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Gab's doch vor Jahren schon...


10.06.2005 10:41 - Gestartet von qntal
Hallo,

ok, zwar nicht mit Bluetooth, aber die Telekom hatte Ende der 90er Jahre eine DECT-Mobilfunk-Kombination im Angebot, war glaube ich von Philips (wäre super, wenn noch jemand weiß, wie das Ding genau hieß). Das hat, wenn es in Reichweite der Basisstation war, über den Festnetzanschluß telefoniert und ansonsten über die SIM-Karte.

Zwar keine 500m Homezone, sondern nur 50m, aber immerhin. Bei Bluetooth wird's auch nicht viel mehr sein.

CU!
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[1] handytim antwortet auf qntal
10.06.2005 10:47
Benutzer qntal schrieb:
ok, zwar nicht mit Bluetooth, aber die Telekom hatte Ende der 90er Jahre eine DECT-Mobilfunk-Kombination im Angebot, war glaube ich von Philips (wäre super, wenn noch jemand weiß, wie das Ding genau hieß). Das hat, wenn es in Reichweite der Basisstation war, über den Festnetzanschluß telefoniert und ansonsten über die SIM-Karte.

Das war IMO von Sagem.


Zwar keine 500m Homezone, sondern nur 50m, aber immerhin. Bei Bluetooth wird's auch nicht viel mehr sein.

Bei Bluetooth wird es vermutlich eher sehr viel weniger sein.

Ciao
Tim
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[1.1] handytim antwortet auf handytim
10.06.2005 10:48
Was man so alles findet:

http://www.teltarif.de/arch/2000/kw02/...

Ciao
Tim
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[2] hedor antwortet auf qntal
10.06.2005 10:54
Hallo,

das Endgerät das dafür (u.a.?) benutzt wurde war das TH688
von Ericsson:

http://www.mobilfunk-magazin.de/handys/detailansicht/Sony_Ericsson_TH688_105.html

Wurde auf der CeBit ich glaube Anno 2000 ausführlich
am Telekom-Stand live demonstriert, und war danach
auch komerziell als Produkt erhältlich (unter dem Stichwort
'Festnetz-Mobilfunk-Integration' ?)

Gruß,
hedor


Benutzer qntal schrieb:
Hallo,

ok, zwar nicht mit Bluetooth, aber die Telekom hatte Ende der 90er Jahre eine DECT-Mobilfunk-Kombination im Angebot, war glaube ich von Philips (wäre super, wenn noch jemand weiß, wie das Ding genau hieß). Das hat, wenn es in Reichweite der Basisstation war, über den Festnetzanschluß telefoniert und ansonsten über die SIM-Karte.

Zwar keine 500m Homezone, sondern nur 50m, aber immerhin. Bei Bluetooth wird's auch nicht viel mehr sein.

CU!
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[2.1] hedor antwortet auf hedor
10.06.2005 11:08
Das TH688 war ein GSM/DECT Dual-Mode Gerät:
Es meldete sich automatisch an der "Heimat"-DECT Basis an
wenn diese empfangen werden konnte, und meldete sich dabei
automatisch im GSM-Netz ab.

Die Telekom-Lösung im Jahre 2000 sah auch vor, beim Umbuchen
jeweils automatisch Anrufumleitungen zu setzen/löschen,
so daß man permanent unter einer Rufnummer erreichbar war,
egal ob per DECT oder GSM eingebucht.

Fazit: Telefonieren mit nur einem persönlichen Gerät
egal wo man ist: zu Hause im Festnetz und sonst über GSM,
und permanente Erreichbarkeit unter einer Rufnummer.

Alles schon dagewesen..... nur die Umleitung der Festnetznummer
auf das GSM-Handy war damals (zu?) teuer!



das Endgerät das dafür (u.a.?) benutzt wurde war das TH688 von Ericsson:

http://www.mobilfunk-magazin.de/handys/detailansicht/Sony_Erics
son_TH688_105.html

Wurde auf der CeBit ich glaube Anno 2000 ausführlich am Telekom-Stand live demonstriert, und war danach auch komerziell als Produkt erhältlich (unter dem Stichwort 'Festnetz-Mobilfunk-Integration' ?)

Gruß,
hedor


Benutzer qntal schrieb:
Hallo,

ok, zwar nicht mit Bluetooth, aber die Telekom hatte Ende der 90er Jahre eine DECT-Mobilfunk-Kombination im Angebot, war glaube ich von Philips (wäre super, wenn noch jemand weiß, wie das Ding genau hieß). Das hat, wenn es in Reichweite der Basisstation war, über den Festnetzanschluß telefoniert und ansonsten über die SIM-Karte.

Zwar keine 500m Homezone, sondern nur 50m, aber immerhin.
Bei Bluetooth wird's auch nicht viel mehr sein.

CU!
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[2.1.1] KevinNasch antwortet auf hedor
10.06.2005 11:39
Hallöche,

schade, dass dieser Tarif oder dieses Angebot nicht mehr angeboten wird. Ich glaube, das ANgebot war dmals auch nur mit einem damalig sehr teuren ISDN Anschluss im Angebot.

Gruß

Kev
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[2.1.1.1] Warum BT?
handytim antwortet auf KevinNasch
10.06.2005 11:46
Benutzer KevinNasch schrieb:
schade, dass dieser Tarif oder dieses Angebot nicht mehr angeboten wird. Ich glaube, das ANgebot war dmals auch nur mit einem damalig sehr teuren ISDN Anschluss im Angebot.

Vorteil gegenüber Genion: Sichere Indoor-Versorgung.
Nachteil: Zusätzlicher Festnetzanschluß erforderlich.

Mich wundert aber, wieso alle so extrem auf Bluetooth setzen. Ich finde die Gesprächsqualität über Bluetooth gar nicht so toll, jedenfalls deutlich schlechter als DECT. Auch Bluetooth-CarKits klingen im Vergleich zum guten alten (per Kabel angebundenen) CarK91 einfach grausam.

Ciao
Tim
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[2.1.1.1.1] Knut Birke antwortet auf handytim
15.06.2005 12:59
Ganz zu schweigen von der Reichweite.
BTW Gibt es eigentlich BlueTooth-Repeater?
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[2.1.1.2] lcr-freak antwortet auf KevinNasch
10.06.2005 12:02
Hallo,

gab's da nicht auch mal ein DECT-Produkt, welches an speziell dafür ausgerüsteten Telefonzellen auch funktionierte...? Glaube mich daran zu erinnern. So viel ich weiß funktionierte das DECT-Telefon zu Hause und eben an einigen Punkten unterwegs. Ob eine GSM-Kopplung möglich war, weiß ich nicht mehr.

Gruß C.
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[2.1.1.2.1] teledos antwortet auf lcr-freak
11.06.2005 15:01
Hallo

gab's da nicht auch mal ein DECT-Produkt, welches an speziell dafür ausgerüsteten Telefonzellen auch funktionierte...? Glaube mich daran zu erinnern. So viel ich weiß funktionierte das DECT-Telefon zu Hause und eben an einigen Punkten unterwegs. Ob eine GSM-Kopplung möglich war, weiß ich nicht mehr.

Das war noch kein DECT, sondern das britische MPT1375, besser bekannt als CT2 und der Pilotversuch der Deutschen Bundespost Telekom nannte sich BIRDY. Gabs in München mit Endgeräten von Siemens und in Münster (Motorola?), die besonderen Telefonzellen hatten als Erkennungszeichen ein Dreieck auf dem Dach stehen. Stammt wie die Pagerwelle in den 90ern noch aus einer Zeit als man noch nicht daran geglaubt hat daß es irgendwann mal mehr Handys als Einwohner geben würde. Ein Bild vom britischen birdy, dem "rabbit" gibts unter http://www.walrus.co.uk/petes/petes2.htm
das deutsche Modell war aber hellgrau.

Ach ja, man konnte unterwegs nur abgehend telefonieren und nicht angerufen werden, man plante dann einen Pager in die Telefone mit einzubauen...
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[2.1.1.2.1.1] yatow antwortet auf teledos
11.06.2005 16:04
Hallo es war die Fa. Ericsson, die das TH688 auf den Markt brachte, das Handy konnte an den normalen Feststationen im DECT Standard angemeldet werden und schaltete dann so ungefähr vor der Haustür auf DECT um. Ich habe noch 2 von den Geräten weil das Konzept besser ist als das von BT.
Gruß guru
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[2.1.1.2.1.1.1] Dyphelius antwortet auf yatow
23.01.2006 13:07
Benutzer yatow schrieb:
Hallo es war die Fa. Ericsson, die das TH688 auf den Markt brachte, das Handy konnte an den normalen Feststationen im DECT Standard angemeldet werden und schaltete dann so ungefähr vor der Haustür auf DECT um. Ich habe noch 2 von den Geräten weil das Konzept besser ist als das von BT.
IMHO gab es zum Start des Produktes (Ende 99?) zuerstmal die Ericsson TH-Modelle (gab's sowas nicht auch schon als TH 3xx ?)
und kurze Zeit später dnn die DMH121-Modelle (DMC830) von Sagem. Aber das Problem scheiterte ja klarerweise an der Unvereinbarkeit der zwei Telefom-Töchter, T-Mobile und T-Com. Beide liefern sich bis heute einen erbitterten Machtkampf. Imho gehören die zwei zusammengelegt bzw. unter ein Managment-Dach gestellt, damit die Koordination und Kooperation besser klappt und nicht unnötig Marktanteile zerstört werden. Aber das ist nur meine Meinung :)
P.S. Verkaufst du eines deiner zwei TH688 ?
Gruß,
Dyphelius
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[2.1.1.2.1.2] RE: Nannte sich doch Telepoint ....
Ich.bin.es antwortet auf teledos
16.02.2007 01:14
Benutzer teledos schrieb:
Hallo

gab's da nicht auch mal ein DECT-Produkt, welches an speziell dafür ausgerüsteten Telefonzellen auch funktionierte...?
Glaube mich daran zu erinnern. So viel ich weiß funktionierte das DECT-Telefon zu Hause und eben an einigen Punkten unterwegs. Ob eine GSM-Kopplung möglich war, weiß ich nicht mehr.

Das war noch kein DECT, sondern das britische MPT1375, besser bekannt als CT2 und der Pilotversuch der Deutschen Bundespost Telekom nannte sich BIRDY. Gabs in München mit Endgeräten von Siemens und in Münster (Motorola?), die besonderen Telefonzellen hatten als Erkennungszeichen ein Dreieck auf dem Dach stehen. Stammt wie die Pagerwelle in den 90ern noch aus einer Zeit als man noch nicht daran geglaubt hat daß es irgendwann mal mehr Handys als Einwohner geben würde. Ein Bild vom britischen birdy, dem "rabbit" gibts unter http://www.walrus.co.uk/petes/petes2.htm
das deutsche Modell war aber hellgrau.


Wurde das nicht TELEPOINT genannt? Grundig hatte 1991 einmal soetwas angemeldet: CT2-Telefon und Pager [http://gauss.ffii.org/PatentView/EP461571]

Ich telefoniere noch schnurlos mit einem Sony DCT-51. Hat auch einen Empfangsteil für den Telepointservice. Dank großer Antenne schlägt es noch heute in der Reichweite jedes neue Schnurlostelefon. (Telepoint hatte mit diesen Geräten ja auch eine Reichweite von bis zu 200 Metern)

cu

IchBinEs




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[3] bastian antwortet auf qntal
10.06.2005 13:11
Gab's in der Tat schon! Und zwar nannte sich das zunächst PCS, dann ISDN mobil und zum Schluss Aktiv mobil. Angeboten von der T-Com. Dabei wurde die Mutter Telekom zum Service Provider ihrer eigenen Tochter T-Mobile. Vernünftig beworben wurde das Produkt nie, entsprechend gering waren wohl auch die Nutzerzahlen. Außerdem waren die Aktiv-mobil-Kunden lange Zeit Kunden 2. Klasse, da sich an den Tarifen im Festnetzbereich und vor allem im Mobilfunkbereich gar nichts änderte, während T-Com und T-Mobile für ihre eigenen Kunden an der Preisschraube nach unten drehten und auch neue Features einführten. Ich kann mich noch gut an die ganz miserabel funktionierende Hotline von PCS erinnern, die nicht 24/7 erreichbar war. Man hatte anfangs noch nicht mal die Möglichkeit, die SIM-Karte im Falle eines Verlustes oder Diebstahls rund um die Uhr sperren zu lassen. (Das wurde dann aber schnell behoben.) Im Oktober 2003 war's dann vorbei mit Aktiv mobil (klang marketingmäßig ohnehin nach Telefonie für die 65+ Generation). Als Kombi-Gerät gab's ein Handy von Sagem mit DECT und GSM. Wurde technisch nie weiterentwickelt.

Schade, im Prinzip ein innovatives Produkt, das m. E. an den Telekom-Strukturen gescheitert ist. Ich prophezeihe einen ähnlichen Ausgang von Blue Phone von BT, denn BT hatte sich damals von BT Wireless, jetzt O2 UK getrennt. Jetzt kommen sie mit einem Mobilfunkprodukt zurück, wenn auch in Kombination mit Festnetz. Vodafone hatte mit Twin Star auch mal etwas entfernt Ähnliches im Angebot - auch ein Flopp.

Na ja, BT wünsch' ich dann viel Erfolg. Vielleicht klappt's ja auf der Insel mit den Insulanern bessern. Immerhin ist der Name schon mal besser: Blue Phone klingt doch viel besser als Aktiv mobil ... :-)

Gruß
Bastian



Benutzer qntal schrieb:
Hallo,

ok, zwar nicht mit Bluetooth, aber die Telekom hatte Ende der 90er Jahre eine DECT-Mobilfunk-Kombination im Angebot, war glaube ich von Philips (wäre super, wenn noch jemand weiß, wie das Ding genau hieß). Das hat, wenn es in Reichweite der Basisstation war, über den Festnetzanschluß telefoniert und ansonsten über die SIM-Karte.

Zwar keine 500m Homezone, sondern nur 50m, aber immerhin. Bei Bluetooth wird's auch nicht viel mehr sein.

CU!
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[3.1] fgz antwortet auf bastian
10.06.2005 16:13
Oh ja, genau den ISDN mobil-Anschluss hatte ich vor Jahren mal. Mein Mobilgerät, das auch heute noch als Handy und als DECT-telefon an jeder beliebigen Basisstation funktioniert, trägt die Bezeichnung SAGEM DMH121.

Beworben wurde das Produkt sehr wohl, und die Gesprächsgebühren hielten sich in Grenzen (so kostete z.B. die Rufumleitung außerhalb des Heimatbereichs 29Pf/min und die Festnetz-Gesprächsgebühren waren damals im ISDN niedriger als im Analognetz, Anrufe vom Handy aus lagen ab 15Pf/min - Preise, von denen man zum Teil heute wieder träumt). Relativ hoch war die Grundgebühr, doch auch die war noch niedriger als Handyvertrag und ISDN einzeln. Dann darf man nicht vergessen, dass damals noch niemand DSL oder analoges V.92 hatte und schnelles Internet nur über ISDN möglich war. Alles in allem waren das eigentlich sehr gute Voraussetzungen für ein zukunftsfähiges Produkt.

Meines Erachtens waren nicht Telekom-Strukturen, sondern die Komplexität und Fehleranfälligkeit der eingesetzten Technik der Grund für das Scheitern. Die zugehörige Basisstation war technisch nicht einwandfrei, stürzte des öfteren stillschweigend ab, ohne dass man es merkte (man merkte es nur dann, wenn man gefragt wurde, warum man denn nicht mehr ans Telefon gehe). Die Rufumleitung wurde technisch umständlich über spezielle Steuercodes im ISDN realisiert - was wiederum fehleranfällig war. Die automatische Umstellung auf Rufumleitung bei Verlassen des DECT-Bereichs funktionierte nicht immer - alles Argumente für mich, den Anschluss nach längerem Hin und Her mit der Hotline wieder zu kündigen. Viag Interkom bewies mit Genion, dass das ganze viel einfacher geht, ohne ISDN, ohne DECT-Basisstation - zwar auch mit Kinderkrankheiten, aber das Produkt hat sich bis heute gehalten. Leider war Genion damals für Internet inakzeptabel, sonst wäre ich dorthin abgewandert.

In Zeiten wie heute, wo dank DSL und VOIP die Bedeutung von ISDN schwindet, hätte das Produkt jedoch auch wirtschaftlich keine Chance mehr gehabt. Da ich nicht genau weiß, wie das neue Produkt von BT technisch intern funktioniert, befürchte ich, dass sie nur alte Fehler wiederholen.

M.E. macht es heute technisch nur Sinn, eine DECT-Basisstation anzubieten, die über vorhandene Features eines Analog- (oder, wenn es unbedingt sein muss, auch ISDN-) Anschlusses die Rufumleitungen einrichtet und aufhebt, und die dabei auch CBC und LCR berücksichtigen kann. Das ist aber nicht Aufgabe der Netzbetreiber, sondern der Endgerätehersteller. Die bereits entwickelte Technik der DECT/GSM-Mobilgeräte kann dabei weiter eingesetzt werden. Leider stellt niemand diese Geräte mehr her...

Beste Grüße,
fgz

PS: eine Software dieser Funktionalität setze ich seit Jahren ein, derzeit noch auf einem PC mit ISDN-Karte. Sie entstand, nachdem ich das ISDN mobil abgemeldet hatte, ich mich aber so daran gewöhnt hatte, dass ich die Vorteile weiterhin nutzen wollte.
;-)

Benutzer bastian schrieb:
Gab's in der Tat schon! Und zwar nannte sich das zunächst PCS, dann ISDN mobil und zum Schluss Aktiv mobil. Angeboten von der T-Com. Dabei wurde die Mutter Telekom zum Service Provider ihrer eigenen Tochter T-Mobile. Vernünftig beworben wurde das Produkt nie, entsprechend gering waren wohl auch die Nutzerzahlen. Außerdem waren die Aktiv-mobil-Kunden lange Zeit Kunden 2. Klasse, da sich an den Tarifen im Festnetzbereich und vor allem im Mobilfunkbereich gar nichts änderte, während T-Com und T-Mobile für ihre eigenen Kunden an der Preisschraube nach unten drehten und auch neue Features einführten. Ich kann mich noch gut an die ganz miserabel funktionierende Hotline von PCS erinnern, die nicht 24/7 erreichbar war. Man hatte anfangs noch nicht mal die Möglichkeit, die SIM-Karte im Falle eines Verlustes oder Diebstahls rund um die Uhr sperren zu lassen. (Das wurde dann aber schnell behoben.) Im Oktober 2003 war's dann vorbei mit Aktiv mobil (klang marketingmäßig ohnehin nach Telefonie für die 65+ Generation). Als Kombi-Gerät gab's ein Handy von Sagem mit DECT und GSM. Wurde technisch nie weiterentwickelt.

Schade, im Prinzip ein innovatives Produkt, das m. E. an den Telekom-Strukturen gescheitert ist. Ich prophezeihe einen ähnlichen Ausgang von Blue Phone von BT, denn BT hatte sich damals von BT Wireless, jetzt O2 UK getrennt. Jetzt kommen sie mit einem Mobilfunkprodukt zurück, wenn auch in Kombination mit Festnetz. Vodafone hatte mit Twin Star auch mal etwas entfernt Ähnliches im Angebot - auch ein Flopp.

Na ja, BT wünsch' ich dann viel Erfolg. Vielleicht klappt's ja auf der Insel mit den Insulanern bessern. Immerhin ist der Name schon mal besser: Blue Phone klingt doch viel besser als Aktiv mobil ... :-)

Gruß
Bastian
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[3.1.1] bastian antwortet auf fgz
13.06.2005 14:37
Kann ich so leider nicht bestätigen. Ich bleibe bei meinen Aussagen oben (bzw. unten). Die Rufumleitung war zum Schluss sogar über ein Webinterface online möglich, und zwar sehr komfortabel.

Und beworben wurde das Produkt stiefmütterlich! Das räumt sogar die Telekom selbst ein. Und das mit den Strukturen stimmt, denn T-Mobile war überhaupt nicht glücklich darüber, dass die eigene Mutter der Tochter als Service-Provider Konkurrenz macht.

Gruß
Bastian


Benutzer fgz schrieb:
Oh ja, genau den ISDN mobil-Anschluss hatte ich vor Jahren mal. Mein Mobilgerät, das auch heute noch als Handy und als DECT-telefon an jeder beliebigen Basisstation funktioniert, trägt die Bezeichnung SAGEM DMH121.

Beworben wurde das Produkt sehr wohl, und die Gesprächsgebühren hielten sich in Grenzen (so kostete z.B. die Rufumleitung außerhalb des Heimatbereichs 29Pf/min und die Festnetz-Gesprächsgebühren waren damals im ISDN niedriger als im Analognetz, Anrufe vom Handy aus lagen ab 15Pf/min - Preise, von denen man zum Teil heute wieder träumt). Relativ hoch war die Grundgebühr, doch auch die war noch niedriger als Handyvertrag und ISDN einzeln. Dann darf man nicht vergessen, dass damals noch niemand DSL oder analoges V.92 hatte und schnelles Internet nur über ISDN möglich war. Alles in allem waren das eigentlich sehr gute Voraussetzungen für ein zukunftsfähiges Produkt.

Meines Erachtens waren nicht Telekom-Strukturen, sondern die Komplexität und Fehleranfälligkeit der eingesetzten Technik der Grund für das Scheitern. Die zugehörige Basisstation war technisch nicht einwandfrei, stürzte des öfteren stillschweigend ab, ohne dass man es merkte (man merkte es nur dann, wenn man gefragt wurde, warum man denn nicht mehr ans Telefon gehe). Die Rufumleitung wurde technisch umständlich über spezielle Steuercodes im ISDN realisiert - was wiederum fehleranfällig war. Die automatische Umstellung auf Rufumleitung bei Verlassen des DECT-Bereichs funktionierte nicht immer - alles Argumente für mich, den Anschluss nach längerem Hin und Her mit der Hotline wieder zu kündigen. Viag Interkom bewies mit Genion, dass das ganze viel einfacher geht, ohne ISDN, ohne DECT-Basisstation - zwar auch mit Kinderkrankheiten, aber das Produkt hat sich bis heute gehalten. Leider war Genion damals für Internet inakzeptabel, sonst wäre ich dorthin abgewandert.

In Zeiten wie heute, wo dank DSL und VOIP die Bedeutung von ISDN schwindet, hätte das Produkt jedoch auch wirtschaftlich keine Chance mehr gehabt. Da ich nicht genau weiß, wie das neue Produkt von BT technisch intern funktioniert, befürchte ich, dass sie nur alte Fehler wiederholen.

M.E. macht es heute technisch nur Sinn, eine DECT-Basisstation anzubieten, die über vorhandene Features eines Analog- (oder, wenn es unbedingt sein muss, auch ISDN-) Anschlusses die Rufumleitungen einrichtet und aufhebt, und die dabei auch CBC und LCR berücksichtigen kann. Das ist aber nicht Aufgabe der Netzbetreiber, sondern der Endgerätehersteller. Die bereits entwickelte Technik der DECT/GSM-Mobilgeräte kann dabei weiter eingesetzt werden. Leider stellt niemand diese Geräte mehr her...

Beste Grüße,
fgz

PS: eine Software dieser Funktionalität setze ich seit Jahren ein, derzeit noch auf einem PC mit ISDN-Karte. Sie entstand, nachdem ich das ISDN mobil abgemeldet hatte, ich mich aber so daran gewöhnt hatte, dass ich die Vorteile weiterhin nutzen wollte.
;-)

Benutzer bastian schrieb:
Gab's in der Tat schon! Und zwar nannte sich das zunächst PCS,
dann ISDN mobil und zum Schluss Aktiv mobil. Angeboten von der T-Com. Dabei wurde die Mutter Telekom zum Service Provider ihrer eigenen Tochter T-Mobile. Vernünftig beworben wurde das Produkt nie, entsprechend gering waren wohl auch die Nutzerzahlen. Außerdem waren die Aktiv-mobil-Kunden lange Zeit Kunden 2. Klasse, da sich an den Tarifen im Festnetzbereich und vor allem im Mobilfunkbereich gar nichts änderte, während T-Com
und T-Mobile für ihre eigenen Kunden an der Preisschraube nach unten drehten und auch neue Features einführten. Ich kann mich noch gut an die ganz miserabel funktionierende Hotline von PCS erinnern, die nicht 24/7 erreichbar war. Man hatte anfangs noch nicht mal die Möglichkeit, die SIM-Karte im Falle eines Verlustes oder Diebstahls rund um die Uhr sperren zu lassen.
(Das wurde dann aber schnell behoben.) Im Oktober 2003 war's
dann vorbei mit Aktiv mobil (klang marketingmäßig ohnehin nach Telefonie für die 65+ Generation). Als Kombi-Gerät gab's ein Handy von Sagem mit DECT und GSM. Wurde technisch nie weiterentwickelt.

Schade, im Prinzip ein innovatives Produkt, das m. E. an den Telekom-Strukturen gescheitert ist. Ich prophezeihe einen ähnlichen Ausgang von Blue Phone von BT, denn BT hatte sich damals von BT Wireless, jetzt O2 UK getrennt. Jetzt kommen sie mit einem Mobilfunkprodukt zurück, wenn auch in Kombination mit Festnetz. Vodafone hatte mit Twin Star auch mal etwas entfernt
Ähnliches im Angebot - auch ein Flopp.

Na ja, BT wünsch' ich dann viel Erfolg. Vielleicht klappt's ja auf der Insel mit den Insulanern bessern. Immerhin ist der Name schon mal besser: Blue Phone klingt doch viel besser als Aktiv
mobil ... :-)

Gruß
Bastian