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Nicht nachvollziehbar


07.07.2004 15:12 - Gestartet von senderliste
Also die Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen.
Das diese Wegelagerer nervig sind ist klar.

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden. Bei diesen Waren werden ebenfalls versucht mir die aufzuschwatzen.
Doch schlimmer finde ich, daß hier an der Mündigkeit des Bürgers gezweifelt wird und dann lieber etwas verboten wird.
Ich kann gut selber entscheiden, ob ich soetwas will oder nicht.
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[1] REMchen antwortet auf senderliste
07.07.2004 15:21
Benutzer senderliste schrieb:
Also die Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Das diese Wegelagerer nervig sind ist klar.

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden. Bei diesen Waren werden ebenfalls versucht mir die aufzuschwatzen. Doch schlimmer finde ich, daß hier an der Mündigkeit des Bürgers gezweifelt wird und dann lieber etwas verboten wird. Ich kann gut selber entscheiden, ob ich soetwas will oder nicht.

Volle Zustimmung!

Dann müssten auch z.B. Passantenbefragungen von Marktforschungsinstituten oder Wählerumfragen verboten werden, die man zumindest hier in Hannover wesentlich häufiger sieht als die Preselection-Fritzen.

Typisch deutsche Entscheidung. Kein Wunder, dass das Wort "verboten" eins der bekanntesten deutschen Wörter ist weltweit (neben sch****e und fi**en).

REMchen
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[2] baesserWisser antwortet auf senderliste
07.07.2004 15:54
Benutzer senderliste schrieb:
Also die Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Das diese Wegelagerer nervig sind ist klar.

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden.

so weit ich weiss, ging es vor allem darum "nebenbei" angequatscht zu werden - ohne das erkennbar ist, dass dir wer was verkaufen will

[Das gezielte individuelle Ansprechen von Passanten im öffentlichen Verkehrsraum zu Werbezwecken stellt sich grundsätzlich, insbesondere wenn der Werbende als solcher nicht erkennbar ist, als wettbewerbswidrig dar.]

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/
document.py?Gerich­t=bgh&Art=­en&Datum=A­ktuell&Sort=12288&
client=10&nr=296­39&pos=8&anz=505


gruß
b.w.
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[3] handyfunky antwortet auf senderliste
07.07.2004 16:40
Benutzer senderliste schrieb:
Also die Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Das diese Wegelagerer nervig sind ist klar.

Mich stören viel mehr die Falschparker auf Radfahrwegen!

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden. Bei diesen Waren werden ebenfalls versucht mir die aufzuschwatzen. Doch schlimmer finde ich, daß hier an der Mündigkeit des Bürgers gezweifelt wird und dann lieber etwas verboten wird. Ich kann gut selber entscheiden, ob ich soetwas will oder nicht.

Viel wichtiger ist für mich die Frage ,warum nur Pre_Selection.Heute bin ich innerhalb von 5 Min.2 mal angesprochen worden zwecks Vertrag bei Arcor bzw.Hansenet.
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[4] omo antwortet auf senderliste
08.07.2004 08:51
Benutzer senderliste schrieb:

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden.

Auf welches Urteil beziehst du dich denn konkret? Also in welchem Urteil von welchem Gericht wurde entschieden, dass das zulässig sei?

Doch schlimmer finde ich, daß hier an der Mündigkeit des Bürgers gezweifelt wird und dann lieber etwas verboten wird.

Au, die Mündigkeitskeule. Mal ne andere Frage: Was hast du denn dagegen, dass es verboten wird, außer diesem lächerlichen Totschlagargument?
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[4.1] senderliste antwortet auf omo
08.07.2004 10:52
Benutzer omo schrieb:
Benutzer senderliste schrieb:

Doch warum wird bei Pre-Selection im Gegensatz zu Staubsaugern, Zeitungsabos oder Billig-Kosmetikprodukten, die an Ständen im Einkaufszentrum dargeboten werden anders entschieden.

Auf welches Urteil beziehst du dich denn konkret? Also in welchem Urteil von welchem Gericht wurde entschieden, dass das zulässig sei?

Ich habe mir das Urteil mal durch gelesen. Legt man es hart aus, so ist auch der Stand der Tageszeitung erlaubt, aber ansprechen darf mich keiner mehr etc. Es kann auch auf andere Werbestände außerhalb des TK-Bereich angewand werden. Im Artikel von teltarif wurde der Eindruck erweckt, daß es sich lediglich um Pre-Selection-Werbung handelt.
So hat der pinke Riese wiedermal was gefunden, um Mitbewerbern das Leben zu erschweren. Warum muß das sein? Die Telekom muß anscheinend mit solchen Waffen kämpfen, um ihre Kunden zu behalten. Scheut man den qualitativen Konkurenzkampf?

Doch schlimmer finde ich, daß hier an der Mündigkeit des Bürgers gezweifelt wird und dann lieber etwas verboten wird.

Au, die Mündigkeitskeule. Mal ne andere Frage: Was hast du denn dagegen, dass es verboten wird, außer diesem lächerlichen Totschlagargument?

Läßt du immer andere für die entscheiden? Anscheinend ja. Das hatten wir alles schon mal. Also ich kann das gut für mich selbst, ob ich die Dienstleistung oder die angebotenen Sachen benötige oder nicht. Das stört mich. Ich möchte für selbst entscheiden und nicht bei solchen offensichtlich banalen Dingen auch noch gegängelt werden. Doch die Richter haben daran in diesem Fall wiedermal nicht gedacht. Leider all zu typisch.

Hab ich aber auch schon geschrieben.

Außerdem handelt es sich bei dem Artikel um einen Füller des Sommerloch. Das Urteil ist vom 1.4.2004 und kein Aprilscherz.
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[4.1.1] omo antwortet auf senderliste
08.07.2004 14:53
Benutzer senderliste schrieb:

Ich habe mir das Urteil mal durch gelesen. Legt man es hart aus, so ist auch der Stand der Tageszeitung erlaubt, aber ansprechen darf mich keiner mehr etc.

Eben, das Lesen klappt doch.

So hat der pinke Riese wiedermal was gefunden, um Mitbewerbern das Leben zu erschweren. Warum muß das sein? Die Telekom muß anscheinend mit solchen Waffen kämpfen, um ihre Kunden zu behalten. Scheut man den qualitativen Konkurenzkampf?

Das heißt, du sprichst der Telekom das Recht ab, Gerichte in Anspruch zu nehmen? Naja, ich wills mal so formulieren: Lebst du vielleicht im falschen Land?

Läßt du immer andere für die entscheiden? Anscheinend ja. Das hatten wir alles schon mal.

Ui, so einer Argument hat er auch drauf. Du bist schon selten armselig. Aber dafür gibt's ja Gottseidank schon ein Law, und damit bist du raus.

Also ich kann das gut für mich selbst, ob ich die Dienstleistung oder die angebotenen Sachen benötige oder nicht.

Und welchen Zusammenhang siehst du zwischen diesen Forderungen und dem Urteil? Das heißt du kannst zwar das Urteil lesen (denn darum geht es um das Ansprechen, nicht um den Bezug der Ware), aber verstehen kannst du es nicht.

Das stört mich. Ich möchte für selbst entscheiden und nicht bei solchen offensichtlich banalen Dingen auch noch gegängelt werden.

Warum genau zwingt dich dieses Urteil, nicht auf diese Promoter zuzugehen und dich zulabern zu lassen? Bist du so blöd oder tust du nur so?

Außerdem handelt es sich bei dem Artikel um einen Füller des Sommerloch. Das Urteil ist vom 1.4.2004

Das heißt, wenn man nicht innerhalb einer bestimmten Zeit eine Meldung veröffentlicht, dann sollte man es nicht mehr tun?

Man liest hier ja schon ziemlich viel Befremdliches, aber so dümmlich ist es doch selten. EOD hier für mich.
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[4.1.1.1] senderliste antwortet auf omo
08.07.2004 17:34
Das die Meinungsfindung ein fließender Prozeß ist ist anscheinend nicht allen klar. Wenn Informationen fehlen, weil sie vorenthalten werden, dann daraus ein falsche Meinung entsteht, dies werfe ich teltarif in diesem Fall vor.

Das alle Menschen andere Meinungen habe ist manchen auch nicht klar. Das man diese respektieren sollte und man nur sachlich darüber diskutieren kann anscheinend auch nicht allen. Aroganz ist überall.

Wer andere beleidigt zeigt damit nur seinen niedrigen Horizont.
Wenn ein Artikel unter News o.ä. steht, dann darf er nicht drei Monate alt sein.

Darum ist hier Sendeschluß <