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Was ist mit ISDN??


09.03.2008 10:08 - Gestartet von kruettger
einmal geändert am 09.03.2008 10:08
"Die Lücken im Versatel-Netz würden damit geschlossen"

In der Region Aachen gibt es ja bekanntlich noch kein Versatel. Wo bleibt bei einer Übernahme dann der viel umworbene "echte" ISDN Anschluss? QSC hat ja dafür meines Wissens keine Infrastruktur aufgebaut oder fängt Versatel dann auch mit NGN an??
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[1] J.Malberg antwortet auf kruettger
11.03.2008 12:01

Wo bleibt bei einer Übernahme dann der viel umworbene "echte" ISDN Anschluss? QSC hat ja dafür meines Wissens keine Infrastruktur aufgebaut oder fängt Versatel dann auch mit NGN an??

Versatel wird in Zukunft ebenfalls NGN anbieten. Man sollte sich schonmal dran gewöhnen, dass ISDN-Steinzeittechnik von NGN verdrängt werden wird. :-)

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[1.1] Netzwerkservice antwortet auf J.Malberg
11.03.2008 13:19
Benutzer J.Malberg schrieb:

Wo bleibt bei einer Übernahme dann der viel umworbene "echte" ISDN Anschluss? QSC hat ja dafür meines Wissens keine Infrastruktur aufgebaut oder fängt Versatel dann auch mit NGN an??

Versatel wird in Zukunft ebenfalls NGN anbieten. Man sollte sich schonmal dran gewöhnen, dass ISDN-Steinzeittechnik von NGN verdrängt werden wird. :-)

NGN hat schon seine Vorteile, WENN es 100% läuft. Aber ich denke Du würdest es im Moment als Geschäfts- oder Business-Kunde nicht einsetzen, den einige Dinge laufen nicht so 100%.

DATEV z.B. mit mehr als Steinzeittechnik z.B. hat sehr große Probleme damit. EasyCash z.B. läuft auch nicht 1A mit NGN usw.

Gruß

Kaweh Jazayeri
Arcor-Team
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[1.1.1] mannesmann antwortet auf Netzwerkservice
11.03.2008 13:33
Benutzer Netzwerkservice schrieb:
Benutzer J.Malberg schrieb:
Versatel wird in Zukunft ebenfalls NGN anbieten. Man sollte sich schonmal dran gewöhnen, dass ISDN-Steinzeittechnik von NGN verdrängt werden wird. :-)

NGN hat schon seine Vorteile, WENN es 100% läuft. Aber ich denke Du würdest es im Moment als Geschäfts- oder Business-Kunde nicht einsetzen, den einige Dinge laufen nicht so 100%.

DATEV z.B. mit mehr als Steinzeittechnik z.B. hat sehr große Probleme damit. EasyCash z.B. läuft auch nicht 1A mit NGN usw.

Richtig EasyCash und DATEV ist selber Steinzeittechnik! EasyCash und DATEV müssten endlich mal ihre Schnittstelle nicht mehr telefonbasiert (leitungsbasiert), sondern IPbasiert (paketbasiert) anbieten. Dann würde es auch mit NGN bzw. IP Netzwerken funktionieren und sogar noch wesentlich schneller als bisher mit der Steinzeit Schnittstelle Modem/ISDN.

MfG

mannesmann
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[1.1.1.1] rotella antwortet auf mannesmann
11.03.2008 15:07
Benutzer mannesmann schrieb:

Richtig EasyCash und DATEV ist selber Steinzeittechnik! EasyCash und DATEV müssten endlich mal ihre Schnittstelle nicht mehr telefonbasiert (leitungsbasiert), sondern IPbasiert (paketbasiert) anbieten. Dann würde es auch mit NGN bzw. IP Netzwerken funktionieren und sogar noch wesentlich schneller als bisher mit der Steinzeit Schnittstelle Modem/ISDN.

Weil einige Firmen jetzt die Billigschrotttechnik NGN anbieten, sollen EasyCash und DATEV ihre hochsichere leitungsgebundene Technik aufgeben?
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[1.1.1.1.1] mannesmann antwortet auf rotella
11.03.2008 15:28
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer mannesmann schrieb:

Richtig EasyCash und DATEV ist selber Steinzeittechnik! EasyCash und DATEV müssten endlich mal ihre Schnittstelle nicht mehr telefonbasiert (leitungsbasiert), sondern IPbasiert (paketbasiert) anbieten. Dann würde es auch mit NGN bzw. IP Netzwerken funktionieren und sogar noch wesentlich schneller als bisher mit der Steinzeit Schnittstelle Modem/ISDN.

Weil einige Firmen jetzt die Billigschrotttechnik NGN anbieten, sollen EasyCash und DATEV ihre hochsichere leitungsgebundene Technik aufgeben?

Hochsicher? Das ist wohl ein schlechter Witz oder?

Was glaubst du wie stark die Daten auf dem Modem/ISDN Kanal verschlüsselt sind? Jeder der Zugriff zu der Telefonleitung hat (Staat, Telefonunternehmen über deren Leitung die Daten laufen, Hacker am Schaltkasten und korruptierte Mitarbeiter bei den Telcos) kann die Daten mitlesen. Sehr sicher!

Ich meinte auch nicht, dass Datev und EasyCash ihre Geräte NGN fähig machen sollen, sondern weg von der leitungsbasierten Schnittstelle zu einer paketbasierten Schnittstelle, also direkt IP ohne Umweg über NGN/VoIP. Dank der wesentlich größeren (und stetig wachsenden) Bandbreite im IP Bereich kann Datev und EasyCash die Daten mit sehr starker Verschlüsslung (zusätzlich noch VPN) von den Kunden (Geschäftsleute/Steuerbearter & Co.) direkt ins Rechenzentrum schicken. Das ist hochsicher! Diese Daten können dann nur noch von den Kunden und dem Empfänger gelesen werden. Naja und evtl. der NSA, wenn man einen Verschlüsselungssystem verwendet für den SIE einen Generalschlüssel haben. Hobbyhacker, korrupierte Telco-Mitarbeiter, Telefonunternehmen dürfte man damit aber sicher ausgeschlossen haben aus dem Kreis der potenziell Mitlesenden.

Aber Datev und EasyCash zocken die Kunden lieber noch ein paar Jahre mit der Steinzeittechnik mit kinderleichtem Hackerzugriff ab und verkaufen es als sicher.
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[1.1.1.1.1.1] rotella antwortet auf mannesmann
12.03.2008 19:22
Benutzer mannesmann schrieb:

Hochsicher? Das ist wohl ein schlechter Witz oder?

Was glaubst du wie stark die Daten auf dem Modem/ISDN Kanal verschlüsselt sind? Jeder der Zugriff zu der Telefonleitung hat (Staat, Telefonunternehmen über deren Leitung die Daten laufen, Hacker am Schaltkasten und korruptierte Mitarbeiter bei den Telcos) kann die Daten mitlesen. Sehr sicher!

Wenn wir uns jetzt mal auf die ISDN-Anschlüsse beschränken, so ist das Abhören der Leitung durch Anzapfen fast unmöglich, da beide Seiten gleichzeitig senden und sich überlagern. Also einen Hackerangriff kannst du da schonmal ausschließen und auch der Telco-Mitarbeiter kommt nicht so einfach an die Leitung ran, der müsste schon in der Vermittlungsstelle anzapfen und enstprechendes Equipment haben.
Der Staat hat ganz andere Möglichkeiten, aber ich will jetzt auch nicht zu sehr ausschweifen.

Ich meinte auch nicht, dass Datev und EasyCash ihre Geräte NGN fähig machen sollen, sondern weg von der leitungsbasierten Schnittstelle zu einer paketbasierten Schnittstelle, also direkt IP ohne Umweg über NGN/VoIP. Dank der wesentlich größeren (und stetig wachsenden) Bandbreite im IP Bereich kann Datev und EasyCash die Daten mit sehr starker Verschlüsslung (zusätzlich noch VPN) von den Kunden (Geschäftsleute/Steuerbearter & Co.) direkt ins Rechenzentrum schicken. Das ist hochsicher! Diese Daten können dann nur noch von den Kunden und dem Empfänger gelesen werden. Naja und evtl. der NSA, wenn man einen Verschlüsselungssystem verwendet für den SIE einen Generalschlüssel haben. Hobbyhacker, korrupierte Telco-Mitarbeiter, Telefonunternehmen dürfte man damit aber sicher ausgeschlossen haben aus dem Kreis der potenziell Mitlesenden.

Nein, gerade diese falsche Sicherheit macht das System anfällig. Die Schwachstelle sind dabei nicht die verwendeten Vershlüsselungsverfahren (Die sind mathematisch gesehen ausreichend sicher) sondern die verwendeten Geräte, die ja auch kleine Computer (mit Linux, Windows Mobile,..) sind und direkt am Internet hängen. Hier lässt sich das Gerät dann über ungepatche Sicherheitslücken überlisten und manipulieren, sodass die eigentliche Verschlüsselung gar nicht mehr geknackt werden muss. Bei der leitungsvermittelten Übertragung per ISDN sind solche Angriffe aufgrund des sehr viel simpleren Protokolls nicht möglich.

Aber Datev und EasyCash zocken die Kunden lieber noch ein paar Jahre mit der Steinzeittechnik mit kinderleichtem Hackerzugriff ab und verkaufen es als sicher.

Im Vergleich zur Anfälligkeit von Geräten, die ständig direkt am Internet hängen würden, sind sie tatsächlich sehr viel sicherer.
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[1.1.1.1.1.1.1] grinsefrau antwortet auf rotella
25.03.2008 10:38
...kannst ruhig etwas abschweifen.....
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[1.1.1.1.2] bartd antwortet auf rotella
11.03.2008 15:30
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer mannesmann schrieb: Weil einige Firmen jetzt die Billigschrotttechnik NGN anbieten, sollen EasyCash und DATEV ihre hochsichere leitungsgebundene Technik aufgeben?

* FULL ACK

* UND bei stromausfall @ home funktioniert das telefon immer noch - und zwar solange, wie betreiber noch strom bzw. batterie hat!

* NGN kann sich keiner "leisten", der auf telefon ANGEWIESEN ist

bye bart
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[1.1.1.1.3] klaussc antwortet auf rotella
25.03.2008 11:47
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer mannesmann schrieb:

Richtig EasyCash und DATEV ist selber Steinzeittechnik! EasyCash und DATEV müssten endlich mal ihre Schnittstelle nicht mehr telefonbasiert (leitungsbasiert), sondern IPbasiert (paketbasiert) anbieten. Dann würde es auch mit NGN bzw. IP Netzwerken funktionieren und sogar noch wesentlich schneller als bisher mit der Steinzeit Schnittstelle Modem/ISDN.

Weil einige Firmen jetzt die Billigschrotttechnik NGN anbieten, sollen EasyCash und DATEV ihre hochsichere leitungsgebundene Technik aufgeben?

Man darf nicht vergessen, dass ein am Internet hängender PC selbst am Mittwoch (Dienstag ist ja Patchday) nicht wirklich sicher sein kann...

Verwendet nun ein Steuerberater einen eigenen PC mit DATEV via ISDN ist das Problem praktisch gelöst. Eine sichere und preiswertere Alternative sehe ich da im Moment gar nicht.

Gruß
Klaus
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[1.2] niknuk antwortet auf J.Malberg
25.03.2008 12:25
Benutzer J.Malberg schrieb:

Man sollte sich schonmal dran gewöhnen, dass ISDN-Steinzeittechnik von NGN verdrängt werden wird. :-)

Bekanntlich musste sich Homo Sapiens auch ganz schön anstrengen, bis er den Neanderthaler verdrängt hat. Von heute auf morgen hat das auch nicht funktioniert.

Sicher wird NGN das konventionelle Festnetz irgendwann ablösen. Allerdings wird das dann ein NGN sein, das mit dem heutigen kaum noch etwas zu tun hat. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass die entsprechenden Endgeräte (IADs wie z. B. die Sphairon Turbolinks von Hansenet, die Easyboxen von Arcor oder die Fritzboxen von 1&1 und Freenet) nicht beim Kunden, sondern in der Vermittlungsstelle stehen werden, und die Leitung zum Kunden nach wie vor eine POTS-Leitung bleiben wird. Eine POTS-/VoIP-Schnittstelle in der Vermittlungsstelle eröffnet ganz andere Möglichkeiten als IADs beim Kunden. U. a. kann man in der VSt wesentlich leistungsfähigere Technik installieren als das derzeit eingesetzte SoHo-Gefrickel beim Kunden und obendrein die Telefonie über stabile und priorisierte Kanäle schicken anstatt über eine störanfällige und chronisch überlastete DSL-Verbindung. Diese Art von NGN hat dann tatsächlich eine Chance, POTS abzulösen. Nach dem derzeitigen Stand macht dagegen jeder einen weiten Bogen um NGN, der auch nur annähernd eine Ahnung hat, was ihm der Provider da in die Wohnung stellt.

Gruß

niknuk