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Spannend und lehrreich


15.07.2005 18:43 - Gestartet von GKr
Die Entwicklung der Mobilcom AG ist ungemein spannend und stellt ein Lehrstück für die Wege des internationalen Kapitals dar. Vor allem hier in diesen TK-Foren, weil die Mobilcom AG seit Falls des Telekom-Monopols immer eine führende, oft gar eine Vorreiter-Rolle spielte.

Mit dem Einstieg der TPG ist ja nicht zum ersten mal eine internationale Beteiligung Realität geworden. Zuvor besaß France Telecom maßgeblichen Einfluß.

Was Mobilcom immer ausgezeichnet hat, ist der aggressive Stil, mit dem Firmenziele erreicht wurden oder werden sollten. Von daher emotionalisiert dieser Konzern. Und lange Jahre gab Gerhardt Schmidt dem Konzern sein Gesicht und hob so Mobilcom aus der Anonymität der Großkonzerne heraus.

Neu ist jetzt, daß ein scheinbar Branchenfremder Einfluß nimmt. Ging es bei France Telekom noch um den TK-Markt, konzentriert sich TPG ohne Umwege auf das Wesentliche. Denn letztendlich ging und geht es doch auch den Telekommunikations-Konzernen um das wirtschaftliche Ergebnis. Niemand sieht dort eine andere Aufgabe als Wachstum.

Also kann man sagen, daß es TPG allein um das Höchstmaß an Profit geht. Und allein deren Entscheidung der Frage, wie sie diesen Profit maximieren können, wird die Zukunft der Mobilcom AG bestimmen.

Will man mittel- und langfristig Profite erwirtschaften und abschöpfen? Oder das schnelle Geld machen. Um das Geld in Bewegung zu halten, neu zu investieren, in andere Branchen andere Konzerne?

Für mich wäre es sehr überraschend, wenn eines der führenden Equity Unternehmen der Welt etwas anderes zum Ziel hätte als eine maximale schnellstmögliche Gewinnabschöpfung.

GKr
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[1] Hurenforum antwortet auf GKr
18.07.2005 02:19
Was erwartest du von "Managern" ? Die werden rücksichtlos agieren und alles einsacken was nicht "niet- und nagelfest" ist
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[2] Aktualisierung - RE: Spannend und lehrreich
GKr antwortet auf GKr
24.07.2005 11:32
Benutzer GKr schrieb:
Die Entwicklung der Mobilcom AG ist ungemein spannend und stellt ein Lehrstück für die Wege des internationalen Kapitals dar. Vor allem hier in diesen TK-Foren, weil die Mobilcom AG seit Falls des Telekom-Monopols immer eine führende, oft gar eine Vorreiter-Rolle spielte.

Mit dem Einstieg der TPG ist ja nicht zum ersten mal eine internationale Beteiligung Realität geworden. Zuvor besaß France Telecom maßgeblichen Einfluß.

Was Mobilcom immer ausgezeichnet hat, ist der aggressive Stil, mit dem Firmenziele erreicht wurden oder werden sollten. Von daher emotionalisiert dieser Konzern. Und lange Jahre gab Gerhardt Schmidt dem Konzern sein Gesicht und hob so Mobilcom aus der Anonymität der Großkonzerne heraus.

Neu ist jetzt, daß ein scheinbar Branchenfremder Einfluß nimmt. Ging es bei France Telekom noch um den TK-Markt, konzentriert sich TPG ohne Umwege auf das Wesentliche. Denn letztendlich ging und geht es doch auch den Telekommunikations-Konzernen um das wirtschaftliche Ergebnis. Niemand sieht dort eine andere Aufgabe als Wachstum.

Also kann man sagen, daß es TPG allein um das Höchstmaß an Profit geht. Und allein deren Entscheidung der Frage, wie sie diesen Profit maximieren können, wird die Zukunft der Mobilcom AG bestimmen.

Will man mittel- und langfristig Profite erwirtschaften und abschöpfen? Oder das schnelle Geld machen. Um das Geld in Bewegung zu halten, neu zu investieren, in andere Branchen andere Konzerne?

Für mich wäre es sehr überraschend, wenn eines der führenden Equity Unternehmen der Welt etwas anderes zum Ziel hätte als eine maximale schnellstmögliche Gewinnabschöpfung.

GKr


Die Teltarif-Überschrift:
"Großaktionär will keine mobilcom-Sonderdividende nach Fusion"
ist wohl eine Interpretation der Redaktion?

Im Text heißt es später:
"Der entsprechende Vorschlag (Ausschüttung einer Sonder-Dividende) muss vom mobilcom-freenet-Vorstand kommen".

Und das beschreibt die rechtliche Regelung eines solchen Beschlusses. Widerspricht aber keinesfalls der Vermutung, daß TPG dies als Hauptaktionär wünscht, sondern beschreibt nur korrekt das Prozedere für den Fall der Fälle.

GKr