Diskussionsforum
  • 28.06.2013 10:13
    arndt1972 antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Entweder kostenlos oder maximal 20 €.

    Natürlich kostenlos!
    Oder am Besten noch 100,- € Entschädigung an den illegalen Nutzer für den Schreck...
  • 28.06.2013 12:41
    sushiverweigerer antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:
    > Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > > Entweder kostenlos oder maximal 20 €.
    >
    > Natürlich kostenlos!
    > Oder am Besten noch 100,- € Entschädigung an den illegalen
    >
    Nutzer für den Schreck...

    "Illegal" ist immer eine Frage der Definition, da ich zu denjenigen gehöre, die der Auffassung sind, dass die Nutzung digitaler Daten nicht "illegal" sein kann, ist es für mich auch nicht illegal.

    Aber was solls, wer sich ein bisschen auskennt weiß, wie er sharen kann, ohne dass ihm das Kapital auf die Schliche kommen kann.
  • 28.06.2013 14:03
    arndt1972 antwortet auf sushiverweigerer
    > "Illegal" ist immer eine Frage der Definition, da ich zu
    >
    denjenigen gehöre, die der Auffassung sind, dass die Nutzung
    >
    digitaler Daten nicht "illegal" sein kann, ist es für mich auch
    >
    nicht illegal.
    >
    Natürlich, die eigene Meinung ist immer vorrangig vor Gesetzen...
    Merkst Du Dich eigentlich noch?!
  • 01.07.2013 11:20
    sushiverweigerer antwortet auf arndt1972

    > Natürlich, die eigene Meinung ist immer vorrangig vor
    >
    Gesetzen...

    Das sehen zumindest die meisten Deutschen so wie ich und halten sich nicht an Gesetze.

    Im übrigen sind unsere Gesetze nicht demokratisch legitimiert oder wirst du vorher gefragt, bevor ein Gesetz in Kraft tritt?

    Ich bin ja ein liberaler, bei mir steht die Freiheit der Bürger an 1. Stelle und nicht die Freiheit des Kapitals.

    PS: Anarchie ist die höchste Form des Liberalismus ;-).
  • 01.07.2013 12:58
    arndt1972 antwortet auf sushiverweigerer
    > Im übrigen sind unsere Gesetze nicht demokratisch legitimiert
    >
    oder wirst du vorher gefragt, bevor ein Gesetz in Kraft tritt?
    >
    Du weißt schon in welchem Land Du lebst und was für ein System wir haben, oder?!
    Selbstverständlich sind die Gesetze demokratisch legitimiert, denn die vom Volk demokratisch gewählten Vertreter haben sie gemacht. Ob sie Dir passen und/oder Deiner Meinung entsprechen ist dabei nicht relevant, denn das ist die Demokratie! Dort entscheiden Mehrheiten...
  • 01.07.2013 13:08
    sushiverweigerer antwortet auf arndt1972

    > Du weißt schon in welchem Land Du lebst und was für ein System
    >
    wir haben, oder?!

    Ja, eine lobbygesteuerte Parteiendiktatur.

    > ist dabei nicht relevant, denn das ist die Demokratie! Dort
    >
    entscheiden Mehrheiten...

    Genau: http://www.youtube.com/watch?v=Bbv6_Ze9YRw (ab 04:40)

    Die Mehrheit ist selten einverstanden mit der Politik der schwarz-gelben Krankheit.
  • 01.07.2013 13:31
    sushiverweigerer antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:
    > Im September finden Wahlen statt. Dort kann jeder mündige und
    >
    volljährige Deutsche seine Stimme abgeben und dann wird sich
    >
    eine Mehrheit ergeben...

    Genau. Ich wähle die Liberalen = die LINKE!

  • 04.07.2013 06:18
    x3Ray antwortet auf sushiverweigerer
    Na, dann ist ja klar, dass du anfangs im Thread "kostenlos" gefordert hast. Denn wo soll denn noch Geld sein, bei einer Politik und Mentalität, deren Maxime lautet: "Reichtum für alle bei gleichzeitigem Nichtstun eines jeden"?
    (Und das sind wirklich die Wahlparolen der Linken!)

    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Benutzer arndt1972 schrieb:
    > > Im September finden Wahlen statt. Dort kann jeder mündige und
    > >
    volljährige Deutsche seine Stimme abgeben und dann wird sich
    > >
    eine Mehrheit ergeben...
    >
    > Genau. Ich wähle die Liberalen = die LINKE!
    >
  • 04.07.2013 13:52
    sushiverweigerer antwortet auf x3Ray
    Benutzer x3Ray schrieb:
    > Na, dann ist ja klar, dass du anfangs im Thread "kostenlos"
    >
    gefordert hast. Denn wo soll denn noch Geld sein, bei einer
    >
    Politik und Mentalität, deren Maxime lautet: "Reichtum für alle
    >
    bei gleichzeitigem Nichtstun eines jeden"?

    Wo fordert die LINKE "gleichzeitigem Nichtstun"? Das muss mir irgendwie entgangen sein.

    Die LINKE ist die einzige Partei, die gegen die Umverteilung von unten nach oben kämpft. Und das sollte eigentlich im Interesse von 90% der Bevölkerung sein, die alle (mehr oder weniger) "unten" sind.
  • 20.08.2013 15:25
    Kai Petzke antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:

    > Die LINKE ist die einzige Partei, die gegen die Umverteilung
    >
    von unten nach oben kämpft. Und das sollte eigentlich im
    >
    Interesse von 90% der Bevölkerung sein, die alle (mehr oder
    >
    weniger) "unten" sind.

    Gut, jetzt wird es politisch, aber die Situation ist leider etwas komplexer als von "sushi" dargestellt: Es gibt ja sehr wohl auch die Umverteilung von oben nach unten über Steuern. Ein Einkommensmillionär zahlt schon alleine so viele Steuern, wie 10 oder gar 100 Mittelständler zusammen. Und für die Bürger "ganz unten" sind die Steuern sogar negativ, also der Staat gibt denen mehr (z.B. in Form von "Hartz IV", Grundsicherung, Subvention des Nahverkehrs, (fast) kostenlose Schulen für die Kinder etc. pp.) als er nimmt.

    Dennoch profitieren die "Reichen" mehr von der Umverteilung von unten nach oben, die sie vor allem durch das Besetzen von Schlüsselpositionen erzielen, als sie die Umverteilung in der anderen Richtung über Steuern kostet. Nur: Versucht man dieses Verhältnis umzudrehen, wie es die "Linke" propagiert, dann erlebt man nur eines, nämlich, dass die Reichen ganz schnell weg sind, weil sie nun mehr in den Umverteilungstopf von oben nach unten einzahlen sollen, als sie in der anderen Richtung (von unten nach oben) profitieren. Und das hat dann durchaus praktische Auswirkungen, wenn man z.B. für einen Arzttermin nach Luxemburg oder in die Schweiz fahren muss und die Krankenkassen (und damit auch die Beitragszahler) dafür noch mehr bezahlen müssen, und sich außerdem die Wartezeiten noch weiter verlängern.

    Am Ende läuft es also darauf hinaus, auch wieder eine Mauer bauen, um die "Reichen" aller Zwangsumverteilung zum Trotz im Lande zu halten.

    Das heißt jetzt nicht, dass alles so gut ist, wie es ist. Viele der genannten Schlüsselpositionen sollten regelmäßiger überprüft werden. Während Politiker sich z.B. alle vier Jahre einer Neuwahl stellen müssen, gelten z.B. Ärzte-Approbationen auf Lebenszeit und werden nur in vergleichsweise wenigen Fällen wirklich haarsträubender Fehlbehandlungen aberkannt. Zugleich wird jeder Pharmalobby-gesponsorte Pseudokongress als "Fortbildung" akzeptiert. Besser geregelt ist die Weiterbildung und kontinuierliche Überprüfung der Fähigkeiten z.B. bei Airline-Piloten, insbesondere durch jährliche Prüfungsflüge auf allen Flugzeugtypen, für die sie eine Typzulassung haben (und behalten) wollen.


    Kai
  • 20.08.2013 21:07
    Ali.As antwortet auf Kai Petzke
    > Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > > Die LINKE ist die einzige Partei, die gegen
    > >
    die Umverteilung von unten nach oben kämpft.
    > >
    Und das sollte eigentlich im Interesse von
    > >
    90% der Bevölkerung sein, die alle
    > >
    (mehr oder weniger) "unten" sind.

    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > Es gibt ja sehr wohl auch die Umverteilung von
    >
    oben nach unten über Steuern. ...
    > Und für die Bürger "ganz unten" sind die Steuern
    >
    sogar negativ, also der Staat gibt denen mehr
    >
    (z.B. in Form von "Hartz IV", Grundsicherung,
    > Subvention des Nahverkehrs, (fast) kostenlose
    >
    Schulen für die Kinder etc. pp.) als er nimmt.

    Und wie hoch veranschlagst Du den geldwerten Vorteil, den die Reichen vom Staat erhalten durch Schutz Ihres Eigentums mittels Polizei und sozialem Frieden?
    Nicht umsonst sind es bei Thomas Hobbes die Reichen, die den Gesellschaftsvertrag vorschlagen.
    Die Reichen haben viel zu verlieren: ihren Reichtum.
    Die Armen haben nichts zu verlieren als Ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. ;-)
    (Und ja, hier habe ich plagiiert - bei Karl aus Trier.)


    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > ... Versucht man dieses Verhältnis umzudrehen,
    >
    wie es die "Linke" propagiert,

    Sushi sprach zunächst einmal nicht von umdrehen, sondern nur von aufhalten.
    Und in der Tat bin auch ich der Meinung, daß eine zunehmende Spreizung der Einkommens- und Vermögensverteilung einer Gesellschaft nicht guttut.

    Für die Soziale Marktwirtschaft des "Rheinischen Kapitalismus",
    gegen den Raubtierkapitalismus der Globalisierung!


    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > dann erlebt man nur eines, nämlich, dass die
    >
    Reichen ganz schnell weg sind ...

    Wohin soll's denn gehen, Herr Petzke? ;-)
    Wußte ja gar nicht, daß man durch Teltarif reich werden kann! ;-)

    Und wie viele Reiche sind eigentlich durch die bisherige Umverteilung von unten nach oben nach Deutschland gelockt worden?

    Damit will ich sagen:
    Ob und wenn ja wie viele Reiche man verscheucht, hängt davon ab, wie sehr man ihnen die Daumenschrauben anlegt.

    Und so wie ich das verstanden habe, will die Linke übrigens nur den Superreichen an den Kragen, den Mittelstand aber entlasten ("Mittelstandsbauch abbauen").
    Ist aber auch egal, weil ja sowieso keiner mit den roten Schmuddelkindern spielen will.


    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > Am Ende läuft es also darauf hinaus, auch wieder
    >
    eine Mauer bauen, um die "Reichen" aller
    >
    Zwangsumverteilung zum Trotz im Lande zu halten.

    Das ist doch nun wirklich blanke Polemik und eines klugen Kopfes nicht würdig!

    _______________­__________­__________­_______________
    Dieser Beitrag antwortet auf:
    http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...
  • 20.08.2013 23:45
    mersawi antwortet auf Ali.As
    So ich jetzt mit einfachen Worten.
    Kai (Chef von TT) is reich...
    Kai mag keine Linken...
    Ich bin der Meinung das der Staat den Armen so viel gibt das keiner ne Revolution anzettelt.
    Auch der Monopolkapitalismus hat dazu gelernt.
    Zusätzlich zu Hartz4 gibt es noch Spiele und Ablenkung.
    Gerne wird auch auf arme Länder oder und Kontinente hingewiesen umd Angst zu schüren bzw aufrecht zu halten.
    Die Reichen werden immer reicher und bedienen sich immer schamloseren Methoden a la Thönnies in Rheda Wiedenbrück...
    Ich könnte mich echt übergeben wenn ich so was lese...
  • 21.08.2013 17:39
    Kai Petzke antwortet auf Ali.As
    Benutzer Ali.As schrieb:

    > Und wie hoch veranschlagst Du den geldwerten Vorteil, den die
    >
    Reichen vom Staat erhalten durch Schutz Ihres Eigentums mittels
    >
    Polizei und sozialem Frieden?

    Dieser Vorteil ist sehr hoch und deswegen sind Steuern gerechtfertigt. Sie müssen aber im Rahmen bleiben.

    > Und in der Tat bin auch ich der Meinung, daß eine zunehmende
    >
    Spreizung der Einkommens- und Vermögensverteilung einer
    >
    Gesellschaft nicht guttut.

    Hier sind wir uns einig.

    > Für die Soziale Marktwirtschaft des "Rheinischen Kapitalismus",

    Ich bin definitiv für die Soziale Marktwirtschaft. Die FDP ist mir am "kapitalistischen" Ende des Meinungsspektrums genauso weit weg, wie "Die Linke" am "sozialistischen" Ende.

    > gegen den Raubtierkapitalismus der Globalisierung!

    Man kann die Globalisierung nicht aufhalten. Schon die frühe Bundesrepublik hat die wichtigsten Rohstoffe (insbesondere Öl und Eisenerz) "global" eingekauft, die meisten Produkte dann hingegen "lokal" hergestellt, und einen gewaltigen Überschuss an Produkten wiederum "global" verkauft. Von diesem Prinzip leben wir bis heute sehr gut. Nur machen das Prinzip nun auch China, Indien und viele weitere Länder nach: Sie stellen gute Produkte "lokal" her und verkaufen diese dann "global". Das denen zu verbieten und die "dritte Welt" wieder rein auf die Rolle der Rohstofflieferanten zurückzudrängen, wäre noch eine Stufe schlimmer als "Raubtierkapitalismus", es wäre nämlich blanker Imperialismus nach dem Prinzip: "Unsere Arbeitnehmer sind wichtiger als Eure".

    Aber es gibt nicht nur politische, sondern auch ökonomische Argumente, sich den Herausforderungen der Globalisierung zu stärken: Wer meint, durch Zölle auf Fernost-Importe die Arbeitnehmer in Deutschland stärken zu wollen, erreicht am Ende nur einen Handelskrieg und Verluste auf beiden Seiten. Vernünftiger ist es m.E., die Arbeitnehmerrechte in den Schwellenländern zu stärken. Das verringert dann auch hierzulande den von der Globalisierung ausgelösten "Druck nach unten".

    > Und wie viele Reiche sind eigentlich durch die bisherige
    >
    Umverteilung von unten nach oben nach Deutschland gelockt
    >
    worden?

    Schauen Sie sich doch die Migrationsstatistiken und Vermögensstatistiken an, die Zahlen sind ja öffentlich: Im Durchschnitt liegen die Immigranten bei Einkommen und Vermögen gegenüber der ansässigen Bevölkerung immer noch weit zurück. Zwar sind die Immigranten im Schnitt auch "reicher" als in den Herkunftsländern, die sie verlassen haben (sie sind aus ihrer Sicht also "reich" geworden), aber sie sind eben auch ärmer als der Schnitt der Bevölkerung hier.

    In den klassischen Steueroasen (Luxemburg, Monaco, diverse Schweizer Kantone, inzwischen auch London) sieht das natürlich anders aus: Da gibt es zahlreiche richtig reiche "Wahlbürger".

    > Damit will ich sagen:
    >
    Ob und wenn ja wie viele Reiche man verscheucht, hängt davon
    >
    ab, wie sehr man ihnen die Daumenschrauben anlegt.

    Absolut!

    > Und so wie ich das verstanden habe, will die Linke übrigens nur
    >
    den Superreichen an den Kragen, den Mittelstand aber entlasten
    >
    ("Mittelstandsbauch abbauen").

    Da habe ich so meine Zweifel. In Berlin kleben Plakate der Linken: "Statt Flaschen sammeln: 1040 Euro Mindestrente". Die Grundsicherung und damit zwangsläufig auch Hartz IV mal schnell um 300 Euro monatlich anzuheben, kostet aber schlappe 36 Mrd. Euro jährlich (ich gehe von 10 MIo. Empfängern aus, die 3600 Euro jährlich mehr erhalten). Lohn- und Einkommensteuer betragen zusammen derzeit 200 Mrd. Euro, man müsste also allein für die Finanzierung der Rentnerumlage die Steuern um knapp ein Fünftel erhöhen, den Spitzensteuersatz z.B. von 47 % (inklusive Soli) auf 57%. Wenn man jetzt noch zusätzlich den "Mittelstandsbauch", also die hohe Abgabenquote für Einkommen im Bereich von 20.000 bis 40.000 €, abbauen will, dann kommt man bei 80% Steuern an, und zwar nicht nur für "Einkommensmillionäre", sondern schon ab dem oberen Mittelstand, also Einkommen ab 100.000 Euro aufwärts.

    Klar kommt jetzt immer das "Totschlagargument", für Griechenland, ESM, ESFS, Bad Banks usw. seien doch auch Milliarden da. Dem muss man aber entgegnen, dass der Staat BRD bisher nicht mal eine Million Euro an Griechenland geschenkt hat, sondern, dass es sich um Kredite handelt, die mit Zins und Zineszins zurückzuzahlen sind. Klar kann es passieren, dass am Ende die ganzen Bürgschaften auch gezogen und die Kredite nicht zurückbezahlt werden. Doch was passiert dann? Richtig, dann gibt es eine Umschuldung nach dem Griechenland-Zypern-Modell: PRIVATE Gläubiger von Staatsanleihen und Bankschulden werden dann eben nur zum Teil ausgezahlt, der Rest ist verloren. So weit eine Bank zwischenhängt, wie in Zypern passiert, wird die Bank kurzerhand abgewickelt, wenn sie durch die Abwertung der Staatspapiere in Schieflage gerät, und die Großkunden dieser Bank "schauen in die Röhre". Die Einlagen der Kleinkunden werden über den Einlagensicherungsfonds ausgezahlt, die verlieren also nichts.

    Fazit: Geht die Euro-Rettung gut, verdient Deutschland prächtig an den Zinsen, die Griechenland und Spanien zahlen müssen. Misslingt sie, werden die Lasten per europäischem Schuldenschnitt auf die "Reichen" (nämlich die Inhaber großer Guthaben von 100.000 € aufwärts) verteilt. Das ist auch gerecht, denn es ist ja vor allem deren Vermögen, das aktuell "gerettet" wird. Nur macht es in der Folge eben einen Riesen-Unterschied, ob man das Geld als Kredit an den EFSF oder als Transfer an die "Armen" verteilt.


    Kai
  • 21.08.2013 17:55
    einmal geändert am 21.08.2013 17:57
    mersawi antwortet auf Kai Petzke
    Kai...
    (Ich darf doch Du sagen ?)
    Du schreibst sooo schön das ich gar keine Angst mehr vor nix habe...
    Willste nicht in die Politik wecheseln ?
    Das bisschen TT machen dann Deine Angestellten.
    Dazu kommt das Du anhand der Fakten , welche genannt wurden, scheinbar doch noch die rosa Brille aufzuhaben scheinst...
    Ich kann zwar nicht so schön schreibe wie Du und gewisse Kausalitäten kann ich auch nicht herleiten...
    Was ich aber weiß ist folgendes (da habe ich mal in der Schule aufgepaßt,ne POS):

    Die Reicher werden immer reicher...
    Der Mittelstand (und dazu zähle ich mich, wenn auch am unteren Rand) wird immer mehr abdrücken müssen für die bornierten Politiker und deren wilder Zockerei.
    Fakt ist auch das die Lobyisten ganze Arbeit geleistet haben und leisten werden ,das die politische Richtung dahingehend tendiert uns noch mehr abzumelken.
    Schweden Nnorwegen und auch Holland machen es vor wie Kapitalimus gehen könnte (gut da ist das Bier so teuer,ein wichtiges Argument)...
    Aber dem Mittelstand , sprich den Familien läßt man da einen ganze Menge mehr zukommen.
    Solten die neuen "Schwellenländer" wie Griechenland , Spanien oder oder oder ... ihre Schulden tatsächlich zurückzahlen habe ich bestimmt nichts davon...

    Gute Reise
  • 22.08.2013 07:51
    skycab antwortet auf Kai Petzke
    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    >
    > Dieser Vorteil ist sehr hoch und deswegen sind Steuern
    >
    gerechtfertigt. Sie müssen aber im Rahmen bleiben.
    >
    Und damit Steuern und Abgaben 'im Rahmen bleiben' müsste der Spitzensteuersatz signifikant erhöht werden während geringere bis mittlere Einkommen endlich mal wirklich entlastet werden.
    Denn "[d]eutsche Gering- und Durchschnittsverdiener tragen die höchste Steuer- und Abgabenlast in ganz Europa."
    Quelle: http://www.zeit.de/online/2009/20/oecd-steuerbelastung-deutschland-ungerecht

    Allein schon die Debatte, die sich immer nur um Steuern dreht ist unfair. Das zeigt, dass die Leute, die an den Stellschrauben drehen (lassen) wollen sich für Sozialabgaben gar nicht erst interessieren. Dabei sind diese bis in mittlere Einkommensregionen für Angestellte eine vergleichbar hohe Last.
  • 23.08.2013 00:34
    Ali.As antwortet auf Kai Petzke
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort! :-)


    > Benutzer Ali.As schrieb:
    > > Für die Soziale Marktwirtschaft des "Rheinischen Kapitalismus",
    > >
    gegen den Raubtierkapitalismus der Globalisierung!

    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > Ich bin definitiv für die Soziale Marktwirtschaft.
    >
    Die FDP ist mir am "kapitalistischen" Ende
    > des Meinungsspektrums genauso weit weg,
    Puh, na dann bin ich ja beruhigt! LOL
    > wie "Die Linke" am "sozialistischen" Ende.
    > ...
    > Man kann die Globalisierung nicht aufhalten.
    > ...
    > Wer meint, durch Zölle auf Fernost-Importe die
    >
    Arbeitnehmer in Deutschland stärken zu wollen,
    >
    erreicht am Ende nur einen Handelskrieg und
    > Verluste auf beiden Seiten.
    > Vernünftiger ist es m.E., die Arbeitnehmerrechte
    >
    in den Schwellenländern zu stärken.

    Der Slogan war von mir auch als Richtungsbestimmung gemeint und nicht als konkrete Handlungsanweisung.

    Eine solche habe ich nämlich nicht.

    In Übereinstimmung mit Ihnen halte ich eine Ausweitung des Ausgleichs zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen auch auf den internationalen Rahmen für erfolgversprechender als eine Flucht in den Protektionismus.

    Nur: wie kommen wir zu einer solchen "internationalen Sozialen Marktwirtschaft"?


    Und außerdem: Globalisierung und auch Soziale Marktwirtschaft sind IMHO kein Wert an sich und kein Selbstzweck, sondern lediglich Mittel zum Zweck und müssen sich messen lassen an der Erreichung der Ziele, für die sie gedacht sind - z. B. "Wohlstand für alle" (Ludwig Erhard).

    ----------------­----------­----------­----------­------------------------

    > Benutzer Ali.As schrieb:
    > > Und so wie ich das verstanden habe, will
    > >
    die Linke übrigens nur den Superreichen
    > >
    an den Kragen, den Mittelstand aber entlasten
    > >
    ("Mittelstandsbauch abbauen").

    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > Da habe ich so meine Zweifel. In Berlin kleben
    >
    Plakate der Linken: "Statt Flaschen sammeln:
    > 1040 Euro Mindestrente".
    > ...
    > Wenn man jetzt noch zusätzlich den "Mittelstandsbauch",
    >
    also die hohe Abgabenquote für Einkommen im
    >
    Bereich von 20.000 bis 40.000 €, abbauen will,
    >
    dann kommt man bei 80% Steuern an, und zwar
    > nicht nur für "Einkommensmillionäre", sondern
    >
    schon ab dem oberen Mittelstand, also Einkommen
    >
    ab 100.000 Euro aufwärts.

    Meine Behauptung hatte ich aufgeschnappt bei einem Sommerinterview mit Gregor Gysi, an dem ich vorbeigezappt habe.

    Aber ich glaube, Sie haben Recht: Für "Die Linke" (oder zumindest für Katja Kipping) beginnen die "Superreichen" schon bei 40.000 Euro Jahreseinkommen. ;-)


    Aber egal, was "Die Linke" fordert: nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird - auch nicht und schon gar nicht bei denen:

    Erstens ist ungewiß, ob es überhaupt für Rot-Rot-Grün reichen würde (und nicht doch wieder für Schwarz-Gelb).

    Zweitens ist mehr als unwahrscheinlich, daß Rot-Grün sich überhaupt auf Rot-Rot-Grün einlassen würde (egal ob als Koalition oder als Tolerierung).

    Drittens bringt in Koalitionsverhandlungen niemand sein Programm 1:1 durch, schon gar nicht ein Juniorpartner.

    Und viertens wäre gerade "Die Linke" ganz besonders brav und handzahm - vor lauter Freude, endlich mal mitspielen zu dürfen (siehe die vorige Berliner Landesregierung).

    ----------------­----------­----------­----------­------------------------

    > > Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > > > dann erlebt man nur eines, nämlich, dass die
    > > >
    Reichen ganz schnell weg sind ...

    Das wird nicht passieren:

    Erstens sind die Reichen weder bei Steuererhöhungen ganz schnell weg, noch bei Steuersenkungen ganz schnell wieder hier.

    Und wenn doch, würde zweitens die Politik ganz schnell wieder zurückrudern,
    weil sie sich einen Massenexodus der Reichen (und der Spitzenqualifizierten) nämlich überhaupt nicht leisten kann.

    Also durchatmen und ruhig Blut bewahren: für aufgeregten Alarmismus besteht kein Grund. :-)

    _______________­__________­__________­_______________
    Dieser Beitrag antwortet auf:
    http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...
  • 01.07.2013 13:15
    Beschder antwortet auf arndt1972
    Hallo Arndt1972,

    ich bewundere deine Ausdauer, heute ist Sisyphusarbeit ein geflügeltes Wort für eine sinnlose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende.

    in diesem Sinne
    Gruß
    Beschder

  • 01.07.2013 13:52
    arndt1972 antwortet auf Beschder
    Hast recht...
    Und wer nicht mit seiner humanistischen Bildung prahlen will, der nennt es dann wohl Perlen vor die Säue werfen...
    Paßt das evtl. besser?! ;-)
  • 28.06.2013 11:42
    Kai Petzke antwortet auf sushiverweigerer
    Schwarzfahren kostet künftig auch 60 €
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Entweder kostenlos oder maximal 20 €.

    Sich beim Schwarzfahren erwischen zulassen, soll künftig auch 60 € kosten. Schwarzsaugen ist also nicht mehr so wahnsinnig viel teurer als Schwarzfahren. Umsonst wird es auch künftig weder das eine noch das andere geben.


    Kai
  • 28.06.2013 12:50
    sushiverweigerer antwortet auf Kai Petzke
    Benutzer Kai Petzke schrieb:

    > Sich beim Schwarzfahren erwischen zulassen, soll künftig auch
    >
    60 € kosten. Schwarzsaugen ist also nicht mehr so wahnsinnig
    >
    viel teurer als Schwarzfahren. Umsonst wird es auch künftig
    >
    weder das eine noch das andere geben.

    Die kostenlose Nutzung des ÖPNV wäre mal eine sehr ökologische Innovation, geht aber leider über den Horizont konservativer oder neoliberaler Politiker hinaus, dabei wird ein Großteil der ÖPNV-Kosten ohnehin schon über Steuergelder finanziert, da wäre es nur konsequent, den letzten kleinen Anteil auch noch über Steuern zu finanzieren, man könnte ja eine Zusatzsteuer auf umweltschädliche Luxusfahrzeuge einführen, die ohnehin nur die Luft verpesten und die Innenstädte verstopfen.

    Deinen letzten Satz würde ich so nicht unterschreiben, die Menschheit entwickelt sich ja zum Glück weiter und ich denke nicht unbedingt, dass die heutigen Web 2.0-Kids in Zukunft, wenn sie in die Rolle der Entscheider kommen, unbedingt ein glühender Verfechter der Anliegen der Contentindustrie sein werden. Von daher bin ich zuversichtlich dass der freie Austausch von Informationen und digitalen Inhalten in Zukunft demokratischer und barrierefreier vonstatten geht und Abzockerei irgendwann mal "outdatet" sein wird.


  • 06.07.2013 15:25
    helmut-wk antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > ... und ich denke
    >
    nicht unbedingt, dass die heutigen Web 2.0-Kids in Zukunft,
    >
    wenn sie in die Rolle der Entscheider kommen, unbedingt ein
    >
    glühender Verfechter der Anliegen der Contentindustrie sein
    >
    werden.
    >
    Vielleicht werden sie aber sich dafür entscheiden, dass jemand, der was schafft, auch dafür bezahlt wird. Also vielleicht gegen die Gema und ihre komischen Regeln, aber dafür, dass ein Musiker auch übers Netz was für seien Musik verklangen kann, wenn er meint, davon leben zu können.

    Es gibt Content, der ist das Ergebnis harter Arbeit. Gute Übersetzungen zum Beispiel. Wenn Leute, die so was herstellen, nicht anständig bezahlt werden, dann wird es irgendwann fast nur noch Schrott-Content geben - und solchen, der aus "ideologischen" Gründen von entsprechend motivierten Leuten erstellt wurde (Parteiprogramme werden vermutlich immer kostenlos angeboten ...).

    Bevor das Urheberrecht erfunden wurde, konnte es passieren, dass ein allseits beliebter Künstler in Armut starb (Mozart ist das bekannteste Beispiel), weil ihn zwar jeder spielte, aber niemand was dafür bezahlte.

    Ich sag nicht, dass alles gut ist, wie es ist - nur dass *alles* Kostenlos ist, ist im Zweifelsfall schlimmer. Jeder darf content kostenlos zur Verfügung stellen (mach ich ja auch, wenn ich auf teltarif poste ;) ), aber jeder sollte das Recht haben, für von ihm erstellten content Geld verlangen zu können.
  • 08.07.2013 12:25
    sushiverweigerer antwortet auf helmut-wk
    Benutzer helmut-wk schrieb:

    > Bevor das Urheberrecht erfunden wurde, konnte es passieren,
    >
    dass ein allseits beliebter Künstler in Armut starb (Mozart ist
    >
    das bekannteste Beispiel), weil ihn zwar jeder spielte, aber
    >
    niemand was dafür bezahlte.

    Das war dann eben "freie Marktwirtschaft" und die wollen wir ja alle oder? ;-)

    > Ich sag nicht, dass alles gut ist, wie es ist - nur dass
    >
    *alles* Kostenlos ist, ist im Zweifelsfall schlimmer. Jeder
    >
    darf content kostenlos zur Verfügung stellen (mach ich ja auch,
    >
    wenn ich auf teltarif poste ;) ), aber jeder sollte das Recht
    >
    haben, für von ihm erstellten content Geld verlangen zu können.

    Das will ich beides niemandem absprechen.

    Aber ich nehme mir die FREIHEIT, mein Geld nicht an Millionäre umzuverteilen (zu müssen) ;-).
  • 10.07.2013 12:07
    helmut-wk antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Benutzer helmut-wk schrieb:
    >
    > > Bevor das Urheberrecht erfunden wurde, konnte es passieren,
    > >
    dass ein allseits beliebter Künstler in Armut starb (Mozart ist
    > >
    das bekannteste Beispiel), weil ihn zwar jeder spielte, aber
    > >
    niemand was dafür bezahlte.
    >
    > Das war dann eben "freie Marktwirtschaft" und die wollen wir ja
    >
    alle oder? ;-)
    >
    Mir ist soziale Marktwirtschaft lieber.
  • 25.07.2013 12:36
    Finio antwortet auf helmut-wk
    Benutzer helmut-wk schrieb:
    > Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > > Das war dann eben "freie Marktwirtschaft" und die wollen wir ja
    > >
    alle oder? ;-)
    > >
    > Mir ist soziale Marktwirtschaft lieber.

    Soziale Marktwirtschaft heißt doch:
    Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren.
    Wenn dir das lieber ist ...
  • 27.07.2013 08:07
    helmut-wk antwortet auf Finio
    Benutzer Finio schrieb:
    >
    > Soziale Marktwirtschaft heißt doch:
    > Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren.
    >
    Du solltest nicht alles glauben, was die FDP erzählt. Als die FDP noch F.D.P. hieß, war soziale Marktwirtschaft ein System, in dem die Starken die Schwachen unterstützten.

    Wobei es natürlich relativ einfach ist, so ein System zu führen, wenn die Wirtschaft brummt und jeder, der arbeiten will, auch (gutbezahlte!) Arbeit bekommt. Trotzdem ist es nicht ok, wenn seit der Wiedervereinigung die soziale Marktwirtschaft immer mehr abgeschafft wird, ganz nach dem oben zitierten Motto.

    PS: ... und natürlich ist es nicht nur die FDP, auch auch z.B. Rot-Grün mit den Hartz-Reformen, die an der Abschaffung arbeiten.
  • 20.08.2013 13:38
    skycab antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:

    >
    > Die kostenlose Nutzung des ÖPNV wäre mal eine sehr ökologische
    >
    Innovation, geht aber leider über den Horizont konservativer
    >
    oder neoliberaler Politiker hinaus, dabei wird ein Großteil der
    >
    ÖPNV-Kosten ohnehin schon über Steuergelder finanziert, da wäre

    Was passiert, wenn ÖPNV von produktiven Mitgliedern dieser GEsellschaft gebraucht wird, kann man in Rhein-Main sehen. Die S-bahn ist höchst profitabel, die Züge in gutem Zustand, der Anteil von Asozialen im Berufsverkehr gering.
    Was passiert, wenn jeder gratis mitfährt, weil er es nicht einsieht zu zahlen, kann man sehr schön in Berlin sehen. Die S-Bahn ist höchst defizitär, unzuverlässig und im Anzug fällt man selbst im Berufsverkehr auf.


    > es nur konsequent, den letzten kleinen Anteil auch noch über
    >
    Steuern zu finanzieren, man könnte ja eine Zusatzsteuer auf
    >
    umweltschädliche Luxusfahrzeuge einführen, die ohnehin nur die
    >
    Luft verpesten und die Innenstädte verstopfen.
    >
    Ich finde die Berechnung eines Nutzungsentgelts eine wunderbare Möglichkeit die Benutzung schöner ÖPNV-Verkersmittel durch Leute, die die Sitze vollschmieren und Fahrgäste belästigen jedenfalls noch untersagen zu können ohne dass es heißt man diskriminiert Minderheiten.
    Was mir insofern gefällt ist die in Hamburg übliche Gebühr für die Benutzung des Bahnsteigs, wenn man keine Fahrkarte hat.
    Und jeder wird mir zustimmen, dass Hamburg eine wunderschöne deutsche Stadt ist.


    > Deinen letzten Satz würde ich so nicht unterschreiben, die
    >
    Menschheit entwickelt sich ja zum Glück weiter und ich denke
    >
    nicht unbedingt, dass die heutigen Web 2.0-Kids in Zukunft,
    >
    wenn sie in die Rolle der Entscheider kommen, unbedingt ein
    >
    glühender Verfechter der Anliegen der Contentindustrie sein

    Die Contentindustrie? Willst du damit andeuten, dass der gemeine Gratisnutzer groß unterscheidet zwischen der bösen Content-Industrie und dem unterstützenswerten selbstständigen Musiker?
    Wenn die Contentindustrie so böse ist, warum muss man dann deren Filme und Musik stehlen? Warum konsumiert man alternativ nicht WErke von unabhängigen Künstlern. Mithin solche Musik und Filme, die nicht selten sogar günstiger bishin zu kostenlos sind?

    > werden. Von daher bin ich zuversichtlich dass der freie
    >
    Austausch von Informationen und digitalen Inhalten in Zukunft
    >
    demokratischer und barrierefreier vonstatten geht und
    >
    Abzockerei irgendwann mal "outdatet" sein wird.
    >
    Ich bin überzeugt davon, dass ein weitghehend unbeschränkter Austausch von Informationen legitim ist.
    Mit diesem Ansinnen aber Diebstahl von geistigem Eigentum zu legitimieren ist mindestens genauso dümmlich wie die durch die Rechteinhaber propagierte Stilisierung von Gratisnutzern zu Raubkopierern und Verbrechern.

    Jeder der für digitale Inhalte nicht zahlen will, sollte einfach ehrlich zu sich selbst sein. Er ist in den meisten Fällen ein armes Schwein, der auch sonst im Leben nach dem Geizprinzip lebt. Jemand der gerne nimmt und ungern gibt. Mithin ein Unsozialer. Nicht so asozial zwar wie die Leute, die öffentliches Eigentum zerstören in der S-Bahn, aber auch nicht so nobel wie die Freiheitskämpfer, als die sie sich in ihrer verzerrten Selbstdarstellung zeichnen.
  • 20.08.2013 14:54
    sushiverweigerer antwortet auf skycab
    Benutzer skycab schrieb:

    > Was passiert, wenn ÖPNV von produktiven Mitgliedern dieser
    >
    GEsellschaft gebraucht wird, kann man in Rhein-Main sehen. Die
    >
    S-bahn ist höchst profitabel, die Züge in gutem Zustand, der
    >
    Anteil von Asozialen im Berufsverkehr gering.

    Du fährst also nicht mit der S-Bahn dort? Irgendwie beruhigend.
  • 20.08.2013 20:18
    Ali.As antwortet auf skycab
    > Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > > Die kostenlose Nutzung des ÖPNV wäre mal
    > >
    eine sehr ökologische Innovation, geht aber
    > >
    leider über den Horizont konservativer oder
    > >
    neoliberaler Politiker hinaus, dabei wird
    > >
    ein Großteil der ÖPNV-Kosten ohnehin schon
    > >
    über Steuergelder finanziert

    Benutzer skycab schrieb:
    > Was passiert, wenn ÖPNV von produktiven
    >
    Mitgliedern dieser GEsellschaft gebraucht wird,
    >
    kann man in Rhein-Main sehen. Die S-bahn ist
    >
    höchst profitabel, die Züge in gutem Zustand,
    >
    der Anteil von Asozialen im Berufsverkehr gering.
    >
    Was passiert, wenn jeder gratis mitfährt, weil er
    >
    es nicht einsieht zu zahlen, kann man sehr schön
    >
    in Berlin sehen. Die S-Bahn ist höchst defizitär,
    >
    unzuverlässig und im Anzug fällt man selbst im
    >
    Berufsverkehr auf.


    Wie das, wenn die von Dir so bezeichneten "Asozialen" doch - zumindest während des morgendlichen Berufsverkehrs - noch faul im Bett rumlümmeln und ihren Rausch ausschlafen? ;-)

    Aber Du hast da was falsch völlig verstanden: Der ÖPNV ist *für* die von Dir so bezeichneten "Asozialen" da, denn mit was sollen die denn sonst fahren? Etwa mit dem Viehwaggon nach Auschwitz, oder was?


    Wahre Asozialität liegt übrigens im Geiste und läßt sich mit keinem noch so teuren Anzug bemänteln.

    Insofern hast Du Glück und mußt nicht das "Skycab" nehmen.


    P. S.:
    Vandalismus und schlechtes Benehmen im ÖPNV finde ich auch zum Kotzen.

    _______________­__________­__________­_______________
    Dieser Beitrag antwortet auf:
    http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...
  • 20.08.2013 23:37
    mersawi antwortet auf Ali.As
    Sach ma Ali.AS bist Du im Knast und kannst nur surfen wenn Du Freigang hast ? (das war als Scherz gedacht,für alle die sich jetzt gerade über das von mir Geschriebene aufregen).
    Er schreibt aber auch wirklich unregelmäßig.
    So jetzt zum Thema... Ich mag normale Menschen im Zug welche sich zu benehmen wissen.
    Auch sozial Schwachen sollte die Möglichkeit gegeben werden zu reisen. Alkohol im Zug geht nur wenn ich ihn trinken darf...
  • 21.08.2013 08:58
    skycab antwortet auf Ali.As
    Benutzer Ali.As schrieb:

    > Wie das, wenn die von Dir so bezeichneten "Asozialen" doch -
    >
    zumindest während des morgendlichen Berufsverkehrs - noch faul
    >
    im Bett rumlümmeln und ihren Rausch ausschlafen? ;-)

    Nachmittags haben sie dann meist ausgeschlafen. Das Jobcenter vergibt gern frühe Termine. Begegnungsmöglichkeiten gibts auch in den Hauptpendelzeiten genug, vielleicht sogar zu viel.
    >
    > Aber Du hast da was falsch völlig verstanden: Der ÖPNV ist
    >
    *für* die von Dir so bezeichneten "Asozialen" da, denn mit was
    >
    sollen die denn sonst fahren? Etwa mit dem Viehwaggon nach
    >
    Auschwitz, oder was?

    Nein, das stimmt nicht. Seit wann sind Leute, die vandalieren und randalieren sowie am besten noch andere Mitbürger verdreschen die explizite Zielgruppe von öffentlichen Dienstleistungen?
    Es ist eine romantische Vorstellung, dass Asoziale eigentlich ganz ok sein. Und wer behauptet es sei asozial zu vandalieren und zu randalieren - das andere dann die Behebung der Schäden zahlen müssen versteht sich fast von selsbt - ist dann gleich ein verkappter Rechter. Schöne neue Welt!
    Um mal zum Augangspunkt dieser Diskussion zurückzukommen, möchte ich darauf hinweisen, dass es nur darum ging zu argumentieren, warum man den ÖPNV nicht gleich gratis anbietet. Ich habe einige Gründe genannt.


  • 23.08.2013 00:49
    Ali.As antwortet auf skycab
    Benutzer skycab schrieb:
    > Es ist eine romantische Vorstellung, dass Asoziale
    >
    eigentlich ganz ok sei[e]n.

    ... die ich aber gar nicht teile.


    Aber von mir aus können wir uns gerne darauf einigen, daß ein Mißverständnis vorliegt.

    Das ist dadurch entstanden, daß Du die "Asozialen" in Kontrast gesetzt hast zu den "produktiven Mitgliedern dieser Gesellschaft" "im Anzug" (http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...), was den Schluß nahelegt, daß Du all diejenigen zur ersten Gruppe zählst, die nicht zur zweiten Gruppe gehören.

    Also besser beim nächsten Mal glasklar machen, daß Du mit dem Begriff "die Asozialen" nur Vandalen und Randalierer (http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...) meinst;
    oder vielleicht noch besser: gleich ganz auf den Begriff verzichten.

    > > Benutzer skycab schrieb:
    > > > Was passiert, wenn ÖPNV von produktiven
    > > >
    Mitgliedern dieser GEsellschaft gebraucht wird,
    > > >
    kann man in Rhein-Main sehen. Die S-bahn ist
    > > >
    höchst profitabel, die Züge in gutem Zustand,
    > > >
    der Anteil von Asozialen im Berufsverkehr gering.
    > > >
    Was passiert, wenn jeder gratis mitfährt, weil er
    > > >
    es nicht einsieht zu zahlen, kann man sehr schön
    > > >
    in Berlin sehen. Die S-Bahn ist höchst defizitär,
    > > >
    unzuverlässig und im Anzug fällt man selbst im
    > > >
    Berufsverkehr auf.

    Die S-Bahn in Berlin ist übrigens nicht deshalb so im A...llerwertesten,
    - weil (angeblich) so viele schwarzfahren, *)
    - sondern weil Gerd Schröders Spezi Mehdorn sie in Vorbereitung des damals geplanten Börsengangs der Bahn systematisch kaputtgespart hat und konsequent auf Verschleiß fahren ließ.


    *)
    Fahrkarten für die Berliner S-Bahn (die der Bahn AG gehört) kann man nämlich nicht nur an deren Verkaufsstellen bekommen, sondern auch bei der BVG (dem Betreiber der Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen, der dem Land Berlin gehört).
    Und regelmäßig finden Fahrgastzählungen statt und werden die Fahrkartenerlöse dann entsprechend aufgeteilt, damit jeder Verkehrsträger den Anteil bekommt, der ihm zusteht.

    _______________­__________­__________­_______________
    Dieser Beitrag antwortet auf:
    http://www.teltarif.de/forum/s14405/157-...