Diskussionsforum
  • 21.12.2004 13:19
    Menschmeier schreibt

    Hm, nochmal recherchieren!

    'Was für die NiCad-Akkus spricht, sind die gute Verfügbarkeit sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.'

    Unsinn! Verfügbarkeit und Herstellungskosten sind identisch mit denen der NiMH-Zellen.
    Für NiCd-Zellen spricht die geringere Selbstentladung und der unkritischere Ladevorgang, da NiCd-Zellen bei Überladung nicht explodieren. Ferner halten sie 1000 Ladezyklen, NiHM nur etwa 500 und LiIon gar nur 300!!!

    'Der große Vorteil der Li-Ion und Li-Po-Akkus: Sie sind unempfindlich gegenüber Tiefentladung...'

    Nochmal Unsinn. Sie sind extrem empfindlich gegenüber jeder Art von nonkonformar Ladung. Tiefentladen lassen sie sich oft ohne ein 'Anschubsen' überhaupt nicht mehr laden. Und was den Ladestrom und die Ladeschlußspannung betrifft, sind sie extrem empfindlich und können leicht explodieren. Neben den wenigen Ladezyklen haben sie noch einen großen Nachteil: Sie altern. Nach 3-5 jahren sind LiIon-Zellen auch ohne Nutzung fertig.

    Für LiIon und LiPoly-Zellen spricht ihr gutes Kapazitäts-Gewichts-Verhältnis und das Fehlen von Schwermetallen.


    Nix für ungut, aber so einen Artikel sollte man besser recherchieren, ehe man Halbwissen unter die Leute bringt!
  • 21.12.2004 13:42
    airtime antwortet auf Menschmeier
    Soweit ich weiß, haben NiCd-Akkus (mit Sinterzellen) auch einen geringeren Innenwiderstand als NiMH- und LiIon-/LiPo-Typen.
    Bei Handys ist das ziemlich egal, bei Geräten, die sich höhere Ströme genehmigen (z. B. Bohrmaschinen) spielt das schon eine Rolle. Akku-Bohrmaschinen aus dem Profilager sind durch die Bank mit NiCd-Akkus bestückt.
  • 21.12.2004 15:06
    Menschmeier antwortet auf airtime
    Benutzer airtime schrieb:
    > Soweit ich weiß, haben NiCd-Akkus (mit Sinterzellen) auch einen
    >
    geringeren Innenwiderstand als NiMH- und LiIon-/LiPo-Typen.
    >
    Bei Handys ist das ziemlich egal, bei Geräten, die sich höhere
    >
    Ströme genehmigen (z. B. Bohrmaschinen) spielt das schon eine
    >
    Rolle. Akku-Bohrmaschinen aus dem Profilager sind durch die
    >
    Bank mit NiCd-Akkus bestückt.

    Das hat hauptsächlich aber den Grund, daß man bei diesen Geräten 10 oder sogar 15 Zellen in Reihe hintereinander geschaltet hat und diese so auch lädt. Würde man das mit NiHM-Zellen machen, so würde es bei geringster ungleichmäßigem Ladezustand der Zellen untereinander zur Überladung einzelner Zellen kommen. Bei NiCd geht das zwar auf die Lebensdauer, aber es passiert nix. NiHM-Zellen hingegen werden sauheiß und explodieren. Und ein Verfahren, wie man die Zellen einzeln lädt oder wenigstens überwacht, gibt es noch nicht bzw. wäre es teuer. Die einzige Alternative wären Blei-Gelakkus, wie sie in manchen Handstaubsaugern auch schon drin sind. Aber sie sind sehr schwer und eine 18 Volt-Bohrmaschine würde davon 3 in Reihe benötigen, was recht groß wäre.
  • 21.12.2004 15:15
    yokl antwortet auf Menschmeier
    Benutzer Menschmeier schrieb:
    >Aber sie sind
    > sehr schwer und eine 18 Volt-Bohrmaschine würde davon 3 in
    >
    Reihe benötigen, was recht groß wäre.

    Das stimmt so nicht. Es sind 18V Blei-Gel-Akkus erhältlich, selbst wenn sie nicht erhältlich wären, ist es kein Problem solche zu bauen, da die Spannung einer einzelnen Bleigelzelle 2V beträgt.

    Ansonsten stimme ich dir überein, die NiCd-Akkus haben auch ihre Vorteile (aber nicht im Handy-Bereich).

    Aber die NiCd-Akkus durch Blei-Gel-Akkus zu ersetzen kann auch keine Lösung sein, da Blei wie Cadmium ein Schwermetall ist und bestimmt nicht weniger unschädlich.
  • 22.12.2004 08:30
    Menschmeier antwortet auf yokl
    Benutzer yokl schrieb:
    > Benutzer Menschmeier schrieb:
    > >Aber sie sind
    > > sehr schwer und eine 18 Volt-Bohrmaschine würde davon 3 in
    > >
    Reihe benötigen, was recht groß wäre.
    >
    > Das stimmt so nicht. Es sind 18V Blei-Gel-Akkus erhältlich,
    >
    selbst wenn sie nicht erhältlich wären, ist es kein Problem
    >
    solche zu bauen, da die Spannung einer einzelnen Bleigelzelle
    >
    2V beträgt.

    Auch wenn man 9 Zellen an Stelle von 3x3 in ein Gehäuse baut, das ändert nichts. Um vor Säure zu schützen und die schweren Blei(Oxyd)-Platten mechanisch zu stabilisieren, wäre so ein Akku groß und schwer sowieso. Also völlig ungeeignet.