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Unterscheidung von Telefonie/Internet verbieten!


14.05.2004 17:10 - Gestartet von michaelmess
Hallo!

Ich finde, daß man eine Unterscheidung zwischen Diensten (Telefonie oder Internet) oder eine 'Blacklist' bei der Tarifierung generell verbieten sollte, schon allein der Transparenz der Preisangaben wegen.

Für Sprachtelefonie wird sich das Angebot 10 Cent/h mit 4,22 EUR Grundgebühr allerdings nur für die wenigsten Kunden lohnen:
Bei 3 Cent/min Normaltarif kostet 1 Stunde 1,80 EUR. Man spart also 1,70 EUR/h mit dem Sondertarif. Man muß dann also schon mindestens 3 Stunden Langzeittelefonate von etwas weniger als dem Vielfachen von 1 Stunde telefonieren, damit sich das lohnt.
Telefoniert man nur etwas länger als das Vielfache von 1 Stunde, dann verschenkt man gleich 10 Cent und das Ganze rentiert sich schnell nicht mehr. Ebenso, wenn man nur kurz telefoniert und die 10 Cent nicht richtig ausnutzt.
Wenn man dann als 'Normaltarif' Call by Call für weniger als 3 Cent/min benutzt, dann sieht die Rechnung noch viel schlechter für die Telekom aus.
Also ein Angebot, das wohl für kaum jemand wirklich interessant sein könnte.

Wenn ein Verbot der Unterscheidung zwischen Sprache oder Internet existieren würde, dann wäre dieser Tarif wohl nur interessant für Poweruser, die sich damit eine Standleitung schalten würden und das würde sich für die Telekom dann garantiert nicht rechnen. Und dann würden solche Tarife schnell wieder verschwinden.

Viele Grüße,
Michael
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[1] papamark antwortet auf michaelmess
14.05.2004 17:23
Benutzer michaelmess schrieb:
Hallo!

Ich finde, daß man eine Unterscheidung zwischen Diensten (Telefonie oder Internet) oder eine 'Blacklist' bei der Tarifierung generell verbieten sollte, schon allein der Transparenz der Preisangaben wegen.

Für Sprachtelefonie wird sich das Angebot 10 Cent/h mit 4,22 EUR Grundgebühr allerdings nur für die wenigsten Kunden lohnen: Bei 3 Cent/min Normaltarif kostet 1 Stunde 1,80 EUR. Man spart also 1,70 EUR/h mit dem Sondertarif. Man muß dann also schon mindestens 3 Stunden Langzeittelefonate von etwas weniger als dem Vielfachen von 1 Stunde telefonieren, damit sich das lohnt. Telefoniert man nur etwas länger als das Vielfache von 1 Stunde, dann verschenkt man gleich 10 Cent und das Ganze rentiert sich schnell nicht mehr. Ebenso, wenn man nur kurz telefoniert und die 10 Cent nicht richtig ausnutzt. Wenn man dann als 'Normaltarif' Call by Call für weniger als 3 Cent/min benutzt, dann sieht die Rechnung noch viel schlechter für die Telekom aus.
Also ein Angebot, das wohl für kaum jemand wirklich interessant sein könnte.

Wenn ein Verbot der Unterscheidung zwischen Sprache oder Internet existieren würde, dann wäre dieser Tarif wohl nur interessant für Poweruser, die sich damit eine Standleitung schalten würden und das würde sich für die Telekom dann garantiert nicht rechnen. Und dann würden solche Tarife schnell wieder verschwinden.

Viele Grüße,
Michael

Da denke ich, hast Du garnicht unrecht und bezogen auf den neuen XXL-Tarif könnte mir gut vorstellen, das ein Richter dieser Argumentation folgen würde.
Eine Verbindung ist eine Verbindung,was darüber läuft ist egal.
Problem nur: Es wurde (oder auch nicht, wie viele Forenbeiträge zeigen) der Kunde vor Vertragsabschluß informiert. Aber auch die XXL-Tarife sind ja nur vorläufig genehmigt. Das wäre ein Argument um gegen die Zulassung dieses Tarife zu klagen
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[1.1] Bodenseemann antwortet auf papamark
14.05.2004 17:43
Mit welcher Grundlage sollte die Unterscheidung Telefonie/Datenverbindung verboten werden?

BM


enutzer papamark schrieb:
Benutzer michaelmess schrieb:
Hallo!

Ich finde, daß man eine Unterscheidung zwischen Diensten (Telefonie oder Internet) oder eine 'Blacklist' bei der Tarifierung generell verbieten sollte, schon allein der Transparenz der Preisangaben wegen.

Für Sprachtelefonie wird sich das Angebot 10 Cent/h mit 4,22
EUR Grundgebühr allerdings nur für die wenigsten Kunden lohnen:
Bei 3 Cent/min Normaltarif kostet 1 Stunde 1,80 EUR. Man spart also 1,70 EUR/h mit dem Sondertarif. Man muß dann also schon mindestens 3 Stunden Langzeittelefonate von etwas weniger als dem Vielfachen von 1 Stunde telefonieren, damit sich das lohnt.
Telefoniert man nur etwas länger als das Vielfache von 1 Stunde, dann verschenkt man gleich 10 Cent und das Ganze rentiert sich schnell nicht mehr. Ebenso, wenn man nur kurz telefoniert und die 10 Cent nicht richtig ausnutzt. Wenn man dann als 'Normaltarif' Call by Call für weniger als 3
Cent/min benutzt, dann sieht die Rechnung noch viel schlechter
für die Telekom aus.
Also ein Angebot, das wohl für kaum jemand wirklich interessant
sein könnte.

Wenn ein Verbot der Unterscheidung zwischen Sprache oder Internet existieren würde, dann wäre dieser Tarif wohl nur interessant für Poweruser, die sich damit eine Standleitung schalten würden und das würde sich für die Telekom dann garantiert nicht rechnen. Und dann würden solche Tarife schnell
wieder verschwinden.

Viele Grüße,
Michael

Da denke ich, hast Du garnicht unrecht und bezogen auf den neuen XXL-Tarif könnte mir gut vorstellen, das ein Richter dieser Argumentation folgen würde.
Eine Verbindung ist eine Verbindung,was darüber läuft ist egal. Problem nur: Es wurde (oder auch nicht, wie viele Forenbeiträge zeigen) der Kunde vor Vertragsabschluß informiert. Aber auch die XXL-Tarife sind ja nur vorläufig genehmigt. Das wäre ein
Argument um gegen die Zulassung dieses Tarife zu klagen
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[1.1.1] fruli antwortet auf Bodenseemann
14.05.2004 19:02
Benutzer Bodenseemann schrieb:
Mit welcher Grundlage sollte die Unterscheidung Telefonie/Datenverbindung verboten werden?

Unterscheidung von Analog-Modem-, Analog-Fax- und Sprachtelefonieverbindung sollte verboten sein aufgrund von Datenschutz, denn all das läuft über einen ganz normalen herkömmlichen Sprachkanal, dessen Inhalte dem Fernmeldegeheimnis unterliegen. Eine Unterscheidung könnte nur erfolgen, wenn die T-Com die Inhalte des Sprachtelefonie-Kanals auswertet.

Nur bei Verbindungen zu veröffentlichten ISP-Festnetz-Einwahlnummern kann die T-Com den Anscheinsbeweis liefern, daß solche Verbinungen Datenverbindungen sind, ohne in die Leitung zu lauschen.

So long.
fruli
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[1.1.2] papamark antwortet auf Bodenseemann
14.05.2004 19:09
Benutzer Bodenseemann schrieb:
Mit welcher Grundlage sollte die Unterscheidung Telefonie/Datenverbindung verboten werden?

BM

Simple: Die Telekom bekommt Geld dafür, das Sie eine Verbindung herstellt. Ob über diese Verbindung gesprochen wird, ein Fax verschickt wird oder eine Modemverbindung aufgebaut wird sollte ihr egal sein. Nach dem Gleichheitsgestzt sieht es so aus: Die Telekom kann, zumindest im analogen Bereich erstmal nicht untescheiden, ob es sich um eine Datenverbindung handelt. Das unterscheidet sie nur über Blacklist. Aber jedes Fax, jede direktverbindung zu einem anderen Rechner und sei es zur Fernwartung oder einen direkten Datenaustausch ist eine Datenverbindung. Die Telekom berechnet aber nur die zu Nummern aus der Blacklist. Und wenn die Telekom 2 Dienste anbieten will:bitte! Aber sie kann nicht eine Möglickeit verbieten, nur weil ihr die dadurch enstehende Dauer der Verbindung nicht gefällt. Zumindest müßte der Telekom auferlegt werden, in diesem Punkte alle gleich zu behandeln. Dadurch würde der Telekom ein wesentlich höher Aufwand entstehen, so das sie dieses Angebot wahrscheinlich gleich wieder cancekn würde.

XXL ist sowiso doof und wer nicht drauf angewiesen ist sollte der Telekom nicht das Geld unnötig schenken..






enutzer papamark schrieb:
Benutzer michaelmess schrieb:
Hallo!

Ich finde, daß man eine Unterscheidung zwischen Diensten (Telefonie oder Internet) oder eine 'Blacklist' bei der Tarifierung generell verbieten sollte, schon allein der Transparenz der Preisangaben wegen.

Für Sprachtelefonie wird sich das Angebot 10 Cent/h mit 4,22
EUR Grundgebühr allerdings nur für die wenigsten Kunden lohnen:
Bei 3 Cent/min Normaltarif kostet 1 Stunde 1,80 EUR. Man spart also 1,70 EUR/h mit dem Sondertarif. Man muß dann also schon mindestens 3 Stunden Langzeittelefonate von etwas weniger als dem Vielfachen von 1 Stunde telefonieren, damit sich das lohnt.
Telefoniert man nur etwas länger als das Vielfache von 1 Stunde, dann verschenkt man gleich 10 Cent und das Ganze rentiert sich schnell nicht mehr. Ebenso, wenn man nur kurz telefoniert und die 10 Cent nicht richtig ausnutzt. Wenn man dann als 'Normaltarif' Call by Call für weniger als 3
Cent/min benutzt, dann sieht die Rechnung noch viel schlechter
für die Telekom aus.
Also ein Angebot, das wohl für kaum jemand wirklich interessant
sein könnte.

Wenn ein Verbot der Unterscheidung zwischen Sprache oder Internet existieren würde, dann wäre dieser Tarif wohl nur interessant für Poweruser, die sich damit eine Standleitung schalten würden und das würde sich für die Telekom dann garantiert nicht rechnen. Und dann würden solche Tarife schnell
wieder verschwinden.

Viele Grüße,
Michael

Da denke ich, hast Du garnicht unrecht und bezogen auf den neuen XXL-Tarif könnte mir gut vorstellen, das ein Richter dieser Argumentation folgen würde.
Eine Verbindung ist eine Verbindung,was darüber läuft ist egal.
Problem nur: Es wurde (oder auch nicht, wie viele Forenbeiträge zeigen) der Kunde vor Vertragsabschluß informiert. Aber auch die XXL-Tarife sind ja nur vorläufig genehmigt. Das wäre ein
Argument um gegen die Zulassung dieses Tarife zu klagen