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Zahl der Sender


16.06.2010 07:07 - Gestartet von zink
Hallo !
Hat es schon mal jemand gewagt seine GEZ Gebühr zu kürzen, weil er "nur" 10 Sender empfangen kann, aber in einem anderen Kreis, oder Bundesland, sind 17 Sender zu empfangen.
Da könnte ja gelten: gleiches Geld für gleiche Leistung.
Ich traue mich das nicht, aber es wäre echt mal einen Versuch wert, als: Wer traut sich ...

Zinker
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[1] Hohes Niveau antwortet auf zink
16.06.2010 09:38
Benutzer zink schrieb:
Hallo !
Hat es schon mal jemand gewagt seine GEZ Gebühr zu kürzen, weil er "nur" 10 Sender empfangen kann, aber in einem anderen Kreis, oder Bundesland, sind 17 Sender zu empfangen. Da könnte ja gelten: gleiches Geld für gleiche Leistung. Ich traue mich das nicht, aber es wäre echt mal einen Versuch wert, als: Wer traut sich ...

Zinker

Ich. Wenn ich demnächst die Haushaltsabgabe zahlen muß, aber keinen Antennenempfang habe.
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[2] Telly antwortet auf zink
16.06.2010 13:12
weil er "nur" 10 Sender empfangen kann, aber in einem anderen Kreis, oder Bundesland, sind 17 Sender zu empfangen.

Handelt es sich sowohl bei den 10 als auch bei den 17 nur um öffentlich-rechtliche Sender?

Hier bei uns gibt es 12 Sender. Die Privaten sind gar nicht dabei.

Telly
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[2.1] zink antwortet auf Telly
16.06.2010 15:40
Hallo !
Hier in Lippe sind z.Zt. 13 öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen, ich meine aber mal gelesen zu haben, dass durchaus auch mal mehr Sender zu empfangen sind, also deutschlandweit gesehen.
Wenn das so ist, stimmt das Prinzip "Gleiche Leistung für gleiches Geld" nicht mehr.

Naja, seien wir mal ehrlich, hier im Forum hält sich vermutlich der Anteil an ZDF-Kulturkanalguckern in Grenzen...

Zinker


Benutzer Telly schrieb:
weil er "nur" 10 Sender empfangen kann, aber in einem anderen Kreis, oder Bundesland, sind 17 Sender zu empfangen.

Handelt es sich sowohl bei den 10 als auch bei den 17 nur um
öffentlich-rechtliche Sender?

Hier bei uns gibt es 12 Sender. Die Privaten sind gar nicht dabei.

Telly
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[2.1.1] Telly antwortet auf zink
16.06.2010 15:45
Wenn das so ist, stimmt das Prinzip "Gleiche Leistung für gleiches Geld" nicht mehr.

Ja, leider. Dabei wäre es ja so einfach.

Naja, seien wir mal ehrlich, hier im Forum hält sich vermutlich der Anteil an ZDF-Kulturkanalguckern in Grenzen...

Wenn Du es von der praktischen Seite betrachtest, so gilt doch eh, dass die meisten entweder Kabel oder Satellit haben. In seinem Hauptwohnsitz nutzen wohl die wenigsten ausschließlich DVB-T.

Telly
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[2.1.2] garfield antwortet auf zink
17.06.2010 09:33
Benutzer zink schrieb:
Hier in Lippe sind z.Zt. 13 öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen, ich meine aber mal gelesen zu haben, dass durchaus auch mal mehr Sender zu empfangen sind, also deutschlandweit gesehen.
Ja natürlich, das war bisher auch schon höchst unterschiedlich je nach Region. Jedoch ...

Wenn das so ist, stimmt das Prinzip "Gleiche Leistung für gleiches Geld" nicht mehr.
... gilt dieses Prinzip nicht für die GEZ. Kein Wort davon im Rundfunkgebührenstaatsvertrag. Denn dann hätte man schon seit zig Jahren seine GEZ staffeln können.

Naja, seien wir mal ehrlich, hier im Forum hält sich vermutlich der Anteil an ZDF-Kulturkanalguckern in Grenzen...
Eben. Genausowenig kamen und kommen die davon frei, die behaupten, sie sähen nur private Sender.
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[3] Terminator1 antwortet auf zink
17.06.2010 06:16
Das was die Regierungschefs da betreiben ist erstens eine Wettbewerbswidrige Subvention der öffentlichen Rundfunkanstalten hier sollte man die Europäische Kommission einschalten und zweitens ist die Haushaltsabgabe für die keine Geräte zum Empfang von Rundfunk und Fernsehr haben ein Betrug. Sie müssen für etwas bezahlen was sie gar nicht nützen können.
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[3.1] mediahead antwortet auf Terminator1
17.06.2010 09:49
IMHO ist die Haushaltsabgabe der einzig machbare und auch richtige Weg eine solche Gebühr zu erheben (wenn sie denn schon erhoben werden muss).

Der Staat erfüllt mit der Bereitstellung der öffentlich-rechtlichen Sender einen Grundversorgungsauftrag (Informationen!). Diese Erfüllung dient per definitionem jedem Bürger, egal ob der Einzelne davon Gebrauch macht oder nicht.

Ein einfaches Radio oder TV Gerät kann sich in Deutschland absolut JEDER leisten. Auch Empfänger von "Stütze" und ähnliche Gruppen haben hier ein gewisses Recht auf besondere Zuschüsse. Und ein einfaches Radio gibt es neu oder gebraucht an jeder Ecke für wenige Euro, oft sogar geschenkt. Wer darauf vollständig verzichtet, tut dies freiwillig. Wer z.B. kein Auto fährt zahlt den Aufbau und Erhalt unserer Verkehrs-Infrastruktur (i.e. Straßen) über seine Steuern auch mit. Fakt ist, dass diese Leistungen vom Staat erbracht und somit auch von der Allgemeinheit (WIR alle SIND nämlich der Staat! Schon vergessen?) bezahlt werden müssen.

Gut, wenn jemand nachweislich keinen terrestrischen Empfang an seinem Wohnsitz hat, möge er nach kurzer unbürokratischer Prüfung von der Abgabe befreit werden. Das sind schätzungsweise 0,5% der Bevölkerung. Aber sonst?

Zur Zahl der Sender: Die Abgabe ist eine Art Verwaltungsgebühr zur Bereitstellung einer Leistung. Der genaue Umfang der Leistung wird durch die Gebühr nicht vergütet. Daher ist es prinzipiell unerheblich, wie viele (öff.-re.) Sender emfangen werden können.

Bitte hört doch mal auf, hier auf Basis Eures persönlichen Rechtsempfindens und juristischen und politischen Zweifünftel-Wissens irgendwelche Elegien darüber abzusondern, wie schlecht und ungerecht Unternehmen, Staat, Politiker, Juristen und Gebrauchtwagenhändler doch sind. Jedes Gejammer führt nämlich nur dazu, dass unsere Rgierungen sich genötigt sehen, NOCH mehr durch gesetzliche Vorgaben zu reglementieren. Passende thematische Deckmäntelchen wie Minderheitenschutz, Verbraucherschutz o.a. finden sich immer...

Ich plädiere damit mit aller Entschiedenheit für mehr Eigenverantwortung.

Helft Euch selbst, sonst hilft Euch Gott (alternativ: der Staat, die EU, der Arbeitgeber). ;-)
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[3.1.1] ScorpionTW antwortet auf mediahead
17.06.2010 11:36
Der Staat erfüllt mit der Bereitstellung der öffentlich-rechtlichen Sender einen Grundversorgungsauftrag (Informationen!).
Wobei fraglich ist, ob die ausufernde Masse an Sendern wirklich noch etwas mit "Grundversorgung" zu tun hat. Ich möchte an dieser Stelle nicht das Prinzip des ÖR im Allgemeinen anzweifeln. Wenn man sich aber wirklich auf eine Grundversorgung konzentrieren würde, könnte dies auch mit einer Haushaltsabgabe im einstelligen Eurobereich (5 EUR +/-) realisiert werden. Denn in einigen Bereichen eifern ARD und ZDF immer stärker dem Niveau der Privaten hinterher, verpulvern damit Millionen und das braucht es nun wirklich nicht.

Wer z.B. kein Auto fährt zahlt den Aufbau und Erhalt unserer Verkehrs-Infrastruktur (i.e. Straßen) über seine Steuern auch mit.
Ist es nicht eher so, dass die Autofahrer viele andere Dinge außerhalb des Straßenbaus per Kfz-, Mineralöl-, Umsatz- und Ökosteuer mitbezahlen? Wieviel ist denn davon noch zweckgebunden und kommt tatsächlich dem Straßenbau zu Gute?
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[3.1.1.1] garfield antwortet auf ScorpionTW
17.06.2010 12:13
Benutzer ScorpionTW schrieb:

Wer z.B. kein Auto fährt zahlt den Aufbau und Erhalt unserer Verkehrs-Infrastruktur (i.e. Straßen) über seine Steuern auch mit.
Ist es nicht eher so, dass die Autofahrer viele andere Dinge außerhalb des Straßenbaus per Kfz-, Mineralöl-, Umsatz- und Ökosteuer mitbezahlen? Wieviel ist denn davon noch zweckgebunden und kommt tatsächlich dem Straßenbau zu Gute?
Womit Du mediahead ja eigentlich nur bestätigt hättest, dass es bei staatlichen Abgaben, Steuern und auch der ÖR-Finanzierung eben keinen Sinn macht, seine Zahlungen mit irgendwas aufzurechnen.

Ohne dass das jetzt an Dich geht:
Ein Kennzeichen dieses zunehmend unsozialeren Landes ist es übrigens, dass ein jeder fragt, was er denn für seine Leistungen an den Staat wieder "rausbekommt".
Und es ist nicht der Neid der Besitzlosen gegenüber den Vermögenden, sondern die Mißgunst der Vermögenden gegenüber den Bedürftigen, dass sie (erstere) möglicherweise an den Staat mehr bezahlen, als letztere und dabei weniger herausbekommen.
NATÜRLICH IST DAS SO!
Das ist das System einer sozialen Gesellschaft, dass Stärkere vom Staat mehr belastet werden und Schwächere im Zweifel mehr von ihm bekommen, als sie leisten können und dürfen.
Dafür nutzen Starke wie Schwache die Infrastruktur des Staates hier in Deutschland.
Und dank ihrer Stärke leben die Leistungsträger (mit oder ohne Anführungszeichen) auf einem weit höheren Niveau als die Schwachen und das sollen sie auch. Das gönne ich ihnen ausdrücklich.
Es geht hier nämlich nicht um Nivellierung aller Unterschiede, auch wenn dieser Eindruck in Talkshows immer gern vermittelt wird, sondern um die Unterstützung der Bedürftigen, dass sie wenigstens ein für deutsche Verhältnisse würdiges Leben führen können.
Und das sollte doch verdammt nochmal in einem der reichsten Länder der Welt möglich sein, ohne dass die Oberschicht am Hungertuch nagt.
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[3.1.1.1.1] hag13 antwortet auf garfield
17.06.2010 19:27
mediahead und garfield.

Endlich sagt es mal jemand. Als es vor etwas mehr als 20 Jahren mit dem Privatfernsehen anfing dachte ich auch kurzzeitig das Thema ÖR ist bald erledigt. Inzwischen sehe ich das etwas anders.
Obwohl auch ich ungern die 53,94 im Quartal zahle, sehe ich das als Preis dafür, daß unsere Medien und Informationslandschaft nicht ganz von den Privaten Radio- und Fernsehsendern beherrscht wird. Auch wenn die ÖR politisch beeinflusst sind, so werden die Politiker hierzulande doch regelmäßig ausgewechselt.
Die Alternative sind ja nicht viele kleine uabhängige Radio- und Fernsehstationen, die nichts anderes im Sinn haben als gute, saubere journalistische Arbeit udn selbstlose Information der Bevölkerung, sondern die Angebote der bekannten, teilweise international agierenden Medienkonzerne.

Und wer, wenn nicht der Staat (die Staaten) könnte einen Informationsgegenpol zu den Murdochs, Turners und Berlusconis dieser Welt stellen?

Na, ja und zum bezahlen? Glaubt ihr wirklich, die Fußball- sorry FIFA-WM könntet ihr noch lange ohne zusätzliche Gebühren im Fernsehen anschauen? Vielleicht würde auch das Free-TV der Privaten ohne das Angebot der ÖR schneller sterben als uns lieb ist.

Nur meine Meinung.
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[3.1.2] tosho antwortet auf mediahead
23.06.2010 18:26

einmal geändert am 23.06.2010 18:27
Meine volle Zustimmung zu diesem Artikel. Auch ich plädiere seit Jahren für eine steuerfinanzierte Lösung, weil heutzutage praktisch jeder ein Radio/Fernsehre/PC hat. Eine Haushaltsabgabe kommt dem immerhin nahe.
Jeder von uns zahlt auch anderswo für dinge, die er nicht nutzt, oder die er sogar für schädlich hält (Kriegseinsätze, Genfood(forschung), Atomkraft,...).
Wenn hier jemand unbedingt auf die Straße will fänden sich sicher lohnendere Themen als die Haushaltsabgabe. Aber mal ernsthaft: Wer hier Ach und Weh schreit schafft doch seinen Hintern nicht wirklich bis nach Berlin, oder? :-)

Was mich allerdings auch befremdet ist die tatsache, daß der Betrag nicht sinkt. Eigentlich sollten doch nun mehr Zahler zusammenkommen, und das ganze Gesocks von der GEZ kann man doch jetzt in die verdiente Arbeitslosigkeit schicken.