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Denkfehler?


12.08.2005 17:58 - Gestartet von ultraviolet
Hallo,

wieso zahlt T-Mobile drauf? Vielleicht werden mehr Roaming-Gebühren an andere Betreiber überwiesen als T-Mobile in Rechnung stellt.... das heißt doch aber gar nichts...
Schließlich enthält jeder Roaming-Preise eine gewisse Marge des Heimnetzes. Wer da wieviel überweist spielt daher in meinen Augen für Gewinn und Verlust keine Rolle.

Beispiel:
Ein Netzbetreiber hat keine Roaming-Einnahmen, muss aber das Roaming seiner Nutzer im Ausland bezahlen. Das heißt noch lange nicht, dass das alles Verlust ist - schließlich stellt er exakt diesen Betrag ja auch seinen Kunden zzgl. Marge wieder in Rechnung.

Fazit:
Ich denke, die Darstellung des Artikels ist missverständlich. T-Mobile hat eine Art "Leistungsbilanzdefizit".... :-)
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[1] flupsie antwortet auf ultraviolet
12.08.2005 18:04
Benutzer ultraviolet schrieb:
Hallo,

wieso zahlt T-Mobile drauf? Vielleicht werden mehr Roaming-Gebühren an andere Betreiber überwiesen als T-Mobile in Rechnung stellt.... das heißt doch aber gar nichts...
Schließlich enthält jeder Roaming-Preise eine gewisse Marge des Heimnetzes. Wer da wieviel überweist spielt daher in meinen Augen für Gewinn und Verlust keine Rolle.

Beispiel:
Ein Netzbetreiber hat keine Roaming-Einnahmen, muss aber das Roaming seiner Nutzer im Ausland bezahlen. Das heißt noch lange nicht, dass das alles Verlust ist - schließlich stellt er exakt diesen Betrag ja auch seinen Kunden zzgl. Marge wieder in Rechnung.

Fazit:
Ich denke, die Darstellung des Artikels ist missverständlich. T-Mobile hat eine Art "Leistungsbilanzdefizit".... :-)

genau so sehe ich das auch ;)
aber das sollte teltarif in diesem Artikel auch klar herausstellen, wenn das wirklich so ist.

flupsie
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[1.1] fb antwortet auf flupsie
12.08.2005 18:10
Benutzer flupsie schrieb:
genau so sehe ich das auch ;) aber das sollte teltarif in diesem Artikel auch klar herausstellen, wenn das wirklich so ist.

Ihr habt absolut Recht. Hier ist mal wieder nicht nachgedacht worden, sondern 1:1 das übernommen, was T-Mobile (vermutlich bewußt, um hohe Roamingpreise zu rechtfertigen) falsch dargestellt hat. Schade, gerade von der Fachpresse würde man sich wünschen, manchen Aussagen mal etwas kritischer gegenüberzutreten. Hallo? Wo ein Netzbetreiber von seinen Kunden "Preis des ausländischen Netzes + 25%" in Rechnung stellt, kann es keine Defizite geben.
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[1.1.1] jaiden78 antwortet auf fb
12.08.2005 18:23
na, wenn ich mir so anschaue, wer hier alles Werbung schaltet, dann kann ich den Artikel schon verstehen ;)


jaiden
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[1.1.2] van BUTEN antwortet auf fb
12.08.2005 19:08
Benutzer fb schrieb:
Benutzer flupsie schrieb:
genau so sehe ich das auch ;) aber das sollte teltarif in diesem Artikel auch klar herausstellen, wenn das wirklich so ist.

Ihr habt absolut Recht. Hier ist mal wieder nicht nachgedacht worden, sondern 1:1 das übernommen, was T-Mobile (vermutlich bewußt, um hohe Roamingpreise zu rechtfertigen) falsch dargestellt hat. Schade, gerade von der Fachpresse würde man sich wünschen, manchen Aussagen mal etwas kritischer gegenüberzutreten. Hallo? Wo ein Netzbetreiber von seinen Kunden "Preis des ausländischen Netzes + 25%" in Rechnung stellt, kann es keine Defizite geben.

Genauso ist es, der Artikel müsste heissen "T-Mobile der grösste Nutzniesser aus dem (Urlaubs-) Roaming" .....
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[1.1.3] van BUTEN antwortet auf fb
12.08.2005 19:17
Benutzer fb schrieb:
Benutzer flupsie schrieb:
genau so sehe ich das auch ;) aber das sollte teltarif in diesem Artikel auch klar herausstellen, wenn das wirklich so ist.

Ihr habt absolut Recht. Hier ist mal wieder nicht nachgedacht worden, sondern 1:1 das übernommen, was T-Mobile (vermutlich bewußt, um hohe Roamingpreise zu rechtfertigen) falsch dargestellt hat. Schade, gerade von der Fachpresse würde man sich wünschen, manchen Aussagen mal etwas kritischer gegenüberzutreten. Hallo? Wo ein Netzbetreiber von seinen Kunden "Preis des ausländischen Netzes + 25%" in Rechnung stellt, kann es keine Defizite geben.

Noch ein Nachsatz, allein die Differenz von 120 Mio. schon mal
25% genommen ...... was für ein Geschäft (interessant wäre es,
zwischen welchen Beträgen diese Differenz eigenlich liegt,
dann, weiss man genau, was T-Mobile "draufzahlt")!
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[2] mr.mobile antwortet auf ultraviolet
12.08.2005 20:06
Der Beitrag ist zwar nicht wirklich gut, dennoch stimmt die Überschrift. T-Mobile zahlt in der Tat drauf (die anderen deutschen Betreiber genauso, außer vielleicht Vodafone, die durch Ihre eigenen Netzte natürlich anders kalkulieren können).

Was glaubt Ihr warum T-Mobile, eplus und o2 über das Vodafone Reiseversprechen so kotzen. Sie würden sowas selber gerne anbieten, nur wie sollen sie es umsetzen wenn die Netzberteiber der anderen Länder so sehr abkassieren? Die klassischen Urlaubsländer subventionieren so nämlich auch in erheblichen Maße ihre eigenen Angebote für Einheimische.

Sicherlich kassieren die deutschen Betreiber genauso die Ausländer ab. Aber wieso sollten sie denn den anderen was schenken, wenn sie selber so abgezockt werden. Die EU sollte hier lieber statt den deutschen Betreibern vor allem mal den italienischen, spanischen und französischen Betreiber auf die Finger klopfen. Wenn diese nämlich nicht so hohe Roamingkosten kassieren würden, könnten die Deutschen auch endlich billiger anbieten.

Bei den Optionen Starmap und wie sie alle heißen oder dem Relax Holiday legen die deutschen Betreiber auf jeden Fall drauf.
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[2.1] mungojerrie antwortet auf mr.mobile
12.08.2005 20:57
Benutzer mr.mobile schrieb:
Bei den Optionen Starmap und wie sie alle heißen oder dem Relax Holiday legen die deutschen Betreiber auf jeden Fall drauf.

Bei der Starmap Option legt o2 mit Sicherheit keinen cent drauf. Sinn und Zweck dieser Allianzen ist nicht, sich gegenseitig Verluste zu bringen sondern Gewinne.

Teltarif sollte schreiben, dass T-Mobile Nettozahler ist. Draufzahlen würde bedeuten, dass T-Mobile mehr für Gespräche des Nutzers zahlen müsste als T-Mobile ihm in Rechnung stellt. Dem ist mit Sicherheit nicht, da im allgmeinen zu dem Preis des ausländischen Netzbetreibers zusätzlich ein Aufschlag erhoben wird.

Auch das Vodafone Reiseversprechen ist kein Verlustgeschäft: wenn dir das ausländische Netz gehört, kannst du die Preise festlegen, wie du willst. T-Mobile kann im Prinzip das gleiche tun, da sie ebenfalls über eine Vielzahl ausländische Netze verfügen.
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[2.1.1] mr.mobile antwortet auf mungojerrie
12.08.2005 21:19
Bei der Starmap Option legt o2 mit Sicherheit keinen cent drauf. Sinn und Zweck dieser Allianzen ist nicht, sich gegenseitig Verluste zu bringen sondern Gewinne.

Teltarif sollte schreiben, dass T-Mobile Nettozahler ist. Draufzahlen würde bedeuten, dass T-Mobile mehr für Gespräche des Nutzers zahlen müsste als T-Mobile ihm in Rechnung stellt. Dem ist mit Sicherheit nicht, da im allgmeinen zu dem Preis des ausländischen Netzbetreibers zusätzlich ein Aufschlag erhoben wird.

Auch eine Starmap Option ist eine Mischkalkulation, damit der Kunde es einfacher hat und einen Preis in vielen Ländern. Das hier ineinigen Ländern drauf gezahlt wird, ist klar. Das es auch eineige geben mag in denen das umgekehr ist, mag auch sein.


Auch das Vodafone Reiseversprechen ist kein Verlustgeschäft: wenn dir das ausländische Netz gehört, kannst du die Preise festlegen, wie du willst. T-Mobile kann im Prinzip das gleiche tun, da sie ebenfalls über eine Vielzahl ausländische Netze verfügen.

Das Vodafone in seinen eigenen Netzen drauf legt, habe ich ja auch nie geschrieben. Das ist ja genau das Problem der anderen.
T-Mobile hat in den klassischen Urlaubsländern nur leider kein eigenes Netz sondern ist leider mehr gen Osten orientiert und von daher für den Durchschnittsprivatkunden nicht so wirklich spannend.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;-)
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[2.1.1.1] jos antwortet auf mr.mobile
12.08.2005 22:51
Benutzer mr.mobile schrieb:

Auch eine Starmap Option ist eine Mischkalkulation, damit der Kunde es einfacher hat und einen Preis in vielen Ländern. Das hier ineinigen Ländern drauf gezahlt wird, ist klar. Das es auch eineige geben mag in denen das umgekehr ist, mag auch sein.

Das ist trotzdem nicht so - am Roaming wird nichtsdestotrotz fleissig verdient. Starmap gilt da, wo o2 mit einem Netzbetreiber besser Konditionen aushandeln konnte (oder ein eigenes Netz hat). Diese Ersparnis wird dann zum Teil an den Kunden weitergereicht.

Klar, dass mehr T-Mobile Kunden in Spanien, Italien usw. telefonieren als Spanier im deutschen T-Mobile Netz. Nichtsdestotrotz verdient T-Mobile an jeder Minute, die ein T-Mobile Kunde in Spanien führt, gutes Geld (klar, der in Deutschland telefonierende Spanier bringt T-Mobile noch mehr Geld).

Nicht erwähnt wurde, wie es mit Ländern wie Polen, Tschechien oder auch Holland aussieht - da dürfte das Ergebnis genau anders rum sein (LKW-Fahrer, Handwerker usw.).
Und die anderen T-Mobile Netze werden lieber gar nicht erst erwähnt (Österreich, USA, ...) - denn da wird richtig Kasse gemacht. Die Gespräche kosten für T-Mobile genauso viel, als wenn der Kunde im heimischen Netz telefoniert, der Kunde zahlt aber trotzdem einen satten Roamingaufschlag.

Aber beim Roaming abzukassieren ist verlockend. Zwar weiß jeder irgendwie, dass Roaming teuer ist, beim Vertragsabschluss achten aber die wenigstens darauf, was es wirklich kostet (zumal die Preislisten da auch alles andere als übersichtlich sind).
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[3] Kai Petzke antwortet auf ultraviolet
13.08.2005 08:41
Benutzer ultraviolet schrieb:
Hallo,

wieso zahlt T-Mobile drauf? Vielleicht werden mehr Roaming-Gebühren an andere Betreiber überwiesen als T-Mobile in Rechnung stellt.... das heißt doch aber gar nichts...
Schließlich enthält jeder Roaming-Preise eine gewisse Marge des Heimnetzes. Wer da wieviel überweist spielt daher in meinen Augen für Gewinn und Verlust keine Rolle.

Doch es spielt eine Rolle, insbesondere bei der Preisgestaltung. Wenn sich die Zahlungen für ein- und ausgehendes Roaming die Waage halten würden, könnte einer der beiden Netzbetreiber einseitig die Preise senken, die er seinen Kunden in Rechnung stellt. Er zahlt bei einem Gespräch seiner Kunden im Ausland dann zwar möglicherweise sogar drauf, verdient das Geld aber wieder, wenn Kunden aus dem Ausland in seinem Netz telefonieren.

Jedoch klappt diese Form des Ausgleichs nicht. Wenn der deutsche Netzbetreiber die abgerechneten Roaming-Preise senkt, steigt damit die Nutzung und die Überweisung an den ausländischen Netzbetreiber, ohne, dass dessen Kunden gleichzeitig mehr in Deutschland telefonieren. Ergo bleibt dem deutschen Netzbetreiber nichts anderers, als weiterhin die Roaming-Preise mit Aufschlag an den Endkunden durchzureichen.

An anderer Stelle gibt es hingegen durchaus einen Ausgleich. So zahlt "The Phone House" beim 14-Cent-Tarif (siehe https://www.teltarif.de/a/phonehouse/14cent-... ) garantiert drauf wenn der Kunde abgehend ins o2-Netz telefoniert. Nur ist eben damit zu rechnen, dass ein Kunde, der viel abgehend in Fremdnetze telefoniert, auch viel aus diesen zurückgerufen wird, und in diesem Fall verdient E-Plus hohe IC-Entgelte, die vermutlich auch zum Teil an den Discounter rückvergütet werden. In Summe geht damit die Kalkulation beim 14-Cent-Tarif auf.

Insofern ist es tatsächlich wichtig, ob bei Verrechnungsentgelten (Interconnect, Roaming) ein Unternehmen Netto-Zahler ist oder nicht.


Kai
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[3.1] Steffen Winter antwortet auf Kai Petzke
13.08.2005 09:14
Benutzer Kai Petzke schrieb:
An anderer Stelle gibt es hingegen durchaus einen Ausgleich. So zahlt "The Phone House" beim 14-Cent-Tarif (siehe
https://www.teltarif.de/a/phonehouse/14cent-... ) garantiert drauf wenn der Kunde abgehend ins o2-Netz telefoniert. Nur ist eben damit zu rechnen, dass ein Kunde, der viel abgehend in Fremdnetze telefoniert, auch viel aus diesen zurückgerufen wird, und in diesem Fall verdient E-Plus hohe IC-Entgelte, die vermutlich auch zum Teil an den Discounter rückvergütet werden. In Summe geht damit die Kalkulation beim 14-Cent-Tarif auf.

Wenn der Kunde nur ins o2-Netz lange telefoniert könnte es stimmen. Allerdings wird hier im 60/30 Takt abgerechnet und die IC-Entgelte sicher im 1/1 Takt. Bei Anrufen ins eigene Netz fallen keine IC-Entgelte an und in den anderen Netzen (vor allem Festnetz) sind sie geringer. Es ist also eine gut durchdachte Mischkalkulkulation.

Grüße, Steffen
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[3.2] arnysch antwortet auf Kai Petzke
13.08.2005 15:28
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Jedoch klappt diese Form des Ausgleichs nicht. Wenn der deutsche Netzbetreiber die abgerechneten Roaming-Preise senkt, steigt damit die Nutzung und die Überweisung an den ausländischen Netzbetreiber, ohne, dass dessen Kunden gleichzeitig mehr in Deutschland telefonieren.

Ja und? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Die deutschen Betreiber verdienen ja beide Male mit.


Für Deutsche im Ausland: Es fordert ja keiner vom deutschen Netzbetreiber, dass er weniger vom Kunden verlangt als das, was er ins Ausland abführen muss.

Wenn ich das richtig verstehe, kriegt der deutsche Betreiber beim Roaming einen ordentlichen Aufschlag von vielleicht 25%. Je mehr vom ausländischen Betreiber kassiert wird, desto mehr verdient der Deutsche.

Und hier hat doch der deutsche Betreiber Gestaltungsspielraum. Wenn er 10% für das Inkasso verlangt, dann ist das immer noch viel. Beispielsweise kriegen Kreditkartenfirmen meines Wissens ca. 4% des getätigten Umsatzes.


Umgekehrt für Ausländer in Deutschland: Und die deutschen Betreiber sind doch auch nicht gezwungen, ihre Gesprächsgebühren beim Roamen mit ausländischen Karten so exorbitant hoch anzusetzen wie es im Ausland gemacht wird.

Wenns im Ausland teuer ist, dann ist es eine recht billige Begründung, es müsse dann noch saftig draufgeschlagen werden.

Die schieben doch die Schuld nur auf jeweils den anderen und sind dabei zufrieden mit dem Status Quo.

Arny




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[3.2.1] tcsmoers antwortet auf arnysch
05.02.2006 15:56
Benutzer arnysch schrieb:
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Jedoch klappt diese Form des Ausgleichs nicht. Wenn der deutsche Netzbetreiber die abgerechneten Roaming-Preise senkt,
steigt damit die Nutzung und die Überweisung an den ausländischen Netzbetreiber, ohne, dass dessen Kunden gleichzeitig mehr in Deutschland telefonieren.

Ja und? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Die deutschen Betreiber verdienen ja beide Male mit.


Für Deutsche im Ausland: Es fordert ja keiner vom deutschen Netzbetreiber, dass er weniger vom Kunden verlangt als das, was er ins Ausland abführen muss.

Wenn ich das richtig verstehe, kriegt der deutsche Betreiber beim Roaming einen ordentlichen Aufschlag von vielleicht 25%. Je mehr vom ausländischen Betreiber kassiert wird, desto mehr verdient der Deutsche.

Und hier hat doch der deutsche Betreiber Gestaltungsspielraum. Wenn er 10% für das Inkasso verlangt, dann ist das immer noch viel. Beispielsweise kriegen Kreditkartenfirmen meines Wissens ca. 4% des getätigten Umsatzes.


Umgekehrt für Ausländer in Deutschland: Und die deutschen Betreiber sind doch auch nicht gezwungen, ihre Gesprächsgebühren beim Roamen mit ausländischen Karten so exorbitant hoch anzusetzen wie es im Ausland gemacht wird.

Wenns im Ausland teuer ist, dann ist es eine recht billige Begründung, es müsse dann noch saftig draufgeschlagen werden.

Die schieben doch die Schuld nur auf jeweils den anderen und sind dabei zufrieden mit dem Status Quo.

Arny


Stimmt. Warum nehmen z.B. die Österreicher nur 12,5 % Roamingaufschlag ?

Auch sollte mal einer versuchen, nach Herausrechnung der 25 % "Bearbeitungszuschlag" den passenden nationalen Tarif zu ermitteln.

Vereinigte Arabische Emirate

abgehender Preis VAE - D = ca. 0,70 Euro
abgehender VF-Preis = 2,60 Euro
Unterschied ca. 260 %

Weitere Beispiele kann ich gerne belegen. Diese ganze Geschichte liegt der EU vor. Als ich letztens dort war, hat man alles versprochen und nichts gehalten.

Es ist denen völlig egal. Hauptsache man kassiert die Mehrwertsteuer.

peso



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[3.2.1.1] mannesmann antwortet auf tcsmoers
06.02.2006 13:36

3x geändert, zuletzt am 06.02.2006 13:42
Stimmt. Warum nehmen z.B. die Österreicher nur 12,5 % Roamingaufschlag ?

Die Össis müssten, dank 19 % Mwst., höhere Roamingpreise haben als wir, mit (noch) 16% Mwst, aber leider ist häufig das Gegenteil der Fall!

Auch sollte mal einer versuchen, nach Herausrechnung der 25 % 'Bearbeitungszuschlag' den passenden nationalen Tarif zu ermitteln.

Diese Rechnung kannst du doch außer bei den VAE bekanntlich vergessen:

Vereinigte Arabische Emirate

abgehender Preis VAE - D = ca. 0,70 Euro
abgehender VF-Preis = 2,60 Euro
Unterschied ca. 260 %

Tatsächlich ist es gar nicht mehr möglich durch

nat. Kond. + Roaming Zuschlag + Mwst.

den Endpreis zu erhalten. Welche nat. Kond. werden denn dieser Berechnung zu Grunde gelegt? Nahezu jeder Anbieter hat mittlerweile mind. 2 Tarife im Angebot (VAE sind eine Ausnahme). Welchen nimmt man da, naja im Zweifel wohl die jeweils teuerste Variante.

Mittlerweile wird das obige Modell doch auch von VF, O2 und T-Mobile massiv 'unterlaufen' durch Roaming Einheitstarife, die teilweise Preissteierungen im vierstelligen Prozentbereich für einige Fälle bedeuten.

Es ist denen völlig egal. Hauptsache man kassiert die Mehrwertsteuer.

Das Gefühl habe ich auch, das ist aber genauso bei Dosenpfand und Ökosteuer; ob die Regelungen unsinnig sind oder nicht, Hauptsache MEHR Einnahmen. Und je versteckter die Einnahmen sind, also je weniger der Herrschende damit in Verbindung gebracht wird, desto besser für den Herrschenden.

In Sachen Roaming kann der Staat sogar als Robin Hood auftreten, aber erst mal lassen die alles noch ein bißchen laufen, schließlich kann man mit einer 'Roamingstrafregelung' im Gegensatz zum Dosenpfand nicht noch mehr Mehrwertsteuer einnehmen, sondern nur weniger.

mannesmann
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[3.2.1.1.1] tcsmoers antwortet auf mannesmann
10.02.2006 16:22
Benutzer mannesmann schrieb:
Stimmt. Warum nehmen z.B. die Österreicher nur 12,5 % Roamingaufschlag ?

Die Össis müssten, dank 19 % Mwst., höhere Roamingpreise haben als wir, mit (noch) 16% Mwst, aber leider ist häufig das Gegenteil der Fall!

Ausser im Datenbereich. Da sind wir günstiger.


Auch sollte mal einer versuchen, nach Herausrechnung der 25 %
'Bearbeitungszuschlag' den passenden nationalen Tarif zu ermitteln.

Diese Rechnung kannst du doch außer bei den VAE bekanntlich vergessen:

Vereinigte Arabische Emirate

abgehender Preis VAE - D = ca. 0,70 Euro
abgehender VF-Preis = 2,60 Euro
Unterschied ca. 260 %

Tatsächlich ist es gar nicht mehr möglich durch

nat. Kond. + Roaming Zuschlag + Mwst.

Es muss aber möglich sein. Im Heimatland wird ein Bruttopreis genannt und dazu kommen die 25 % - oder nochmal 25 % wie Drillishc oder 100 % wie bei Talkline oder XX Prozent wie seinerzeit bei D Plus.



den Endpreis zu erhalten. Welche nat. Kond. werden denn dieser Berechnung zu Grunde gelegt? Nahezu jeder Anbieter hat mittlerweile mind. 2 Tarife im Angebot (VAE sind eine Ausnahme). Welchen nimmt man da, naja im Zweifel wohl die jeweils teuerste Variante.

Das wäre ausreichend.

Mittlerweile wird das obige Modell doch auch von VF, O2 und T-Mobile massiv 'unterlaufen' durch Roaming Einheitstarife, die teilweise Preissteierungen im vierstelligen Prozentbereich für einige Fälle bedeuten.

Stimmt. Aber nur VF bietet nur noch eine Variante an. Die anderen Anbieter überlassen dem Kunden die Wahl.


Es ist denen völlig egal. Hauptsache man kassiert die Mehrwertsteuer.

Das Gefühl habe ich auch, das ist aber genauso bei Dosenpfand und Ökosteuer; ob die Regelungen unsinnig sind oder nicht, Hauptsache MEHR Einnahmen. Und je versteckter die Einnahmen sind, also je weniger der Herrschende damit in Verbindung gebracht wird, desto besser für den Herrschenden.

In Sachen Roaming kann der Staat sogar als Robin Hood auftreten, aber erst mal lassen die alles noch ein bißchen laufen, schließlich kann man mit einer 'Roamingstrafregelung' im Gegensatz zum Dosenpfand nicht noch mehr Mehrwertsteuer einnehmen, sondern nur weniger.

Genau

peso

mannesmann
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[4] Christian_Wien antwortet auf ultraviolet
10.02.2006 15:28
Benutzer ultraviolet schrieb:
Hallo,

wieso zahlt T-Mobile drauf? Vielleicht werden mehr Roaming-Gebühren an andere Betreiber überwiesen als T-Mobile in Rechnung stellt.... das heißt doch aber gar nichts...
Schließlich enthält jeder Roaming-Preise eine gewisse Marge des Heimnetzes. Wer da wieviel überweist spielt daher in meinen Augen für Gewinn und Verlust keine Rolle.

Beispiel:
Ein Netzbetreiber hat keine Roaming-Einnahmen, muss aber das Roaming seiner Nutzer im Ausland bezahlen. Das heißt noch lange nicht, dass das alles Verlust ist - schließlich stellt er exakt diesen Betrag ja auch seinen Kunden zzgl. Marge wieder in Rechnung.


In deiner Aussage ist ein Denkfehler enthalten:
JEDER Netzbetreiber verdient an den Roaminggebühren, da er seinen Kunden zu den ihm von den ausländischen Netzbetreibern verrechneten Kosten 25% Aufschlag und die landesübliche Mehrwertsteuer dazuberechnet.
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[4.1] tcsmoers antwortet auf Christian_Wien
10.02.2006 16:23
Benutzer Christian_Wien schrieb:
Benutzer ultraviolet schrieb:
Hallo,

wieso zahlt T-Mobile drauf? Vielleicht werden mehr Roaming-Gebühren an andere Betreiber überwiesen als T-Mobile in Rechnung stellt.... das heißt doch aber gar nichts...
Schließlich enthält jeder Roaming-Preise eine gewisse Marge des Heimnetzes. Wer da wieviel überweist spielt daher in meinen Augen für Gewinn und Verlust keine Rolle.

Beispiel:
Ein Netzbetreiber hat keine Roaming-Einnahmen, muss aber das Roaming seiner Nutzer im Ausland bezahlen. Das heißt noch lange nicht, dass das alles Verlust ist - schließlich stellt er exakt diesen Betrag ja auch seinen Kunden zzgl. Marge wieder in Rechnung.


In deiner Aussage ist ein Denkfehler enthalten: JEDER Netzbetreiber verdient an den Roaminggebühren, da er seinen Kunden zu den ihm von den ausländischen Netzbetreibern verrechneten Kosten 25% Aufschlag und die landesübliche Mehrwertsteuer dazuberechnet.

Wenn kein Steuerabkommen besteht, wird zweimal kassiert. Und nicht nur auf den Differenzbetrag.

peso
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[4.1.1] Christian_Wien antwortet auf tcsmoers
10.02.2006 21:01
Benutzer tcsmoers schrieb:

Wenn kein Steuerabkommen besteht, wird zweimal kassiert. Und nicht nur auf den Differenzbetrag.

peso

Eventuelle Steuerabkommen sind für den Endkunden, dem die Roaminggebühren schlußendlich verrechnet werden, völlig egal, da ihm die Roaminggebühren von seinem Netzbetreiber als Dienstleistung verrechnet werden und dafür sowieso der nationale Mehrwertsteuersatz anfällt. (Genauso wie für Inlandsgespräche etc.)
Die festgelegten Umsatzschwellwerte zwischen den einzelnen EU-Ländern, die entscheiden, ob bei einer Auslandsrechnung der nationale Mehrwertsteuersatz (und die Steuer an das Herkunftsland geht) oder jener des Landes des Rechnungsempfängers verrechnet wird (und die Steuer dann an die Finanzverwaltung dieses Landes abgeführt wird), betrifft nur Endverbraucher.
Unternehmern wird - wenn sie ihre internationale Steuernummer angeben - sowieso alles netto verrechnet.
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[4.1.1.1] tcsmoers antwortet auf Christian_Wien
10.02.2006 22:56
Benutzer Christian_Wien schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:

Wenn kein Steuerabkommen besteht, wird zweimal kassiert.
Und
nicht nur auf den Differenzbetrag.

peso

Eventuelle Steuerabkommen sind für den Endkunden, dem die Roaminggebühren schlußendlich verrechnet werden, völlig egal, da ihm die Roaminggebühren von seinem Netzbetreiber als Dienstleistung verrechnet werden und dafür sowieso der nationale Mehrwertsteuersatz anfällt. (Genauso wie für Inlandsgespräche etc.) Die festgelegten Umsatzschwellwerte zwischen den einzelnen EU-Ländern, die entscheiden, ob bei einer Auslandsrechnung der nationale Mehrwertsteuersatz (und die Steuer an das Herkunftsland geht) oder jener des Landes des Rechnungsempfängers verrechnet wird (und die Steuer dann an die Finanzverwaltung dieses Landes abgeführt wird), betrifft nur Endverbraucher.
Unternehmern wird - wenn sie ihre internationale Steuernummer angeben - sowieso alles netto verrechnet.

Das trifft grundsätzlich nicht zu. Dieses trifft nur für Staaten mit Steuerabkommen zu. In Indien z.B. wird grundsätzlich Brutto berechnet. Dann hauen die Deutschen noch ihre 25 % und 16 % drauf.

Und die Provider wollen auch was vom Kuchen abhaben und schlagen nochmal was drauf.

Roaming ist nichts anderes als eine Gelddruckmaschine, die für Normalnutzer kaum nachprüfbar ist.

Ist Dir z.B. bekannt, ob die Inder nicht eine 50sekundenminute haben ???

peso