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Die GEZ an sich reformieren


07.08.2006 20:19 - Gestartet von chrschn
Ich stimme dem Beitrag nur teils zu.
Ich denke, dass wenn der PC als Empfangsgerät dienen kann, wie auch ein Radio oder TV-Gerät, dann sollte auch dieser Weg der Gebührenpflicht unterworfen werden. Das erst mal grundsätzlich festgehalten
Die Idee mit der Vergabe von Passwort und Benutzerkennung halte ich für interessant, aber wenig praktikabel. Und dass Deutsche im Ausland die gebührenfinanzierten Sender empfangen können sollen, ist so eigentlich nicht hinnehmbar. Für diese Fälle stehen die örtlichen Medien oder die dt. Sender im Rahmen von örtlichen Pay-TV-Diensten zur Verfügung.
Auch hat die Verreitung der olympischen Winterspiele Anfang des Jahres bei ARD und ZDF gezeigt, wie es gehen kann: Übere die Ermittlung der IP des sich einwählenden Rechners ist ja eine Identifikation möglich, ob der Nutzer im Deustchland ist, oder nicht. Das macht weniger bürokratischen Aufwand, als der Versand von Kennungen, birgt aber einen ähnlich hohen Schutz.
Nun zurück zum Grundsätzlichen:
Die GEZ-Pflicht sollte an die Person, und nicht an die Situation, in der sich die Person befindet, gebunden werden. Es ist absurd, wenn eine Firma (seit wann hört denn eine Firma Radio, das machen Menschen) GEZ zahlen soll, genauso, wie ein Freiberufler die GEZ u.U. mehrfach abführen soll, auch wenn er nur einen Sender gleichzeitig konsumieren kann, egal ob nun im Büro, abends vor dem (privaten) TV oder im Auto.
Die Forderung wäre also die nach einer allgemeinen "Medienabgabe" pro Person. Ausnahmen für sozial Schwache, gebunden an eine Einkommensgrenze.
Begründen lässt sich diese auch dadurch, dass aus den Mitteln der GEZ auch nicht unmittelbar ÖR-relevante Dinge bezahlt werden, bspw. die Überwachung des privaten Rundfunks.
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[1] tcsmoers antwortet auf chrschn
07.08.2006 20:28
Benutzer chrschn schrieb:
Ich stimme dem Beitrag nur teils zu. Ich denke, dass wenn der PC als Empfangsgerät dienen kann, wie auch ein Radio oder TV-Gerät, dann sollte auch dieser Weg der Gebührenpflicht unterworfen werden. Das erst mal grundsätzlich festgehalten Die Idee mit der Vergabe von Passwort und Benutzerkennung halte ich für interessant, aber wenig praktikabel. Und dass Deutsche im Ausland die gebührenfinanzierten Sender empfangen können sollen, ist so eigentlich nicht hinnehmbar. Für diese Fälle stehen die örtlichen Medien oder die dt. Sender im Rahmen von örtlichen Pay-TV-Diensten zur Verfügung.
Auch hat die Verreitung der olympischen Winterspiele Anfang des Jahres bei ARD und ZDF gezeigt, wie es gehen kann: Übere die Ermittlung der IP des sich einwählenden Rechners ist ja eine Identifikation möglich, ob der Nutzer im Deustchland ist, oder nicht. Das macht weniger bürokratischen Aufwand, als der Versand von Kennungen, birgt aber einen ähnlich hohen Schutz.
Nun zurück zum Grundsätzlichen:
Die GEZ-Pflicht sollte an die Person, und nicht an die Situation, in der sich die Person befindet, gebunden werden. Es ist absurd, wenn eine Firma (seit wann hört denn eine Firma Radio, das machen Menschen) GEZ zahlen soll, genauso, wie ein Freiberufler die GEZ u.U. mehrfach abführen soll, auch wenn er nur einen Sender gleichzeitig konsumieren kann, egal ob nun im Büro, abends vor dem (privaten) TV oder im Auto. Die Forderung wäre also die nach einer allgemeinen "Medienabgabe" pro Person. Ausnahmen für sozial Schwache, gebunden an eine Einkommensgrenze.
Begründen lässt sich diese auch dadurch, dass aus den Mitteln der GEZ auch nicht unmittelbar ÖR-relevante Dinge bezahlt werden, bspw. die Überwachung des privaten Rundfunks.

Dem kann ich nicht zustimmen. Die ÖR sollen aus dem Internet verschwinden. Keiner hat sie gerufen. Daraus, dass man sich dort unaufgefordert reingedrängt hat, eine allgemeine Zahlungspflicht zu konstruieren, grenzt an Betrug.

peso
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[1.1] chrschn antwortet auf tcsmoers
07.08.2006 20:34
Benutzer tcsmoers schrieb:
Dem kann ich nicht zustimmen. Die ÖR sollen aus dem Internet verschwinden. Keiner hat sie gerufen. Daraus, dass man sich dort unaufgefordert reingedrängt hat, eine allgemeine Zahlungspflicht zu konstruieren, grenzt an Betrug.

peso

Es ändert sich doch faktisch nichts.
Nur wer bislang gar kein GEZ-Gerät angemeldet hatte (und das ist die verschwindende Minderheit) fällt nun neu unter die Gebührenpflicht.

In Sachen Freiberufler, Firmen, Behörden (ja auch die!) und Selbständige finde ich es ja auch nicht i.O., dass dies x-mal GEZ zahlen sollen, obwohl die die Medien nutzende Person ja meist selbst GEZ zahlt (und ja auch im Fall der Fälle) der Nutzer ist.
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[1.1.1] Ace130 antwortet auf chrschn
08.08.2006 09:46
Benutzer chrschn schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Dem kann ich nicht zustimmen. Die ÖR sollen aus dem Internet verschwinden.
Es ändert sich doch faktisch nichts. Nur wer bislang gar kein GEZ-Gerät angemeldet hatte (und das ist die verschwindende Minderheit) fällt nun neu unter die Gebührenpflicht.

Nein!
Diesen Eindruck erweckt der Artikel zwar, aber es ist FALSCH.

Wenn ich als Privatperson bislang keinen Fernseher, wohl aber ein Radio hatte, werde ich ab 01.01. zur Zahlung der Fernsehgebühr verdonnert.

Anders wäre es nur, wenn sich die ARD mit dem Vorschlag durchsetzt, "zunächst" nur die Radiogebühr zu verlangen. Aber das halte ich für -sagen wir mal- eher unwahrscheinlich.

Grüße,

Ace130
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[2] chrschn antwortet auf chrschn
07.08.2006 20:31
Achja, und im Übrigen fällt für Privatpersonen nach wie vor die GEZ für alle genutzten Geräte nur einmal an.
Die nun eingeführte bzw. einzuführende Gebührenpflicht für Internet-PCs tangiert v.a. Firmen, Behörden (ja auch die!), Selbständige und Freiberufler.
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[2.1] tcsmoers antwortet auf chrschn
07.08.2006 20:32
Benutzer chrschn schrieb:
Achja, und im Übrigen fällt für Privatpersonen nach wie vor die GEZ für alle genutzten Geräte nur einmal an.
Die nun eingeführte bzw. einzuführende Gebührenpflicht für Internet-PCs tangiert v.a. Firmen, Behörden (ja auch die!), Selbständige und Freiberufler.

Ja und, ändert das was ? Es ist Betrug und bleibt Betrug.

peso
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[2.1.1] andreas01 antwortet auf tcsmoers
07.08.2006 20:44
Es wird hier immer non der GEZ geredet.
Warum wohl GEZ = Gebühreneinzugszentrale
nichts neues, man kann sie aber auch vergleichen mit der Post
GEZ = Post/Postbote
und jetzt gehts zur Sache

Was kann die GEZ oder der Postbote dafür das Sie einen Mahnbescheid ins Haus bringen ? Nichts

Die "Abzocke" kommt von den Medienanstalten gleich WDR, ARD ZDF
Die wollen die Gebühren!Die GEZ ist nur die Verwaltung.

Wie klingt es denn wenn man sagt der WDR war da? Die würden ihren Ruf noch weiter kaputt machen.
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[2.2] Kai Petzke antwortet auf chrschn
08.08.2006 23:10
Benutzer chrschn schrieb:

Die nun eingeführte bzw. einzuführende Gebührenpflicht für Internet-PCs tangiert v.a. Firmen, Behörden (ja auch die!), Selbständige und Freiberufler.

Sowie, wie auch schon Editorial dargestellt, Familien mit Kindern (zumindest, soweit diese eigenes Geld verdienen), evlt. zusammenlebende Paare ohne Trauschein und generell Wohngemeinschaften (wo bisher für den Fernseher im Gemeinschaftsraum nur einmal bezahlt werden musste). Auch solche Leute, die die "Glotze" abgeschafft haben, sind betroffen.


Kai
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[3] Ohrmuschel antwortet auf chrschn
07.08.2006 21:11
Benutzer chrschn schrieb:
Ich stimme dem Beitrag nur teils zu. Ich denke, dass wenn der PC als Empfangsgerät dienen kann, wie auch ein Radio oder TV-Gerät, dann sollte auch dieser Weg der Gebührenpflicht unterworfen werden. Das erst mal grundsätzlich festgehalten Die Idee mit der Vergabe von Passwort und Benutzerkennung halte ich für interessant, aber wenig praktikabel. Und dass Deutsche im Ausland die gebührenfinanzierten Sender empfangen können sollen, ist so eigentlich nicht hinnehmbar. Für diese Fälle stehen die örtlichen Medien oder die dt. Sender im Rahmen von örtlichen Pay-TV-Diensten zur Verfügung.
Auch hat die Verreitung der olympischen Winterspiele Anfang des Jahres bei ARD und ZDF gezeigt, wie es gehen kann: Übere die Ermittlung der IP des sich einwählenden Rechners ist ja eine Identifikation möglich, ob der Nutzer im Deustchland ist, oder nicht. Das macht weniger bürokratischen Aufwand, als der Versand von Kennungen, birgt aber einen ähnlich hohen Schutz.
Nun zurück zum Grundsätzlichen:
Die GEZ-Pflicht sollte an die Person, und nicht an die Situation, in der sich die Person befindet, gebunden werden. Es ist absurd, wenn eine Firma (seit wann hört denn eine Firma Radio, das machen Menschen) GEZ zahlen soll, genauso, wie ein Freiberufler die GEZ u.U. mehrfach abführen soll, auch wenn er nur einen Sender gleichzeitig konsumieren kann, egal ob nun im Büro, abends vor dem (privaten) TV oder im Auto. Die Forderung wäre also die nach einer allgemeinen "Medienabgabe" pro Person. Ausnahmen für sozial Schwache, gebunden an eine Einkommensgrenze.
Begründen lässt sich diese auch dadurch, dass aus den Mitteln der GEZ auch nicht unmittelbar ÖR-relevante Dinge bezahlt werden, bspw. die Überwachung des privaten Rundfunks.

Reformierst du den Staat gleich mit ... ;-)
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[4] Zulu antwortet auf chrschn
07.08.2006 21:28
Benutzer chrschn schrieb:

[...]
Nun zurück zum Grundsätzlichen: Die GEZ-Pflicht sollte an die Person, und nicht an die Situation, ....

Es gibt keine GEZ-Pflicht. Es gibt nur die Pflicht Rundfunkgebühren an die jeweiligen Landesrundfunkanstalten zu zahlen, sofern man Rundfunkempfänger bereit stellt.
(Siehe Rundfunkgebührengesetz)

[...]
Begründen lässt sich diese auch dadurch, dass aus den Mitteln der GEZ auch nicht unmittelbar ÖR-relevante Dinge bezahlt werden, bspw. die Überwachung des privaten Rundfunks.

Die GEZ hat keine Mittel. Die Mittel haben die jeweiligen Landesrundfunkanstalten und das ZDF. Ein gewaltiger Unterschied - gerade was die von dir angesprochene Verschwendung betrifft.

Zulu


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[4.1] bs antwortet auf Zulu
07.08.2006 22:29
Also ich meine man sollte alle Menschen in Deutschland verhaften lassen und zwar mit derselben Begründung auf der die GEZ ihre Gebühreinzug aufbaut, denn jeder ist ein potenzieller Krimineller! Egal ob die Person eine Straftat begeht oder nicht, denn theoretisch könnte diese Person ja eine Straftat begehen! Also weshalb nicht von vornherein diese Person verhaften, nicht wahr?
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[5] chb antwortet auf chrschn
08.08.2006 12:53
Benutzer chrschn schrieb:
Die Idee mit der Vergabe von Passwort und Benutzerkennung halte ich für interessant, aber wenig praktikabel.

Inwiefern? Bei jedem Datenbankdienst, den ich kostenpflichtig nutzen möchte muss ich mich anmelden, dito bei Webmaildiensten (zumindest einmal, danach kann ich ja, wenn ich faul und leichtsinnig bin, die Daten vom System speichern lassen). Allerdings wäre dann schnell klar, dass nur vielleicht 5% der Nutzer das ganze per Computer nutzen - sowas geht natürlich nicht... ;-)

Benni