Diskussionsforum
  • 17.11.2008 17:52
    kamischke schreibt

    Breitband für Glasfaser-Opfer in DD

    Telekom schaltet bis Mitte 2009 Striesen und Blasewitz für neue GPON-Pilottechnik frei

    17.11.2008

    Jahrelang waren die Striesener und Blasewitzer die Angeschmierten vom Dienst, wenn es um schnelles Internet ging. Bis Mitte 2009 sollen sie nun gleich die „modernsten, besten und schnellsten“ Netzzugänge erhalten, die bundesweit verfügbar sind, wie Georg Sporkmann, Leiter des Telekom-Projektes „GPON Dresden“, am 12. November 2008 mitteilte. „Anders als in Gegenden mit Kupferleitungen wird es für die Striesener keine Einschränkungen der Bandbreite geben. Wer will, kann mit 50 Megabit je Sekunde ins Internet gehen.“
    (...)" [LVZ-Online]

    Vollständige Meldung unter:
    http://www.lvz-online.de/aktuell/content/79359.html

    Gruß Kamischke
  • 17.11.2008 18:29
    interessierter_Laie antwortet auf kamischke
    wenn ich die ganze Meldung lese gewinne ich den Eindruck dass es sich einfach um VDSL handelt (und der Autor nicht wirklich weiß worüber er schreibt).
    Bei VDSL sind die Verteilerkästen auch per Glasfaser angebunden und nur die letzten Meter laufen über die Kupferdoppelader, das Prinzip ist also das gleiche.
    Ich vermute zudem dass die Telekom dort nur die VDSL Geschwindigkeiten anbieten und es keine 2 MBit DSL Anschlüsse geben wird.

    Klingt für mich daher nur ne Nummer größer als das Pilotprojekt von Arcor: http://www.teltarif.de/arch/2008/kw47/...
  • 17.11.2008 19:03
    kamischke antwortet auf interessierter_Laie
    Benutzer interessierter_Laie schrieb:
    > wenn ich die ganze Meldung lese gewinne ich den Eindruck dass
    >
    es sich einfach um VDSL handelt (und der Autor nicht wirklich
    >
    weiß worüber er schreibt).
    Besuch einfach mal nachfolgendes Forum und Dir eröffnet sich eine völlig neue Sichtweise:

    http://www.dsl-striesen.de/

    "Bis Ende 2008 baut die Deutsche Telekom im Stadtgebiet von Dresden ein VDSL- Hochgeschwindigkeitsnetz auf und stellt den Kunden mit diesem Netz Internetanschlüsse mit Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung.
    Diese Ankündigung gilt mit einer Ausnahme: Ca. 27.000 Anschlüsse im Stadtteil Striesen werden vorerst nicht versorgt. Als Grund gibt die Deutsche Telekom technische Rahmen-bedingungen an, die einen Ausbau derzeit als nicht wirtschaftlich erscheinen lassen."

    Ansonsten hilft evtl. auch die offizielle Pressemeldung weiter:

    Pressemitteilung Deutsche Telekom
    T-Home startet Rollout für GPON-Technik in Dresden

    12.11.2008

    - Innovative Technologie schließt weiße Flächen in der Breitbandversorgung
    - Neuartige Technologie ermöglicht DSL-Ausbau in Gebieten mit Glasfaser-Infrastruktur
    - Ab Ende dieses Jahres Breitband-Anschlüsse für die ersten der rund 27.000 Haushalte in
    den Stadtteilen Striesen und Blasewitz verfügbar
    - Anwohner können das gesamte Breitband-Angebot der Deutschen Telekom nutzen

    Breitband-Innovation in Dresden: Erstmals richtet die Deutsche Telekom in der sächsischen Landeshauptstadt DSL-Anbindungen in Häusern ein, die ab dem Hausanschluss über Glasfaserleitungen (Fibre-to-the-Building, FTTB) an das Telefonnetz angebunden sind. Dazu installieren die Telekom Techniker direkt in den Gebäuden eine neue Zugangstechnologie. Nach Abschluss der erforderlichen Bau- und Montagearbeiten können ab Ende 2008 die ersten der rund 27 000 Haushalte in rund 3 500 Gebäuden der Dresdner Stadtteile Striesen und Blasewitz per DSL mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) im Internet surfen und mit den Entertain-Komplettpaketen von T-Home die Möglichkeiten des internetbasierten Fernsehens genießen. Die Deutsche Telekom startet damit in Dresden ein bislang einmaliges technisches Pilotprojekt für den weiteren Ausbau einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur.

    Das Projekt ist Bestandteil der Initiative "Mehr Breitband für Deutschland", mit der der Konzern den DSL-Ausbau in bisher unversorgten Gebieten vorantreibt. Bislang ist es aus technischen Gründen nicht möglich, Hytas-Anschlussbereiche mit DSL zu versorgen, da die DSL-Technologie auf Kupferleitungen basiert. Das Pilotprojekt nutzt die sogenannten GPON-Technologie – die Abkürzung steht im englischen für Gigabit Passive Optical Network und bedeutet frei übersetzt "Glasfasernetzwerk bis zum Haus". Bei dieser Technologie erfolgt die Installation der erforderlichen Komponenten für die Zugangstechnik zum Internet direkt am Hausanschluss. Zum Vergleich: Bei "normalen" DSL-Anschlüssen sind die Netzwerkkomponenten in den zentralen Verteilerkästen auf der Straße oder in der nächstgelegenen Vermittlungsstelle untergebracht.

    Der Transport der Internetdaten erfolgt mit einer neuen Technik von der für Striesen und Blasewitz zuständigen Betriebsstelle per Glasfaser zu den Endkunden. Die Hausverkabelung selbst bleibt bei der neuen GPON-Technik unverändert. An den geplanten bis zu 2 000 Netzschnittstellen in den Gebäuden erfolgt die Anbindung der Kupferkabel, die zu den Telefonanschlüssen in den einzelnen Wohnungen führen. Voraussetzung ist die Bereitschaft der jeweiligen Hauseigentümer, die zusätzliche Technik und die erforderliche Stromversorgung in ihren Gebäuden installieren zu lassen. Bei den Kunden kommen wie bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen ein Splitter, ein DSL-Router sowie gegebenenfalls der für den Empfang des Fernsehens via DSL notwendige Media Receiver zum Einsatz.

    "Mit der GPON-Technik testen wir eine weitere interessante Alternative, Breitbandanschlüsse in noch nicht versorgten Gebieten zu den Bürgern zu bringen", erläutert Dr. Georg Sporckmann, Leiter des Pilotprojekts in Dresden. "Unsere Labor- und Netztests im Frühjahr 2008 sind erfolgreich verlaufen. Jetzt treten wir mit der Erprobung der neuen Technik im Praxisbe-trieb in eine neue Phase." Ziel des Pilotprojekts ist, in den bevölkerungsreichsten Stadtteilen Dresdens umfassende Erfahrungen mit der Installation der GPON-Technik, ihrer Eignung für moderne Breitbandanwendungen wie Entertain und mit der Akzeptanz der Kunden zu sammeln. Nach Abschluss des Pilotbetriebs wird die Deutsche Telekom die Ergebnisse auswerten und eine grundsätzliche Entscheidung zum künftigen Einsatz von GPON treffen. Ein wesentliches Entscheidungskriterium ist die Frage, ob sich durch die neue Technik die Anschlussbereiche mit Glasfaser-Infrastruktur unter vertretbarem wirtschaftlichen Aufwand mit DSL-Breitbandtechnik versorgen lassen.

    Die ersten Bewohner der beiden Dresdner Stadtteile können ab Ende dieses Jahres alle Standard-Festnetzprodukte der Deutschen Telekom nutzen – vom einfachen Telefonanschluss bis hin zu den Entertain-Komplettpaketen von T-Home. Da in den Gebäuden lediglich die Technik im Haus überbrückt werden muss, stehen den Kunden die vollen Bandbreiten der angebotenen Internetanschlüsse zur Verfügung.

    Über den aktuellen Ausbaustand und die entsprechenden Buchungsmöglichkeiten können sich interessierte Bürger im Telekom Shop in der Schillergalerie, Loschwitzer Straße 52 informieren. Zusätzlich hat die Deutsche Telekom unter der Telefon-Nummer 0800 330 3000 eine spezielle Hotline für Informationen rund um das Pilotprojekt und Auftragswünsche eingerichtet. Interessenten können sich zudem im Internet unter www.telekom.de/striesen informieren und registrieren.

    Gruß Kamischke
  • 18.11.2008 10:13
    interessierter_Laie antwortet auf kamischke
    mmmh, so wirklich schlau macht mich das nicht.
    Im Artikel der LVZ steht:
    > Diese nutzen den Umstand, dass zwar beide Viertel größtenteils
    >
    glasfaserverkabelt sind, die letzten Meter zwischen Straße und
    >
    Endgerät (also Telefon und PC) in den Häusern aus Kupfer
    >
    bestehen.

    Klingt für mich nach VDSL (auch dort werden die Verteilerkästen auf der Straße per Glasfaser angebunden und das letzte Stück geht über die klassische Kupferdoppelader).

    Die PM der T-Com lässt vermuten dass jedes Haus einen Verteiler im Keller braucht (der aber auch per Glasfaser angebunden ist und die Hausverkabelung läuft wieder über Kupfer).
    Also ein Unterschied: mehr Technikinstallationen -> daher teurer

    sind die Glasfasern oder die darauf verwendete Übertragungstechnik noch anders?

    So neu ist das ganze auch nicht (bis auf das es damals kein VDSL gab, das zu dieser Netzinfratruktur passt) http://www.teltarif.de/arch/2005/kw37/...