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Was will ein Unternehmen mit UMTS?


15.04.2004 20:04 - Gestartet von webmaster
W-Lan ist da noch viel interessanter...und ganz nebenbei auch billiger!
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[1] sebastianbonn antwortet auf webmaster
15.04.2004 22:18
Benutzer webmaster schrieb:
W-Lan ist da noch viel interessanter...und ganz nebenbei auch billiger!

Naja!
WLAN und UMTS sind zwei völlig verschiedene Dinge und obwohl es viele brauchen könnten gibt es halt auch eine ganze Reihe die bis jetzt noch nicht wissen, was das genau ist und was sich dahinter verbirgt.
Dass WLAN billiger ist, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Weder für den Endkunden noch für den Betreiber ist ein Hotspot günstiger. Er bietet schlicht mehr Geschwindigkeit für mehr Geld, aber wenn den meisten Geschäftskunden in dieser Befragung schon die Geschwindigkeit GPRS reicht oder sie überhaupt keine mobilen Datendienste nutzen möchten, frage ich mich ernsthaft, wozu sie die höhere Geschwindigkeit von WLAN dann einsetzen wollen.
Erklärbar wäre das höchstens mit den internen Einsatz im Unternehmen, aber der ist natürlich in keiner Hinsicht auch nur irgendwie mit GSM/GPRS oder halt UMTS vergleichbar. Es vergleicht ja auch niemand den Einsatz von Firmenhandys mit der Anschaffung einer TK-Anlage.

Gruß
Sebastian
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[1.1] handytim antwortet auf sebastianbonn
15.04.2004 23:13
Folgendes wäre doch mal schick:

Man erfindet einen neuen Standard, bei dem man die Onlineverbindungen nicht nur zum Anschlussinhaber, sondern zum entsprechenden Computer zurückverfolgen kann. Dann gehts ganz einfach ein flächendeckendes System aufzubauen: Man verkauft AccessPoints und jeder, der einen gekauft hat und ihn zu Hause aufstellt (und somit anderen eine Internetverbindung gewährt) darf auch selber bei den anderen mitsurfen.

Ciao
Tim
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[1.1.1] senderliste antwortet auf handytim
16.04.2004 07:46
Wer sagt W-LAN sei besser oder schlechter als UMTS oder sonst was, der steckt einfach nicht genug drin in Thema. ;-)

Also erst mal UMTS ist nicht allein für die schnelle Datenübertragung erschaffen worden. Die schnelle Datenübertragung ist im Moment einfach nur der Grund, mit dem für UMTS geworben wird. Und einer der vielen Vorteile von UMTS gegeüber GSM. Bald wird es Bildtelefonie sein und dann ... etc.

W-LAN ist ein echtes Endkundenprodukt. Eigentlich war W-LAN nur für die Privatnutzung (oder Inhaus- bzw. "Allein / Einpersonen"-Nutzung) vorgesehen. Das man mehrer Rechner und Nutzer über Funk versorgen kann wird jetzt eigentlich durch die öffentliche und kommerzielle Nutzung mißbracht. Die Vermarktung und der Betrieb von W-LAN über Gebäudegrenzen hinaus ist eigentlich nicht so ohne weiteres zulässig. Dann müssen Genehmigungen eingeholt und erteilt werden. Man betreibt dann eine Sendeanlage, wenn man eine weiterreichende Versorung anstrebt. Also selbst den Kumpel im Nachbarhaus zu vrsorgen ist eigentlich verboten.
W-LAN ist allein für den lokalen Betrieb vorgesehen. Sprich es gibt keine landeweite Versorgung eines Betreiber. Also nur für den stationären oder quasi-mobilen Betrieb interessant. UMTS hingegen ist für den echten mobilen Betrieb gedacht.
Ob W-LAN schneller als UMTS wird glaub ich nie, denn schließlich müssen das W-Lan-Equipment ebenfalls angebunden werden. Es bringt nichts zu sagen W-LAN kann so und so viel MBit. Totaler Blödsinn, denn es ist richtig auf der Luftschnittstelle kann W-LAN so und so viel MBit. Aber der Flaschenhals liegt dahinter. Ich glaub nicht, daß die W-LAN Betreiber mehr als eine oder vielleicht auch mal zwei E1 (PCM30) für so ein Router vor Ort (ich sag noch nicht mal Hot-Spot) spendieren werden. Dann also auf der Physik davor gerade mal 2 bzw. 4 MBit haben werden. Von den Flaschenhälsen dahinter nicht mal zu sprechen. Gut bei UMTS sieht es nicht viel anders aus, denn schließlich kann man ja auch noch andere Dienste Nutzen, selbst allein telefonieren. Und die Flaschenhalse gibt es natürlich auch.

Sollte es doch mal eine landesweite Ein-Betreiber-Versorung von W-LAN geben, dann werden es auch wieder die Mobilfunkbetreiber als erste sein. Denn die haben bereits Standorte. Müssen nicht alles neu aufbauen und die Infrastruktur und Übertragungstechnik ist vorhanden und muß von denen nur erweitert werden.

Also wenn man W-LAN mit UMTS vergleicht, dann vergleicht man Äpfel mit Birnen. Meine Meinung.
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[1.1.1.1] senderliste antwortet auf senderliste
16.04.2004 08:23
Ich habe soeben beim Stöbern hier auf den Seiten hier gelesen, daß W-LAN bald mit bis zu 54MBit gehen wird.
Boahhh hab ich gelacht. Man überlegt doch mal wie die Router ( wieder gar nicht von den Hot-Spots zu sprechen) angebunden werden müßten. Ist einfach undenkbar. Kann, will und wird sich kein Betreiber leisten. Schon gar kein reiner bzw. kleiner oder reiner W-Lan-Betreiber. Viel zu teuer. Wird nicht passieren. Auf der Luft sicherlich richtig. Doch ich sag wieder: der Flaschenhals ist dahinter und der ist einfach das Teuerste an der Geschichte!
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[1.1.1.1.1] handytim antwortet auf senderliste
16.04.2004 09:42
Benutzer senderliste schrieb:
Ich habe soeben beim Stöbern hier auf den Seiten hier gelesen, daß W-LAN bald mit bis zu 54MBit gehen wird.

Gibt es doch schon lange! Fast alle modernen WLAN-APs oder -Router sind 802.11g-Geräte.

Boahhh hab ich gelacht. Man überlegt doch mal wie die Router ( wieder gar nicht von den Hot-Spots zu sprechen) angebunden werden müßten. Ist einfach undenkbar. Kann, will und wird sich kein Betreiber leisten. Schon gar kein reiner bzw. kleiner oder reiner W-Lan-Betreiber. Viel zu teuer. Wird nicht passieren. Auf der Luft sicherlich richtig. Doch ich sag wieder: der Flaschenhals ist dahinter und der ist einfach das Teuerste an der Geschichte!

Naja, die Uni Karlsruhe rüstet das komplette WLAM-Netz auf 802.11g um. DIe haben sehr viele Hotspots und versorgen das komplette Uni-Gelände sowie Schloßgarten und einen Teil der Innenstadt von Karlsruhe. Klar, die Uni hat auch ein superschnelles Backbone, da macht das auch Sinn.

Apropos Flaschenhals: Dieser mag bei W-LAN "weiter hinten" stecken (also nicht die Luftschnittstelle, sondern danach die Leitung), aber bei UMTS ist es die Luftschnittstelle. Sobald Kabel Deutschland bundesweit Kabel-Internet einführt hat UMTS endgültig verloren.

Ciao
Tim
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[1.1.1.1.1.1] senderliste antwortet auf handytim
16.04.2004 10:01
Thema Backbone : Das Backbone muß möglichst dick sein. Völlig richtig. "Komplette" Innenstadt versorgt. Schön. Doch die Hot-Spots sind mit 100% nicht so angebunden, daß die 54Mbit möglich sind. Da geh ich jede Wette ein. Ergo Flaschenhals direkt vor dem Hot-Spot (sprich Kabel) und damit nicht die volle mögliche Leistung. Selbst auf dem Campus garantiert nicht. Denn das die Infrastruktur selbst dort bis in die letzte Ecke so optimal ist glaub ich nicht.

UMTS ist nicht allein für Datenübertragung da. In sofern sehe ich noch lange kein aus für UMTS.
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[1.1.1.1.1.1.1] handytim antwortet auf senderliste
16.04.2004 12:15
Benutzer senderliste schrieb:
Selbst auf dem Campus garantiert nicht. Denn das die Infrastruktur selbst dort bis in die letzte Ecke so optimal ist glaub ich nicht.

In Zeiten von Glasfaser-Gigabit-LAN würde ich das nicht sagen.

Ciao
Tim
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[1.1.1.1.1.2] UMTS vs. Internet über TV-Kabel
Hund antwortet auf handytim
16.04.2004 12:07
Benutzer handytim schrieb:
Sobald
Kabel Deutschland bundesweit Kabel-Internet einführt hat UMTS endgültig verloren.


Naja gut, aber der Witz ist ja, daß man UMTS MOBIL ist. Ich mein' diese ganzen Spielereien mit den höheren Bandbreiten mögen ja alle schön und gut sein, aber das für mich wirklich interessante ist halt, daß ich vollkommen mobil bin.

Gut, man kann ja vielleicht bei sich in der Wohnung a WLAN über TV-Kabel einrichten, aber das geht halt logischerweise auch nur dann, wenn man in der Wohnung ist. Und wenn man dann unterwegs ist, dann steht man halt da...

Und was mich auch an diesen ganzen Breitband-Festnetzgeschichten stört, ist daß man halt meistens nur eine Flatrate oder größere Pakete mit mords Grundgebühren und ewig langen Kündigungsfristen bekommen kann.
(z.B. Ich hab' einen analogen Telefonanschluß bei der 01033 (is' nur für Wählverbindungen ins Internet) und ich hab' bei dem folgende Kosten: 17 Euro für den Anschluß (nur mit Sicherheitspaket und ohne XXL, Aktiv Plus und sonstigem Tralala), 600 Minuten Mindestabnahme bei AOL und 5 Euro Mindestabnahme bei Arcor.)
Also was ich sagen will: Wenn ich nicht oft daheim bin, oder halt für paar Wochen woanders bin (Eltern, Freund/Freundin, Urlaub oder in der Arbeit viel zu tun, usw.), dann hab' ich halt einen Verlust gemacht, weil ich das alles nicht benutzt hab'.

Und von daher find' ich diese mobilen Sachen halt schon sehr sinnvoll, auch wenn sie vielleicht ein bißchen mehr kosten.

Also ich mein' halt, daß ich bei so Mobilfunklösungen immer sicher gehen kann daß ich das auch ausnutzen werde, weil ich ja meinen Internetanschluß immer am Gürtel hab'. Und damit ist er halt überall da, wo ich auch bin: In der Arbeit, bei der Freundin, am Bahnhof, im Auto, im Hotel, bei den Eltern, auf dem Skateplatz, in der Disko, in der Kneipe, bei Freunden usw.) (Was halt bei DSL nicht geht. Weil: Was bringt mir die beste Flatrate und die höchste Bandbreite, wenn ich sie nicht benützen kann (weil ich halt nicht daheim bin)?)

Also ich hab' seit 2 Jahren i-mode und ich würd' sagen daß das mobile Internet für mich schon wichtiger geworden ist, als das Stationäre.

Schönes Wochenende noch... d-)=
Hund
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[1.1.1.1.1.2.1] handytim antwortet auf Hund
16.04.2004 12:16
Benutzer Hund schrieb:
Naja gut, aber der Witz ist ja, daß man UMTS MOBIL ist. Ich mein' diese ganzen Spielereien mit den höheren Bandbreiten mögen ja alle schön und gut sein, aber das für mich wirklich interessante ist halt, daß ich vollkommen mobil bin.

Natürlich. Ich meinte das auch in Verbindung des vorherigen Beitrags von mir. Lies Dir diesen durch, dann ergibt das auch Sinn ;-)

Ciao
Tim