leitungsvermittelt wird.
Könnte es nicht auch daran liegen, daß Steuerdaten bei ISDN nicht über den B- sondern den D-Kanal gesendet werden?
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[1.1] platon antwortet auf platon
04.04.2006 14:30
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Benutzer platon schrieb:
Hmmm... 16kbit/s Rahmendaten also 20%, das ist ne ganze Menge.
Und die 64 kbit/s Rohdaten könnten doch bei VoIP doch ggf.
auch noch komprimiert werden?

Selbstverständlich können die Rohdaten komprimiert werden. So mache ich das auch bei mir um trotz DSL 1000, d.h. nur 128 kbit/s Upstream trotzdem 2 parallele Gespräche per VoIP führen zu können. Sobald ich die Komprimierung ausschalte geht tatsächlich nur ein Gespräch und man bekommt am anderen Telefon ein Besetztzeichen.
Bei der Kompression werden die VoIP-Kritiker allerdings mal ausnahmsweise zurecht murren dürfen. Hierbei verschlechtert sich die Qualität nämlich. Die s-Laute werden z.B. recht schrill. Wenn man damit leben kann, kann man auch die Komprimierung verwenden und wird wohl auch mit nut 64 kbit/s Upstream ein VoIP-Gespräch führen können. Wer aber wirklich Festnetzqualität haben will, darf keine Komprimierung aktivieren.
Das finde ich verwunderlich, ist aber wohl so- ich benutzte VoIP ja nicht ;)
Ich hätte erwartet das da mit verlustfreier -oder verlustbehafteter aber mit größerem Grundspektrum- Kompression schon was zu machen ist. Kenne ich mich aber auch nicht wirklich gut aus.

Bei ISDN braucht man diese Zusatzdaten ja nicht, weil hier die Daten nicht packetvermittelt übermittelt werden und die Sprache geordnet nacheinander fließt, weil das Gespräch leitungsvermittelt wird.
Könnte es nicht auch daran liegen, daß Steuerdaten bei ISDN nicht über den B- sondern den D-Kanal gesendet werden?

Kann sein. Mit ISDN kenne ich mich zu wenig aus. Habe zwar mal vor 3 oder 4 Jahren ein Buch über ISDN gelesen, mich aber seitdem nicht weiter um diese Technologie gekümmert weil sie dank VoIP uninteressant geworden ist.
Du hattest schon recht mit der Leitungsvermittlung, der D-Kanal wird nur für Leitungs/Gesprächs auf- und abbau, signalisierung etc genutzt. :-)

Ich hab nur ein Analog-Telefon, das ich aber dank VoIP gar nicht brauche. Und VoIP liefert alle ISDN-Leistungsmerkmale und mit DSL 6000 bekommt man sogar 4 Leitungen. Dagegen sieht ISDN mit nur 2 Leitung aber alt aus. Deswegen wünsche ich mir in Zukunft einfach reine DSL-Internetanschlüsse. Über diese könnte man dann VoIP für die Telefonie nutzen und falls gewünscht DVB-IP fürs Fernsehen. Und surfen kann man mit DSL natürlich auch. ;-)
Dafür hast du mit ISDN natürlich echten QoS und minimalste Sprechverzögerungen in duplex. Ich fand/finde jedenfalls Skype (natürlich etwas anders gelagert, da Software) in der Qualität über DSL zu DSL ziemlich mies in der Sprachqualität (Hall, nur 'halbduplex-sprechen' etc).
Ich hätte deshalb auch in Zukunft immer gerne einen echten Telefonanschluß plus VoIP-Option per DSL ;-)
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[1.1.1] platon antwortet auf platon
04.04.2006 20:27
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Benutzer platon schrieb:
Dafür hast du mit ISDN natürlich echten QoS und minimalste Sprechverzögerungen in duplex. Ich fand/finde jedenfalls Skype (natürlich etwas anders gelagert, da Software) in der Qualität über DSL zu DSL ziemlich mies in der Sprachqualität (Hall, nur
'halbduplex-sprechen' etc).
Ich hätte deshalb auch in Zukunft immer gerne einen echten Telefonanschluß plus VoIP-Option per DSL ;-)

Also wieder das selbe Thema:
Ich kann nur sagen, dass diese Qualitätskritik einfach nicht stimmt. Ich benutze die Fritz!Box Fon WLAN 7050 mit 1&1 und sipgate und habe ohne Kompression absolut Festnetzqualität. Man merkt absolut keinen Unterschied.
nee, ich hab nur gesagt, daß ich von Skype enttäuscht war (und von GMX Softphone in geringerem Maße auch).
Ich habe leider noch nie VoIP mit einer Fritz-Box ausprobieren können. Und ich glaube auch gerne, daß sie ordentliche Qualität liefert, und in Zukunft auch bessere Qualität als ein auf 3-4 kHz Bandbreite beschränktes ISDN-Gespräch liefern wird.

Und wer mal - wie ich - auf der diesjährigen CeBIT gewesen ist und diese schöne gelbe Telefonzelle von AVM erlebt hat, wird von der Qualität bei VoIP völlig begeistert gewesen sein. In dieser Telefonzelle (die brauchte man nur um beim Testen nicht von Hintergrundgeräuschen gestört zu werden) hat AVM ein normales analoges Telefon mit Freisprechlautsprecher aufgebaut und echte 'normale' Lautsprecher. Nun konnte man auf diesem Telefon eine Berliner Nummer bei AVM wählen (entweder Sprachcomputer oder Mitarbeiter der AVM). Die Verbindung würde per VoIP hergestellt. Anschließend konnte man per Tastendruck auswählen ob man die Sprachausgabe auf den Telefonhörer, auf den Telefonlautsprecher oder auf den Hifi-Lautsprecher haben will. Wählte man den 'normalen' Hifi-Lautsprecher so hörte man den Sprachcomputer (der spielte Musik) oder den Mitarbeiter in CD-Qualität! Per VoIP! Also per Telefongespräch! Des Rätsels Lösung? AVM hat hier demonstriert, dass per VoIP volle 16 KHz möglich sind, also CD-Qualität. Auf einem geeigneten klassischen Lautsprecher kann man dann diese CD-Qualität auch hören.
Und AVM hat auch schon passende 16 KHz Telefone entwickelt, nämlich das Fritz Mini.
Und diese QoS kann ISDN nicht toppen!
Halt, halt, du verwechselst da Qualität und QoS. Es ist klar, daß VoIP bessere akustische Ergebnisse liefern kann (Qualität), da ja die Übertragsungsgeschwindigkeit (und damit die übertragene akustische Bandbreite) immer weiter gesteigert werden kann. So wie du erzählt hast, z.B. CD-Qualität mit der entsprechenden Kodierung. Aber VoIP kann dir (momentan) keinen QoS bieten, weil TCP/IP solches schlicht nicht kann. Die Wahrscheinlichkeit ist -da die Internetkapazitäten großzügig bemessen sind- sehr groß, daß die Übertragungsgeschwindigkeit und Latenzen ausreichend sind. Aber es kann dir keine Garantie dafür gegeben werden. Und noch sind die Latenzen bei IP im Zweifel technisch bedingt größer als bei einer ISDN-Verbindung.

Von daher wer wirklich Zweifel an der Qualität bei VoIP hat, sollte es mal selbst auf der Messe probieren, anstatt weiter den Unsinn zu verbreiten VoIP würde nicht festnetzqualität erreichen, wo doch VoIP längst das Festnetz in der Qualität überflügelt hat. Oder wo kann man per Festnetz in CD-Qualität miteinander telefonieren?
Und übrigens: Thema hier war ja Kabel Deutschland. Bei den Kabelnetzbetreibern wird die Telefonie über eben genau dieses VoIP realisiert. Das sagen die blos nicht so laut, weil so viele Leute da noch Vorbehalte gegenüber VoIP haben. Und es gibt noch viele, die diese Vorurteile schüren. Ich kann nur sagen, dass ich schon seit Monaten keinen Ausfall bei VoIP hatte! Das Netz war immer verfügbar!
Wobei immer auch die Frage zu stellen ist, wo genau auf dem Weg von einer Person zur anderen bei einem Telefonat denn VoIP eingesetzt wird und ob und durch welche Teile des Internet die VoIP-Gespräche gehen. Sonst kann man es schlecht vergleichen. So würde ich z.B. stark vermuten, daß bei Kabel D die VoIP-Gespräche nie das IP-Netz von Kabel D verlassen, maximal zwischen zwei Kunden direkt übertragen werden. Und sobald es nach draußen geht, wird wieder auf eine normale Telefonverbindung umgesetzt.
Interessant wird es in dem Moment, wo 'echte' VoIP-Gespräche zwischen Leuten mit verschiedenen Providern geführt werden. Da sieht man ja schon an 'normalen' Auslandsgesprächen der 'leitungsvermittelten Art', daß nicht immer alles klappt.

Und das Standardisierungs-Problem (d.h. das auch alle Geräte korrekt miteinander kommunizieren können müssen [Codec etc pp]) trifft VoIP ggf. eben auch. Ich zitiere mal aus der aktuellen c't im Artikel 'WLAN-Sputniks Schnurlose VoIP-Telefone mit WLAN': 'Wer mehrere WLAN-Telefone für hausinterne SIP-Telefonate nutzen will, sollte prüfen, ob sich die SIP-Telefone direkt unterhalten können- es gibt kein Gateway, das bei Bedarf eine Codec-Übersetzung vornimmt,.... deshalb sind ... Telefone eines Herstellers empfehlenswert, andernfalls scheitert die Übertragung, oder es kommt zu unvollständigen Verbindungen- und Simplex-Telefonate ... sind eher unpraktisch'. (gleiches Spiel kenne ich noch von DECT-Telefonen- trotz GAP-Standard)
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[1.1.1.1] platon antwortet auf platon
05.04.2006 08:41
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Benutzer platon schrieb:
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Aber VoIP kann dir (momentan) keinen QoS bieten, weil TCP/IP solches schlicht nicht kann. Die Wahrscheinlichkeit ist -da die Internetkapazitäten großzügig
bemessen sind- sehr groß, daß die
Übertragungsgeschwindigkeit und Latenzen ausreichend sind. Aber es kann dir keine Garantie dafür gegeben werden. Und noch sind die Latenzen bei IP im Zweifel technisch bedingt größer als bei einer ISDN-Verbindung.

Und wieder dieser Latenzenunsinn. Da ich kein studierter Physiker bin (kommt vielleicht noch), kann ich dazu nichts sagen.

Doch im Gegensatz zu dir, der du alles offenbar von der theoretischen Seite betrachtest - übrigens eine typisch deutsche bürokratische Einstellung: Immer erst fragen was nicht geht und warum etwas nicht gehen kann und nicht erst nach den Möglichkeiten schauen,
Sowas nennt man Risikoabschätzung ;-) Und das macht in den meisten Unternehmen das verhaßte Controlling (häufig leider zurecht verhaßt, weil nach absurden Kennzahlen bewertet wird). Wenn ich vorher bestimmen kann, was nicht geht, ist das schließlich entscheidend dafür wieviel und wann Geld in die Entwicklung gesteckt wird.
Mein Lieblingsbeispiel ist der schöne virtuelle Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (oder wers lieber mag TollCollect). Ein Projekt, das vollkommen aus dem Finanzierungsruder gelaufen ist, technisch zumindest mangelbehaftet und Jahre hinter dem Zeitplan her. Aber es werden doch soviele Möglichkeiten mit dem System geben.
Ich finde es muß schon immer eine Abwägung erfolgen, sonst entscheidet allein der Zufall, ob man erfolgreich sein wird. Andererseits hast du natürlich recht, absolute Sicherheit wird man nicht bekommen (und hätte man sie würde gar nichts mehr passieren).

zum Glück denkt unsere Bundeskanzlerin da anders, man schaue nur mal auf ihren Vortrag zur Eröffnung der CeBIT
Ach, mit Verlaub aber egal welcher Partei der jeweile Kanzler/Kanzlerin angehört. Solche Reden sind doch große Wortblasen (wobei ich den Eindruck habe, daß Merkel -ob ihres originären Berufs auch naheliegend- zumindest mehr Verständnis für Technik hat als Schröder oder Kohl).
Das große Wort Innovation (geisterte es seit den 50er oder 60er durch den politischen Betrieb?) wird geschwungen, ein großes Forschungsprogramm wird angekündigt (mein Gott was wird schon alles an Forschungsgeldern versenkt). Oh, 'Wachstum', 'Wirtschaft' und 'Dialog' dürfen natürlich nicht fehlen, auch nicht 'Investion(sprogramm)' und 'Bürokratie(abbau)'
Mein Favorit ist aber '...wir sowohl bei der Entwicklung von Speicherkapazitäten und Chips als auch bei der Entwicklung von Software nicht immer vorne mit dabei sind.' Obwohl gleichauf liegt die 'Drohung' Richtung EU-Kommissarin, daß man die lex telekom schon durchsetzen werde.

- gehe ich von der Praxis aus, und ich habe immerhin schon 6 Monate VoIP-Erfahrung, und ich habe nur ganz am Anfang, etwa um die Weihnachtszeit mal Ausfälle bei VoIP gehabt, meistens nachts um 3 Uhr, und das auch nur weil 1&1 da einen Riesenrun erlebt hatte und dringend neue Gateways für die vielen neuen VoIP-Kunden installieren musste, seitdem gab es gar keine Störungen mehr und der Service war bisher 100%ig verfügbar. Das Gespräch hört sich auch absolut normal an. Man merkt nichts, auch wenn du da irgendwelche höheren Latenzzeiten messen würdest. In einem Telefonat merkt man davon nichts. Und das ist was für mich zählt.
Das ist schön für dich und inzwischen ja wohl Millionen Nutzer und ich behaupte doch auch gar nicht, daß ein VoIP-Telefonat schei... klingt. Ich sage nur, daß bei den momentanen Geräten und (bedauerlicherweise auch) Software die Qualität eben maximal die eines normalen Telefongesprächs erreichen kann. Insofern sehe ich (noch) nicht den entscheidenden Vorteil für mich. So kosten z.B. auch die WLAN-Telefone aus dem zitierten c't-Artikel noch ab 120€, wobei der beste unterstützte Codec quasi ein ISDN-identischer ist!
Aber wenn es dann in 2-4 Jahren z.B. das von dir genannte 16kHz-Telefon von AVM zu humanen Preisen zu kaufen gibt und ich auch passende Gesprächspartner haben würde, dann werde ich mit Freuden mir ein VoIP-Gerät zulegen. Oder wenn mir vorher zufällig billig eine VoIP-Box über den Weg läuft werde ich es bestimmt mal probieren. Solange schaue ich mir aber an wie sich die Softphones weiterentwickeln und was da möglich gemacht wird.

Meine Enttäuschung bei Skype/VoIP rührt ja daher, daß technisch doch schon viel besseres möglich wäre, eben CD-Qualität (eine/meine ordentliche Soundkarte gibt sowas ja akustisch her), aber aus mir unerfindlichen Gründen wird einem nicht mal die Option geboten.

Und das Standardisierungs-Problem (d.h. das auch alle Geräte korrekt miteinander kommunizieren können müssen [Codec etc pp])
trifft VoIP ggf. eben auch. Ich zitiere mal aus der aktuellen c't im Artikel 'WLAN-Sputniks Schnurlose VoIP-Telefone mit WLAN': 'Wer mehrere WLAN-Telefone für hausinterne SIP-Telefonate nutzen will, sollte prüfen, ob sich die SIP-Telefone direkt unterhalten können- es gibt kein Gateway,
das bei Bedarf eine Codec-Übersetzung vornimmt,.... deshalb sind ... Telefone eines Herstellers empfehlenswert, andernfalls scheitert die Übertragung, oder es kommt zu unvollständigen Verbindungen- und Simplex-Telefonate ... sind eher unpraktisch'. (gleiches Spiel kenne ich noch von DECT-Telefonen- trotz GAP-Standard)

Nun, dazu kann ich wiederum nichts sagen, da ich keine verschiedenen Gerät verwende. Dass es aber zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller Schwierigkeiten geben kann, ist aber an sich nichts neues. Das war schon oft so, und wird bei neuen Technologien leider auch oft sein. Da muss man dann tatsächlich etwas auspassen und tatsächlich nach Möglichkeit die Geräte beim selben Hersteller kaufen. Aber die meisten haben ja eh nur ihre Fritz!Box Fon und fertig.
Insofern du nur an D denkst ist AVM natürlich absolut dominant, aber ich will auch mit Verwandten und Freunden rund um die Welt telefonieren können. Da wird VoIP doch hoffentlich seine Vorteile/Stärken ausspielen können.

Übrigens hat man mir auf der CeBIT gesagt entwickle AVM bereits die Möglichkeit WLAN-Dual-phones als virtuelle Nebenstellen der Fritz!Box anmelden zu können. So würden die Gespräche dann über die Fritz!Box und nicht mehr über das Telefon selbst vermittelt werden.
Ja klar, siehe mein Hinweis auf c't-Artikel (wo übrigens überraschenderweise AVM nicht vertreten ist- dafür Siemens). Entscheidend wäre für mich aber, daß auch bessere Codecs unterstützt werden und die Hersteller sich auf ordentliche Standards einigen, damit das Massengeschäft richtig in Fahrt kommen kann.

>Damit wären dann kostenlose interne Gespräche zwischen
den Dual phones möglich und man könnte auch per Festnetz (falls vorhanden) mit diesen reinen WLAN/GSM Dual Phones telefonieren und eben nicht nur per VoIP.
Ich verstehe nicht ganz, was du mit 'nicht nur per VoIP' meinst? Das auch GSM möglich ist? Denn WLAN heißt doch faktisch VoIP. Hast du eigentlich vielleicht einen direkten Link zu den neuen AVM-Produkten zur Hand (ich bin faul ;)?
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[1.1.1.1.1] platon antwortet auf platon
06.04.2006 08:51
Benutzer 1und1surfer schrieb:
Ja, dieses Controlling. Eben genau das habe ich gemeint. Hierzulande ist man zu sehr darauf fixiert. So ist es kein Wunder, dass in Deutschland zwar noch nach wie vor vieles erfunden wird, so z.B. auch der mp3-Standard. Das große Geld verdienen dann damit aber meistens die Amerikaner damit. Weil die es nämlich schaffen aus diesen Innovationen massenmarkttaugliche Lösungen zu entwickeln und ordentlich Geld zu verdienen, während die Deutschen noch überlegen, warum diese neue Technologie doch nichts ist. Und da haben wir eben Nachholbedarf. Da wäre dann wohl weniger Controlling angebracht.
Da mußt du unbedingt mal bei einer 'normalen' amerikanischen Firma arbeiten. Dann weißt du, was wirklich sinnloses Controlling ist. Aber auch sonst ist Controlling dank internationalisierten MBAs und Consultants ein ziemlich internationales Phänomen. ;-)

Was Toll Collect angeht, so hat man sich da völlig übernommen. Man wollte mal wieder das Beste (und teuerste), und ist dann mal wieder auf die Nase gefallen. Man hätte nämlich ein billigeres Konzept einsetzten können bei dem die Zähler in die Verkehrsschilder montiert würden. Ich glaube dieses System läuft bereits in Österreich. Es wurde aber von der damaligen rot-grünen Bundesregierung verworfen.
Nur die rot-grüne Bundesregierung? Schlag mal bei den Pressemitteilungen von CDU/CSU nach. :-)

Nun, sipgate hat auf der CeBIT seine neue Telefonflatrate vorgestellt. Die kostet dann €8,90 und gilt in 15(!!!) europäische Staaten, darunter z.B. Deutschland, Frankreich, Großbritanniern, Italien, Spanien, usw.
Das kriegst du mit Festnetztechnologie zu diesem Preis nicht hin.
Noch wird bei uns nicht so viel telefoniert, als daß wir mit cbc-Preisen regelmäßig auf die Größenordnung kommen. :) Aber danke für den Hinweis, ab sofort ist sipgate auf meiner Merkliste gespeichert.

Wenn du jetzt mit HanseNet und co. kommst, dann bedenke bitte, dass diese in nur wenigen Regionen verfügbar sind, VoIP dagegen kann man mit jedem Breitbandanschluss nutzen.
DSL muß man ja auch erstmal bekommen können. Alternative Anbieter gibt es inzwischen doch in vielen Regionen und die sind ggf. auch die einzige Möglichkeit zumindest an eine ISDN-Flat zu kommen. Aber der Hauptpunkt wäre für mich sowieso, daß ich mit meiner VoIP-Flat weltweit telefonieren könnte, sobald ich einen (ausreichend dimensionierten) Internetanschluß gefunden habe.

So kosten z.B. auch die WLAN-Telefone aus dem zitierten c't-Artikel noch ab 120€, wobei der beste unterstützte Codec quasi ein ISDN-identischer ist!
Man wird sie aber auch subventioniert, z.B. mit einem neuen Mobilfunkvertrag bekommen können.
Die Subvention bei Mobilverträgen sehe ich ehrlich gesagt nicht mehr wirklich (vielleicht noch bei einzelnen Massen-Modellen). Die letzten Handys wurden bar gekauft, da mit 'Subvention' teurer.

Aber wenn es dann in 2-4 Jahren z.B. das von dir genannte 16kHz-Telefon von AVM zu humanen Preisen zu kaufen gibt
So lange brauchst du nicht zu warten. Ich habe AVM auf der CeBIT nach dem Preis für diesen Fritz Mini gefragt und die haben gesagt, da es sich hierbei im ein Endkundengerät handelt, strebt AVM einen Preis von unter € 100 an. Und mit dem Gerät kann man ja nicht nur telefonieren, sondern auch mp3s hören, streamings hören, kurze Nachrichten lesen, etc.
Anstreben ist noch nicht erreichen und wenn ich recht verstehe brauche ich natürlich auch eine Fritz-Box. Leider will AVM mich momentan mit Firewall aber nicht genauer informieren. Mal schauen, ich bleibe derweil bei meiner 2-4 Jahresprognose. ;)

Meine Enttäuschung bei Skype/VoIP rührt ja daher, daß technisch doch schon viel besseres möglich wäre, eben CD-Qualität (eine/meine ordentliche Soundkarte gibt sowas ja akustisch her), aber aus mir unerfindlichen Gründen wird einem nicht mal die Option geboten.

Naja, diese Möglichkeit ist ja gerate frisch entwickelt worden und die Geräte gibt's noch nicht einmal zu kaufen. Da musst du dich dann schon ein bisschen gedulden. ;-)
Na bitte, mp3-streams gibt es doch schon lange und in Software läßt sich alles kostengünstig implementieren. Aber selbst das ist bisher ja nicht passiert.

Übrigens was erstaunlich ist. AVM hat mir gesagt, dass diese 16 KHz auch über das normale Festnetz möglich wären. Die T-Com begrenze aber ihre Leitungen künstlich auf 8 KHz!
Dafür ist es ein/der Internationale-Standard für Telefonie. Und natürlich kann über eine Festnetzleitung prinzipiell mehr übertragen werden, sonst gäbe es schließlich kein DSL. :)
Im übrigen sind es eigentlich 4kHZ Bandbreite, entsprechend 8kHz Abtastfrequenz, sollen die 16kHz etwa auch nur die Abtastfrequenz sein?
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[1.1.1.1.1.1] platon antwortet auf platon
06.04.2006 11:42
Benutzer platon schrieb:

Aber wenn es dann in 2-4 Jahren z.B. das von dir genannte 16kHz-Telefon von AVM zu humanen Preisen zu kaufen gibt
So lange brauchst du nicht zu warten. Ich habe AVM auf der CeBIT nach dem Preis für diesen Fritz Mini gefragt und die haben gesagt, da es sich hierbei im ein Endkundengerät handelt,
strebt AVM einen Preis von unter € 100 an. Und mit
dem Gerät kann man ja nicht nur telefonieren, sondern auch mp3s hören,
streamings hören, kurze Nachrichten lesen, etc.
Anstreben ist noch nicht erreichen und wenn ich recht verstehe brauche ich natürlich auch eine Fritz-Box. Leider will AVM mich momentan mit Firewall aber nicht genauer informieren. Mal schauen, ich bleibe derweil bei meiner 2-4 Jahresprognose. ;)
Jetzt war der Webserver von AVM mal lieb zu mir.
Du hast recht, sehr interessante Produkte haben sie vorgestellt.
Dieses 'Mini'-Gerät soll aber auch erst 3Q erscheinen, da hab ich schon mal 6 Monate von 24 gut. ;)

Übrigens was erstaunlich ist. AVM hat mir gesagt, dass diese 16 KHz auch über das normale Festnetz möglich wären. Die T-Com begrenze aber ihre Leitungen künstlich auf 8 KHz!
Dafür ist es ein/der Internationale-Standard für Telefonie. Und natürlich kann über eine Festnetzleitung prinzipiell mehr übertragen werden, sonst gäbe es schließlich kein DSL. :) Im übrigen sind es eigentlich 4kHZ Bandbreite, entsprechend 8kHz Abtastfrequenz, sollen die 16kHz etwa auch nur die Abtastfrequenz sein?
Sind tatsächlich 'nur' 16 kHz Abtastfrequenz, also noch ein wenig von CD-Qualität mit 44kHz entfernt. Aber gegen ISDN (8 kHz, mit auf 8bit komprimierten 12bit Wertebereich) dürften es (16 kHz, mit unkomprimiertem 16bit Wertebereich) sich schon sehr gut anhören. Erfreulich, da wird sich hoffentlich im nächsten Jahr einiges tun.