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Millionenschwer


24.11.2006 15:55 - Gestartet von 0700
einmal geändert am 24.11.2006 15:57
Lächerlich!
Somit werden die Strafen für ähnlich gelagerte Fälle genauso "millionenschwer".
Demnächst muß ein Bankräuber von den erbeuteten 30 Millionen
2 Millionen zurückzahlen und darf den Rest behalten.
Wetten, der versucht`s nochmal und findet sogar noch Nachahmungstäter.
Ganz zu schweigen von:
nun, da würde der Platz hier nicht ausreichen!
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[1] Müller2 antwortet auf 0700
24.11.2006 16:01
Benutzer 0700 schrieb:
Lächerlich! Somit werden die Strafen für ähnlich gelagerte Fälle genauso "millionenschwer".
Demnächst muß ein Bankräuber von den erbeuteten 30 Millionen 2 Millionen zurückzahlen und darf den Rest behalten. Wetten, der versucht`s nochmal und findet sogar noch Nachahmungstäter.
Ganz zu schweigen von:
nun, da würde der Platz hier nicht ausreichen!

Hallo,

ich bin sicher, das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat wird hierdurch entgültig bis ins Unermeßliche gesteigert.

Gruß Müller2
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[2] 0700 antwortet auf 0700
24.11.2006 16:08
Benutzer gha schrieb:


Und auf der Flucht vergewaltigst Du am besten noch eine Frau statt einen Diebstahl zu gegehen - die Strafe fällt gering aus und eine Ablenkung hast Du auch noch dabei... (nicht wirklich mein Denken, nur leider wohl Fakt!?!)

Leider vermute ich, daß selbst die 5,8 Millionen noch reduziert werden und am Ende noch selbst an der Strafe gewonnen wird - abgesehen davon, daß Interviews, Berichte verkauft werden und wir irgendwann in einer Biografie lesen können werden: Das geschah wirklich im Mannesmann-Poker....

Siehe:
"Mario vom Dach"!
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[2.1] Müller2 antwortet auf 0700
24.11.2006 16:19
Benutzer 0700 schrieb:
Benutzer gha schrieb:


Und auf der Flucht vergewaltigst Du am besten noch eine Frau statt einen Diebstahl zu gegehen - die Strafe fällt gering aus und eine Ablenkung hast Du auch noch dabei... (nicht wirklich mein Denken, nur leider wohl Fakt!?!)

Leider vermute ich, daß selbst die 5,8 Millionen noch reduziert werden und am Ende noch selbst an der Strafe gewonnen wird -
abgesehen davon, daß Interviews, Berichte verkauft werden und wir irgendwann in einer Biografie lesen können werden: Das geschah wirklich im Mannesmann-Poker....

Siehe:
"Mario vom Dach"!

Hallo,

die Strafzumessungen bei Eigentumsdelikten (Ausnhme nur white- colour-Kriminalität a la Mannesmann) einerseits und Gewaltkriminalität andererseits nehmen wirklich groteske Formen an. Schwere Körperverletzung oder Vergewaltigung sind inzwischen geradezu Kavaliersdelikte, denn die Täter hatten ja meist eine so schwere Jugend. Ein Banküberfall ist dagegen allenfalls durch Serienmord zu "toppen". Da gibt es in den Strafzumessungen keinen so großen Unterschied mehr. Sollte einem vielleicht zu denken geben.

Gruß Müller2
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[2.1.1] Kai Petzke antwortet auf Müller2
29.11.2006 15:20
Benutzer Müller2 schrieb:

Ein Banküberfall ist dagegen allenfalls durch Serienmord zu "toppen".

Ein bewaffneter Banküberfall kann auf das Bankpersonal ähnlich traumatisierend wirken wie eine Vergewaltigung. Je länger der Zeitraum der Todesangst, desto stärker die psychologischen Schäden bei den Opfern. Insofern wird für schweren Raub mit Waffeneinsatz zu Recht eine empfindliche Strafe angedroht.


Kai
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[2.1.1.1] Müller2 antwortet auf Kai Petzke
29.11.2006 15:48
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer Müller2 schrieb:

Ein Banküberfall ist dagegen allenfalls durch Serienmord zu "toppen".

Ein bewaffneter Banküberfall kann auf das Bankpersonal ähnlich traumatisierend wirken wie eine Vergewaltigung. Je länger der Zeitraum der Todesangst, desto stärker die psychologischen Schäden bei den Opfern. Insofern wird für schweren Raub mit Waffeneinsatz zu Recht eine empfindliche Strafe angedroht.


Kai

Hallo,

auch wenn ich garnicht bestreiten will, daß ein Banküberfall für das Personal sicherlich mehr als unerfreulich ist, fürchte ich trozdem, daß dieser Vergleich ist ein bißchen an den Haaren herbei gezogen ist. Du kannst ja mal Deine Bankkassiererin fragen, welche Entscheidung sie treffen würde, wenn sie die Wahl hätte, vergewaltigt oder überfallen zu werden.
Und dann kannst Du Dir einmal das durschnittliche Strafmaß bei Banküberfällen und Vergewaltigungen anschauen. Bei einem Banküberfall kommt der Täter meist nicht mit einer Bewährungsstrafe davon, bei Vergewaltigungen ist das leider allzu oft der Fall.

Gruß Müller2
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[2.2] 0700 antwortet auf 0700
24.11.2006 16:21
Benutzer gha schrieb:
Benutzer 0700 schrieb:
Benutzer gha schrieb:


Und auf der Flucht vergewaltigst Du am besten noch eine Frau statt einen Diebstahl zu gegehen - die Strafe fällt gering aus und eine Ablenkung hast Du auch noch dabei... (nicht wirklich mein Denken, nur leider wohl Fakt!?!)

Leider vermute ich, daß selbst die 5,8 Millionen noch reduziert werden und am Ende noch selbst an der Strafe gewonnen wird -
abgesehen davon, daß Interviews, Berichte verkauft werden und wir irgendwann in einer Biografie lesen können werden: Das geschah wirklich im Mannesmann-Poker....

Siehe:
"Mario vom Dach"!

Ok, da ich aber nicht ganz so intelligent wie Real1 bin - erklärst Du es mir? (Kenne nur "Karlson vom Dach"! ;-))

Mario "vom Dach" Mederake.....
bekannt durch Funk und Fernsehen, intelligenter als die deutsche Justiz, gefährlicher als Rösner und Degowsky.
Das Synonym für die Unfähigkeit des Deutschen Staates in jeder Hinsicht!
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[3] GKr antwortet auf 0700
24.11.2006 21:37
Benutzer 0700 schrieb:
Lächerlich! Somit werden die Strafen für ähnlich gelagerte Fälle genauso "millionenschwer".
Demnächst muß ein Bankräuber von den erbeuteten 30 Millionen 2 Millionen zurückzahlen und darf den Rest behalten. Wetten, der versucht`s nochmal und findet sogar noch Nachahmungstäter.
Ganz zu schweigen von:
nun, da würde der Platz hier nicht ausreichen!

Im Radio sagten sprachen sie vorhin sogar davon, daß Herr Ackermann diese Geldstrafe mit privatem Geld bezahlen würde. Mir hat es fast das Lenkrad verrissen. Das hat ja mal Stil.


GKr
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[3.1] MBTA antwortet auf GKr
25.11.2006 15:16
Benutzer GKr schrieb:
Im Radio sagten sprachen sie vorhin sogar davon, daß Herr Ackermann diese Geldstrafe mit privatem Geld bezahlen würde. Mir hat es fast das Lenkrad verrissen. Das hat ja mal Stil.


GKr

Na wie denn sonst, wenn nicht der Ackermann aus eigener Tasche, etwa das Unternehmen noch für ihn? Schließlich war er ja auch selbst angeklagt, dann soll er auch selbst zahlen.

Verstehe die ganze Aufregung ohnehin nicht so ganz, es ist doch noch nichtmal klar, dass der sich strafbar gemacht hat, immerhin hat er den Unternehmenswert enorm erhöht und so einigen Kleinaktionären zu unverhofftem Gewinn verholfen.

Und hier Vergewaltiger und Räuber ins Spiel zu bringen geht an der Sache vorbei, deren Verfahren können gar nicht eingestellt werden, Vergewaltigung und Raub sind Verbrechen, Untreue "nur" ein Vergehen.
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[3.1.1] GKr antwortet auf MBTA
25.11.2006 15:30

einmal geändert am 25.11.2006 15:31
Benutzer MBTA schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Im Radio sagten sprachen sie vorhin sogar davon, daß Herr Ackermann diese Geldstrafe mit privatem Geld bezahlen würde.
Mir hat es fast das Lenkrad verrissen. Das hat ja mal Stil.


GKr

Na wie denn sonst, wenn nicht der Ackermann aus eigener Tasche, etwa das Unternehmen noch für ihn? Schließlich war er ja auch selbst angeklagt, dann soll er auch selbst zahlen.

Ebend.. wie denn sonst?
Also was ist daran dann so bemerkenswert, daß es in den Radio-Nchrichten erwähnt wird?

Verstehe die ganze Aufregung ohnehin nicht so ganz, es ist doch noch nichtmal klar, dass der sich strafbar gemacht hat, immerhin hat er den Unternehmenswert enorm erhöht und so einigen Kleinaktionären zu unverhofftem Gewinn verholfen.

Richtig. Aus dem Grund hat auch Herr Ackermann und noch viel vehementer Herr Esser bis vor kurzem immer erklärt, daß sie auf einen lupenreinen Freispruch bestehen, um ihre Ehre wiederherstellen zu können. Diese Chance wurde ihnen jetzt durch die Anträge ihrer Anwälte und dem Einverständnis der Staatsanwaltschaft genommen. Man nimmt ihnen ihr Recht auf ein faires Verfahren. Sicher finden sie das ebenfalls unmöglich. Denn sie haben ja immerhin den Wert des Unternehmens und damit den Profit dessen Aktionäre zu unverhofftem Profit gesteigert.

GKr
PS: Ich sollte vielleicht doch noch ein Ironie-Flag irgendwo setzen. Sonst wirkt mein Kommentar vielleicht irreführend.

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[4] oberzobel antwortet auf 0700
29.11.2006 11:44
Das Geld haben die bestimmt gut angelegt gehabt - und die lächerlichen 10% sollten sie in den Jahren daher eh umsonst, durch "Geldvermehrung", hinzubekommen haben. - Also alles ein lächerliches Theater und eine Menge bestochenes "Personal", das solche Gefälligkeitssprüche fällt.
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[4.1] 0700 antwortet auf oberzobel
30.11.2006 16:17

einmal geändert am 30.11.2006 16:21
Benutzer oberzobel schrieb:
Das Geld haben die bestimmt gut angelegt gehabt - und die lächerlichen 10% sollten sie in den Jahren daher eh umsonst, durch "Geldvermehrung", hinzubekommen haben. - Also alles ein lächerliches Theater und eine Menge bestochenes "Personal", das solche Gefälligkeitssprüche fällt.

Nehmen wir an, Esser hat 3 Millionen in einen Hedge Fonds investiert.
Macht bei Thesaurierung in den 5 Jahren 50- 100 % Spekulationsgewinn außerhalb der Spekulationssteuerpflichtigen ein- Jahres Frist.
Macht einen Nettogewinn von mindesten 1,5 Millionen.
Die nun zurückzubezahlenden Beträge kann er steuermindernd im Nachhinein geltend machen.
Bei den anderen sieht das natürlich nicht anders aus.
Wenn man dann die Gesamtsummen der damals ausbezahlten "Prämien" bedenkt, wird das gesamte Ausmaß erst richtig sichtbar.