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Zur Erinnerung......


09.03.2005 16:49 - Gestartet von SL55
hatte da nicht vor kurzem ein Telekom Sprecher verlauten lasen das sein Unternehmen VoIP wenn nur als Zusatzfunktion zum 'normalen' Telefonnetz sieht. Ich dneke ich kann mich entsinnen einen entsprechenden Bericht bei teltarif gelesen zu haben :-)....
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[1] Doppeldealer antwortet auf SL55
10.03.2005 02:45
Benutzer SL55 schrieb:
hatte da nicht vor kurzem ein Telekom Sprecher verlauten lasen das sein Unternehmen VoIP wenn nur als Zusatzfunktion zum 'normalen' Telefonnetz sieht. Ich dneke ich kann mich entsinnen einen entsprechenden Bericht bei teltarif gelesen zu haben :-)....

Das mit der Zusatzfunktion stimmt ja.
Man braucht einen T-DSL Anschluss um es zu nutzen...

Ich bin viel mehr gespannt, was auf den Verträgen stehen wird. Im kleingedruckten müsste nämlich stehen, das diese Gespräche nicht abhörsicher sind...
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[1.1] SL55 antwortet auf Doppeldealer
10.03.2005 03:03
Also - Zusatzfunktion sehe ich eigentlich nicht mehr wirklich.

Es gibt nicht nur die Telekom, Arcor etc. welche ihre Anschlüsse noch mit ISDN / Analog schnürt, sondern auch alternative Anbieter. Wenn ich mir vorstelle das 1&1 es heute schafft alle ISDN Komfortmerkmale und mehr als 2 'Leitungen' für jeden DSL Nutzer an zu bieten, frage ich mich wie die Telekom in VoIP keine ernste Konkurenz zum 'normalen' Anschluss sehen kann. Dem Kunden wird es im eigentlichen immer egal bleiben welche Technik dahinter steckt. Hauptsache es ist günstig, komfortabel und zuverlässig. Welchen Vorteil bietet den ISDN gegenüber oben genanntem Angebot von 1&1 (ich dneke andere VoIP Anbieter werden folgen). Ich sehe keinen.

Und zum Thema Abhörsicherheit:

Sämtliche informationen welche du überträgst können abgehört werden. Das fängt beim Brief an, geht über Fax, E-Mail, Handy.... Keiner kann dir sagen mit welcher Technik dein Anbieter dein Gespräch weiterleitet. Wer sagt das du nicht schon einmal über das I-Net telefoniert hast, ohne es zu merken? Weist du wie deine Gespräche von der Vermittlungstelle aus weiter gehen? Ich empfinde das Thema nicht als Nachteil von genau dieser Technik.

DSL hat das Potential die 'herkömmlichen' Anschlüsse ab zu lösen - und das sollte einem der größten Telekomunikationsunternehmen wohl klar sein.
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[1.1.1] jos antwortet auf SL55
11.03.2005 14:47
Benutzer SL55 schrieb:

Welchen Vorteil bietet den ISDN gegenüber oben genanntem Angebot von 1&1 (ich dneke andere VoIP Anbieter werden folgen). Ich sehe keinen.

Mit einem Standard A-DSL Anschluss mit 128 kBit/s Anschluss ist das Telefonieren nicht wirklich toll und vier Verbindungen parallel sind da in die Kategorie Wunschdenken abzuschieben. Zwei sind schon nicht unbedingt toll.

Es gibt zwar in den Boxen von AVM ein Traffic-Shaping, dass das Telefonieren auch bei viel Traffic auf dem DSL-Anschluss möglich machen soll, so wirklich gut klappt das aber nach meiner Erfahrung nicht. D.h. wenn man gerade Daten verschickt (bspw. größeres e-mail Attachment) dann gibt es beim Telefonieren Aussetzer, Verzögerungen und andere Qualitätsbeeinträchtigungen.

Und genau da liegt der Unterschied zu ISDN: Da steht fürs Telefonieren eine feste Bandbreite zur Verfügung und die Latenzen sind unverändert. Und das Telefonieren mit günstigen CbC Anbietern ist nicht teurer als mit VoIP - ganz im Gegenteil. Zumal bei letzterem z.T. saftige Preise für Mobilfunk, Ausland und Sonderrufnummern verlangt werden oder solche Nummern gar nicht erreichbar sind.

Mit S-DSL Anschlüssen oder A-DSL Anschlüssen mit großem Upstream mag VoIP toll sein - mit dem kleinsten T-DSL Anschluss ist es eine praxisuntaugliche Frickellösung.
Ich will surfen und telefonieren - und zwar gleichzeitig ohne Beeinträchtigung. Und Telefon muss ich sowieso haben, wenn ich T-DSL will.
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[1.1.1.1] hossy antwortet auf jos
03.05.2005 17:03
Benutzer jos schrieb:
Benutzer SL55 schrieb:

Aus meiner Sicht erscheint mir Deine Argumentation zu kurzsichtig. Denn es werden kontinuierlich weitere Verbesserungen kommen:

1. Irgendwann wird der DSL-Anschluss vom Telefonanschluss entkoppelt.
2. Dann können die lästigen 15,99 Euro mit 10 %-iger jährlicher Inflation abgeschafft werden.
3. DSL-Telefonie ist gerade mit der Fritz-Box kinderleicht.
4. Mit besseren Algorithmen werden auch mehr Gespräche parallel möglich. Wobei die Frage ist, wie viele Haushalte wirklich gleichzeit mehr als ein Gespräch führen und Surfen wollen.
5. Auslandverbindungen lassen sich auch leicht per Calling-Card und (dann) Lokal-Einwahl führen.

Ich freue mich auf den Tag, an dem Skype in der Fritz-Box emplementiert wird. Dann sind internantionale Gespräche zu Bekannten über der Internet einiges einfacher.

Gruß,
Christian

Welchen Vorteil bietet den ISDN gegenüber oben genanntem Angebot von 1&1 (ich dneke andere VoIP Anbieter werden folgen). Ich sehe keinen.

Mit einem Standard A-DSL Anschluss mit 128 kBit/s Anschluss ist das Telefonieren nicht wirklich toll und vier Verbindungen parallel sind da in die Kategorie Wunschdenken abzuschieben.
Zwei sind schon nicht unbedingt toll.

Es gibt zwar in den Boxen von AVM ein Traffic-Shaping, dass das Telefonieren auch bei viel Traffic auf dem DSL-Anschluss möglich machen soll, so wirklich gut klappt das aber nach meiner Erfahrung nicht. D.h. wenn man gerade Daten verschickt (bspw. größeres e-mail Attachment) dann gibt es beim Telefonieren Aussetzer, Verzögerungen und andere Qualitätsbeeinträchtigungen.

Und genau da liegt der Unterschied zu ISDN: Da steht fürs Telefonieren eine feste Bandbreite zur Verfügung und die Latenzen sind unverändert. Und das Telefonieren mit günstigen CbC Anbietern ist nicht teurer als mit VoIP - ganz im Gegenteil. Zumal bei letzterem z.T. saftige Preise für Mobilfunk, Ausland und Sonderrufnummern verlangt werden oder solche Nummern gar nicht erreichbar sind.

Mit S-DSL Anschlüssen oder A-DSL Anschlüssen mit großem Upstream mag VoIP toll sein - mit dem kleinsten T-DSL Anschluss ist es eine praxisuntaugliche Frickellösung.
Ich will surfen und telefonieren - und zwar gleichzeitig ohne Beeinträchtigung. Und Telefon muss ich sowieso haben, wenn ich
T-DSL will.
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[1.1.1.1.1] Mobilfunk-Experte antwortet auf hossy
04.05.2005 11:32
Benutzer hossy schrieb:

1. Irgendwann wird der DSL-Anschluss vom Telefonanschluss entkoppelt.
2. Dann können die lästigen 15,99 Euro mit 10 %-iger jährlicher Inflation abgeschafft werden.

Wahrscheinlich wird man die Telekom früher oder später wirklich zwingen, DSL auch ohne Telefonanschluss anzubieten. Dass du als Kunde dann die volle Telefon-Grundgebühr sparst, glaube ich allerdings nicht.

Vielleicht werden die Preise dann ja so aussehen:
Analoganschluss: 15,95 Euro
DSL 1000: 29,95 Euro
Kombi-Paket: 32,95 Euro
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[1.1.1.1.2] koelli antwortet auf hossy
07.05.2005 18:35
Benutzer hossy schrieb:
Auslandverbindungen lassen sich auch leicht per Calling-Card und (dann) Lokal-Einwahl führen.

Ich freue mich auf den Tag, an dem Skype in der Fritz-Box emplementiert wird. Dann sind internantionale Gespräche zu Bekannten über der Internet einiges einfacher.

Ich verstehe sowieso nicht, warum Auslandsanrufe über echtes VoIP (z.B. per FritzBox) teurer sind als per normalem CbC. Angeblich spart der VoIP-Anbieter doch die Interconnection-Gebühren zur Telekom.
Sogar der "halbe" VoIP-Anbieter "VoIPStar", den man per 0190021 nutzt, ist billiger ins Ausland, als wenn man über seine FritzBox anrufen würde...
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[1.1.2] Gerdl1011 antwortet auf SL55
12.03.2005 10:18
Zur Abhörsicherheit.

Ich möchte mal behaupten, das eine über VoIP geführtes Gespräch wesentlich schwieriger abzuhören ist wie ein Leitungsvermitteltesgespräch (Analog oder ISDN). Da sich als Backbone Netz im Internet, die ATM Technik durchgesetzt hat, ist es fast unmöglich einen Datenstrom mitzuschneiden. Das selbe gilt im übrigen auch für GPRS und UMTS Verbindungen. Hingegen ein Leitungsvermitteltesgespräch mitzuschneiden, ist wesentlich einfacher. Es gibt heute Geräte (Kostenpunkt ca. 500 000€) die nicht größer als ein Nachttischchen sind, mit denen ist es kein Problem die Funkstrecke vom Mobil zur BTS abzuhören. Bei UMTS Gesprächen gestalltet sich das ganze schon schwieriger. Und so ist es auch bei VoIP Gesprächen. Um ein ISDN Gespräch abzuhören ist lediglich ein Testtelefon der Telekom nötig (gibts bei ebay schon für unter 100€)und natürlich das illegale öffnen eines Postanschlusskastens.
Bis jetzt hab ich in meinem Mobilfunkvertrag oder Festnetzvbertrag noch nichts darüber gelesen das die Leitungen nicht abhörsicher sind !!!
Warum sollte dies also ein VoIP Anbieter in seinen Verträge mitteilen ???
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[1.1.2.1] spunk_ antwortet auf Gerdl1011
12.03.2005 10:28
Benutzer Gerdl1011 schrieb:

Ich möchte mal behaupten, das eine über VoIP geführtes Gespräch wesentlich schwieriger abzuhören ist wie ein

mit ethereal kannst die die voip-datenpakete als tonspur auf festplatte speichern.


und speziell für wlan: (frag mich nicht nach dem namen, habe das vergessen weils mich irgendwie nicht betrifft).
das tool ballert einerseits dem clienten und auch dem ap pakete vor den latz und der verkehr läuft dann über deine kiste (wobei der client/ap meint es besteht direkte verbindung) - dann die pakete mitschneiden und dem voip-gelabere der nachbarschaft lauschen.
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[1.1.2.1.1] Gerdl1011 antwortet auf spunk_
12.03.2005 10:43
Ich geb Dir da ja eigentlich recht, nur ein ISDN oder gar Analoggespräch abzuhören ist doch wesentlich einfacher. Ich brauch weder PC noch sonstige Software nur ein bisschen kriminelle Energie !!!