Diskussionsforum
  • 14.12.2004 19:45
    peggy schreibt

    Mindestvertragslaufzeit

    Wenn die Verträge eine "Mindestvertragslaufzeit" beinhalten, dann ist dies eigentlich für beide Seiten bindend. Wenn die AGB "ungerade" Kündigungsfristen vorsehen, meinetwegen den Kunden ein Jahr festnageln und den Anbieter nur einem Monat, dann wäre dies in meinen Augen eine überraschende Klausel und könnte damit unwirksam sein. Ansonsten müßte man das explizit in den Vertrag mit aufnehmen und da sinngemäß hinschreiben: Der Kunde unterschreibt im vollen Bewußtsein einen Knebelvertrag, auf den er auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Dann könnte es vor Gericht durchgehen.

    Aber so wäre die Firma während der Mindestvertragslaufzeit auch an ihr Flat-Angebot für die Vertragskunden eigentlich gebunden. Oder sehe ich da was falsch? Ansonsten könnte ja jede Firma einen Kunden einfaach über Super-Konditionen anlocken, für 24 Monate binden und dann einfach die Leistung verschlechtern. Zumindest wenn keine kostenlose Hardware-Lieferung erfolgte, sondern nur eine Kundenfestnagelung, sehe ich gute Chancen, daß die Firma nicht einfach so während der Vertragsmindestlaufzeit sonderkündigen kann. Der Vertrag bindet doch beide Vertragspartner, nicht nur den Kunden, oder sehe ich hier was falsch?

    Peggy