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Verschätzt?


18.02.2005 10:01 - Gestartet von klaussc
"Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt."

Was soll das denn nun bedeuten?

Steigen die Zinsen wieder, hab ich was verpasst?

Welcher Zinsanspruch? Der für ausgegebene Anleihen auf dem Kapitalmarkt? Aber der steht ja eigentlich drauf?

Oder vielleicht der Wert der Gesamtinvestition "Kabel einbuddeln"?
Aber der wird doch schon seit Jahren an der Börse bestimmt...

Oder hat man sich im Gesamtwert gar nicht verschätzt, sondern nur in den Teilbereichen, will heißen: Die Immobilien sind viel billiger als angegeben, dann sind eben die Kabel teurer....

Wer hat eigentlich damals die Bagger bezahlt?

Ich hör ja schon auf....

Gruß

Klaus
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[1] kfschalke antwortet auf klaussc
18.02.2005 10:08
Benutzer klaussc schrieb:
"Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt."

Was soll das denn nun bedeuten?

Steigen die Zinsen wieder, hab ich was verpasst?

Welcher Zinsanspruch? Der für ausgegebene Anleihen auf dem Kapitalmarkt? Aber der steht ja eigentlich drauf?

Oder vielleicht der Wert der Gesamtinvestition "Kabel einbuddeln"?
Aber der wird doch schon seit Jahren an der Börse bestimmt...

Oder hat man sich im Gesamtwert gar nicht verschätzt, sondern nur in den Teilbereichen, will heißen: Die Immobilien sind viel billiger als angegeben, dann sind eben die Kabel teurer....

Wer hat eigentlich damals die Bagger bezahlt?

Ich hör ja schon auf....

Gruß

Klaus

Wie jetzt? Seit wann muss die DTAG ihre Ansichten erklären und begründen? Wenn die dat sagen, dann stimmt dat, dem kann man doch nicht wiedrsprechen oder?
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[1.1] MartyK antwortet auf kfschalke
18.02.2005 11:16
Benutzer kfschalke schrieb:

Wie jetzt? Seit wann muss die DTAG ihre Ansichten erklären und begründen? Wenn die dat sagen, dann stimmt dat, dem kann man doch nicht wiedrsprechen oder?

LOL

Wo wären wir denn heute, wenn wir alles hinnehmen und nichts kritisieren würden?
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[2] online-user antwortet auf klaussc
18.02.2005 10:10

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde, möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.




Benutzer klaussc schrieb:
"Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt."

Was soll das denn nun bedeuten?

Steigen die Zinsen wieder, hab ich was verpasst?

Welcher Zinsanspruch? Der für ausgegebene Anleihen auf dem Kapitalmarkt? Aber der steht ja eigentlich drauf?

Oder vielleicht der Wert der Gesamtinvestition "Kabel einbuddeln"?
Aber der wird doch schon seit Jahren an der Börse bestimmt...

Oder hat man sich im Gesamtwert gar nicht verschätzt, sondern nur in den Teilbereichen, will heißen: Die Immobilien sind viel billiger als angegeben, dann sind eben die Kabel teurer....

Wer hat eigentlich damals die Bagger bezahlt?

Ich hör ja schon auf....

Gruß

Klaus
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[2.1] klaussc antwortet auf online-user
18.02.2005 10:24
Benutzer online-user schrieb:

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde, möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.

Die öffentliche Hand hat die "Infrastruktur Kabel" über die Börse verkauft. Vorher wurde der Wert der Telekom ermittelt, oder um beim Thema zu bleiben, geschätzt. Die Käufer der Aktien haben diesen Wert akzeptiert, der Wert des Konzerns selbst wird seit Jahren durch den Kapitalmarkt bestimmt.

Der Kurs orientiert sich ja bekanntlich an der aktuellen und besonders der zu erwartenden Rendite.

Nachdem das soweit klar war, schätzt die Telekom den Wert der Infrastruktur neu (die durch die RegTP in gewissen Grenzen geschützt wird), verändert so die Gewinnaussichten, damit den Kurs und damit den Börsenwert...

Das interessante daran, die faktische Monopolstellung des "Kabelnetzeigentümers" Telekom.

Sorry für mein Halbwissen, aber ist ja vielleicht auch interessant wie der Laie das so sieht...

Gruß

Klaus
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[2.1.1] stefie-im-netz antwortet auf klaussc
18.02.2005 10:36
Benutzer klaussc schrieb:
Benutzer online-user schrieb:

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde,
möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.

Die öffentliche Hand hat die "Infrastruktur Kabel" über die Börse verkauft. Vorher wurde der Wert der Telekom ermittelt, oder um beim Thema zu bleiben, geschätzt. Die Käufer der Aktien haben diesen Wert akzeptiert, der Wert des Konzerns selbst wird seit Jahren durch den Kapitalmarkt bestimmt.

Der Kurs orientiert sich ja bekanntlich an der aktuellen und besonders der zu erwartenden Rendite.

Nachdem das soweit klar war, schätzt die Telekom den Wert der Infrastruktur neu (die durch die RegTP in gewissen Grenzen geschützt wird), verändert so die Gewinnaussichten, damit den Kurs und damit den Börsenwert...

Das interessante daran, die faktische Monopolstellung des "Kabelnetzeigentümers" Telekom.

Sorry für mein Halbwissen, aber ist ja vielleicht auch interessant wie der Laie das so sieht...

Gruß

Klaus

Ich bin auch Laie
und meiner Meinung nach betreibt die Telekom ein ganz misses Spiel.
Die denken immer noch sie sind die Größten (von den Leitungen schon) aber wer die Möglichkeit hat zu wechseln, der soll sie ruhig nutzen.
Denn bei den Preisen, selbst für die eigenen Kunden, muß man doch einfach gehen. Ständig steigende GG und immer neue teure Optionen.
Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat. Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.
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[2.1.1.1] klaussc antwortet auf stefie-im-netz
18.02.2005 10:47
Benutzer stefie-im-netz schrieb:
Benutzer klaussc schrieb:
Benutzer online-user schrieb:

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde,
möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.

Die öffentliche Hand hat die "Infrastruktur Kabel" über die Börse verkauft. Vorher wurde der Wert der Telekom ermittelt, oder um beim Thema zu bleiben, geschätzt. Die Käufer der Aktien haben diesen Wert akzeptiert, der Wert des Konzerns selbst wird seit Jahren durch den Kapitalmarkt bestimmt.

Der Kurs orientiert sich ja bekanntlich an der aktuellen und
besonders der zu erwartenden Rendite.

Nachdem das soweit klar war, schätzt die Telekom den Wert der Infrastruktur neu (die durch die RegTP in gewissen Grenzen geschützt wird), verändert so die Gewinnaussichten, damit den
Kurs und damit den Börsenwert...

Das interessante daran, die faktische Monopolstellung des "Kabelnetzeigentümers" Telekom.

Sorry für mein Halbwissen, aber ist ja vielleicht auch interessant wie der Laie das so sieht...

Gruß

Klaus

Ich bin auch Laie und meiner Meinung nach betreibt die Telekom ein ganz misses Spiel.
Die denken immer noch sie sind die Größten (von den Leitungen schon) aber wer die Möglichkeit hat zu wechseln, der soll sie ruhig nutzen. Denn bei den Preisen, selbst für die eigenen Kunden, muß man doch einfach gehen. Ständig steigende GG und immer neue teure Optionen. Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat. Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.

Für problematisch halte ich es, wenn der Staat seine Infrastruktur verkauft, ohne eindeutige Regeln festzuschreiben.

Die Instandhaltung des Netzes sollte natürlich fair umgelegt werden. Hinterher am eigentlichen Wert herumzuspielen um die Kurse zu erhöhen halte ich für Abzo..e an den Nutzern, die ja kaum eine wirtschaftliche Alternative haben.

Als nächstes geht dann das Autobahnnetz über den Ladentisch...

Gruß

Klaus
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[2.1.1.1.1] Hadraniel antwortet auf klaussc
18.02.2005 11:00
Als nächstes geht dann das Autobahnnetz über den Ladentisch...
Wenn hier privatisiert wird, wie man es auch bei der Telekom hätte machen sollen, wird es für den Verbraucher günstiger, warum nicht?

Ein staatlicher Treuhänder ohne Gewinnabsicht, der Teilnetze an viele private Interessenten vermietet, unter der Auflage, dem Infrastrukturauftrag nachzukommen. Dann gibts überall Maut, dafür keine KFZ-Steuer mehr.

Hmm. Wenn ich das so lese .. Staat ohne Gewinnabsicht .. keine KFZ-Steuer .. das wird wohl nix :-)
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[2.1.1.1.1.1] klaussc antwortet auf Hadraniel
18.02.2005 11:17
Benutzer Hadraniel schrieb:
Als nächstes geht dann das Autobahnnetz über den Ladentisch...
Wenn hier privatisiert wird, wie man es auch bei der Telekom hätte machen sollen, wird es für den Verbraucher günstiger, warum nicht?

Und wenn hier privatisiert wird, wie es bei der Telekom gemacht wurde?

Selbst die guten Vorsätze: Einnahmen aus den Aktienverkäufen für die zukünfigen Belastungen des Staatshaushaltes durch fällige Pensionszahlungen an die Beamten zu verwenden wurden einfach über den Haufen geworfen. Jetzt verkauft, wollte? hat schon? Eichel die Verpflichtungen der Unternehmen Post u. Telekom zur Zahlung eben dieser Verpflichtungen (die ja aufgeteilt waren) vollständig gegen eine Einmahlzahlung an die Konzerne, waren glaube ich, 5,5Mrd EUR! die dann ebenfalls von unseren Kindern aufgebracht werden müssen...

Da klaffen eben immer gewisse Lücken zwischen Idealvorstellung und Realität.



Ein staatlicher Treuhänder ohne Gewinnabsicht, der Teilnetze an viele private Interessenten vermietet, unter der Auflage, dem Infrastrukturauftrag nachzukommen. Dann gibts überall Maut, dafür keine KFZ-Steuer mehr.

Oder es wird genau vorgerechnet, warum es lohnt (für Käufer und Verkäufer), dass eigene Rathaus zu verkaufen und dann anzumieten...

Wer´s glaubt...

Gruß

Klaus

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[2.1.1.1.1.1.1] CHEFE antwortet auf klaussc
18.02.2005 11:22
Oder es wird genau vorgerechnet, warum es lohnt (für Käufer und Verkäufer), dass eigene Rathaus zu verkaufen und dann anzumieten...

Jo, der BVB hat mit dem Westfalenstadion auch wieder mal bewiesen wie gut Sale and lease back funktioniert...
In meinen Augen sind das vorallem beim Staat kurzfristige Etattricks, die dann das ganze kurzfristig schön aussehen lassen und auf die Dauer ne Menge Geld mehr Kosten.
Wie z.B. auch der Abkauf der Pensionslasten gegen Einmalzahlung von den Unternehmen.
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[2.1.1.1.1.1.1.1] kfschalke antwortet auf CHEFE
18.02.2005 11:23
Benutzer CHEFE schrieb:
Oder es wird genau vorgerechnet, warum es lohnt (für Käufer und Verkäufer), dass eigene Rathaus zu verkaufen und dann anzumieten...

Jo, der BVB hat mit dem Westfalenstadion auch wieder mal bewiesen wie gut Sale and lease back funktioniert... In meinen Augen sind das vorallem beim Staat kurzfristige Etattricks, die dann das ganze kurzfristig schön aussehen lassen und auf die Dauer ne Menge Geld mehr Kosten. Wie z.B. auch der Abkauf der Pensionslasten gegen Einmalzahlung von den Unternehmen.

Wer ist der bvb? Und wat ist dat pestfalenstadion? *grins*
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[2.1.1.1.1.1.2] Hadraniel antwortet auf klaussc
18.02.2005 14:16
Da klaffen eben immer gewisse Lücken zwischen Idealvorstellung und Realität.
Das ist mir schon klar. Das schnelle Geld, Tafelsilber, das lockt auch Politiker. Eine Legislaturperiode dauert schliesslich nur 4 Jahre, und man möchte ja an der Macht bleiben.

Ich erinnere mich gut daran, wie überall im Bund und den Ländern die Finger ausgestreckt wurden, nach den "freiwerdenden Mitteln". Die 100 Milliarden DM gingen voll in die Schuldentilgung. Die "freiwerdenden Mittel", nämlich über eine Millarde Mark an jährlichem Zinsdienst, wollte man dann (oder hat man sogar?) wieder einsetzen statt einfach mal zu sparen.

Paradebeispiel für den Genickschuß für die nachfolgenden Generationen.

Oder es wird genau vorgerechnet, warum es lohnt (für Käufer und Verkäufer), dass eigene Rathaus zu verkaufen und dann anzumieten...
Das kann daneben gehen aber auch funktionieren - staatliche Dienstleistungen sind nunmal immer teurer und weniger effizient als private. Baubranche: Gebäude für private Hand kostet Betrag x. Für die öffentliche Hand kostet es x+20% .. und wird dann am Ende trotzdem noch viel teurer, weil die Vergabevorschriften dazu zwingen, den billigsten (nicht: preiswertesten) zu nehmen. Der geht dann natürlich immer pleite und danach wirds noch teurer...

Anderes Beispiel: die Abfallentsorgung vieler Kreise ist in den letzten Jahren privatisiert worden - und es funktioniert.
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[2.1.1.2] CHEFE antwortet auf stefie-im-netz
18.02.2005 11:13
Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat. Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.

Offener Markt und Regulierung - da ist ja schon ein Widerspruch...
Ohne jetzt die Höhe der Anschlussmiete beurteilen zu können (ich fände eine Erhöhung so pauschal auch nicht gut), finde ich es durchaus gerecht, wenn die Telekom bei der Berechnung der Miete nicht nur reine Betriebskosten und Abschreibungen berücksichtigt, sondern auch einen gewissen Zins. (=>Eigenkapitalrendite)
Das Netz ist das Anlagevermögen der Telekom und das muss auch ne gewisse Rendite abwerfen. Wenn man den Anschluss schon vermietet und somit keinen Umsatz mehr machen kann, dann muss eben eine kleine Rendite im Mietpreis drinn sein.
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[2.1.1.2.1] klaussc antwortet auf CHEFE
18.02.2005 11:25
Benutzer CHEFE schrieb:
Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat.
Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.

Offener Markt und Regulierung - da ist ja schon ein Widerspruch...
Ohne jetzt die Höhe der Anschlussmiete beurteilen zu können (ich fände eine Erhöhung so pauschal auch nicht gut), finde ich es durchaus gerecht, wenn die Telekom bei der Berechnung der Miete nicht nur reine Betriebskosten und Abschreibungen berücksichtigt, sondern auch einen gewissen Zins.
(=>Eigenkapitalrendite)
Das Netz ist das Anlagevermögen der Telekom und das muss auch ne gewisse Rendite abwerfen. Wenn man den Anschluss schon vermietet und somit keinen Umsatz mehr machen kann, dann muss eben eine kleine Rendite im Mietpreis drinn sein.

Glaubst du das haben die bisher vergessen?
Natürlich nicht, sie wollen ihn eben nur mal erhöhen, einen besonderen Grund dafür gibt es nicht, oder verstehst du was das genau bedeuten soll:

"Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt."

Die "staatlich geschützte" Wohnungsmiete kann man z.B. mit einer solchen Begründung erhöhen, aber das bedarf dann einer ausführlicheren Begründung: Das hab ich finnanziert, die Zinsen sind gestiegen, das erhöht meine Kosten um, usw.

Aber niemand kommt zur Zeit mit einem solchen Antrag durch, weil sich nun einmal nichts dergeleichen nachweisen läßt...

Gruß

Klaus

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[2.1.1.2.2] rema2002 antwortet auf CHEFE
25.02.2005 18:56
Benutzer CHEFE schrieb:
Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat.
Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.

Offener Markt und Regulierung - da ist ja schon ein Widerspruch...
Ohne jetzt die Höhe der Anschlussmiete beurteilen zu können (ich fände eine Erhöhung so pauschal auch nicht gut), finde ich es durchaus gerecht, wenn die Telekom bei der Berechnung der Miete nicht nur reine Betriebskosten und Abschreibungen berücksichtigt, sondern auch einen gewissen Zins.
(=>Eigenkapitalrendite)
Das Netz ist das Anlagevermögen der Telekom und das muss auch ne gewisse Rendite abwerfen. Wenn man den Anschluss schon vermietet und somit keinen Umsatz mehr machen kann, dann muss eben eine kleine Rendite im Mietpreis drinn sein.


Ich muss CHEFFE einfach recht geben,
im prinzip verdient die T-com ja immer. wenn du einen call by call nutzt- oder preselector - dann hast du doch immernoch die grundgebühren bei der t-com. wenn du zu einem anderen vollanbieter (z.b. arcor) gehst verdienen sie an der "leitungsmiete".
in deutschland ist das nun mal so - du kann für dich selber nur zusehen, das du einen für dich persönlich günstigen anbieter dieser dienstleistungen findest.

in den staaten z.b. ist telekommunikation für weit aus weniger kohle (peanuts ;) ) zu bekommen als hier in deutschland - denn da findet echter wettbewerb statt - sowas wie eine regulierungsbehörde kennen die da nicht.

bis deutschland soweit ist - vergehen noch "generationen" lol - denn zuerst müssten die politiker umdenken und vor allem das "richtige - rechnen" lernen, dann würde sich auch auf den tekelommunikationssektoren was tun.

ja - wir - die verbraucher sind da ja schon was weiter, wir rechenen mit dem geld das wir wirklich zur verfügung haben, und nicht mit dem - was wir vielleicht haben könnten.

CU :) rema2002

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[2.1.1.3] klausg antwortet auf stefie-im-netz
18.02.2005 13:55
Benutzer stefie-im-netz schrieb:
Ich bin auch Laie und meiner Meinung nach betreibt die Telekom ein ganz misses Spiel.
Die denken immer noch sie sind die Größten (von den Leitungen schon) aber wer die Möglichkeit hat zu wechseln, der soll sie ruhig nutzen. Denn bei den Preisen, selbst für die eigenen Kunden, muß man doch einfach gehen. Ständig steigende GG und immer neue teure Optionen. Es wird Zeit, daß die Telekom richtig selbständig wird und nicht immer die Unterstutzung ihres Mehrheitseigners BRD hat. Dann ist der Markt offen und die Regulierer können unabhängig beurteilen.

Bleibt zu hoffen, daß die Regulierer dann auch "soziale"
Gedanken verwirklichen:

Ein Dorf mit 600 oder noch weniger Anschlüssen kann doch
nicht eine Grundgebühr von Euro 70,-- bezahlen. (Der Ortstarif
erreicht sowieso nur wenige Anschlüsse !)

Und in der Stadt werden dann nur Euro 10,-- Grundgebühr
berechnet - und dort hat man/frau dann noch tausende Anschlüsse,
die zum Ortstarif erreichbar sind.

Die obigen Grundgebühr sind meine persönliche Schätzung,
da ich davon ausgehe, daß ein Wohnblock mit 20 bis 100 Anschlüssen wesentlich günstiger angeschlossen werden kann,
als ein zersiedeltes Dorf.

Das ist vermutlich der Grund weshalb Arcor und co. bei uns
noch keinen einzigen eigenen Festanschluss haben !!

Klaus
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[2.2] MartyK antwortet auf online-user
18.02.2005 11:17
Benutzer online-user schrieb:

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde, möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.

Ach, und jetzt erst weiß die T-Com, dass der jährliche Gewinn zu niedrig ist? Warum nicht schon vorher? Oder wurden die Leitungen erst vor einem Jahr verlegt?
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[2.2.1] Seit 2003 keine Veränderung der beantragten Kosten
kamischke antwortet auf MartyK
18.02.2005 15:37
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer online-user schrieb:

scheinst von Betriebswirtschaft wenig Ahnung zu haben - ich auch nicht.

aber eine Grundlage soll Die schon verständlich sein, jeder der Geld in die Hand nimmt, um irgendwelche Projekte zu finanzieren, und sei es das Velegen einer Leitung in der Erde,
möchte daraus Gewinne erzielen. So müssen z.B. die Leitungen jährlich einen Gewinn von 5% abwerfen. Wie hoch de Zinssatz ist, dürfte die Telekom für sich selber festlegen.

Ach, und jetzt erst weiß die T-Com, dass der jährliche Gewinn zu niedrig ist? Warum nicht schon vorher? Oder wurden die Leitungen erst vor einem Jahr verlegt?

'Mit dem neuen Antrag zeigt die Deutsche Telekom, dass sie weiterhin die tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung höher veranschlagt als der Regulierer', begründete die Telekom am Freitag den Antrag.

Die Telekom hatte 2003 ebenfalls einen Preis von 17,40 Euro beantragt, die Regulierungsbehörde setzte dann aber 11,80 Euro fest( gilt seit 1.Mai 2003,davor waren es 24,40 DM).
Das Entgelt muss alle zwei Jahre beantragt werden.
'Aus unserer Sicht sind die Kosten in den letzten Jahren stabil geblieben, daher auch der Antrag in der Höhe wie in 2003', teilte die Telekom mit.

Laut Jahresbericht der RegTP entspricht der monatliche Preis für die Anschlussleitungen in Deutschland mit 11,80 Euro etwa dem europäischen Durchschnitt, der bei 11,23 Euro liegt.
Derzeit sind 1,96 Millionen Anschlüsse vermietet und damit deutlich mehr als in den anderen europäischen Ländern.

Bei der Nutzung der Telekom-Anschlussleitung wird neben dem monatlichen Mietpreis ein einmaliges Bereitstellungsentgelt fällig, bei der Rückgabe nochmals ein Kündigungsentgelt.
Die einmalige Gebühr für die Bereitstellung der Leitungen liegt mit 47,97 Euro laut der Regulierungsbehörde deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 75,67 Euro.
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[2.2.1.1] RE: TAL-Absatzmengen im europäischen Vergleich
kamischke antwortet auf kamischke
18.02.2005 16:21
Nach Einschätzung der Regulierungsbehörde werden die Wettbewerber 2005 eine Million weitere Anschlüsse bei der Deutschen Telekom mieten.
Hinsichtlich der TAL-Absatzmengen ist Deutschland in Europa führend.
So sind etwa 60 Prozent aller entbündelter TAL in Europa in Deutschland zu finden.
Die Gesamtzahl der vermieteten Leitungen von Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien sei halb so groß.
„Das ist für uns ein Zeichen, dass der Wettbewerb funktioniert', unterstrich der Telekom-Sprecher.

TAL-Absatzmengen im europäischen Vergleich (Stand: Juli 2004)

1. Deutschland 1.627.846 => Stand Dez. 2004 1.960.000
2. Italien 697.530
3. Finnland 95.600
4. Dänemark 53.602
5. Österreich 45.862
6. Spanien 40.302
7. Niederlande 35.625
8. Frankreich 13.056
9. Schweden 10.972
10. Tschechien 10.035
11. England 7.466

Quelle: Umsetzungsbericht der Europäischen Kommission
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[2.2.1.2] rotella antwortet auf kamischke
20.02.2005 17:23
'Mit dem neuen Antrag zeigt die Deutsche Telekom, dass sie weiterhin die tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung höher veranschlagt als der Regulierer', begründete die Telekom am Freitag den Antrag.

Die Telekom hatte 2003 ebenfalls einen Preis von 17,40 Euro beantragt, die Regulierungsbehörde setzte dann aber 11,80 Euro fest( gilt seit 1.Mai 2003,davor waren es 24,40 DM).

Auf so einen dreisten Abzockversuch würde ich als Regulierer den Preis einfach mal um einen Euro absenken, diese plumpen Tricksereien der Telekommiker gehören einfach mal abgestraft!