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18.05.2004 13:29 - Gestartet von joneit
Hallo,

die Thematik wird ja nun seit Jahren mehr oder weniger stark diskutiert. Technisch ist es möglich, Nachfrage ist vorhanden - also gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang wirklich dazu kommen wird.

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann. Also ob alle Daten, die in gedruckten / elektronischen Verzeichnis schon jetzt bereitstehen auch invers nachgeschlagen werden können oder ob man z.B. die Herausgabe seiner Adresse widersprechen kann, obwohl diese im Telefonbuch steht? Oder gleich der Herausgabe jeglicher Daten?

Tobias
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[1] Menschmeier antwortet auf joneit
18.05.2004 14:52
Benutzer joneit schrieb:

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann.

1. Rufnummer unterdrücken
2. Nicht im Telefonbuch stehen

Aber wozu willst Du Dich verleugnen? Willst Du anonym perverse Anrufe tätigen?
Die meisten Menschen rufen zu über 90% immer die gleichen Rufnummern an. Und diese sind bekannt, die Leute "dahinter" auch.

Wenn Du mal eine Anonce für Dein altes Auto veröffentlichst und nicht möchstest, daß 100 Freunde aus dem Balkan um Mitternacht vor Deiner Tür stehen, mußt Du halt den Telefonbucheintrag löschen lassen. Immerhin funktioniert die Revers-Suche ja auch jetzt schon per Software - es ändert also nix. Hilft aber auch nix, sofern Deine Rufnummer sich nicht gleichzeitig ändert, denn alte Telefonbuch-CDs existieren ja noch und Du stehst dauerhaft drin.
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[1.1] eggx antwortet auf Menschmeier
19.05.2004 01:49
Benutzer Menschmeier schrieb:
Benutzer joneit schrieb:

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann.

1. Rufnummer unterdrücken
2. Nicht im Telefonbuch stehen

Aber wozu willst Du Dich verleugnen? Willst Du anonym perverse Anrufe tätigen?

Also es gibt genug Gründe seine Telefonnummer nicht zu veröffentlichen. Schon mal an Stalking-Opfer gedacht oder warum Frauen generell dabei vorsichtig sind Rufnummern weiterzugeben? Man kann sich durch diese Maßnahme auch vor solchen perversen Anrufen schützen. Die Reverssuche macht es leider manchen unseriösen Leuten dadurch noch leichter an die Wohnadresse ihrer Opfern zu kommen. Und das finde ich überhaupt nicht lustig.
mfg
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[1.1.1] Superkolbi antwortet auf eggx
22.07.2004 20:37

Also es gibt genug Gründe seine Telefonnummer nicht zu veröffentlichen. Schon mal an Stalking-Opfer gedacht oder warum Frauen generell dabei vorsichtig sind Rufnummern weiterzugeben?

Richtig, wer seine Ruhe haben möchte, läßt seine Nummer nicht veröffentlichen.

Man kann sich durch diese Maßnahme auch vor solchen perversen Anrufen schützen.

Ja wie jetzt? Oben schreibst du die Nummer wird nicht veröffentlicht und jetzt doch?

Die Reverssuche macht es leider manchen unseriösen Leuten dadurch noch leichter an die Wohnadresse ihrer Opfern zu kommen. Und das finde ich überhaupt nicht lustig.
mfg

Das hätten sich die Leute eher überlegen müssen. Seit es Telefonbuch-CD´s gibt, gibt es die Möglichkeit der Rückwärtssuche. Es war zwar nicht legal, aber es war sehr einfach möglich. Wer ein Problem hat, soll seine Nummer wechseln und sie nicht eintragen lassen. Auch nett ist ein ISDN-Anschluß.
Bei meiner eingetragenen Nummer geht bei Nummernlosen Anrufen grundsätzlich der AB dran. Wer nichts draufspricht, hat nichts wichtiges. Und ich spare mir das abwimmeln von Lott, Wein- und Premiere-Verkäufern.
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[1.1.1.1] fettiz antwortet auf Superkolbi
23.07.2004 08:26
genau, wenn meine oma mit Ihrem alten Postanschluss anruft, darf die dann auch immer mit meinem AB sprechen...
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[1.1.1.1.1] Superkolbi antwortet auf fettiz
23.07.2004 09:04
Benutzer fettiz schrieb:
genau, wenn meine oma mit Ihrem alten Postanschluss anruft, darf die dann auch immer mit meinem AB sprechen...^

ein kostenloser Anruf bei der Telekom und schwups wird die Nummer übertragen. Und das beste ist, kostet nix!
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[1.2] webfalke antwortet auf Menschmeier
19.05.2004 17:08
Benutzer Menschmeier schrieb:
Benutzer joneit schrieb:

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann.

1. Rufnummer unterdrücken
2. Nicht im Telefonbuch stehen

Aber wozu willst Du Dich verleugnen?


was heißt denn verleugnen?Es gibt schließlich sowas wie Datenschutz.Ich möchte auch nicht das jeder Hans und Franz mein Privatnummer kennt.

Willst Du anonym perverse
Anrufe tätigen?


Das kann man auch so *31#


Die meisten Menschen rufen zu über 90% immer die gleichen Rufnummern an. Und diese sind bekannt, die Leute "dahinter" auch.

Wenn Du mal eine Anonce für Dein altes Auto veröffentlichst und nicht möchstest, daß 100 Freunde aus dem Balkan um Mitternacht vor Deiner Tür stehen, mußt Du halt den Telefonbucheintrag löschen lassen. Immerhin funktioniert die Revers-Suche ja auch jetzt schon per Software - es ändert also nix. Hilft aber auch nix, sofern Deine Rufnummer sich nicht gleichzeitig ändert, denn alte Telefonbuch-CDs existieren ja noch und Du stehst
dauerhaft drin.
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[1.2.1] chb antwortet auf webfalke
20.05.2004 14:02
Benutzer webfalke schrieb:
1. Rufnummer unterdrücken 2. Nicht im Telefonbuch stehen Aber wozu willst Du Dich verleugnen?
was heißt denn verleugnen?Es gibt schließlich sowas wie Datenschutz.Ich möchte auch nicht das jeder Hans und Franz mein Privatnummer kennt.

Also:
1.) Rufnummer unterdrücken
2.) Nicht in Verzeichnisse eintragen lassen
Dann kann man seine Nummer in Annoncen etc. angeben, ohne dass Rückschlüsse auf die Adresse so leicht möglich sind.

Wer im Telefonbuch steht, hat doch offensichtlich kein Problem mit der Zuordnung Name->Adresse->Nummer - was soll also die Aufregung über die neue Regelung?
Mal abgesehen davon, dass man bisher auch nur das Programm "rufIdent" zur Klicktel dazukaufen musste, um Namen zu eingetragenen (!) Nummern zu finden...

Benni
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[2] pistazienfresser antwortet auf joneit
18.05.2004 15:37
Benutzer joneit schrieb:
Hallo,

die Thematik wird ja nun seit Jahren mehr oder weniger stark diskutiert. Technisch ist es möglich, Nachfrage ist vorhanden - also gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang wirklich dazu kommen wird.

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann. Also ob alle Daten, die in gedruckten / elektronischen Verzeichnis schon jetzt bereitstehen auch invers nachgeschlagen werden können oder ob man z.B. die Herausgabe seiner Adresse widersprechen kann, obwohl diese im Telefonbuch steht?
Das Verhindern einer InversAuskunkft geht (siehe § 103 der neuen TKV-Novelle, so wie sie durch den Vermittlungsausschuss kam).

Problematisch ist nur, dass nun alle Daten in Telefonbüchern und elektronischen Verzeichnissen gleich sind. Wenn man also auch eine Invers-Suchfunktion als Form der Auskunft als mit "abwählbar" ansicht, so bleibt immer noch für wohl jeden, der geschickt mit Daten ist, die Möglichkeit, die Daten aus den CD-Roms mit anderen Programmen als den beiliegenden zu durchsuchen.
vergleiche hierzu den Thread mit Fundstellen zur Novelle:
https://www.teltarif.de/forum/x-festnetz/1391-...
Liebe Grüße auch an den tollen Bundesrat (Bundestag wollte noch Opt-in statt Opt-Out!)
pistazienfresser

Oder
gleich der Herausgabe jeglicher Daten?
Dann sind sie nach neuer Gesetzeslage auch nicht im Telefonbuch!
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[2.1] SpaceRat antwortet auf pistazienfresser
20.07.2004 17:00
Benutzer pistazienfresser schrieb:

Liebe Grüße auch an den tollen Bundesrat
...CDU/CSU-dominiert...

(Bundestag wollte noch Opt-in statt Opt-Out!)
SPD/Grüne

Think about it!

Bye

SpaceRat
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[3] helltwin antwortet auf joneit
18.05.2004 15:44
Benutzer joneit schrieb:
Hallo,

die Thematik wird ja nun seit Jahren mehr oder weniger stark diskutiert. Technisch ist es möglich, Nachfrage ist vorhanden - also gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang wirklich dazu kommen wird.

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann. Also ob alle Daten, die in gedruckten / elektronischen Verzeichnis schon jetzt bereitstehen auch invers nachgeschlagen werden können oder ob man z.B. die Herausgabe seiner Adresse widersprechen kann, obwohl diese im Telefonbuch steht? Oder gleich der Herausgabe jeglicher Daten?

Tobias

Du kannst der Veröffentlichung Deiner Nummer in elektronischen Verzeichnissen (noch) widersprechen. Dann steht sie *nur* im gedruckten Telefonbuch. Ob Deine auswärtigen Freunde das gedruckte Telefonbuch haben, ist dann halt die Frage. Diese Nummern sind im Telefonbuch übrigens mit '§' gekennzeichnet.

Gruß, Carsten
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[3.1] pistazienfresser antwortet auf helltwin
19.05.2004 14:21
Benutzer helltwin schrieb:
...

Du kannst der Veröffentlichung Deiner Nummer in elektronischen Verzeichnissen (noch) widersprechen. Dann steht sie *nur* im gedruckten Telefonbuch. Ob Deine auswärtigen Freunde das gedruckte Telefonbuch haben, ist dann halt die Frage. Diese Nummern sind im Telefonbuch übrigens mit '§' gekennzeichnet.
Da am 14.5.04 auch der Bundesrat einem neuen TKG (Telekommunikationsgesetz) zugestimmt hat, gibt es bald keinen Unterschied mehr zwischen elektronischen und gedruckten Verzeichnissen (§ 102 des neuen Gesetzes).
Jedoch muss eigentlich vor einer Invers-Auskunft jeder, über den die Auskunft gegeben werden soll, über sein Widerspruchsrecht für diese Auskunft belehrt werden und die Möglichkeit zum Widerspruch haben.
Wie 11810 das so schnell schaffen will, bzw. glaubt, dass die Netzbetreiber/Provider das so schnell schaffen, ist mir schleierhaft.
Wieso die Möglichkeit zur Inverssuche von der Bundesregierung abhängen soll (so 11810 nach dem Artikel), ist mir auch schleierhaft - wie aus der Pressemitteilung 88/2004 und der entsprechenden Drucksache 379/04(B)des Bundesrates hervorgeht, ist das neue Gesetz schon verabschiedet und tritt nach seinem letzen § am Tag nach seiner Verkündung in Kraft.
vgl.
http://www3.bundesrat.de/coremedia/generator/Inhalt/DE/1_20Aktuelles/1.2_20Presse/1.2.1_20Pressemitteilungen/1.2.1.4_20Pressemitteilungen_202004/HI/88.html
http://www3.bundesrat.de/coremedia/generator/Inhalt/Drucksachen/2004/0379_2D04B,property=Dokument.pdf
http://www3.bundesrat.de/coremedia/generator/Inhalt/Drucksachen/2004/0379_2D04,property=Dokument.pdf
http://dip.bundestag.de/btd/15/023/1502316.pdf
Grüße
pistazienfresser
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[4] Sir John antwortet auf joneit
18.05.2004 15:46
Benutzer joneit schrieb:
Hallo,

die Thematik wird ja nun seit Jahren mehr oder weniger stark diskutiert. Technisch ist es möglich, Nachfrage ist vorhanden - also gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang wirklich dazu kommen wird.

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann. Also ob alle Daten, die in gedruckten / elektronischen Verzeichnis schon jetzt bereitstehen auch invers nachgeschlagen werden können oder ob man z.B. die Herausgabe seiner Adresse widersprechen kann, obwohl diese im Telefonbuch steht? Oder gleich der Herausgabe jeglicher Daten?

Tobias

Eine Revers-, Invers- oder Pervers-Suche (oder einfach Rückwärtssuche) ohne andere Hilfsmittel als Augen und Hirn ist auch heute schon möglich, sofern jemand mit Adresse im Telefonbuch steht. Es geht hier also nur um die Zulassung oder Nicht-Zulassung bestimmter Hilfsmittel. Insofern wird es sich m.E. schwierig gestalten, seinen Namen und seine Adresse im Telefonbuch zu veröffentlichen und gleichzeitig zu verhindern, daß jemand all dies - mit welchen Mitteln auch immer - liest.
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[5] webfalke antwortet auf joneit
19.05.2004 17:03
Benutzer joneit schrieb:
Hallo,

die Thematik wird ja nun seit Jahren mehr oder weniger stark diskutiert. Technisch ist es möglich, Nachfrage ist vorhanden - also gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang wirklich dazu kommen wird.

Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann. Also ob alle Daten, die in gedruckten / elektronischen Verzeichnis schon jetzt bereitstehen auch invers nachgeschlagen werden können oder ob man z.B. die Herausgabe seiner Adresse widersprechen kann, obwohl diese im Telefonbuch steht? Oder gleich der Herausgabe jeglicher Daten?

es werden eh nur Daten sein die im schon im Telefonbuch stehen.

Tobias
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[6] volkeru antwortet auf joneit
24.07.2004 06:27
Benutzer joneit schrieb:
Vor diesem Hintergrund sollte zumindest geklärt sein, ob man sich und seine Rufnummer gezielt dieser Auskunft entziehen kann.

Also ich bekam schon vor etwa 2 Wochen einen Brief von der Telekom, in der auf den neuen Umstand hingewiesen wurde und eine 0180er-Nummer genannt wurde, über die man sich automatisch mit allen MSN von der inversen Suche ausschließen lassen kann. Ein Anruf dort, den Menüansagen folgen und schon ist man draußen. Einfacher gehts doch nun wirklich nicht mehr! Wozu also dieser Aufriß?

Gruß, Volker