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Mischkalkulation? Flatrate? Namensgebung!


03.06.2005 21:40 - Gestartet von chbrown
Wenn die lieben Provider meinen, daß nur das Zauberwort: "Flatrate" Kunden anlockt, so sollten nicht nur die Kunden dieser Provider fair bleiben und diese Flatrate nicht ausnutzen, sondern auch die Provider sollten fair bleiben und sich gefälligst andere Namen und andere Definitionen einfallen lassen, damit jeder von Anfang an weiß, in welchen Tarif er gehört.

Beispiele:
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1.) "Small Flexi-Flat" = unbegrenzte Flatrate zur Benutzung von <Liste> (z.B. VoIP, Chat, Messenger, EMail, etc. ...), außer Datendiensten und Tauschbörsen, wie: <Liste> (z.B. eMule, Torret, etc. ...)

2.) "Medium Flexi-Flat" = unbegrenzte Flatrate zur Benutzung von <Liste>, sowie Datendiensten und Tauschbörsen, wie: <Liste> bis zu einem Volumen von <xy> GB. Darüber hinaus Umstellung auf "Small Flat", bis zum Ende des Abrechnungszeitraumes.

3.) "<Firmenname> Flatrate" = unbegrenzte Flatrate (mit entsprechendem Preis, oder in limitierter Auflage).

Solange diese Traffic verursachenden Dienste bei einem Flatrate-Tarif (wie von 1&1, STRATO, GMX, Lycos, etc. ... angeboten) und deren Nutzung in den AGBs dieser Anbieter nicht genau definiert werden, können diese auch nicht im Nachhinein einseitig den Vertrag kündigen, wenn eine Mindestlaufzeit, von beispielsweise 12 Monaten besteht, denn der Kunde kann seinerseits auch nicht einfach aus dem Vertrag, wenn er z.B. seinen Computer nicht mehr benutzen würde. - Ich denke, daß solche Methoden rechtlich sehr bedenklich wären und keinesfalls durch AGBs gedeckt werden können. - Gerichtlicher Entscheid bleibt abzuwarten und wäre wünschenswert.

Da wäre es doch "fairer", wenn die Provider nicht erst Kunden ködern, sondern Tarife eindeutig bezeichnen - und festlegen würden.

Carsten
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[1] Hadraniel antwortet auf chbrown
04.06.2005 10:03
Da wäre es doch "fairer", wenn die Provider nicht erst Kunden ködern, sondern Tarife eindeutig bezeichnen - und festlegen würden.
Diensteabhängige Flatrates, mit eingebauten Traffic-Obergrenzen?

Das einzig wirklich "faire" wären bezahlbare Volumentarife. 1..5 Gigabyte monatlich mögen für 0815/Mail+Webuser ausreichen, 10G für User, die ihr Debian Sarge daheim aktuell halten (da kommen monatlich Gigabytes an Updates zusammen!) oder die generell gerne mit BSDs und Unixen rumspielen, aber Radio oder Video ist bei 5 EUR pro Gigabyte einfach nicht möglich.


Solange Flatrates Mischkalkulationen auf Trafficbasis sind, subventionieren viele, die ohne Flat eigentlich billiger dran wären die wenigen, die mit der Flat günstiger fahren. Was kann dabei jemals fair sein?
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[1.1] grafkrolock antwortet auf Hadraniel
05.06.2005 14:25
Solange Flatrates Mischkalkulationen auf Trafficbasis sind, subventionieren viele, die ohne Flat eigentlich billiger dran wären die wenigen, die mit der Flat günstiger fahren. Was kann dabei jemals fair sein?
Aber es wird niemals anders sein, schließlich berechnen die Netzbetreiber ihren Kunden, den Internet-Providern, in der Regel auch Volumina. Es gibt im Großhandel der Kapazitäten halt keine Flatrates.
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[1.1.1] Hadraniel antwortet auf grafkrolock
05.06.2005 19:43
Aber es wird niemals anders sein, schließlich berechnen die Netzbetreiber ihren Kunden, den Internet-Providern, in der Regel auch Volumina.
Meines Wissens nach ist im Backbone-Bereich, insbesondere beim Peering, aber die Abrechnung nach Bandbreite und nicht nach Traffic üblich.

Habe leider keine Quelle zur Hand, die das jetzt bestätigt. Vielleicht hilft mir aber jemand aus, oder widerlegt mich.
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[1.1.1.1] grafkrolock antwortet auf Hadraniel
05.06.2005 22:42
Meines Wissens nach ist im Backbone-Bereich, insbesondere beim Peering, aber die Abrechnung nach Bandbreite und nicht nach Traffic üblich.
Halb richtig. Es wird nach DURCHSCHNITTLICH genutzter Bandbreite berechnet. Im Falle der 2 MBit/s-Leitung unserer Firma wurde dazu der Traffic von 6 bis 22 Uhr gemessen und der Durchschnitt gebildet. Jeweils mit Verdoppelung wurde der doppelte Preis fällig.
Natürlich ist nicht auszuschließen, daß andere Anbieter das auch wieder anders machen. Aber in der Regel ist davon auszugehen, daß nicht statisch Bandbreiten verkauft werden, die dann womöglich ungenutzt sind. Das wäre ja ziemlicher Unsinn.
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[1.1.2] peggy antwortet auf grafkrolock
06.06.2005 12:26
Aber es wird niemals anders sein, schließlich berechnen die Netzbetreiber ihren Kunden, den Internet-Providern, in der Regel auch Volumina. Es gibt im Großhandel der Kapazitäten halt keine Flatrates.

Und deswegen ist es gut, als Vielnutzer direkt bei einem der Netzbetreiber zu sein und nicht bei irgendeinem anderen Tarifanbieter. Denn dem Netzbetreiber selbst entstehen so gut wie keine Zusatzkosten durch den Traffic, es sei denn, das Netz muß ausgebaut werden und neue Kabel verlegt.

Peggy
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[1.1.2.1] grafkrolock antwortet auf peggy
06.06.2005 22:35
Und deswegen ist es gut, als Vielnutzer direkt bei einem der Netzbetreiber zu sein und nicht bei irgendeinem anderen Tarifanbieter. Denn dem Netzbetreiber selbst entstehen so gut wie keine Zusatzkosten durch den Traffic, es sei denn, das Netz muß ausgebaut werden und neue Kabel verlegt.
Ich meinte allerdings mehr die RICHTIGEN Provider, also die Leitungsanbieter. Schließlich haben unsere ganzen DSL-Anbieter keine eigenen Übersee-Leitungen, sondern müssen diese Kapazitäten einkaufen. Und das passiert halt nicht als Flatrate.