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Wo bleibt die Souveränität und Freiheit des Kunden?


21.11.2005 10:14 - Gestartet von senor
Es ist ja bedauerlich. Da führen Firmen wie Sony sich auf wie die buchstäbliche Axt im Walde, indem sie massiv in die Rechte ihrer Kunden eingreifen und dann wird darüber spekuliert, ob das nun ein Verfassungsrecht ist oder nicht.

Ich möchte mal denjenigen sehen, der ein schnelles Auto kauft, das dann die Fahrt auf die Autobahn verweigert, weil der betreffende Autohersteller nicht an der Maut beteiligt wird. Darum geht es doch: Um Umsatz, Profit und grösstmöglichen Erhalt desselben.

Wenn von der Unterhaltungsindustrie proklamiert wird, soundso viele Zig-Tausend verkaufte Leer-DVDs oder CD's würden den Umsatz der von der selben Industrie verkauften Tonträger übersteigen - ja, was sagt das denn aus? - Nichts. Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang. Zumindest ist er allein aus der Gegenüberstellung nicht nachweisbar. Ich könnte hier auch den Verkauf von CDs dem Verkauf von Autos gegenüberstellen und behaupten, durch den steigenden Absatz von Tonträgern geht der Autoabsatz zurück - das wäre das gleiche Niveau der Argumentation.

Gewiss, ohne Frage ist das Urheberrecht ein hohes Gut; jedem Künstler steht das Recht zu, seine Leistung vergütet zu bekommen. Aber um welchen Preis? Um den Preis, die Freiheit des Kunden einzuschränken? Das kann doch wohl nicht angehen.