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Senioren haben kein finanzielles Problem.


11.05.2005 14:37 - Gestartet von GKr
Für die meisten Senioren im Rentner-Alter ist die reine Anschaffung eines Internet-Zuganges und dessen monatliche Bezahlung keinesfalls DAS finanzielle Problem. Auch, wenn man hier sehen muß, daß sie ganz automatisch zunächst nur die Preise der Telekom kennen.

Das größte finanzielle Hindernis ist der nicht vorhandene PC.
Inkl. Drucker etc. geht es ja hier immerhin leicht um rund 1.000 EUR. So eine Anschaffung macht man nicht so ohne weiteres. Der Hinweis, daß es auch gebrauchte Geräte gibt, die deutlich weniger kosten, zieht hier nicht.

Denn die zweite viel schwieriger zu nehmende Hürde sind die fehlenden PC-Kenntnisse. Hier wird eine bestehende Markt-Nische, nämlich einen fertig konfigurierten PC anzubieten, der beim Hochfahren sofort online geht und z.B. Google aufruft, noch längst nicht ausreichend besetzt (z.B. durch kleine Selbständige in der Computer-Branche, von denen es jede Menge gibt.)

Vor allem muß man Senioren das Internet völlig anders verkaufen. Online Banking, Tickets buchen, die Fußball-Weltmeisterschaft - das sind für Senioren ganz sicher keine geldwerten Vorteile - also keine Verkaufsargumente, die ziehen.

Viel eher gerade für Senioren die vielen hoch-interessanten Angebote, die sie im Internet finden können - hier möchte ich der Aussage im Artikel widersprechen. Ich bekomme meine Mutter und ihre Schwestern (zwischen 76 und 80) zwar nicht in ein Flugzeug hinein, aber die verbliebenen 3 Schwestern (von ehemals 6) machen laufend irgendwelche Bus-Reisen mit der AWO oder ihrem Senioren-Club nach Berlin, Holland, Eifel. (Was mir wiederum viel zu mühselig wäre).

Einige willkürliche Beispiele aus der Praxis, die Senioren überzeugen können:
- Kontakt zu entfernten Verwandten über Email.
Eine meiner Tanten lebt in Sacramento, FL. Mein Cousin in Küstrin, Polen. Zu beiden hat meine Mutter Email-Kontakt.
Gerade die Familien und Freundeskreise der Generation unserer Eltern wurde im und nach dem Krieg oftmals zerrissen. Wanderten nach Übersee aus oder blieben "in der kalten Heimat", leben somit heute z.B. in Polen.
- Vorbereitung von Ausflügen. Nur eines von tausenden Beispielen sei hier genannt: http://www.inselhombroich.de/
Die Idee, dorthin zu fahren, kam von meiner Mutter (76). Die hatte einen kleinen Laparello (Faltprospekt) mitgebracht. Als sie dann mit meiner Frau gemeinsam im Intenet die Seite http://www.inselhombroich.de/ fand, war sie überzeugt vom Internet.

Die Angebote für Senioren im Internet sind sehr vielfältig. Und auch die Angebote von allgemein zugänglichen Computer-Kursen im Rahmen sozialer Einrichtungen wie eben der Arbeiterwohlfahrt ist immens.

Wie gesagt: Hemmschwelle ist nicht das Geld und/oder das mangelnde Internet-Angebot. Hemmschwelle ist der (meist nicht einmal vorhandene PC). Meine Mutter nutzt jetzt bald eine Laptop. Aus ihrer Sicht hat das Ding noch einen weiteren Vorteil: Sie kann ihn zusammenklappen und in den Bücherschrank stellen. Denn sie will sich keine "Büro-Ecke" einrichten mit dem "grossen Kasten und dem Riesen-Bildschirm". Und kostenmäßig ist sie mit einem Laptop sogar günstiger als mit einem PC bedient.

GKr
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[1] kunde-bei-teltarif antwortet auf GKr
11.05.2005 14:46
Benutzer GKr schrieb:
Für die meisten Senioren im Rentner-Alter ist die reine Anschaffung eines Internet-Zuganges und dessen monatliche Bezahlung keinesfalls DAS finanzielle Problem. Auch, wenn man hier sehen muß, daß sie ganz automatisch zunächst nur die Preise der Telekom kennen.

Das größte finanzielle Hindernis ist der nicht vorhandene PC. Inkl. Drucker etc. geht es ja hier immerhin leicht um rund 1.000 EUR. So eine Anschaffung macht man nicht so ohne weiteres. Der Hinweis, daß es auch gebrauchte Geräte gibt, die deutlich weniger kosten, zieht hier nicht.

Denn die zweite viel schwieriger zu nehmende Hürde sind die fehlenden PC-Kenntnisse. Hier wird eine bestehende


Habe mich richtig Erschrocken, als ich das Thread gelesen habe-dachte im ersten Augenblick es geht um die Renten.

Viele Rentner haben ja wirklich nicht viel Rente.


























Markt-Nische, nämlich einen fertig konfigurierten PC anzubieten, der beim Hochfahren sofort online geht und z.B. Google aufruft, noch längst nicht ausreichend besetzt (z.B. durch kleine Selbständige in der Computer-Branche, von denen es jede Menge gibt.)

Vor allem muß man Senioren das Internet völlig anders verkaufen. Online Banking, Tickets buchen, die Fußball-Weltmeisterschaft - das sind für Senioren ganz sicher keine geldwerten Vorteile - also keine Verkaufsargumente, die ziehen.

Viel eher gerade für Senioren die vielen hoch-interessanten Angebote, die sie im Internet finden können - hier möchte ich der Aussage im Artikel widersprechen. Ich bekomme meine Mutter und ihre Schwestern (zwischen 76 und 80) zwar nicht in ein Flugzeug hinein, aber die verbliebenen 3 Schwestern (von ehemals 6) machen laufend irgendwelche Bus-Reisen mit der AWO oder ihrem Senioren-Club nach Berlin, Holland, Eifel. (Was mir wiederum viel zu mühselig wäre).

Einige willkürliche Beispiele aus der Praxis, die Senioren überzeugen können:
- Kontakt zu entfernten Verwandten über Email. Eine meiner Tanten lebt in Sacramento, FL. Mein Cousin in Küstrin, Polen. Zu beiden hat meine Mutter Email-Kontakt. Gerade die Familien und Freundeskreise der Generation unserer Eltern wurde im und nach dem Krieg oftmals zerrissen. Wanderten nach Übersee aus oder blieben "in der kalten Heimat", leben somit heute z.B. in Polen.
- Vorbereitung von Ausflügen. Nur eines von tausenden Beispielen sei hier genannt: http://www.inselhombroich.de/ Die Idee, dorthin zu fahren, kam von meiner Mutter (76). Die hatte einen kleinen Laparello (Faltprospekt) mitgebracht. Als sie dann mit meiner Frau gemeinsam im Intenet die Seite http://www.inselhombroich.de/ fand, war sie überzeugt vom
Internet.

Die Angebote für Senioren im Internet sind sehr vielfältig. Und auch die Angebote von allgemein zugänglichen Computer-Kursen im Rahmen sozialer Einrichtungen wie eben der Arbeiterwohlfahrt ist immens.

Wie gesagt: Hemmschwelle ist nicht das Geld und/oder das mangelnde Internet-Angebot. Hemmschwelle ist der (meist nicht einmal vorhandene PC). Meine Mutter nutzt jetzt bald eine Laptop. Aus ihrer Sicht hat das Ding noch einen weiteren Vorteil: Sie kann ihn zusammenklappen und in den Bücherschrank stellen. Denn sie will sich keine "Büro-Ecke" einrichten mit dem "grossen Kasten und dem Riesen-Bildschirm". Und kostenmäßig ist sie mit einem Laptop sogar günstiger als mit einem PC bedient.

GKr