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Richtig so !!!


28.05.2004 09:37 - Gestartet von senderliste
Ich finde es vollkommen richtig die Forderung der Verbraucherministerin
nach Billig-Tarifen für Jugendliche abzulehen.

Wenn die Jugendlichen nicht fähig sind mit dem Mobiltelefon bzw. mit Geld umzugehen, dann obliegt es den Eltern die Kinder zum richtigen Umgang zu erziehen und notwendigenfalls die entsprechenden Schritte einzuleiten. Also ggf. das Mobiltelefon abzuschaffen oder auf Prepaid umzustellen o.ä. .

Wenn man die Geschichte mal ganz dumm nimmt, dann müßte man sagen: Ich kann mir mein neues Auto nicht leisten. Ich verschulde mich. Die Verbraucherministerin soll mal für billigere Autos an die Hersteller schreiben.

Wer nicht mit Geld umgehen kann, der muß es lernen. Außerdem bin ich der Meinung, daß billigere Tarife für Jugendliche den falschen Impuls auslösen und nur noch mehr telefoniert wird, weil es ja billiger ist.

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[1] CHEFE antwortet auf senderliste
28.05.2004 10:40
Zustimmung!!!

Mir geht die heute Vollkasko Einstellung vieler Leute langsam aber sicher auch auf den Geist. Sobald etwas schiefgeht sind immer die Anderen Schuld und zahlen soll dafür dann natürlich auch jemand anderes, im Zweifelsfall der Anbieter.
Niemand will mehr die Verantwortung für sein tun übernehmen - das zieht sich überall durch.
Jetzt sollen die Jugendlichen am Besten schon mit 16 ihren Führerschein bekommen und auch sonst fühlen sie sich ach so erwachsen - aber auf die eigene Handyrechnung achten kann keiner.

Früher war das alles noch anders.... ;-)
Da wurde auch nicht der Lehrer verklagt, wenn der Sprössling ne 5 nach Hause brachte, sondern es hat von den Eltern zusätzlich eine gesetzt.
Wenn man mit der Seifenkiste an den Baum gefahren ist, dann hatte mal halt ein paar Blessuren und hat die mit Würde getragen und keine Produkthaftungsklage eingereicht und

wenn kein Taschengeld mehr da war, musste man entweder Geld verdienen, oder auf etwas verzichten....

Und übrigends: Das war nicht im vorigen Jahrhundert - ich bin auch erst 28, aber trotzdem scheinen diese Zeiten irgendwie lange her... ;-))
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[1.1] jrittmeier antwortet auf CHEFE
28.05.2004 11:28
Hallo.
Spassmodus an:
Das vorherige Jahrhundert ist gerade mal 4 Jahre her!
(Sogar das vorherige Jahrtausend)

Also dürfte sich deine Kindheit im letzten Jahrtausend abgespielt haben.

Deshalb ist deine Betrachtungsweise möglicherweise veraltet.
Spassmodus aus:

Es geht hier um Besc... im grossen Maßstab.
Ausgenutzt werden hier die schwachen.
Dagegen etwas zu tun ist längst überfällig.

mfg

schreibt Jürgen (auch aus dem letzten Jahrtausend)
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[1.1.1] svennie_p antwortet auf jrittmeier
28.05.2004 12:45

Es geht hier um Besc... im grossen Maßstab.
Ausgenutzt werden hier die schwachen.
Dagegen etwas zu tun ist längst überfällig.

Wo und von wem werden denn die Jugendlichen hier ausgenützt? Und vor allem, wo geschieht dies bitte, wo die Eltern (das sind die, die im letzten Jahrtausend eine Art Fürsorge für ihre Kinder hatten) nicht die Möglichkeit hätten, die Kinder zu schützen?

Wenn ich das alles so höre, dann juckt es mich langsam, mal wieder die Diskussion über die Volljährigkeit mit 21 rauszukramen. Vorher scheinen die Bürger dieses Landes ja offensichtlich keinesfalls soweit Herr ihrer Sinne zu sein, dass man sie ohne Schutz auf die Straße lassen kann. Im Strafrecht hat sich diese Auffassung ja auch schon weitgehend durchgesetzt :-(
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[1.1.2] senderliste antwortet auf jrittmeier
28.05.2004 13:29
Hier wird niemand ausgenutzt.
Die Preise für die Dienste sind bekannt.

Wenn wir alles regulieren lassen, dann kommen wir zu einem System, welches wir bereits hatten. Ich spreche vom Sozialismus. Wie das Thema geendet hat wissen wir.

Stattdessen sollte man lieber nachdenken bevor man einen Dienst nutzt, ob man den braucht und ob man es sich leisten kann.
Weiterhin ist niemand gezwungen diesen Dienst zu nutzen. Also kann man von Ausbeutung nicht sprechen.
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[1.1.2.1] MartyK antwortet auf senderliste
12.03.2005 16:10
Benutzer senderliste schrieb:

Stattdessen sollte man lieber nachdenken bevor man einen Dienst nutzt, ob man den braucht und ob man es sich leisten kann. Weiterhin ist niemand gezwungen diesen Dienst zu nutzen. Also kann man von Ausbeutung nicht sprechen.

Ack. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Manche tun ja so, als ob andere mit Waffengewalt dazu gezwungen würden, Schulden zu machen.
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[1.1.3] ststhv antwortet auf jrittmeier
28.05.2004 15:53


Es geht hier um Besc... im grossen Maßstab.
Ausgenutzt werden hier die schwachen.
Dagegen etwas zu tun ist längst überfällig.

Seit der Einführung neuer Tarife kostet ein Telefonat in der Nebenzeit von D1 nacxh Eplus 39 bzw. 49 Cent. Früher waren es mal 39 Pfenning. ALSO EINE ERHÖHUNG UM 100% !!!!! Dies sind Fakten.

Hier zocken die Mobilfunkanbieter den Kunden ab. FAKT!

Aber als Kunde kann ich sagen, ich brauche dieses Produukt nicht. Also das geld zum Fenster herausschmeißen, nein danke.

Wenn heutige Jugendliche untzer 18 Jahren einen Vertrag von ihren Eltern bekommen, dann ist das deren Problem und nur deren. Die Erziehung finde im Elternhaus statt. Wieso sollen andere daran Schuld sein?

Also, die Kirche im Dorf lassen.
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[1.1.3.1] MartyK antwortet auf ststhv
12.03.2005 16:13
Benutzer ststhv schrieb:


Es geht hier um Besc... im grossen Maßstab.
Ausgenutzt werden hier die schwachen.
Dagegen etwas zu tun ist längst überfällig.

Seit der Einführung neuer Tarife kostet ein Telefonat in der Nebenzeit von D1 nacxh Eplus 39 bzw. 49 Cent. Früher waren es mal 39 Pfenning. ALSO EINE ERHÖHUNG UM 100% !!!!! Dies sind Fakten.

Das ist ja richtig und bestreitet auch niemand. Trotzdem kann man doch nicht einem Anbieter die Schuld geben, wenn ein Konsument Schulden macht.
Ich kaufe mir doch auch keinen großen LCD-Fernseher (hätte ich gern) auf Pump, wenn ich weiß, dass mir das finanzielle Risiko zu groß ist.


Hier zocken die Mobilfunkanbieter den Kunden ab. FAKT!

Sicher.


Aber als Kunde kann ich sagen, ich brauche dieses Produukt nicht. Also das geld zum Fenster herausschmeißen, nein danke.

Eben.


Wenn heutige Jugendliche untzer 18 Jahren einen Vertrag von ihren Eltern bekommen, dann ist das deren Problem und nur deren. Die Erziehung finde im Elternhaus statt. Wieso sollen andere daran Schuld sein?

Also, die Kirche im Dorf lassen.

Es ist halt einfach, immer die Schuld anderen zu geben und die Erziehung dem Staat zu überlassen. So funktioniert das aber nicht.
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[1.1.4] MartyK antwortet auf jrittmeier
12.03.2005 16:08
Benutzer jrittmeier schrieb:

Es geht hier um Besc... im grossen Maßstab.
Ausgenutzt werden hier die schwachen.
Dagegen etwas zu tun ist längst überfällig.

mfg

schreibt Jürgen (auch aus dem letzten Jahrtausend)

Naja, so zu argumentieren, ist ziemlich kurz gedacht. Denn die "Schwachen" haben ein eigenes Gehirn und sollten dieses auch nutzen.
Demnach müssten auch Spielhallen und Kneipen geschlossen werden, weil hier die Schwachen in großem Maßstab besch... werden.
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[1.2] Ed antwortet auf CHEFE
28.05.2004 15:51
Benutzer CHEFE schrieb:
Zustimmung!!!

Meine auch.

Mir geht die heute Vollkasko Einstellung vieler Leute langsam aber sicher auch auf den Geist. Sobald etwas schiefgeht sind immer die Anderen Schuld und zahlen soll dafür dann natürlich auch jemand anderes, im Zweifelsfall der Anbieter. Niemand will mehr die Verantwortung für sein tun übernehmen - das zieht sich überall durch.
Jetzt sollen die Jugendlichen am Besten schon mit 16 ihren Führerschein bekommen

Poppen mit 12 hast du vergessen.

und auch sonst fühlen sie sich ach so erwachsen - aber auf die eigene Handyrechnung achten kann keiner.

Früher war das alles noch anders.... ;-)
Da wurde auch nicht der Lehrer verklagt, wenn der Sprössling ne 5 nach Hause brachte, sondern es hat von den Eltern zusätzlich eine gesetzt.
Wenn man mit der Seifenkiste an den Baum gefahren ist, dann hatte mal halt ein paar Blessuren und hat die mit Würde getragen und keine Produkthaftungsklage eingereicht und

wenn kein Taschengeld mehr da war, musste man entweder Geld verdienen, oder auf etwas verzichten....

Das ist wahr. Heute kenne ich 16jährige die haben einen Vertrag über die Eltern und 70€ im Monat sind ganz normal. Das sind fast 140DM, ich habe 1993 45DM Taschengeld bekommen, wäre ich heute 16 würde ich vielleicht 60DM bekommen. Aber bestimmt keine 70 € allein fürs Telefon zusätzlich zum Taschengeld.

Die Künastforderung ist doch nur was damit sie mal wieder in die Zeitung kommt und nachher sagen kann "ich habe ja schon 2004 gefordert, aber die böse Industrie...". Außerdem steht in ihrer Forderung nur was von PremiumSMS verhindern. Interessant wäre aber dann mal ob MTV und VIVA eine Geldspritze erhalten, die könnten doch ohne die dauernde Werbung für Klingeltöne und Spiele gar nicht mehr leben. Wenn ich das richtig mitekommen habe dann kann man bei einigen Anbietern Premium-SMS sperren, dann würde ich noch von Gesetzlicher Seite fordern auch normale Verträge mit einem frei wählbarem Maximalbetrag auszustatten und dann wäre dem Jugendschutz genüge getan. So ein Maximalbeitrag hätte für jeden von uns Vorteile wenn er sein Handy mal verliert.

Grüße

Ed
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[1.2.1] first_bourbon antwortet auf Ed
29.05.2004 13:58
Hatte das mit dem Mindestbetrag der Frau Ministerin mal geschrieben und sogar 'ne Antwort bekommen. Wäre aber nicht notwendig wegen Prepaid und blabla.

Was soll dann jetzt plötzlich dieser Mist? Die Herrschaften in den Ministerien und deren Arbeitskreise sind einfach nicht in der Lage mal einen vernünftigen Gedanken zu fassen. Warum denn einfach wenns auch umständlich geht. Nur Gemurkse in allen Bereichen.
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[1.2.1.1] MartyK antwortet auf first_bourbon
12.03.2005 16:16
Benutzer first_bourbon schrieb:
Hatte das mit dem Mindestbetrag der Frau Ministerin mal geschrieben und sogar 'ne Antwort bekommen. Wäre aber nicht notwendig wegen Prepaid und blabla.

Du meintest wohl Maximalbetrag... Und bei Prepaid handelt es sich doch auch um einen solchen, oder habe ich dich missverstanden?
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[1.2.2] handytim antwortet auf Ed
29.05.2004 14:20
Benutzer Ed schrieb:
dann würde ich noch von Gesetzlicher Seite fordern auch normale Verträge mit einem frei wählbarem Maximalbetrag auszustatten und dann wäre dem Jugendschutz genüge getan. So ein Maximalbeitrag hätte für jeden von uns Vorteile wenn er sein Handy mal verliert.

Niemand fordert "spezielle" Jugendtarife, was alle fordern ist eben ein Maximal-Limit. Genau dies wollen die Mobilfunker natürlich nicht, es schränkt den Gewinn nach oben ja ein.

Trotzdem, nach wie vor die Forderung: Man muss eine maximales Limit festlegen können, für die Einrichtung können auch ruhig 15 Euro Gebühren erhoben werden. Dies wäre ein Schritt in Richtung mehr Kundenfreundlichkeit, Fairnis und mehr Vertrauen der Kunden in den Anbieter.

Ciao
Tim
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[1.2.2.1] Ed antwortet auf handytim
29.05.2004 14:50
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
dann würde ich noch von Gesetzlicher Seite fordern auch normale Verträge mit einem frei wählbarem Maximalbetrag auszustatten und dann wäre dem Jugendschutz genüge getan. So ein Maximalbeitrag hätte für jeden von uns Vorteile wenn er sein Handy mal verliert.

Niemand fordert "spezielle" Jugendtarife, was alle fordern ist eben ein Maximal-Limit. Genau dies wollen die Mobilfunker natürlich nicht, es schränkt den Gewinn nach oben ja ein.

In der Kindernachrichtensendung "logo" im KiKa klang das aber anders. Da haben sie dann eine Umfrage gemacht "Was hasltet ihr von der Forderung nach günstigeren Tarifen für Kindenr?" Antwort: mehr fach "gut", einmal "find ich gut, ist mir aber egal ich muß meine Rechnung nicht bezahlen". :-)

So wie ich das hier gelesen habe ging es auch nur um eine Sperrung von Premium SMS, fragt sich nur welches Kind gerne ein eingeschränktes Handy haben will. Ist auch blöd, voll das neue teure Supermodell und dann kann man damit nur telefonieren.

Trotzdem, nach wie vor die Forderung: Man muss eine maximales Limit festlegen können, für die Einrichtung können auch ruhig 15 Euro Gebühren erhoben werden. Dies wäre ein Schritt in Richtung mehr Kundenfreundlichkeit, Fairnis und mehr Vertrauen der Kunden in den Anbieter.

Das sicherlich. Ich könnte ja verstehen wenn die als Untergrenze 100Euro machen, ansonsten haben die ein Problem wenn sie erst die Handys teuer subventionieren und nachher soll nach 10 Euro Umsatz Feierabend sein.
Alternativ könnte man die Höchstgrenze bei Vertragsabschluß festlegen und während der Laufzeit nur nach oben anpassen dürfen. Dann könnte man den Handypreis am Limit festmachen.

Grüße

Enrico
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[1.2.2.1.1] handytim antwortet auf Ed
29.05.2004 15:31
Benutzer Ed schrieb:
Das sicherlich. Ich könnte ja verstehen wenn die als Untergrenze 100Euro machen, ansonsten haben die ein Problem wenn sie erst die Handys teuer subventionieren und nachher soll nach 10 Euro Umsatz Feierabend sein.

Natürlich muss es einen Mindestbetrag geben. Die Handysubventionen werden fast komplett durch die Grundgebühr abgedeckt. Die riesigen Subventionen erzeugen nur Schubladenkarten bzw "Rosinenpicken".

Alternativ könnte man die Höchstgrenze bei Vertragsabschluß festlegen und während der Laufzeit nur nach oben anpassen dürfen. Dann könnte man den Handypreis am Limit festmachen.

Ich finde es sollte feste Vorgaben geben, die alle Betreiber einhalten müssen. Z.B. Grenzen von 30, 50, 100, 200 und 300 Euro. Bei einem Vertrag mit 30 Euro-Grenze kostet das Handy eben am Anfang 50 Euro mehr. Eventuell führt das sogar zu mehr Gesprächsumsatz, denn wenn der Kunde vorher eher mäßig telefoniert ("ist doch so teuer"), telefoniert er jetzt mehr, da er weiß, dass es ab einem gewissen Betrag eben nicht mehr geht. Dann könnten die Mobilfunkanbieter auch selber R-Gespräche anbieten für alles, was über das Limit hinausgeht.

Ciao
Tim
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[1.3] andy 200 antwortet auf CHEFE
30.05.2004 20:45
Benutzer CHEFE schrieb:
Zustimmung!!!

Mir geht die heute Vollkasko Einstellung vieler Leute langsam aber sicher auch auf den Geist. Sobald etwas schiefgeht sind immer die Anderen Schuld und zahlen soll dafür dann natürlich auch jemand anderes, im Zweifelsfall der Anbieter. Niemand will mehr die Verantwortung für sein tun übernehmen - das zieht sich überall durch.
Jetzt sollen die Jugendlichen am Besten schon mit 16 ihren Führerschein bekommen und auch sonst fühlen sie sich ach so erwachsen - aber auf die eigene Handyrechnung achten kann keiner.

Früher war das alles noch anders.... ;-)
Da wurde auch nicht der Lehrer verklagt, wenn der Sprössling ne 5 nach Hause brachte, sondern es hat von den Eltern zusätzlich eine gesetzt.
Wenn man mit der Seifenkiste an den Baum gefahren ist, dann hatte mal halt ein paar Blessuren und hat die mit Würde getragen und keine Produkthaftungsklage eingereicht und

wenn kein Taschengeld mehr da war, musste man entweder Geld verdienen, oder auf etwas verzichten....

Und übrigends: Das war nicht im vorigen Jahrhundert - ich bin auch erst 28, aber trotzdem scheinen diese Zeiten irgendwie lange her... ;-))
Bin 38 und habe Familie doch ich muss sagen das ich in meiner zwang und Drangzeit auch das Geld für jeden schei... zum Fenster herausgeschmissen habe.Zum Glück gab es da noch nicht die Handyhysterie.
Aus Fehlern lernt man aber meinen Kindern würde ich bestimmt keinen Handyvertrag finanzieren.Denn da liegt das Problem wirklich - weil sich Eltern keine Lust mehr haben um ihren Nachwuchs zu kümmern kaufen die denen alles.
Gruß Andy 200
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[2] MartyK antwortet auf senderliste
12.03.2005 15:59
Benutzer senderliste schrieb:

Wer nicht mit Geld umgehen kann, der muß es lernen. Außerdem bin ich der Meinung, daß billigere Tarife für Jugendliche den falschen Impuls auslösen und nur noch mehr telefoniert wird, weil es ja billiger ist.

Yep, sehe ich genauso. Man könnte ja auch für andere Dinge sein Geld ausgeben (Disco, Konzert) und sich dafür Geld pumpen. Die Lösung, diese Einrichtungen billiger zu machen, löst das Problem nicht, da es sich nur um eine Problemverschiebung handelt.
Gefordert sind hier die Eltern, die ihren Sprößlingen beibringen sollten, mit Geld umzugehen.
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[2.1] Kreditkarten für Kinder
federico antwortet auf MartyK
12.03.2005 17:10
Benutzer MartyK schrieb:

Gefordert sind hier die Eltern, die ihren Sprößlingen beibringen sollten, mit Geld umzugehen.

Du meinst, man soll den Kindern am Umgang mit kreditkartengleich funktionierenden Geräten zeigen, wie man man ein Gefühl für die Knappheit seiner Zahlungsmittel erhält, wenn über dieses Gerät mit unerhörtem Aufwand beworbene Dienstleistungen Kindern ohne irgendein Kreditlimit aufgedrängt werden?

f.
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[2.1.1] MartyK antwortet auf federico
12.03.2005 17:20
Benutzer federico schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:

Gefordert sind hier die Eltern, die ihren Sprößlingen beibringen sollten, mit Geld umzugehen.

Du meinst, man soll den Kindern am Umgang mit kreditkartengleich funktionierenden Geräten zeigen, wie man man ein Gefühl für die Knappheit seiner Zahlungsmittel erhält, wenn über dieses Gerät mit unerhörtem Aufwand beworbene Dienstleistungen Kindern ohne irgendein Kreditlimit aufgedrängt werden?

Was ist denn an einem Aufwand "unerhört"? Dem Anbieter bleibt es doch selbst überlassen, in welcher Weise er sein Produkt bewirbt.

Werden denn über dieses Gerät Dienstleistungen aufgedrängt? Oder nicht vielmehr über TV und Zeitschriften? Und selbst, wenn du dies als "Aufdrängen" bezeichnest, willst du tatsächlich den Anbieter dafür verantwortlich machen, wenn andere Schulden machen?

Es ist schon traurig, dass man heute Kinder für alles instrumentalisieren muss (seit wann pumpen sich *Kinder* Geld von anderen?).

Eltern können ihren Kindern ein Prepaid-Handy geben. Das reicht locker aus, um mal eben den Freund anzurufen und ihm zu sagen, dass man unterwegs ist oder um sich an einem bestimmten Ort zu treffen.

Und: Ja, Eltern sind auch dazu da, ihren Kindern beizubringen, wie man mit Geld umgeht.
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[2.1.1.1] federico antwortet auf MartyK
14.03.2005 14:13
Benutzer MartyK schrieb:

Du meinst, man soll den Kindern am Umgang mit kreditkartengleich funktionierenden Geräten zeigen, wie man man ein Gefühl für die Knappheit seiner Zahlungsmittel erhält, wenn über dieses Gerät mit unerhörtem Aufwand beworbene Dienstleistungen Kindern ohne irgendein Kreditlimit aufgedrängt werden?

Was ist denn an einem Aufwand "unerhört"? Dem Anbieter bleibt es doch selbst überlassen, in welcher Weise er sein Produkt bewirbt.

Der Anbieter ist lediglich nicht im Umfang seiner Aufwendungen für Werbemaßnahmen an irgendwelche Vorschriften gebunden - die Art und Weise seiner Werbung darf dagegen nicht unzulässig sein (unlautere Werbemethoden).

Werden denn über dieses Gerät Dienstleistungen aufgedrängt? Oder nicht vielmehr über TV und Zeitschriften? Und selbst, wenn du dies als "Aufdrängen" bezeichnest, willst du tatsächlich den Anbieter dafür verantwortlich machen, wenn andere Schulden machen?

Das steht so im Gesetz, daß bei Ausbeutung von Unerfahrenheit und mangelndem Urteilsvermögen überzogene "Verschuldungsversprechen" für völlig "wertlose" Gegenleistungen ungültig sind.

Daß ein auffälliges "Mißverhältnis" zwischen Leistung "Klingeltonzusendung" und versprochener Gegenleistung ("4.99 Euro") besteht - wer wollte das ernsthaft bestreiten?

f.
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[2.1.1.1.1] MartyK antwortet auf federico
31.03.2005 03:14
Benutzer federico schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:

Du meinst, man soll den Kindern am Umgang mit kreditkartengleich funktionierenden Geräten zeigen, wie man man ein Gefühl für die Knappheit seiner Zahlungsmittel erhält, wenn über dieses Gerät mit unerhörtem Aufwand beworbene Dienstleistungen Kindern ohne irgendein Kreditlimit aufgedrängt werden?

Was ist denn an einem Aufwand "unerhört"? Dem Anbieter bleibt es doch selbst überlassen, in welcher Weise er sein Produkt bewirbt.

Der Anbieter ist lediglich nicht im Umfang seiner Aufwendungen für Werbemaßnahmen an irgendwelche Vorschriften gebunden - die Art und Weise seiner Werbung darf dagegen nicht unzulässig sein (unlautere Werbemethoden).

Inwiefern sind diese Werbemethoden denn unzulässig?


Werden denn über dieses Gerät Dienstleistungen aufgedrängt? Oder nicht vielmehr über TV und Zeitschriften? Und selbst, wenn du dies als "Aufdrängen" bezeichnest, willst du tatsächlich den Anbieter dafür verantwortlich machen, wenn andere Schulden machen?

Das steht so im Gesetz, daß bei Ausbeutung von Unerfahrenheit und mangelndem Urteilsvermögen überzogene "Verschuldungsversprechen" für völlig "wertlose" Gegenleistungen ungültig sind.

Demnach dürfte es auch keine Jamba-Werbung geben...


Daß ein auffälliges "Mißverhältnis" zwischen Leistung "Klingeltonzusendung" und versprochener Gegenleistung ("4.99 Euro") besteht - wer wollte das ernsthaft bestreiten?

Das hat niemand bestritten. Es ging darum, dass es keine Lösung ist, für eine Leistung weniger Geld zu verlangen, weil das Problem damit nicht aus der Welt geschaffen, sondern nur verlagert wird. Schulden kann man nämlich auch mit geringeren Preisen machen.