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Englisch WIRD Weltsprache...


07.06.2004 13:58 - Gestartet von Mobilelch
So was kann echt nur ein Deutscher oder jemand aus dem Englischsparchigem Raum von sich geben.

Die Sprache eines Landes ist meistens auch sehr eng mit der Kultur und der Identitaet der Bevölkerung verknüpft, geht die Sprache verlorgen geht die ganze Kultur mit über den Jordan.

Wenn du in Frankreich, Spanien oder der Türkei jemandem erzaehlst, dass er sich demnaechst nur noch auf Englisch mit seinem Geegenüber unterhalten wird wirst du nur auf unglaeubiges Kopfschütteln stossen......

Ich bewundere wirklich die Franzosen, wie sie ihre eigene Sprache von Angizismen freihalten.

Den Deutschen hingegen reichen die echten Aglizismen schon nicht mehr.... Sie brauchen auch noch unechte, wie das H A N D Y zeigt...

Beste Grüsse
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[1] GKr antwortet auf Mobilelch
07.06.2004 14:32
Benutzer BastiUK schrieb:
Benutzer Mobilelch schrieb:
So was kann echt nur ein Deutscher oder jemand aus dem Englischsparchigem Raum von sich geben.

Deutscher? Ja, bin ich, aber ich wäre lieber Engländer.

Wie kann man als Deutscher nur freiwillig Engländer sein wollen? ;-)



Wenn du in Frankreich, Spanien oder der Türkei jemandem erzaehlet, dass er sich demnaechst nur noch auf Englisch meit seinem Geegenüber unterhalten wird wirst du nur auf unglaeubiges Kopfschütteln stossen......

Das würde ich nie tun. Das hat ja auch keiner gesagt. Wer redet davon, dass bald überall nur noch Englisch gesprochen wird? Ich ganz bestimmt nicht. Jedes Land soll sich seine eigene Sprache und Kultur erhalten, das befürworte ich sehr.
Telekommunikationsunternehmen operieren jedoch meistens weltweit und daher werden sie sich dem Englischen nicht entziehen können. Und das finde ich richtig. Englisch sorgt nicht nur für Verwirrung, als Weltsprache fördert sie die Verständigung.

Das stimmt schon zum Teil, was Du sagst: TK-Unternehmen agieren weltweit. Und die intern wird dort üblicherweise auch englisch gesprochen und kommuniziert. Wenn ich wichtige Memos vom Carrier bekomme, dann möchte ich sie a) sofort und zum anderen möchte ich die Informationen darin nicht von einem Übersetzer interpretiert wissen. Ich lese sie lieber im Original und interpretiere sie selbst.
Etwas anderes ist jedoch die Aussen-Darstellung. Die Anglizismen werden herangezogen, um dem Produkt und dem Image der Firma einen internationalen Flair zu geben. Das war ein Trend in der Werbung, der sich - meine ich zu beobachten - langsam umkehrt. Aus meiner Branche: Die Leute wollen telefonieren und sparen - und das kann man in der deutschen Sprache besser rüberbringen, wenn man diese TK-Dienstleistung in Deutschland anbietet - weil man damit näher am Kunden ist.


Ich bewundere wirklich die Franzosen, wie sie ihre eigene Sprache von Angizismen freihalten.

Das können sie gerne machen. Es ist und bleibt aber ein hoffnungsloser Versuch. Wenn eine Sprache wirklich stark an die Kultur eines Landes gebunden ist, braucht sich kein Land um seine Sprache Sorgen machen. Unter den Sprachen herrscht - wie in der Natur - eine natürliche Selektion. Mit anderen Worten: Die am besten angepasste Sprache wird überleben. Philosophen können jetzt über Moral streiten. Ich denke, die "linguistische Evolution" hat ihre Berechtigung. Und die englische Sprache erweist sich als die Tüchtigste("survival of the fittest"). Da schaue man auch mal in die internationale Forschung, den Flugverkehr etc.

Den Deutschen hingegen reichen die echten Aglizismen schon nicht mehr.... Sie brauchen auch noch unechte, wie das H A N D
Y zeigt...

korrigiere: Der deutschen Werbe-Wirtschaft...
Ich kenne immer mehr Leute, die zwar selbst fließend englisch sprechen, sich jedoch bemühen, Anglizismen im täglichen Wort zu vermeiden.

"Handy" ist kein unechter Anglizismus sondern lediglich eine Scheinentlehnung. "Showmaster" ist hingegen ein "unechter" Anglizismus, da es ihn in der englischen Sprache nicht gibt (der Engländer/Amerikaner würde "host" sagen).

Wirklich? Das wusste ich gar nicht und hätte gefühlsmäßig genau anders herum getippt.. Kennst Du noch mehr solcher Beispiele? Finde ich interessant.
Ich bin übrigens mehr oder weniger Autodidakt. Bei meinem ersten Aufenthalt in den USA holten mich amerikanische KollegInnen vom Hotel ab. Ich wollte noch kurz duschen und war leicht verstört über die Reaktion der Amerkaner auf mein saloppes "First I'll take a douche."


Beste Grüsse
Ebenso.
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[1.1] cyberhase antwortet auf GKr
07.06.2004 14:59
Hmm
douche = die Intimdusche
to douche = spülen
nasal douche [med.] = die Nasenspülung

naja ich denke shower ist keine so unbekannte Vokabel, aber mein english ist auch bei weitem nicht perfekt :)

Das erinnert mich ein bischen an die weißbierwerbung im Fernsehen...
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[1.2] Our Strange Language
Keks antwortet auf GKr
08.06.2004 18:09
Warum Englisch nicht als Weltsprache geeignet ist...

----------------­----------­----------­-----------------------
Our Strange Language

When the English tongue we speak,
Why is 'break' not rhymed with 'freak'?
Will you tell me why it is true
We say 'sew' but likewise 'few';
And the maker of a verse
Can not cap his 'horse' with 'worse'?
'Beard' sounds not the same as 'heard';
'Cord' is different from 'word';
Cow is 'cow', but low is 'low';
'Shoe' is never rhymed with 'foe'.
Think of 'hose' and 'dose' and 'lose';
And think of 'goose' and yet of 'choose'.
Think of 'comb' and 'tomb' and 'bomb';
'Doll' and 'roll' and 'home' and 'some',
And since 'pay' is rhymed with 'say',
Why not 'paid' with 'said', I pray?
We have 'blood' and 'food' and 'good';
'Mould' is not pronounced like 'could'.
Wherefore 'done' but 'gone' and 'lone'?
Is there any reason known?
And, in short, it seems to me
Sounds and letters disagree.
----------------­----------­----------­-----------------------

Und noch ein Ähnliches, wobei das Erste besser ist:

----------------­----------­----------­-----------------------
English is tough stuff!

English is tough stuff!
Dearest creature in creation,
study English pronunciation.
I will teach you in my verse
sounds like corpse, corps, horse, and worse.
I will keep you, Suzy, busy,
make your head and heart grow dizzy.
Tear in eye, your dress will tear,
so shall I! Oh hear my prayer.
When you correctly say croquet.
rounded, wounded, grieve and sleeve,
scenic, Arabic, pacific,
science, conscience, scientific,
tour, but our, and succour, four,
gas and alas and Arkansas.
Sea, idea, guinea, area,
psalm, Maria, but malaria;
youth, south, southern, cleanse and clean,
neither does devour with clangour;
soul but foul, and gaunt but aunt,
font, front, wont; want, grand and grant;
shows, goes, does; now first say finger,
and then singer, ginger, linger;
real, zeal, mauve, gauze, and gauge,
marriage, foliage, mirage, age.
Query does not rhyme with very,
neither does fury sound like bury,
dost, lost, post and doth, cloth, loth,
job, Job, bosom, oath;
though the difference seems little,
we say actual but victual;
refer does not rhyme with "deafer,"
foeffer does, and zephyr, heifer;
dull bull; and George, ate, late;
mint, pint, senate and sedate,
barn but earn, and wear and tear
do not rhyme with "here" and "ere."
Seven is right, but so is even,
hyphen, roughen, nephew, Stephen;
monkey, donkey, clerk and jerk,
ask, grasp, wasp; and cork and work;
doctrine, turpentine, marine;
dandelion with battalion;
sally with ally, yea, ye,
eye, I, ay, aye, whey, key, quay;
pronunciation -- think of Psyche!
Is a paling stout and spikey?
Won't it make you lose your wits
writing groats and saying grits!
----------------­----------­----------­-----------------------

Liebe Grüße, Keks. :o)
www.blitztarif.de
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[1.2.1] Keks antwortet auf Keks
08.06.2004 18:49
Benutzer BastiUK schrieb:
Die Eignung des Englischen, Weltsprache zu werden, liegt eindeutig in ihrer klaren, einfachen grammatikalischen Struktur und Ihrer Wortbildungslogik.

*lach* So einfach ist die engl. Grammatik auch wieder nicht.

Da fällt selbst die Tatsache, dass die Aussprache nicht immer der Logik folgt, nicht schwer ins Gewicht. (Außerdem finde ich, dass eben die Ausnahmen einer Sprache Ihren Charme geben.)

Aber nicht, wenn die Ausnahmen zur Regel werden.

Kennst du eine Sprache, deren Wortbildung so streng logisch ist wie die der englischen Sprache? Dabei sollte sie auch noch so einfache grammatikalische Strukturen aufweisen.

Esperanto
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[1.2.1.1] Keks antwortet auf Keks
08.06.2004 20:50
Benutzer BastiUK schrieb:
Esperanto lasse ich in Bezug auf Einfachheit und Klarheit gelten. Aber als Weltsprache wohl eher eine Träumerei! Wie viele Esperantisten gibt es? Ganz optimistisch geschätzt vielleicht 15 Millionen.

Optimistisch, in der Tat.

Wie viele Muttersprachler? 0? Dem stehen allein ca. 360 Mio. englische "native speakers" gegenüber. Und nicht zu vergessen das Chinesische mit seinen rund 1000 Muttersprachlern. Esperanto ist ein toller Versuch, aber wirkliche Chancen, Weltsprache zu werden hat eine Kunstsprache wohl nicht.

Um die Chancen ging es ja nicht.

Außerdem: Wie sieht es mit dem Wortschatz des Englischen aus? Da kann auch Esperanto nicht mithalten.

Da frage ich mal meinen Sprachwissenschaftler.

Liebe Grüße, Keks.
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[1.2.2] GKr antwortet auf Keks
08.06.2004 19:12
Benutzer BastiUK schrieb:
Die Eignung des Englischen, Weltsprache zu werden, liegt eindeutig in ihrer klaren, einfachen grammatikalischen Struktur und Ihrer Wortbildungslogik. Da fällt selbst die Tatsache, dass die Aussprache nicht immer der Logik folgt, nicht schwer ins Gewicht. (Außerdem finde ich, dass eben die Ausnahmen einer Sprache Ihren Charme geben.)

Kennst du eine Sprache, deren Wortbildung so streng logisch ist wie die der englischen Sprache? Dabei sollte sie auch noch so einfache grammatikalische Strukturen aufweisen. Und wenn eben möglich, sollte sie mit dem enormen Wortschatz der englischen Sprache mithalten können, die ihr gerade ihre einmalige Ausdrucksfähigkeit erlaubt. Nicht umsonst verwendet die internationale Wissenschaft und Forschung die englische Sprache. Kaum eine andere erlaubt es, sich so nuancenreich auszudrücken.

Also nichts gegen Englisch als Weltsprache, schon gar keine Kritik an Deinen vorhandenen grossen Kenntnissen selbiger. Aber Englisch ist nicht deshalb Weltsprache, weil sie von der internationalen Wissenschaft und Forschung verwendet wird.
Englisch ist die Weltsprache, weil es die Sprache der einzigen wirklichen Weltmacht der letzten 100 Jahre ist. Das muss man doch sagen dürfen, ohne als anti-amerikanisch zu gelten.
GKr
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[1.2.2.1] Sir John antwortet auf GKr
08.06.2004 20:52
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer BastiUK schrieb:
Die Eignung des Englischen, Weltsprache zu werden, liegt eindeutig in ihrer klaren, einfachen grammatikalischen Struktur und Ihrer Wortbildungslogik. Da fällt selbst die Tatsache, dass die Aussprache nicht immer der Logik folgt, nicht schwer ins Gewicht. (Außerdem finde ich, dass eben die Ausnahmen einer Sprache Ihren Charme geben.)

Kennst du eine Sprache, deren Wortbildung so streng logisch ist wie die der englischen Sprache? Dabei sollte sie auch noch so einfache grammatikalische Strukturen aufweisen. Und wenn eben möglich, sollte sie mit dem enormen Wortschatz der englischen Sprache mithalten können, die ihr gerade ihre einmalige Ausdrucksfähigkeit erlaubt. Nicht umsonst verwendet die internationale Wissenschaft und Forschung die englische Sprache. Kaum eine andere erlaubt es, sich so nuancenreich auszudrücken.

Also nichts gegen Englisch als Weltsprache, schon gar keine Kritik an Deinen vorhandenen grossen Kenntnissen selbiger. Aber Englisch ist nicht deshalb Weltsprache, weil sie von der internationalen Wissenschaft und Forschung verwendet wird. Englisch ist die Weltsprache, weil es die Sprache der einzigen wirklichen Weltmacht der letzten 100 Jahre ist. Das muss man doch sagen dürfen, ohne als anti-amerikanisch zu gelten.

Weltmacht war lange Zeit das Vereinigte Königreich. Natürlich hat die amerikanische Dominanz in Wissenschaft und Forschung dazu beigetragen, daß Latein durch Englisch ersetzt wurde. Englisch ist also ein "kultureller Industriestandard". Und jeder, der ein Häppi Miel bestellt, verfestigt die "Marktmacht" des Englischen. (Was würde die Bedienung sagen, wenn man eine glückliche Mahlzeit bestellen würde?) Unabhängig von der Kolonialgeschichte könnte man es aber als Chance begreifen, daß in einem (willkürlich zugeschnittenen) Land in Afrika 100 Sprachen gesprochen werden, aber alle Englisch können.

Zu Esperanto: Dieses Jahr lernt er Esperanto, und nächstes Jahr will er da Urlaub machen... Ich hätte nichts gegen Latein als Welthilfssprache. Hat vor ein paar Jahrhunderten auch schon mal funktioniert.


GKr
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[1.2.2.1.1] Esperanto
Keks antwortet auf Sir John
08.06.2004 21:03
Benutzer Sir John schrieb:
Zu Esperanto: Dieses Jahr lernt er Esperanto, und nächstes Jahr will er da Urlaub machen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Esperanto
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[1.2.2.1.2] GKr antwortet auf Sir John
08.06.2004 21:24
Benutzer Sir John schrieb:
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer BastiUK schrieb:
Die Eignung des Englischen, Weltsprache zu werden, liegt eindeutig in ihrer klaren, einfachen grammatikalischen Struktur und Ihrer Wortbildungslogik. Da fällt selbst die Tatsache, dass die Aussprache nicht immer der Logik folgt, nicht schwer ins Gewicht. (Außerdem finde ich, dass eben die Ausnahmen einer Sprache Ihren Charme geben.)

Kennst du eine Sprache, deren Wortbildung so streng logisch ist wie die der englischen Sprache? Dabei sollte sie auch noch so einfache grammatikalische Strukturen aufweisen. Und wenn eben möglich, sollte sie mit dem enormen Wortschatz der englischen Sprache mithalten können, die ihr gerade ihre einmalige Ausdrucksfähigkeit erlaubt. Nicht umsonst verwendet die internationale Wissenschaft und Forschung die englische Sprache. Kaum eine andere erlaubt es, sich so nuancenreich auszudrücken.

Also nichts gegen Englisch als Weltsprache, schon gar keine Kritik an Deinen vorhandenen grossen Kenntnissen selbiger.
Aber Englisch ist nicht deshalb Weltsprache, weil sie von der internationalen Wissenschaft und Forschung verwendet wird. Englisch ist die Weltsprache, weil es die Sprache der einzigen wirklichen Weltmacht der letzten 100 Jahre ist. Das muss man doch sagen dürfen, ohne als anti-amerikanisch zu gelten.

Weltmacht war lange Zeit das Vereinigte Königreich. Natürlich hat die amerikanische Dominanz in Wissenschaft und Forschung dazu beigetragen, daß Latein durch Englisch ersetzt wurde. Englisch ist also ein "kultureller Industriestandard". Und jeder, der ein Häppi Miel bestellt, verfestigt die "Marktmacht" des Englischen. (Was würde die Bedienung sagen, wenn man eine glückliche Mahlzeit bestellen würde?) Unabhängig von der Kolonialgeschichte könnte man es aber als Chance begreifen, daß in einem (willkürlich zugeschnittenen) Land in Afrika 100 Sprachen gesprochen werden, aber alle Englisch können.
Naja, sie können dort deshalb englisch, weil die Engländer es waren, die willkürlich zugeschnitten haben. Genauso, wie es dort ursprünglich von den Franzosen zugeschnittene Länder gibt, in denen alle französisch sprechen neben ihren eigenen 100 Sprachen. So, wie sicher noch einige Herero deutsch verstehen.


Zu Esperanto: Dieses Jahr lernt er Esperanto, und nächstes Jahr will er da Urlaub machen...

Wer? Oliver? Der Blitz-Keks?

Ich hätte nichts gegen Latein als
Welthilfssprache. Hat vor ein paar Jahrhunderten auch schon mal funktioniert.

Naja, das waren auch so Imperialisten.
Wohin man schaut..

GKr



GKr
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[1.3] RE: Abbuchung rechtens?
Didi_S. antwortet auf GKr
09.06.2004 09:35
Benutzer GKr schrieb:
Benutzer BastiUK schrieb:
Benutzer Mobilelch schrieb:
So was kann echt nur ein Deutscher oder jemand aus dem Englischsparchigem Raum von sich geben.

Deutscher? Ja, bin ich, aber ich wäre lieber Engländer.

Wie kann man als Deutscher nur freiwillig Engländer sein wollen? ;-)

>>> Wegen der guten Küche 8-)

Wenn du in Frankreich, Spanien oder der Türkei jemandem erzaehlet, dass er sich demnaechst nur noch auf Englisch meit seinem Geegenüber unterhalten wird wirst du nur auf unglaeubiges Kopfschütteln stossen......

Das würde ich nie tun. Das hat ja auch keiner gesagt. Wer redet davon, dass bald überall nur noch Englisch gesprochen wird? Ich
ganz bestimmt nicht. Jedes Land soll sich seine eigene Sprache und Kultur erhalten, das befürworte ich sehr. Telekommunikationsunternehmen operieren jedoch meistens weltweit und daher werden sie sich dem Englischen nicht entziehen können. Und das finde ich richtig. Englisch sorgt nicht nur für Verwirrung, als Weltsprache fördert sie die Verständigung.

Das stimmt schon zum Teil, was Du sagst: TK-Unternehmen agieren weltweit. Und die intern wird dort üblicherweise auch englisch gesprochen und kommuniziert. Wenn ich wichtige Memos vom Carrier bekomme, dann möchte ich sie a) sofort und zum anderen möchte ich die Informationen darin nicht von einem Übersetzer interpretiert wissen. Ich lese sie lieber im Original und interpretiere sie selbst.
Etwas anderes ist jedoch die Aussen-Darstellung. Die Anglizismen werden herangezogen, um dem Produkt und dem Image der Firma einen internationalen Flair zu geben. Das war ein Trend in der Werbung, der sich - meine ich zu beobachten - langsam umkehrt. Aus meiner Branche: Die Leute wollen telefonieren und sparen - und das kann man in der deutschen Sprache besser rüberbringen, wenn man diese TK-Dienstleistung in Deutschland anbietet - weil man damit näher am Kunden ist.


Ich bewundere wirklich die Franzosen, wie sie ihre eigene Sprache von Angizismen freihalten.

Das können sie gerne machen. Es ist und bleibt aber ein hoffnungsloser Versuch. Wenn eine Sprache wirklich stark an die Kultur eines Landes gebunden ist, braucht sich kein Land um seine Sprache Sorgen machen. Unter den Sprachen herrscht - wie in der Natur - eine natürliche Selektion. Mit anderen Worten:
Die am besten angepasste Sprache wird überleben.
Philosophen können jetzt über Moral streiten. Ich denke, die "linguistische Evolution" hat ihre Berechtigung. Und die englische Sprache erweist sich als die Tüchtigste("survival of the fittest"). Da
schaue man auch mal in die internationale Forschung, den Flugverkehr etc.

Den Deutschen hingegen reichen die echten Aglizismen schon nicht mehr.... Sie brauchen auch noch unechte, wie das H A N D
Y zeigt...

korrigiere: Der deutschen Werbe-Wirtschaft...
Ich kenne immer mehr Leute, die zwar selbst fließend englisch sprechen, sich jedoch bemühen, Anglizismen im täglichen Wort zu vermeiden.

"Handy" ist kein unechter Anglizismus sondern lediglich eine Scheinentlehnung. "Showmaster" ist hingegen ein "unechter" Anglizismus, da es ihn in der englischen Sprache nicht gibt (der Engländer/Amerikaner würde "host" sagen).

Wirklich? Das wusste ich gar nicht und hätte gefühlsmäßig genau anders herum getippt.. Kennst Du noch mehr solcher Beispiele?
Finde ich interessant.
Ich bin übrigens mehr oder weniger Autodidakt. Bei meinem ersten Aufenthalt in den USA holten mich amerikanische KollegInnen vom Hotel ab. Ich wollte noch kurz duschen und war leicht verstört über die Reaktion der Amerkaner auf mein saloppes "First I'll take a douche."


Beste Grüsse
Ebenso.
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[] Keks antwortet auf
07.06.2004 17:29
Benutzer BastiUK schrieb:
... und das ist gut so, denn es gibt keine andere Sprache, die geeigneter wäre.

Oh Gott. Im Englischen weiß man ja nie, wie etwas ausgsprochen wird, wenn man etwas Geschriebenes sieht. Die sprechen selbst ein und dasselbe Wort mal so und mal so aus (Beispiel: "read"). Es gibt viele Unzulänglichkeiten. Das sagt auch ein Freund von mir (Sprachwissenschaftler, Prof. Dr., kann rund 16 Sprachen).

Esperanto wäre sicherlich geeigneter.

Liebe Grüße, Keks.
www.blitztarif.de
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[1] GKr antwortet auf Keks
07.06.2004 17:51
Benutzer Keks schrieb:
Benutzer BastiUK schrieb:
... und das ist gut so, denn es gibt keine andere Sprache, die geeigneter wäre.

Oh Gott. Im Englischen weiß man ja nie, wie etwas ausgsprochen wird, wenn man etwas Geschriebenes sieht. Die sprechen selbst ein und dasselbe Wort mal so und mal so aus (Beispiel: "read"). Es gibt viele Unzulänglichkeiten. Das sagt auch ein Freund von mir (Sprachwissenschaftler, Prof. Dr., kann rund 16 Sprachen).

Esperanto wäre sicherlich geeigneter.

Liebe Grüße, Keks.
www.blitztarif.de

Was heißt "Liebe Grüße, Keks" auf Esperanto.
Damit kann man sich dann selbst ein Bild davon machen, ob das leichter auszusprechen ist oder nicht. Also? Weißte nich, ne?

GKr
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[1.1] Keks antwortet auf GKr
07.06.2004 18:13
Kore Bonvenon!

Benutzer GKr schrieb:
Esperanto wäre sicherlich geeigneter.

Liebe Grüße, Keks.
www.blitztarif.de

Was heißt "Liebe Grüße, Keks" auf Esperanto.
Damit kann man sich dann selbst ein Bild davon machen, ob das leichter auszusprechen ist oder nicht. Also? Weißte nich, ne?

GKr

Kore salutas
Keks
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[1.1.1] GKr antwortet auf Keks
07.06.2004 18:46
Benutzer Keks schrieb:
Kore Bonvenon!

Benutzer GKr schrieb:
Esperanto wäre sicherlich geeigneter.

Liebe Grüße, Keks.
www.blitztarif.de

Was heißt "Liebe Grüße, Keks" auf Esperanto. Damit kann man sich dann selbst ein Bild davon machen, ob das leichter auszusprechen ist oder nicht. Also? Weißte nich, ne?

GKr

Kore salutas
Keks

Schluck.. Angeber.. pffft.. ;-)
GKr
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[1.1.2] Englisch wird irgendwann als Weltsprache abgelöst
Justin25 antwortet auf Keks
07.06.2004 23:40
Benutzer Keks schrieb:
Kore Bonvenon!

Benutzer GKr schrieb:
Esperanto wäre sicherlich geeigneter.

Liebe Grüße, Keks.
www.blitztarif.de

Was heißt 'Liebe Grüße, Keks' auf Esperanto. Damit kann man sich dann selbst ein Bild davon machen, ob das leichter auszusprechen ist oder nicht. Also? Weißte nich, ne?

GKr

Kore salutas
Keks


... oder auf ungarisch:

Kedves üdvözlettel (sprich: 'kädväsch üdwöslättäl')

Sicher nicht so einfach wie englisch, aber wer als Programmierer in ungarischen Strukturen denken kann, ist klar im Vorteil :-)

Justin